In Hinblick auf den 1. Mai und die Walpurgisnacht sprachen selbst Polizeipressestellen rundweg von „ruhigen“ und „friedlichen“ Veranstaltungen.

Ingesamt gab es 149 verletzte Polizeibeamte in Deutschland. Das klingt natürlich nicht schlecht. Wenn man bedenkt, dass allein in Berlin und Hamburg letztes Jahr 126 Polizeibeamte verletzt wurde und am 1. Mai allein in Berlin 479, dann sieht das vergleichsweise harmlos aus.

Aber ruhig? Und friedlich?

Da kommt mir eine Geschichte in den Kopf. Sie ist keine Kochanleitung, denn ich habe keinen blassen Schimmer von der Zubereitung von Schalentieren. Ich habe sie irgendwo mal gehört, und sie illustriert die Sachlage ganz gut. Wirft man einen Hummer ins kochende Wasser, so wird er Angst bekommen und versuchen, sein Leben zu retten. Setzt man ihn jedoch in kaltes Wasser und feuert langsam an, so wird er sich sauwohl fühlen. Bis er schließlich dumm guckt, denkt: „Hui, verdammt warm hier!“ und tot umfällt.

149 verletzte Polizeibeamte… da frage ich mich, ob wir uns im warmen Wasser nicht eine Runde zu wohl fühlen, wenn das „friedlich“ und „ruhig“ sein soll.

149 verletzte Polizeibeamte sind weniger als in den Vorjahren. Darüber freue ich mich. Aber gut ist anders. Gut ist, wenn es Null verletzte Polizistinnen und Polizisten sein werden. Dann werde auch ich die Vokabeln „ruhig“ und „friedlich“ verwenden.

Chronologische Sortierung der Pressemitteilungen und Meldungen:

Bremen, 30.04.2011, 17:58

Die Polizei Bremen konnte am heutigen Samstag durch 3000 eingesetzte Beamte gewaltsame Auseinandersetzungen während des angemeldeten Aufzugs der NPD in der Bremer Neustadt weitestgehend verhindern. Auf der genehmigten Marschstrecke durch Teile der Neustadt führten rund 200 Aktivisten ihren Aufzug zwischen 11 und 14 Uhr durch. Auf der fast zeitgleich stattfindenden Gegendemonstration des DGBs hatten sich gut 4000 Teilnehmer eingefunden. Unter die friedlichen Demonstranten mischten sich mehr als 400 gewaltbereite Autonome, die nach der Abschlusskundgebung immer wieder Versuche unternahmen, gewaltsam in den von Polizeikräften abgesperrten Bereich vorzudringen. Die Einsatzkräfte der Polizei verhinderten dies weitestgehend, leider kam es bei einigen dieser Auseinandersetzungen zum Einsatz von Pfefferspray, um das Durchbrechen der Absperrlinien zu verhindern. Dabei wurden auch Flaschen und Steine gegen die eingesetzten Polizeibeamten geworfen.
Vier Beamte erlitten leichtere Verletzungen. Es kam zu 23 Ingewahrsamnahmen während des Einsatzes. Nach Abschluss der Kundgebung kam es im Bereich der Neustadt noch zu vereinzelten Aktionen der Autonomen. So wurde auch das Gleisbett der Zugstrecke Oldenburg-Bremen durch Demonstranten blockiert. Dabei wurde auch ein elektrischer Schaltkasten beschädigt, was zur Folge hatte, dass der Zugverkehr Bremen/Oldenburg nur eingeschränkt möglich war. Allen Aktionen konnte mit polizeilichen Mitteln begegnet werden. Das taktische Ziel der Polizei, das Aufeinandertreffen der verschiedenen Gruppierungen zu verhindern und die Gewährleistung des Rechts auf Versammlungsfreiheit für alle Gruppen, konnte durch den starken Kräfteansatz erreicht werden.
Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/35235/2035377/polizei_bremen

Ein weiterer Bericht über diesen Tag findet sich im Blaulicht-Blog.
http://blaulicht-blog.net/?p=2662

Da liest sich das Ganze noch heftiger. Auch stellt der Blogger eine nicht unberechtigte Frage? Wenn man die Nazis nicht dahaben will (was ja alle verstehen, das will keiner), warum blockiert man dann ihre Abreise und zieht damit auch noch Unschuldige mit rein? Logisch ist das nicht und hinterlässt mal wieder den Eindruck, dass es hier nicht wirklich um die Sache geht…

Hamburg, 01.05.2011, 2:48 Uhr

Ein Veranstaltungsbündnis meldete für gestern einen Aufzug unter dem Tenor „Stadt selber machen – für das Recht auf Stadt! Rote Flora und Bauwagenplatz Zomia verteidigen“ an. Der Veranstalter erwartete für diese Demonstration rund 1.900 Teilnehmern.
Die Hamburger Polizei hatte, auch aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre, für einen örtlich begrenzten Bereich ein Gefahrengebiet eingerichtet.
Der Aufzug mit rund 4.000 Teilnehmern setzte sich um 17:04 Uhr von der Alten Flora über den vereinbarten Marschweg in Bewegung. Über die Straßenzüge Schulterblatt – Schanzenstraße – Ludwigstraße – Sternstraße – Neuer Kamp – Neuer Pferdemarkt – Wohlwillstraße – Clemens-Schulz-Straße – Talstraße – Simon-von-Utrecht-Straße – Detlev-Bremer-Straße – Reeperbahn – Millerntorplatz – Zirkusweg – Bernhard-Nocht-Straße – Balduinstraße – Silbersackstraße – Reeperbahn – Holstenstraße – Luise-Schröder-Straße wurde der Endkundgebungsort in der Großen Bergstraße/Neue Große Bergstraße erreicht.
Aus dem Aufzug heraus schmissen Teilnehmer mehrfach Böller auf Polizisten und zündeten Pyrotechnik. In der Bernhard-Nocht-Straße wurde ein Fahrzeug in Brand gesetzt, gegen zwei Gebäude schmissen Versammlungsteilnehmer Farbbeutel und Steine.
Am Endkundgebungsort versuchten einige Versammlungsteilnehmer eine Baustelle zu betreten und rissen dabei den Bauzaun teilweise ein. Polizisten, die das Betreten des Geländes verhinderten, wurden mit Flaschen, Steinen und Böllern beworfen. Zur Unterstützung der Beamten wurde hierbei ein Wasserwerfer eingesetzt.
Ohne die geplante Abschlusskundgebung an der Bergstraße / Neue Große Bergstraße wurde der Aufzug um 19:32 Uhr vom Leiter der Versammlung als beendet erklärt. Im Anschluss entfernten sich die Teilnehmer in Kleingruppen vorwiegend in Richtung Altona, Ottensen und Schanzenviertel.
Unmittelbar nach der Demonstration kam es zu einigen Sachbeschädigungen. Vermummte ehemalige Versammlungsteilnehmer beschädigten an einigen Pkw und Gebäuden die Scheiben. Zudem wurden vereinzelt Müllcontainer angezündet. Vier Polizeifahrzeuge wurden durch Steinbewurf beschädigt.
Im Anschluss kam es zu vereinzelten Böllerwürfen auf Einsatzkräfte. Am Bezirksamt Eimsbüttel beschädigten Vermummte mehrere Scheiben. Ein Lokal in der Balduinstraße und eines in der Großen Elbstraße wurden ebenfalls beworfen, so dass Scheiben zerstört wurden. Unbekannte setzten in der Grabenstraße einen Pkw in Brand. In der Osterstraße hatten Täter einige Scheiben von drei Geldinstituten und eines Telefongeschäftes beschädigt.
Ingesamt wurden 11 Polizisten verletzt, ein Beamter musste mit einem Hörschaden in einem Krankenhaus behandelt werden.
Die Polizei nahm 17 Personen vorläufig fest, 50 wurden in Gewahrsam genommen. Gegen etwa 300 Personen wurden Aufenthaltsverbote für den Bereich des Gefahrengebietes ausgesprochen.
Insgesamt etwa 2.300 Einsatzkräfte der Polizei verhinderten die befürchteten Ausschreitungen.
Quelle:

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/6337/2035403/polizei_hamburg

Mönchengladbach (NRW), 01.05.2011: 08:09 Uhr

Von den vielen Maifeierlichkeiten kristallisierten sich sehr schnell die Schwerpunkte Stadtwald und Altstadt Mönchengladbach als einsatzintensiv heraus. An beiden Örtlichkeiten kam es zu etlichen Körperverletzungsdelikten. Aus der Altstadt musste eine Person mit Augenverletzungen durch Glassplitter einer Spezialklinik zugeführt werden. Im Bereich Stadtwald waren in der Spitze geschätzt 1700 Personen anwesend. In den frühen Nachtstunden wurde durch einen Anrufer ein Rettungswagen angefordert, der nur unter Begleitung von Polizeikräften in den Stadtwald fahren konnte. Während der Anfahrt wurden die Einsatzfahrzeuge massiv mit Flaschen beworfen. Es wurde niemand verletzt. Da der Bereich Stadtwald völlig unbeleuchtet ist, gelang es den Randalierern sich immer wieder in den Schutz der Dunkelheit zu flüchten. Erst nachdem weitere Einsatzkräfte massiv in den Bereich Stadtwald verlegt wurden beruhigte sich die Gesamtlage. Weitere Einsätze im Stadtwald konnten nur noch mit angelegter Vollkörperschutzbekleidung gefahren werden. Die Ermittlungen dauern an, Ermittlungsverfahren sind eingeleitet. In den Morgenstunden konnte das Ausmaß der Verwüstungen festgestellt werden. Zur Beseitigung des dort vorhandenen Mülls und der Glasscherben, auch auf dem Kinderspielplatz, wurde die GEM angefordert. Bei der Verkehrsüberwachung musste vier alkoholisierten Fahrzeugführern die Weiterfahrt untersagt werden; die Geschwindigkeitsüberwachung wird für einen Verkehrsteilnehmer ein Fahrverbot nach sich ziehen. Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und Ordnungswidrigkeitenverfahren sind eingeleitet.
Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/30127/2035424/polizei_moenchengladbach

Lorsch (Hessen), 01.05.2011, 10:00 Uhr

Ein unschönes Ende nahm eine Maifeierlichkeit auf dem Parkplatz des SC Olympia in Lorsch. Kurz vor 4 Uhr in den frühen Morgenstunden wurde eine Streife der Polizeistation Heppenheim zunächst anlässlich eines medizinischen Notfalls auf das Sportgelände gerufen. Plötzlich wurden die eingesetzten Beamten während dieser Hilfeleistung von Angehörigen beleidigt und bedroht. Die Gewalt eskalierte dahingehend, dass die Beamten durch zwei aus Einhausen stammende Männer tätlich angegriffen wurden. Zumindest zwei Beamte wurden hierdurch auch leicht verletzt. Weitere Polizeistreifen aus der Region mussten zur Unterstützung hinzugezogen werden und das Gelände wurde geräumt. Die zwei Beschuldigten wurden in Polizeigewahrsam genommen. Ein Atemalkoholtest zeigte, dass beide deutlich unter Alkoholeinfluss standen. Bei einem der Männer wurde durch den richterlichen Bereitschaftsdienst eine Blutentnahme angeordnet. Beide erwartet ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung.
Quellen:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/4969/2035499/polizeipraesidium_suedhessen
und
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/4969/2035598/polizeipraesidium_suedhessen

Berlin, 01.05.2011, 13:50 Uhr

Wie bereits im vergangenen Jahr war die diesjährige Walpurgisnacht nach Einschätzung der Polizei von überwiegend friedlichen Feiern gekennzeichnet. Aktionen von Gewalttätern konnte die Polizei eng begrenzen und schnell unterbinden.
Die Polizei nahm bis zum Morgen insgesamt 58 Personen vorübergehend fest und sprach 13 Platzverweise aus. Es wurden Ermittlungsverfahren u. a. wegen schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Am Mauerpark in Prenzlauer Berg feierten bis zu 1.500 Menschen ausgesprochen friedlich. Gegen 1:30 Uhr waren nur noch vereinzelt Personen auf dem Gelände. Für den Park galt auch diesmal wieder ein Flaschen- und Dosenverbot.
Im Viktoriapark in Kreuzberg hatten sich bis zu 800 Personen versammelt. Hier musste die Polizei mehrfach einschreiten, weil ab etwa 22 Uhr immer wieder Feuer entfacht und Polizisten mit Flaschen oder Feuerwerkskörpern beworfen wurden. Die Feuerwehr löschte mehrere Feuerstellen. Gegen 0:30 Uhr fuhr die Polizei mit einem Wasserwerfer zu einer größeren Feuerstelle, um die Feuerwehr beim Löschen zu unterstützen, musste aber nicht mehr eingreifen.
Schwerpunkt polizeilicher Maßnahmen war der Wismarplatz in Friedrichshain. Am Ende einer Kundgebung wuchs die Zahl der Teilnehmer gegen 21 Uhr auf rund 1.200 Personen an, die teilweise unter erheblichem Alkoholeinfluss standen. Nach 22 Uhr waren es noch ca. 500 Personen. Aus dieser Menge heraus kam es zu Würfen von Flaschen und Pyrotechnik auf Polizeibeamte und auch zu einer Attacke mit einem Reizstoffsprühgerät. Gegen 23:30 Uhr brachten Personen im Bereich der Boxhagener Straße Hindernisse auf die Fahrbahn. Die Polizei griff überall konsequent durch und nahm mehrere Personen fest.
Bei dem Einsatz rund um die Walpurgisnacht wurden nach ersten Erkenntnissen insgesamt 25 Polizeibeamte, alle aus Berlin, verletzt. Einer davon musste wegen eines Knalltraumas vom Dienst abtreten, die anderen blieben im Dienst.
Rund 2.700 Beamte waren im Einsatz.
Quelle:
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/342564/index.html

Nürnberg (Bayern), 01.05.2011, 16:30 Uhr

Die für heute (01.05.2011) angemeldeten Aufzüge und Kundgebungen in Nürnberg und Fürth (wir berichteten mit Meldung 747 vom 27.04.2011) verliefen nur bedingt friedlich. Bei einer Zwischenkundgebung am Jakobsplatz wurden 27 Beamte durch Böllerwürfe (Knalltrauma) verletzt und befinden sich in ärztlicher Behandlung.
Etwa 3.000 Personen beteiligten sich am Aufzug des DGB ab 10.00 Uhr vom Aufseßplatz zum Kornmarkt bzw. nahmen an der abschließenden Kundgebung und dem Maifest am Kornmarkt teil. Die Veranstaltung der IG-Metall in Fürth wurde von ca. 300 Teilnehmern besucht. Diese beiden Veranstaltungen verliefen störungsfrei.
Am Aufzug „Initiative Neue Arbeiterinnen“ beteiligten sich zirka 2.000 Personen, davon etwa 600 aus dem linksautonomen Spektrum. Der Zug setzte sich gegen 12.40 Uhr von der Bauerngasse über die Ludwigstraße Richtung Innenstadt in Bewegung. Bei der Zwischenkundgebung am Jakobsplatz gegen 13.15 Uhr wurden aus dem schwarzen Block heraus massiv Feuerwerkskörper in eine Gruppe Polizeibeamter geworfen. Durch die Böllerwürfe wurden 27 Beamte verletzt. Sie wurden sofort ärztlich versorgt. Um weiteren Verletzungen durch Böllerwürfe vorzubeugen, ordnete der Einsatzleiter das Tragen der Schutzhelme an.
Als der Demo-Zug durch die Färberstraße und anschließend über den Frauentorgraben zog, warfen Demonstranten Flaschen und Böller in Richtung der eingesetzten Polizeikräfte. Der Versammlungsleiter stoppte nach Intervention der polizeilichen Einsatzleitung den Zug und versuchte auf die Demonstranten deeskalierend einzuwirken. Nach kurzer Zeit setzte sich der Aufzug wieder in Bewegung und wurde gegen 14.20 Uhr am Zielort in der Adam-Klein-Straße vom Versammlungsleiter für beendet erklärt. Der Großteil der Demo-Teilnehmer besuchte anschließend das Straßenfest in der Müllnerstraße.
Im Vorfeld der Veranstaltung wurden sieben Personen wegen Verstoßes nach dem Versammlungsgesetz (1x Mitführen eines Springmessers, 1x Mitführen eines Pfeffersprays, 5x Mitführen pyrotechnischer Gegenstände) vorläufig festgenommen. Sie wurden nach erfolgter Sachbehandlung wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen.
Derzeit befinden sich noch drei Demonstrationsteilnehmer in Polizeigewahrsam, die im Anschluss an den Aufzug als Verursacher von Flaschen- bzw. Böllerwürfen gegen Polizeibeamte identifiziert werden konnten.
Am traditionellen Treffen der Motorradfahrer zur Eröffnung der Saison nahmen etwa 6000 Motorradfahrer teil. Es gab lediglich geringe Verkehrsbehinderungen.
Quelle:
http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/news/presse/aktuell/index.html/136004

Hamm (NRW), 01.05.2011, 16:36 Uhr

In der Nacht von Samstag , 30.04.2011, 21.00 Uhr und Sonntag, 01.05.2011, 06.00 Uhr kam es im Hammer Stadtgebiet zu sieben Körperverletzungsdelikten, einer Sachbeschädigung und fünfzehn Ruhestörungen. Zweimal musste die Polizei zu hilflosen Personen. Ab cirka 02.30 Uhr wurde es auf der Südstraße etwas unruhiger. Im Rahmen von körperlichen Auseinandersetzungen wurde die Polizei um Hilfe gerufen. Durch die Körperverletzungsdelikte wurden zwei Personen leicht verletzt. In einem Fall kam es zu einem Widerstand gegen Polizeibeamte. Zwei Polizeibeamte wurden leicht verletzt. Insgesamt kam es hier zu sieben Ingewahrsamnahmen.
Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/65844/2035643/polizeipraesidium_hamm

Wuppertal (NRW), 01.05.2011, 18:03 Uhr

Heute Nachmittag, 01.05.2011, bis 14.30 Uhr, sammelten sich rund 250 Personen der „Autonomen Szene“ vor dem Autonomen Zentrum in der Markomannen Str. in Wuppertal. Obwohl im Vorfeld zur Teilnahme an der Veranstaltung durch Aushänge und im Internet aufgerufen wurde, war sie bei der Polizei nicht angemeldet worden. Auch Versuche der Polizei, eine Anmeldung durch Verantwortliche zu erwirken, blieben erfolglos. Vor Ort wurde von der Polizei über Lautsprecherdurchsagen ein kooperatives Verhalten der Anwesenden eingefordert und versucht, einen Veranstaltungsleiter zu gewinnen. Dies führte ebenfalls nicht zum Erfolg. Um 14:50 Uhr setzte sich ein Aufzug über Neue Friedrichstraße, Karlstraße, Hochstraße, Marienstraße unter Begleitung durch Polizeikräfte in Bewegung, der den Schusterplatz gegen 15:45 Uhr erreichte. Vor Aufzugsbeginn wurden am Wuppertaler Hauptbahnhof gegen 24 auswärtige Versammlungsteilnehmer Platzverweise ausgesprochen. Im Verlauf des Aufzuges durchbrachen Versammlungsteilnehmer eine polizeiliche Absperrung. Dabei wurde eine Beamtin so verletzt, dass sie nicht mehr dienstfähig ist. Bei dieser Störaktion wurde durch die Polizei Pfefferspray eingesetzt. Ein 16-jähriger Jugendlicher wurde wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz (Vermummung ) vorläufig festgenommen. Mit Eintreffen der Teilnehmer begann auf dem Schusterplatz das angekündigte Straßenfest, das störungsfrei verlief ( Stand: 18:00 Uhr )
Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/11811/2035659/polizei_wuppertal

Wirklich, übelste Polizeigewalt, wenn man den Leuten auch noch die Anmeldung zur Demo auf den Silbertablett hinterherträgt… Sarkasmus Ende

Dortmund (NRW), 01.05.2011, 19:07 Uhr

Auf zwei arbeitsreiche Tage mit einer Vielzahl von Veranstaltungen blickt die Dortmunder Polizei zurück und ist im Gesamtergebnis zufrieden.
Am gestrigen Freitag fanden zwei große Musikveranstaltungen, Mayday (27.000) und Rock in den Ruinen (6.000) statt. Bis auf wenige Einzelfälle brauchte die Polizei nicht einschreiten.
Die Veranstaltungen zum 1.Mai, insbesondere die Kundgebungen des DGB und der IG-Metall mit insgesamt 4.500 Teilnehmern, auf welche die Dortmunder Polizei ein besonderes Augenmerk gerichtet hatte, verliefen störungsfrei.
Daneben wurde zum zweiten Mal die Euromayday durchgeführt, an der sich rund 700 junge Menschen beteiligten. Bis auf einen Vorfall, bei dem Unbekannte das Gebäude der Polizeiwache an der Münsterstraße mit roter Farbe verschmutzten, verlief auch diese Veranstaltung anmeldungskonform und friedlich.
Quelle:

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/4971/2035679/polizei_dortmund

An Tagen wie diesen freut man sich ja schon, wenn es „nur“ Sachbeschädigungen gibt…

Hamburg, 02.05.2011, 00:13 Uhr

Am 1.Mai fanden in Hamburg mehrere Demonstrationen statt. Die Polizei hatte zur Bewältigung der Aufzüge auch Unterstützung aus anderen Bundesländern und der Bundespolizei erhalten.
Am Vormittag führte ein Aufzug, der vom DGB mit dem Tenor „Wir gehen vor! Gute Arbeit, Gerechte Löhne, Starker Sozialstaat!“ angemeldet war, 2.500 Personen von St.Georg nach Barmbek zum Museum der Arbeit. Am Nachmittag waren etwa 2.300 Teilnehmer an einem Aufzug vom Anfangskundgebungsplatz in der Antonistraße in St.Pauli bis zum Endkundgebungsort auf dem Spritzenplatz in Ottensen beteiligt. Der Tenor dieser Versammlung lautete „Parade die Stadt ist unsere Fabrik!“. Beide Demonstrationen nahmen den erwartet friedlichen Verlauf.
Für den dritten großen Aufzug, der unter dem Tenor „Heraus zum revolutionären 1.Mai – Klasse gegen Klasse!“ angemeldet worden war, hatte der Veranstalter mit etwa 1.000 Teilnehmern gerechnet. Die Polizei hatte im Vorfeld bis zu 750 gewaltbereite Personen in diesem Aufzug erwartet.
Für einen örtlich begrenzten Bereich im Schanzenviertel hatte die Polizei, auch aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre, ab 19:00 Uhr ein Gefahrengebiet ausgewiesen.
Der Aufzug setzte sich um 19:05 Uhr vom Aufstellungsort an der Max-Brauer-Allee in Höhe Große Bergstraße in Bewegung. Es beteiligten sich etwa 2.100 Personen, die auf der Max-Brauer-Allee über die Altonaer Straße in Richtung des geplanten Endkundgebungsortes Kleiner Schäferkamp zogen.
Versammlungsteilnehmer warfen aus dem Aufzug heraus vereinzelt Böller auf Polizisten und zündeten Pyrotechnik, insgesamt verlief der Aufzug friedlich.
Bereits auf dem Marschweg hatten zahlreiche Demonstranten den Aufzug verlassen. An der Kreuzung Altonaer Straße/Weidenallee beendete der Versammlungsleiter die Demonstration. Die etwa 1.000 verbliebenen Versammlungsteilnehmer entfernten sich danach in Kleingruppen vorwiegend in Richtung Schanzenviertel und Eimsbüttel.
Im Anschluss kam es vereinzelt zu Würfen von Flaschen auf Einsatzkräfte und Sachbeschädigungen durch Brandstiftung an Müllcontainern. An mehreren Autos wurden Sachbeschädigungen begangen. Die Polizei setzte zur Lageberuhigung auch Wasserwerfer ein. Zwei Polizeibeamte erlitten durch Böller- bzw. Flaschenbewurf leichte Verletzungen. Die Polizei nahm 42 Personen vorläufig fest, 28 wurden in Gewahrsam genommen. Gegen etwa 160 Personen wurden Aufenthaltsverbote für den Bereich des Gefahrengebietes ausgesprochen.
An diesem Einsatz waren etwa 2.000 Polizeibeamte beteiligt.
Die Hamburger Polizei zieht für dieses Wochenende ein positives Fazit. Das Gesamtkonzept für beide Tage, insbesondere mit der Einrichtung eines Gefahrengebietes und starker polizeilicher Präsenz im Viertel, zeigte die gewünschte Wirkung und verhinderte befürchtete Ausschreitungen.
Polizeipräsident Werner Jantosch, der sich an beiden Tagen vor Ort ein Bild verschafft und mit vielen Einsatzkräften persönlich gesprochen hatte: „Mein Dank und meine Anerkennung gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ein hohes Maß an Motivation und Engagement gezeigt haben und durch frühzeitiges und konsequentes Einschreiten Schlimmeres verhindert haben.“
Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/6337/2035722/polizei_hamburg

Bielefeld (NRW), 02.05.2011, 11:41 Uhr

Das Konzept zur Bekämpfung der Gewalt im öffentlichen Raum der Polizei Bielefeld scheint auch am letzten Wochenende Wirkung gezeigt zu haben. Besucher der Bielefelder Innenstadt äußerten sich gegenüber eingesetzten Polizeibeamten positiv über die sichtbare Polizeipräsenz. Das Sicherheitsgefühl dürfte sich bereits verbessert haben. In der Nacht von Freitag, 29.04.2011, auf Samstag, 30.04.2011, wurden Körperverletzungsdelikte nicht bekannt. Die Polizei erteilte insgesamt neun Platzverweise, drei Personen wurden zur Verhinderung von Auseinandersetzungen in Gewahrsam genommen. Es wurden zwei Anhaltemeldungen und drei Verkehrs-Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt, sowie elf Verwarngelder erhoben. Drei weitere Ordnungswidrigkeitenanzeigen wurden gemäß Ordnungswidrigkeiten- und Personenbeförderungsgesetz erstattet. Die Nacht von Samstag, 30.04.2011, auf Sonntag, 01.05.2011, war lebhaft mit starkem Besucherandrang. Gegen einen 24-jährigen Herforder wurde Strafanzeige wegen leichter Körperverletzung erstattet. Dieser war am 01.05.2011, gegen 02.05 Uhr, in der Diskothek „Ringlokschuppen“ mit einem 24-jährigen Bielefelder auf der Tanzfläche in Streit geraten und hatte ihm mit der Faust einmal ins Gesicht geschlagen. Wegen gefährlicher Körperverletzung wird gegen einen 19-jährigen Rietberger ermittelt. Dieser war am 01.05.2011, gegen 04.00 Uhr, in der Diskothek „Gallery Club“ in eine Schlägerei verwickelt gewesen. Im Rahmen der Streitschlichtung wurde ein 33-jähriger Bielefelder durch den 19-Jährigen mit einem abgebrochenen Flaschenhals oder mit einem nicht weiter bekannten Schneidwerkzeug verletzt. Unter Taxifahrern kam es am 01.05.2011, gegen 00.01 Uhr, zu einer leichten Körperverletzung. Ein 46-jähriger Taxifahrer hatte im Streit um die Beförderungsreihenfolge in der Taxiwarteschlange am Niederwall einem 28-jährigen Kollegen mit der Hand gegen die Brust und ins Gesicht geschlagen. Einen 47-jährigen Kollegen beleidigte er zudem. Weiterhin wurden zwei Platzverweise erteilt und eine Person zur Verhinderung von Straftaten in Gewahrsam genommen. Durch Intensivierung der Verkehrsmaßnahmen wurden 26 Verwarngelder erhoben.
Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/12522/2036118/polizei_bielefeld

Berlin, 02.05.2011, 15:10 Uhr

Der Berliner Innensenator Ehrhart Körting und Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch haben eine positive Bilanz zu den polizeilichen Einsätzen in der Walpurgisnacht und am 1. Mai gezogen.
Die Anzahl von Ausschreitungen im Zusammenhang mit den Festen, Demonstrationen und Veranstaltungen in der Walpurgisnacht und am 1. Mai ist wie schon im vorigen Jahr rückläufig. Bei den Einsätzen hat die Polizei an beiden Tagen insgesamt 161 Personen festgenommen (Walpurgisnacht: 58, 1. Mai: 103). 15 der in der Walpurgisnacht festgenommenen Personen erhielten bisher Haftbefehl, davon zehn mit Haftverschonung.
Von den im Zusammenhang mit den Veranstaltungen zum 1. Mai festgenommenen Personen befanden sich am Morgen noch 18 für die weiteren Ermittlungen im Gewahrsam des Polizeilichen Staatsschutzes. Die Überprüfung, wer für eine Vorführung beim Haftrichter durch die Staatsanwaltschaft in Betracht kommt, dauert noch an. Gegen 55 Personen (Walpurgisnacht: 7, 1. Mai: 48) wurden Platzverweisungen ausgesprochen.
Die Polizei ermittelt u.a. wegen schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Insgesamt sind bisher 180 (68/112) Strafermittlungsverfahren eingeleitet worden.
Nach ersten Feststellungen wurden insgesamt 100 (25/ 75) Polizeibeamte verletzt. Es befanden sich in der Walpurgisnacht rund 2.700, am 1. Mai rund 7.000 Beamte im Einsatz. Die Berliner Polizei wurde von knapp 3.000 Einsatzkräften aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Bayern und Schleswig-Holstein sowie der Bundespolizei unterstützt.
Die Veranstaltungen zum 1. Mai zeichneten sich bis auf wenige Ausnahmen durch eine friedliche Feiertagsstimmung aus. Die traditionellen DGB-Kundgebungen liefen aus polizeilicher Sicht wie gewohnt störungsfrei ab.
Auch das „MyFest“, das von bis zu 24.000 Menschen besucht worden war, blieb störungsfrei. Rund 750 mutmaßliche Autonome und Angehörige der Hausbesetzerszene hatten sich gegen 16 Uhr 15 am Mariannenplatz in Kreuzberg getroffen und liefen durch das MyFest. Gegen 17 Uhr 15 verließen sie den Bereich, ohne dass es zu nennenswerten Zwischenfällen gekommen war.
Gegen 19 Uhr 05 setzte sich nach einer Auftaktkundgebung an der Kottbusser Brücke die „18-Uhr-Demonstration“, die im Verlauf auf über 9.000 Teilnehmer anwuchs, in Bewegung. Schon bald legten einige, der etwa 1.000 gewaltbereiten Teilnehmer an der Spitze des Aufzuges Vermummung an und es kam es zu Würfen von Feuerwerkskörpern. Entlang der Strecke wurden ab 19 Uhr 30 mehrere Bank- und Einzelhandelsfilialen, Einsatzfahrzeuge der Polizei und der Polizeiabschnitt 55 mit Steinen beworfen. Der Aufzug wurde in der Werbellinstraße gestoppt. Gewaltbereite Teilnehmer wurden eng begleitet und Straftäter durch die Einsatzkräfte festgenommen. Der Verantwortliche beendete gegen 20 Uhr 15 den Aufzug.
Ab 20 Uhr 30 begleiteten Polizeikräfte eine größere Ansammlung ehemaliger Aufzugsteilnehmer über die Karl-Marx-Straße bis zum Hermannplatz. Auch dort kam es zu Stein- und Flaschenwürfen auf Polizeikräfte. Durch frühzeitiges und gezieltes Eingreifen konnte die Polizei ein Ausufern der Aggressivität der gewaltbereiten Versammlungsteilnehmer unterbinden. Um 21 Uhr 30 herrschte am Hermannplatz wieder ein normales Straßenbild.
Ehemalige Teilnehmer der 18-Uhr-Demonstration sammelten sich ab 22 Uhr im Bereich des Kottbusser Tores. Aus diesem Personenkreis heraus kam es immer wieder zu vereinzelten Flaschen- und Steinwürfen auf Polizeibeamte. Durch eine Durchmischung mit Polizeikräften und gezieltes sowie konsequentes Einschreiten konnte bis ca. 1 Uhr die Lage beruhigt werden. Auch danach blieb die Lage ruhig.
Wie bereits im vergangenen Jahr war die diesjährige Walpurgisnacht nach Einschätzung der Polizei von überwiegend friedlichen Feiern gekennzeichnet.
Am Mauerpark in Prenzlauer Berg feierten bis zu 1.500 Menschen ausgesprochen friedlich. Gegen 1 Uhr 30 waren nur noch vereinzelt Personen auf dem Gelände.
Im Viktoriapark in Kreuzberg hatten sich bis zu 800 Personen versammelt. Hier musste die Polizei mehrfach einschreiten, weil ab etwa 22 Uhr immer wieder Feuer entfacht und Polizisten mit Flaschen oder Feuerwerkskörpern beworfen wurden. Die Feuerwehr löschte mehrere Feuerstellen. Gegen 0 Uhr 30 fuhr die Polizei mit einem Wasserwerfer zu einer größeren Feuerstelle, um die Feuerwehr beim Löschen zu unterstützen, musste aber nicht mehr eingreifen.
Schwerpunkt polizeilicher Maßnahmen war der Wismarplatz in Friedrichshain. Am Ende einer Kundgebung wuchs die Zahl der Teilnehmer gegen 21 Uhr auf rund 1.200 Personen an, die teilweise unter erheblichem Alkoholeinfluss standen. Nach 22 Uhr waren es noch ca. 500 Personen. Aus dieser Menge heraus kam es zu Würfen von Flaschen und Pyrotechnik auf Polizeibeamte und auch zu einer Attacke mit einem Reizstoffsprühgerät. Gegen 23 Uhr 30 brachten Personen im Bereich der Boxhagener Straße Hindernisse auf die Fahrbahn. Die Polizei griff überall konsequent ein und nahm mehrere Personen fest.
Quelle:
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/342687/index.html

Dies all jenen ins Stammbuch, die die ebenso falsche wie schwachsinnige Theorie gebetsmühlenartig widerkäuen, die Polizei kollaboriere mit den Rechtsextremisten:

„Am 01.05.11 gegen 08:33h fielen Polizeibeamten in Schleswig-Holstein verdächtige Fahrzeugbewegungen auf der A 7 in Fahrtrichtung Norden auf. Es handelte sich um 11 Fahrzeuge aus Schleswig-Holstein und Hamburg, die mit Personen des rechten Spektrums besetzt waren. Die Fahrzeuge wurden durch Polizeibeamte begleitet, Fahrziel war Husum. Die Insassen verließen die Fahrzeuge in der Innenstadt und rollten Transparente aus. Im weiteren Verlauf wurden unter anderem Sachbeschädigungen an den Ständen auf einer Gewerkschaftsveranstaltung begangen, nur kurz darauf entfernten sich die Personen fluchtartig über die B 201. Im Bereich Hollingstedt konnten sie größtenteils gestellt werden. Die Identität der Insassen wurde festgestellt, Durchsuchungen der Personen und Fahrzeuge durchgeführt. Nach der Sicherstellung von den Transparenten, Pfefferspray und einem Schlagstock und der Beendigung der polizeilichen Maßnahmen vor Ort wurden die Fahrzeuge zurück in die unterschiedlichen Landesteile polizeilich begleitet. Der Einsatz endete gegen 13:oo Uhr. Diverse Anzeigen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, mehrerer Verstöße gegen das Waffengesetz wurden gefertigt, inwieweit auch ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorliegt, wird derzeit geprüft.“
Quelle: PM der Polizei Husum

Mir ist schon klar, dass ich ganz ideologisch Verbohrte damit auch nicht mehr überzeugen kann… aber vielleicht kommen ja jene, die noch nicht komplett in den Fängen des politischen Extremismus gelandet sind, noch mal zur Besinnung.

Dank veränderter Einsatztaktiken wurden dieses Jahr in Hamburg, Berlin und Co. weniger Polizeibeamte verletzt als gewöhnlich. Aber immer noch zuviel.

Sowohl in Heilbronn als auch in Zürich fuhr die Polizei noch mal eine ganz andere Taktik. In beiden Städten völlig unterschiedlich,  aber sie hatten eines gemein: es war einfach Schluss mit lustig. Und es wurde niemand verletzt!!!

Heilbronn:

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Polizei-verhindert-Krawalle;art4319,944998

Zürich:

http://www.20min.ch/news/zuerich/story/31450621

Diese Erkenntnis hatte schon Albert Einstein. Recht hatte er. Diese Erkenntnis ist auch universal anwendbar. Aus der Sicht eines deutschen Durchschnittsverdieners ist Hartz IV ein Alptraum. Aus der Sicht eines Bewohners der Slums von Kapstadt ist Hartz IV das Paradies auf Erden. Und aus der Sicht eines Kongolesen, der mitten im Bürgerkrieg lebte, waren sogar diese Slums so erstrebenswert, dass er 6.000 Kilometer zu Fuß zurücklegte, um diese zu erreichen… hat er mir selbst in Kapstadt erzählt.

Alles ist relativ, aber eigentlich wissen das doch intelligente Menschen. Sollte man nicht folgerichtig als Blogger oder Journalist bei seinen Lesern eine gewisse Grundintelligenz annehmen und im Sinne der Lesbarkeit nicht in jedem zweiten Satz eine Relativierung vornehmen?

Abgesehen davon gibt es meiner Ansicht nach Themen, da verbietet sich jegliche Relativierung, nämlich dort, wo Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Bei einem Bericht über Gewalt gegen Frauen fände ich es ausgesprochen verfehlt, darauf hinzuweisen, dass auch Frauen Arschlöcher sein können. Was sie sehr gut draufhaben, wenn sie wollen. Dennoch ist Prügeln einfach kein zivilisierter Umgang und eine Frau, die Opfer von Gewalt wird, verdient in erster Linie Mitgefühl und Hilfe. Man würde ihr wohl auch kaum in einem Atemzug erzählen, dass es auch Frauen gibt, die verdammte Zimtzicken sind. Oder dass die Dame sieben Häuser weiter vor einigen Jahren ihrem Mann mit einem Bierseidel das Nasenbein zertrümmert hat. Auch Gewalt! Niemand, der mit einem halbwegs normalen Gefühlsleben ausgestattet ist, würde einem Gewaltopfer so kommen. Zum Glück!

Ebenso wäre die Empörung wohl groß gewesen, wenn zu Beginn der 90er bei einer Reportage über die abgefackelten Asylbewerberheime neben ausführlichen Berichten über das Leid der Opfer die Autoren sich mit den Worten vorstellen würden:

„Fritzchen Müller und Emil Schmitz lasen neulich im Hauptstadtecho, dass ein Somali einen Afghanen angriff, weil er ihn für den Mann hielt, der seine Tochter attackiert hat. Es sind also nicht immer Nichtmigranten schuld, wenn Migranten angegriffen werden.“

Mutet absurd an, nicht wahr?

Im Jahre 2011 Realität.

Glauben Sie nicht? Dann folgen Sie diesem Link zu einem Artikel des Süddeutsche Zeitung Magazins Nr. 17/2011.

Zuerst habe ich mich gefreut. Super! Eine intelligente Zeitschrift, die ich auch noch gern lese, nimmt sich dieses mir so sehr am Herzen liegenden Themas an. Mit der Überschrift „Ein Job zum Davonlaufen?“ kommt der Artikel auch vordergründig recht freundlich daher. Also habe ich mich glücklich draufgestürzt und an die Lektüre gemacht.

Es beginnt damit, dass manchmal Urinbeutel auf Polizisten geworfen werden.

Ein guter Anfang. Ekelgefühl kommt hoch. Das bringt den Leser direkt ins Thema. Endlich mal ein Perspektivwechsel?

Ja, doch, der Perspektivwechsel ist gut gelungen. So in etwa bis zur Mitte des dritten Absatzes. Der Polizist Olaf Heinze bekommt etwas zwischen die Beine geworfen. Es explodiert, er trägt Risse, Verbrennungen und Splitterwunden davon. Ein Splitter ist ihm acht Zentimeter ins Fleisch gejagt. Aber, so beruhigen uns die Autoren, es war nur ein „aufgemotzter Böller“. Keine „Bombe“ oder gar die „Rückkehr des linken Terrors“ wie angeblich, laut den beiden Schreibern, „tagelang“ die Zeitungen geschrieben haben sollen.

Ähm… hä? Nach meiner Erinnerung war diese Angelegenheit (die übrigens 15 verletzte Polizisten zurückließ, insofern ist es mir echt scheißegal, ob es ein Böller oder eine Bombe war) außer in der lokalen Presse von Berlin keine Zeile wert. Selbst da war sie nach 24 Stunden vom Tisch. Na ja, vielleicht beobachte ich einfach die falschen Zeitungen…

Hier wären wir übrigens beim Thema Empathie. Eigentlich erstaunlich, dass es ausgerechnet Männern unklar zu sein scheint, was es für einen Mann bedeutet, eine splitternde Explosion zwischen die Beine zu bekommen… ob der das dann noch so dringend braucht, im gleichen Atemzug erzählt zu bekommen, wie „harmlos“ doch eigentlich alles war?

Nach einem kurzen Ausflug über die KfN-Studie und der Feststellung, dass Straftaten gegen Polizeibeamte und polizeiliche Einrichtungen von 2009 (2.200) nach 2010 (2.900) um etwa ein Drittel angestiegen sind, werden Castor-Transporte und die Love-Parade-Katastrophe mehr oder minder in einem Atemzug abgehandelt. Ja, nee, ist klar. Dieses Drama ist natürlich unverzichtbarer Bestandteil jeglicher kritischen Auseinandersetzung mit der Polizei, weil man dieser Institution immer noch kräftig eine Mitschuld unterjubeln will. Leider unterscheidet auch hier mein Gedächtnis von der mittlerweile offiziellen Version und ich weiß noch sehr genau, dass die Polizei von Anfang an gegen das Abhalten der Love-Parade auf exakt diesem Gelände gewesen ist. Wie kann sie dann schuld sein? Wäre es nicht wirklich kritisch, mal nach der Schuld jener zu fragen, die sich gegen besseres Expertenwissen durchgesetzt haben? Vermutlich aus Profitgier?

Es geht weiter mit S21. Dazu möchte ich gar nicht viel sagen. Das ist mir mittlerweile einfach zu dumm. Es sind weiß Gott genug Videos auch von S21-Gegnern im Umlauf, mit denen die meisten Vorwürfe an die Polizei ad absurdum geführt werden.

Nur so viel. Es kommt irgendwie rüber, dass seit S21 auch noch das ganz bürgerliche Klientel nicht mehr hinter der Polizei stünde. Also, ich halte mich für sehr mäßig bürgerlich. Bürgerlich im Sinne, dass ich der bürgerlichen Demokratie anhänge, aber auch nicht bürgerlich im Sinne von spießig. Und ich stehe trotzdem hinter der Polizei!!! Bin ich wirklich damit so allein wie dieser Artikel suggeriert?

Sollte ich da heute Morgen in meiner Gemeinde etwas falsch verstanden haben, als im Gottesdienst auch und an erster Stelle für alle Polizistinnen und Polizisten gebetet wurde, die heute in den Einsatz mussten?

Nächstes Thema – Wolfgang Thierse und seine Teilnahme an der Blockade des rechtsextremistischen Aufmarsches in Dresden. “ Der Mann hatte in der Sache natürlich völlig recht,…“ steht da.

Ach ja? Ich gehe mal zu Gunsten der beiden Autoren davon aus, dass sie damit seine antiextremistische Einstellung meinen und nicht die Tatsache, dass er sich rechtswidrig verhalten hat. „Thierses Verhalten empört viele Beamte bis heute, denn er ließ die Polizei schlecht aussehen“, geht es weiter. Nein, liebe Journalisten, wenn man die Verfassung dieser Republik drauf hat, dann ließ er in erster Linie sich selbst schlecht aussehen. Die gilt nämlich für alle, auch für Leute, deren Gedankengut uns nicht gefällt. Aber das Grundgesetz spielt ja offensichtlich immer nur dann eine Rolle, wenn die Rechtsextremisten ins Spiel kommen. Alle anderen brauchen sich offenbar nicht an die Gesetzeslage zu halten, weil sie ja die politisch korrekte Einstellung haben. Ehrlich, bei so einer Argumentation glühen mir die Platinen durch. Demnach fahre ich dann ab morgen mal mit 100 durch die Innenstadt, denn ich stehe politisch auch zwischen den Extremen. Wenn ich mich deswegen nicht mal ans Grundgesetz halten muss, dann muss mich doch wohl die Straßenverkehrsordnung noch viel weniger jucken, oder? Und mein zweifellos früher oder später hereinflatterndes Knöllchen inklusive Führerscheinentzug werde ich dann als „Repression“ deklarieren und auf die böse Polizei schimpfen…

Der ganze zweite Teil des Artikels ist überschrieben mit „Polizisten sind eigentlich ständig überfordert“. Das kann man empathisch nehmen. Muss man aber nicht. Im Gesamtzusammenhang fällt mir das doch etwas schwer.

Dem Polizisten, der am 1. Mai 2010 in Berlin einem Demonstranten vor den Kopf trat, wird ein ganzer Absatz gewidmet. Die am gleichen Tag bei gleicher Gelegenheit 98 verletzten Polizisten sind keiner Erwähnung wert. Auch nicht die vier, die so schwer verletzt waren, dass Dienstunfähigkeit resultierte. Denen hätte so ein bisschen Empathie sicherlich auch gut getan.

Als Gegenpol zu den Polizisten kommen Amnesty International und ein Mitglied der Roten Hilfe zu Wort.

Amnesty beklagt ein Klima der Straflosigkeit bei der Polizei. Davon, dass diese Behauptung gebetsmühlenartig wiederholt wird, wird sie auch nicht wahrer. Dazu habe ich bereits einen langen Blogbeitrag verfasst. Zu Amnestys merkwürdiger Art des Umgangs mit Informationen bezüglich des Polizeithemas auch. An dieser Stelle wäre ein kleiner Hinweis darauf schön gewesen, wie oft jemand, der einen Polizisten angreift, mit einem warmen Händedruck vom Richter davonkommt. Aber schon klar, man muss seine Relativierungen sparsam handhaben… und möglichst an der richtigen Stelle vornehmen.

Der Herr von der Roten Hilfe ruft übrigens gemäß diesem Artikel nicht einmal die Polizei, wenn bei ihm eingebrochen wird. Ich hoffe, ihm ist verdammt bewusst, dass er damit zu einem Klima der Straflosigkeit beiträgt, denn er macht es damit der Polizei schwerer, diese Typen zu kriegen. Falls es ihn interessiert, welche schwerwiegenden psychischen Folgen Einbrüche haben, kann er ja mal ein paar Gespräche mit dem Weißen Ring führen. Schön, dass er so nett dazu beiträgt, anderen diese Erfahrungen nicht zu ersparen.

Er gibt Mitleid mit Polizeibeamten vor, was aber aufgesetzt wirkt, sonst würde er nicht die längst widerlegte Mär vom Korpsgeist wiederkäuen. Manche wenige haben den sicher. Aber eben auch nicht alle. Wieder eine Stelle, an der Relativierung aus Sicht der Autoren anscheinend unnötig ist…

Alles in Allem bleibt für mich das Fazit, dass dieser Artikel weder ausgewogen ist noch der Problematik gerecht wird.

Wäre er ausgewogen, würde doch neben der Roten Hilfe und Amnesty vielleicht einmal das viel zitierte Bürgertum, das angeblich seit neustem auch gegen die Polizei ist, zu Wort kommen. Ich zum Beispiel.

Ich zum Beispiel habe nämlich die Schnauze gestrichen voll von der permanenten Gewalt und Randale. Und zumindest der Teil des Bürgertums, den ich kenne, auch. Aber vielleicht kenne ich auch nur die falschen Leute, so wie ich offenbar die falschen Zeitungen lese…

Und nein, der Problematik wird der Artikel auch nicht gerecht. Dafür sorgt schon die relativierende Vorstellung der Autoren im Vorfeld, die direkt dazu sagen müssen, dass es nicht immer die Schuld von Demonstranten ist, wenn Polizisten verletzt werden. Nein, ist es nicht. Manchmal verunfallen sie auch einfach nur. Ändert das etwas daran, dass manche eben auf Demonstrationen Opfer von Gewalt werden und ändert das auch nur das Geringste am Leid dieser Opfer?

Wobei mir ehrlich gesagt das Wort „Demonstrant“ für solche Typen auch gar nicht in den Sinn kommt. Demonstranten sind für mich Menschen, die sich auf dem Boden des Versammlungsrechts befinden. Dieses sieht meines Wissens keine Attacken auf Polizeibeamte vor. Insofern können sich bitte mal all jene entspannen, die sich ständig auf den Schlips getreten fühlen, wenn man sich erfrecht, Gewalt gegen Polizisten auf Demos zu verurteilen.

Ich glaube mittlerweile sowieso, dass dieses ständige Angepisstsein diesbezüglich sowieso nur dazu dient, einen Nebenkriegsschauplatz zu eröffnen. Dann ist der Fokus wieder weg vom ungeliebten ideologischen Gegner und man selbst so schön im Mittelpunkt und in der Rolle der verfolgten Unschuld. Nicht, dass da am Ende jemand Mitleid mit den bösen Polizeibeamten entwickelt.

Nein, man sollte Gewalterfahrungen nicht relativieren. Wenn ein Mitglied egal welcher Bevölkerungsgruppe Leid erfährt, sollte es egal sein, wie die anderen Mitglieder dieser Bevölkerungsgruppe drauf sind. Dass mit Sicherheit irgendein Mitglied der besagten Bevölkerungsgruppe ein Arschloch ist, liegt für mich auf der Hand. So ist der Mensch. Die Lektüre der letzten 10.000 Jahre Menschheitsgeschichte haben mich von dem Gedanken geheilt, irgendeine Gruppe von Individuen sei rundweg gut. So etwas gibt es nicht. Und Gruppierungen, die das von sich behaupten, meide ich wie der Teufel das Weihwasser.

Auch kein einzelner Mensch ist ausschließlich edel, hilfreich und gut. Ich bspw. kann eine verdammte Zicke sein und „Keine Gewalt gegen Polizisten“ mache ich auch aus Eigennutz. Weil ich erstens Spaß an den meisten Aspekten habe und weil ich zweitens der Meinung bin, dass Polizisten eines der letzten Bollwerke sind gegen die angeblichen Heilsbringer, deren angestrebte Welt so unheimlich schön ist, dass sie nur mit Gewalt durchgesetzt werden muss, weil sie keiner freiwillig wählen würde, der halbwegs bei Verstand ist.

Insofern steht es keinem Menschen zu, über andere zu richten oder ihre Gewalterfahrungen kleinzureden. An Gewalt ist nichts zu relativieren!

Gewalt gegen Polizisten ist inakzeptabel. Punkt!

Deutschland: 35 verletzte Polizeibeamte
Österreich: 1 verletzter Polizeibeamter
Schweiz und Luxemburg: mir liegen keine Infos über Verletzte vor

Die hier aufgelisteten Vorfälle stehen nicht im Zusammenhang mit politischen Demos um den 1. Mai herum oder mit „Tanz in den Mai“-Folgen. Sie sind einfach der ganz normale Wahnsinn. Den unnormalen 1.-Mai-Wahnsinn poste ich extra.

Polizeibeamten beleidigt – Geretsried (Bayern), 22.04.2011
Quelle:
http://www.bayregio-geretsried.de/nachrichten/nachricht-2.php?id=42205

Polizisten beleidigt und bedroht –  Ovelgönne (Niedersachsen), 25.04.2011
Gegen 04:15 Uhr am Ostermontag wurde die Braker Polizei nach Ovelgönne gerufen, weil sich dort vermeintlich bis zu 20 Personen an einer Gaststätte im Ortskern schlagen würden. Mit angeforderter Verstärkung wurde die Örtlichkeit angefahren. Es stellte sich heraus, dass ein 20-jähriger, offensichtlich alkoholisierter Mann, mit mehreren Gästen aneinander geraten war. Immer wieder pöbelte er herum und versuchte, Personen zu schlagen. Es herrschte insgesamt sehr aggressive Stimmung. Als die Polizisten den Mann schließlich von den anderen trennen konnten,um den Sachverhalt aufzunehmen, ging er auch auf diese los, stieß Drohungen und Beleidigungen aus, so dass ihm schließlich Handfesseln angelegt werden mussten. Nun meldete sich plötzlich der 17-jährige Bruder des Randalierers zu Wort und wollte seinen Bruder befreien. Letztlich fanden beide kurzzeitig Aufnahme im Polizeigewahrsam. Dabei stellte sich heraus, dass der 20-Jährige eine geringe Menge Marihuana mit sich führte. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Als der Haupttäter einige Zeit später wieder „klar“ wurde, offenbarten sich bei ihm Gedächtnislücken, er könne sich nur noch teilweise an das Geschehen erinnern. Jetzt zeigte er sich umgänglich und entschuldigte sich bei den Beamten. Nun erwarten ihn Strafverfahren wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/68437/2032873/polizeiinspektion_cuxhaven_wesermarsch

Polizist um ein Haar mit dem Motorrad umgenietet – Goslar (Niedersachsen), 23.04.2011
Quelle:
http://www.goslarsche.de/Home/harz/goslar_arid,192852.html

Polizisten von 14-jähriger auf das Übelste beleidigt und mit Widerstand konfrontiert – Ulm (BW), 24.04.2011
Am Samstagmorgen gegen 00.25 Uhr kontrollierten Polizeibeamte eine Gruppe Jugendlicher in der Ulmer Weststadt wegen Ruhestörung. Eine 14-Jährige aus dem Alb-Donau-Kreis reagierte besonders aggressiv auf die Kontrolle. Die Aussicht von der Polizei in Obhut genommen zu werden und dann noch die Eltern verständigen ließ sie völlig ausrasten. Sie beleidigte die Polizisten auf das Übelste. Im Polizeifahrzeug trat sie mit den Beinen von innen gegen die Türe des Dienstfahrzeuges. Diese schwang auf und stieß gegen einen, neben dem Steifenfahrzeug geparkten Pkw. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.
Als ein Polizist ihr den Sicherheitsgurt anlegen wollte, ließ sich die 14-jährige zur Seite fallen und trat mit ihren Beinen nach dem Beamten. Dieser konnte gerade noch ausweichen.
Die deutlich alkoholisierte Jugendliche wurde auf dem Polizeirevier ihrem Vater übergeben.
Gegen die 14-Jährige wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Quelle:
http://www.polizei-ulm.de/PDUlm/Presse/Pressemitteilungen/Pressemitteilung%20vom%2023.04.2011.pdf

Beleidigungen und Widerstand gegen Polizeibeamte – Konstanz (Baden-Württemberg), 23.04.2011
Am Samstagmorgen, gegen 02.15 Uhr, musste ein 52-jähriger Mann nachdem er in einer Disko randaliert hatte in Gewahrsam genommen werden. Dabei verhielt sich der Beschuldigte weiter renitent und aggressiv. Auf der Wache versuchte er mehrere Beamte zu schlagen und mit den Füßen zu treten. Außerdem beleidigte er sie mit übelsten Ausdrücken. Der Mann stand unter Alkoholeinwirkung. Bei ihm wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Außerdem ordnete ein Richter die Erhebung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 1000 Euro an. Der Mann wohnt in der Schweiz und hat in Deutschland keinen Wohnsitz. Ihn erwartet eine Anzeige wegen Widerstands gegen Polizeibeamte.
Quelle:
http://www.polizei-konstanz.de/PDKonstanz/Presse/Seiten/25042011.aspx

Widerstand bei Unfallaufnahme – Schleswig (Schleswig-Holstein), 24.04.2011
Sonntagabend kam es in der Carstensstraße zu einem Verkehrsunfall mit Verletzten unter Alkoholeinfluss. Dabei fuhr eine 58jährige mit ihrem schwarzen Peugeot in einen am Fahrbahnrand geparkten roten Saab. Die Fahrerin sowie die beiden Mitfahrer wurden leicht verletzt. Sie erlitten leichte Schnittverletzungen, Beulen und standen unter Schock. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von jeweils mehreren tausend Euro.
Bei der Kontrolle stellten die Beamten der Polizei-Zentralstation Schleswig Atemalkoholgeruch bei der Fahrerin fest. Ein Rettungswagen fuhr die 58jährige vorsorglich ins Schleswiger Krankenhaus. Hier wurde auch eine Blutprobe zur Bestimmung der Blutalkoholkonzentration entnommen. Den Führerschein haben die Beamten sichergestellt.
Ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs wurde eingeleitet.
Die Unfallaufnahme hatte einer der Beifahrer derart gestört, dass er zu Boden gebracht und gefesselt werden musste. Der 39jährige begleitete die Polizisten unfreiwillig zur Wache.
Er wird sich wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte verantworten müssen.

Quelle:

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/6313/2032304/polizeidirektion_flensburg

Widerstandshandlungen im Rahmen eines Zweitligaspiels der Frauenbundesliga – Bremen, 24.03.2011
Am Ostermontag fand die Begegnung der Damenmannschaften von Werder Bremen und Lokomotive Leipzig der 2. Bundesliga Nord statt. Im Vorfeld des Spiels wurde eine Gruppe von ca. 20-50 auswärtiger Fans auffällig, die sich durch die Wallanlagen in Richtung Hauptbahnhof bewegten. Sie brüllten  rechtsradikale Parolen und Lieder und verhielten sich den dann einschreitenden Beamten gegenüber unkooperativ. Identitätsfeststellungen verweigerten sie. Die Polizei nahm nach Widerstandshandlungen 17 der jungen Männer für die Dauer des Spiels in Gewahrsam und führte sie am Revier Innenstadt vor. Im Anschluss des Spiels wurden die abreisenden Leipziger Fans durch Polizeibeamte bis zur Landesgrenze begleitet.
Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/35235/2032677/polizei_bremen

Widerstand gegen Polizeibeamte durch 16-jährigen – Wöllstadt (Hessen), 25.04.2011
Nachdem es bei einer Diskoveranstaltung im Bürgerhaus Ober-Wöllstadt zu Auseinandersetzungen kam, wurde ein Jugendlicher zur Dienststelle sistiert. Vorangegangen war eine begangene Körperverletzung an einem Sicherheitsdienstmitarbeiter. Der 16-Jährige aus Rosbach war stark angetrunken und sehr aggressiv. Nachdem ihm der Grund der Festnahme erklärt worden war, versuchte er nach den zwei Polizeibeamten zu schlagen. Der Abgriff konnte jedoch abgewehrt und der Jugendliche zu Boden gebracht werden. Nachdem ihm die Handfessel auf dem Rücken angelegt worden waren, versuchte er weiterhin nach den Beamten zu treten. Er wurde aufgerichtet und zum Funkwagen verbracht. Dort und auf der Dienststelle wehrte er sich vehement. Die eingesetzten Beamten wurden mit verschiedensten Schimpfwörtern bedacht. Nach erfolgter Feststellung der Identität wurde der Minderjährige seiner Mutter übergeben.
Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/43647/2032934/polizei_wetterau_friedberg

Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte – Witzenhausen (Hessen), 28.04.2011
Bei der Polizeistation Witzenhausen ging heute Nacht gegen 02.40h eine Beschwerde wegen einer Ruhestörung aus dem Studentenclub in der Steinstraße ein. Bei Eintreffen der Polizei wurde überlaute Musik festgestellt und 30 bis 40 laut feiernde und grölende Personen angetroffen. Einer Aufforderung die Lautstärke zu drosseln kam man zunächst nicht nach. Erst nach ca. 15 Minuten wurde zwar die Musik ausgestellt, der Lärm, der durch die Personenmenge ausging, blieb jedoch der gleiche. Ein Verantwortlicher für die Feier konnte zunächst nicht festgestellt werden. Es tat sich jedoch eine Wortführerin hervor, deren Personalien dann von der Polizei festgestellt werden sollten. Die Frau, eine 30-jährige aus Chemnitz, verweigerte zunächst die Herausgabe ihrer Personalien und schlug ihm Anschluss nach den Polizeibeamten. Bei der anschließenden Festnahme griff ein 24-jähriger Mann aus Göttingen in das Geschehen ein und wollte die Festnahme der Frau verhindern. Beide Personen wurden anschließend mit zur Dienststelle genommen und mussten sich einer Blutentnahme unterziehen. Nach Abschluss der Maßnahmen wurden beide Personen wieder entlassen.
Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/44151/2034122/polizei_eschwege

Heftiger Polizeieinsatz schon am frühen Morgen – Rammelsbach (RLP), 27.04.2011
Gegen 07.00 Uhr rief eine 28-jährige Frau an und bat um Hilfe, da ihr Noch-Ehemann mit dem gemeinsamen 3-jährigen Kind ohne ihre Einwilligung die Wohnung verlassen wollte.
Als die Beamten den Mann ansprachen schlug dieser sofort auf einen Polizeibeamten ein. Er konnte überwältigt werden und wurde in Handfesseln zur Dienststelle verbracht.
Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde der Mann nach Beendigung der erforderlichen Maßnahmen entlassen. Gegen ihn wird ein Strafverfahren wegen Widerstandes eingeleitet.
Quelle:

http://www.polizei.rlp.de/internet/nav/ac9/presse.jsp?uMen=ac970d73-c9a2-b001-be59-2680a525fe06&_ic_uCon=0c9fb342-b86f-21c5-ec3f-110b42f27b4f&page=1&pagesize=40&startday=27&startmon=04&startyear=2011&endday=27&endmon=04&endyear=2011

Widerstand durch betrunkenen Fahrer – Handewitt (Schleswig-Holstein), 22.04.2011
Freitagabend wurden Zeugen in der Europastraße auf einen kuriosen stark alkoholisierten 41jährigen VW-Golf-Fahrer aufmerksam. Dieser fuhr sein Auto mit nur einer bereiften Vorderfelge auffällig schnell und in Schlangenlinien. Die schnell verständigten Beamten des 1. Polizeireviers stellten bei Kontrolle Atemalkohol, lallende Aussprache und gerötete Augenbindehäute fest.
Bei den Maßnahmen flüchtete der 41jährige erfolglos zu Fuß. Selbst der Gang war unsicher. Er stritt nach Festnahme vehement ab, gefahren zu sein – geschweige denn, getrunken zu haben.
Der Mann hatte sich zunehmend gegen die Maßnahmen geweigert und wurde immer aggressiver. Auf dem Revier haben ihn die Beamten fixiert und eine Blutprobe entnehmen lassen.
Führerschein und Fahrzeugschlüssel beschlagnahmten die Polizisten an Ort und Stelle.
Ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Trunkenheit im Straßenverkehr wurde eingeleitet.
Quelle:

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/6313/2032303/polizeidirektion_flensburg

Unbekannte schossen auf Funkwagen – Frankfurt-Niederursel (Hessen), 24.04.2011
Im Rahmen einer Einsatzfahrt ist am frühen Morgen des Ostersonntags ein Funkstreifenwagen der Polizei in Niederursel von unbekannten Tätern mit ca. 2 cm (Durchmesser) großen Keramikkugeln beschossen worden. Die Beamten blieben unverletzt.

Die Streifenwagenbesatzung war gegen 02.50 Uhr mit einem Mercedes-Vito auf der Thomas-Mann-Straße in Richtung Praunheimer Weg unterwegs, als sie in Höhe der dortigen Fußgängerüberführung entweder aus dem Bereich der Brücke oder dem angrenzenden Buschwerk heraus beschossen wurde. Dabei splitterte die Scheibe der Schiebtür. Einern Verursacher konnten die Beamten nicht ausmachen. Anschließende Fahndungsmaßnahmen verliefen erfolglos. Am Tatort konnten fünf Geschosse aufgefunden und sichergestellt werden. Am Funkwagen entstand Sachschaden in Höhe von rund 1.000 Euro.
Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/4970/2032221/polizeipraesidium_frankfurt_am_main

Ein Polizist von Rottweiler gebissen – Berlin, 26.04.2011
Beamte des Polizeiabschnitts 35 sind in der Nacht zu Dienstag bei einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt in Wedding von zwei Hunden angegriffen worden. Ein 23-Jähriger alarmierte die Polizei, nachdem ein Streit mit seiner 22-jährigen Lebensgefährtin eskaliert war und in einer tätlichen Auseinandersetzung geendet hatte.
Als die Polizisten in der Afrikanischen Straße gegen 1 Uhr eintrafen, kam ihnen ein Rottweiler durch die offene Haustür entgegen gerannt und biss einem Polizeioberkommissar in den Unterarm. Nachdem der Beamte dem Hund auf die Schnauze geschlagen hatte, ließ der Vierbeiner von ihm ab und rannte in Richtung Müllerstraße davon. Kurz darauf folgte ein American Staffordshire Terrier aus dem Haus und sprang zunächst einen weiteren Kollegen an. Der Hund ließ jedoch wieder vom ihm ab, als der Mann, der die Polizei gerufen hatte, erschien, beide Hunde wieder einfing und beruhigte.
Während die Frau ihre bei dem Streit erlittenen Verletzungen ambulant in einem Krankenhaus behandeln ließ, lehnte ihr Partner eine ärztliche Behandlung ab. Beide „Streithähne“ waren alkoholisiert.
Bis zur Feststellung der erforderlichen charakterlichen Eignung des Besitzers wurde der Rottweiler, der bereits in der Vergangenheit auffällig gewesen war, für das Veterinäramt sichergestellt. Der Terrier wurde der Frau übergeben. Der gebissene Beamte erlitt eine leichte Verletzung, konnte jedoch seinen Dienst ohne ärztliche Behandlung fortsetzen.
Quelle:
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/342138/index.html

Betrunkener randaliert – Polizist leicht verletzt – WÜRZBURG (Bayern), 24.04.2011
Bei einer Auseinandersetzung mit einem Betrunkenen ist am Ostersonntag ein Polizist verletzt worden. Ein Mann sollte zur Ausnüchterung mitkommen. Dieser Maßnahme widersetzte er sich derart, dass ein Beamter Schürfwunden davontrug.
Kurz nach 22:00 Uhr rief eine 23-Jährige die Polizei um Hilfe, da sie mit ihrem Freund auf der Semmelstraße in Streit geraten war und nun Schlimmes befürchtete. Als die Ordnungshüter auf der Bildfläche erschienen, war der 31-Jährige recht zugänglich und friedlich. Ein freiwilliger Alkoholtest zeigte jedoch ein bedenkliches Ergebnis von 2,42 Promille.
Ein Notarzt, der neben einer Rettungswagen-Besatzung auch vor Ort war, bestätigte, dass eine ärztliche Behandlung nicht erforderlich war. Allerdings war eine Ausnüchterung unumgänglich. Als man dem Würzburger diese Maßnahme in Aussicht stellte, wurde er schlagartig aggressiv und versuchte zu flüchten. Die beiden Polizisten konnten ihn aber festhalten und schließlich fesseln, obwohl er sich heftig dagegen wehrte. Dabei zog sich ein 28-jähriger Polizeibeamter Schürfwunden an Ellenbogen und Knien zu. Während des Transportes zur Dienststelle und der ersten Zeit in der Ausnüchterungszelle war der 31-Jährige immer noch äußerst renitent.
Der leicht verletzte Polizist konnte seinen Nachtdienst normal zu Ende bringen. Der Ausgenüchterte sieht einer Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung entgegen.
Quelle:
http://www.polizei.bayern.de/unterfranken/news/presse/aktuell/index.html/135706

Mann verletzt zwei Polizisten – Warnschuss in die Luft notwendig – Berlin, 27.04.2011
Ein Polizeibeamter musste heute früh in Kreuzberg von seiner Dienstwaffe Gebrauch machen. Zivilpolizisten hatten gegen 3 Uhr 20 in der Adalbert- Ecke Oranienburger Straße einen Mann beobachtet, der einen anderen Mann mit Reizgas besprühte und anschließend flüchtete. Die Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung auf und baten den Geschädigten, am Ort zu bleiben, woran dieser sich allerdings nicht hielt. Dieser hatte gegenüber den Beamten angegeben, von dem Täter beraubt worden zu sein. Als die Polizisten den Täter in der Adalbertstraße zum Stehenbleiben aufforderten, griff er die Polizisten mit seinem Reizgas an und leistete erheblichen Widerstand gegen die Festnahme. Einer der Beamten gab daraufhin einen senkrechten Warnschuss in die Luft ab. Personen waren dabei zu keiner Zeit gefährdet. Schließlich konnte der renitente Räuber durch den Einsatz des Rettungsmehrzweckstockes gebändigt werden. Bei der Überprüfung des 32-Jährigen stellte sich heraus, dass zu ihm ein Strafvollstreckungshaftbefehl wegen Betäubungsmittelhandels vorlag. Die beiden Polizisten erlitten durch das Reizgas Schmerzen im Gesicht und Augenreizungen, die ambulant behandelt wurden. Der 32-Jährige wurde wegen einer Kopfplatzwunde ambulant behandelt und anschließend in Gewahrsam genommen.
Quelle:
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/342267/index.html

Zwei Polizeibeamte verletzt – Hamburg, 27.04.2011, 14:50 Uhr
Einem 39-jährigen Deutschen wird vorgeworfen, zwei Kfz-Diebstähle, einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und Widerstand gegen Polizeibeamte begangen zu haben.
Der polizeibekannte Mann wurde von Zivilfahndern beobachtet, wie er in den kurzzeitig abgestellten Lieferwagen eines Pizzabringdienstes einstieg und damit flüchtete. Polizeibeamte stoppten das Fahrzeug an einer Ampel an der Holzmühlenstraße in Hamburg-Wandsbek. Eine 29-jährige Polizeikommissarin öffnete die Fahrertür des Pizzawagens und sprach den Fahrer an. Der Mann beschleunigte den Fiat Panda und schleifte die Polizistin mehrere Meter mit. Sie erlitt eine Kopfplatzwunde und mehrere Prellungen, konnte nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus jedoch wieder verlassen.
Das Fluchtfahrzeug wurde wenig später verlassen in der Königshütter Straße aufgefunden.
Zivilfahnder entdeckten den 39-Jährigen in der Kreuzburger Straße, als er versuchte einen geparkten BMW mit einem Draht zu öffnen. Die Fahnder des PK 37 nahmen den Mann vorläufig fest. Dabei leistete der mutmaßliche Kfz-Aufbrecher heftigen Widerstand, so dass die Beamten Pfefferspray einsetzten. Der 39-Jährige verletzte einen Beamten leicht am Knie.
Auch am Polizeikommissariat 37 setzte der Beschuldigte seine Widerstandshandlungen fort. Dort schlug er eine Polizisten mit der Faust ins Gesicht.
Die weiteren Ermittlungen wurden durch die Kripo übernommen. Der Beschuldigte wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Haftrichter zugeführt.
Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/6337/2034461/polizei_hamburg

Mindestens zwei Polizeibeamte durch randalierende Fußballfans verletzt – Uelzen (Niedersachsen), 30.04.2011
In der Nacht zum 30.04.11 kam es durch randalierende Fußballfans zu Ausschreitungen und Sachbeschädigungen im Bereich des Bahnhofs und in der Innenstadt.
Im Rahmen der Rückreise von dem Fußballspiel in Bremen hatten ca. 60 Fußballfans des VfL Wolfsburg, die mit dem Zug reisten, rund zwei Stunden Aufenthalt in Uelzen. Nach zunächst friedlichem Aufenthalt in Uelzner Gaststätten randalierte gegen 04.00 Uhr ein Großteil der Fangruppe auf dem fußläufigen Rückweg zum Bahnhof und verursachte obendrein erhebliche Sachbeschädigungen. Dabei wurden in der Bahnhofstraße unter anderem Mülltonnen und Rollcontainer umgestoßen , Parkautomaten und Straßenlaternen beschädigt sowie diverse Verkehrs- und Hinweisschilder abgeknickt.
Eine am Bahnhofsvorplatz zuerst eintreffende Funkstreifenwagenbesatzung der Polizeiwache Uelzen versuchte zwei Personen auf frischer Tat festzunehmen. Dabei wurden die einschreitenden Beamten von einigen Personen der auf dem Bahnsteig befindlichen Fangruppe im Rahmen einer Solidaritätsaktion mit Flaschenwürfen attackiert, woraufhin es seitens der Polizei auch zum Einsatz von Pfefferspray kam. Die Polizeibeamten erlitten leichte Verletzungen; sind aber weiterhin dienstfähig. Sachschäden entstandenen mit dieser Aktion auch an dem Funkstreifenwagen der Polizei. Ein 17jähriger Jugendlicher wurde daraufhin zwecks Identitätsfeststellung in Gewahrsam genommen; nach Abschluss der Maßnahmen aber wieder auf freien Fuß gesetzt.
Aufgrund der Ausschreitung im Bereich des Bahnhofs, einige Personen rannten über die Bahngleise, musste die Bahnstrecke zeitweilig gesperrt werden. Gegen 04.20 Uhr setzten die Fans ihre Tour dann in Richtung Landeshauptstadt fort.
Die Polizei ermittelt wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung, gefährlicher Körperverletzung, Wiederstand gegen Polizeibeamte und Landfriedensbruch. Der Sachschaden wird auf mehrere hundert Euro geschätzt.

Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/2035342/polizeiinspektion_lueneburg

Unter Alkoholeinfluss gegen Gartenmauer – Bei Widerstand zwei Polizisten verletzt – KLEINHEUBACH, LKR. MILTENBERG (Bayern), 25.04.2011
Ein betrunkener Autofahrer hat in der Nacht zu Ostermontag zunächst einen Verkehrsunfall verursacht und danach zwei Polizeibeamte bei erheblichen Widerstandshandlungen verletzt. Bei dem 30-Jährigen, der die Einsatzkräfte außerdem massiv beleidigte, wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Bis zum Vormittag wurde der Mann in einer Arrestzelle ausgenüchtert.
Gegen 01.30 Uhr hielt sich eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Miltenberg in der Hauptstraße von Kleinheubach auf, um dort eine Sachbeschädigung aufzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt kam der 30-Jährige mit seinem Pkw mit offensichtlich überhöhter Geschwindigkeit angefahren. Vermutlich, als er das Polizeiauto erkannte, legte der Fahrer eine Vollbremsung hin und bog unvermittelt in die Mainstraße ab.
Die Polizisten folgten dem Pkw, der schließlich mit ca. 80 km/h innerorts unterwegs war. An der Einmündung der Mainstraße in den Bildweg verlor der Mann die Kontrolle über sein Auto und prallte gegen eine Gartenmauer, wobei beide Airbags auslösten und so Verletzungen verhinderten. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden dürfte sich auf etwa 5.000 Euro belaufen.
Als einer der Beamten die Autotüre öffnete, legte der Fahrer sofort ein äußerst aggressives Verhalten an den Tag und rannte schließlich davon. Nur wenige Meter weiter wurde er wieder eingeholt. Zusammen mit einer Unterstützungsstreife mussten dem 30-Jährigen aufgrund seines Verhaltens Handfesseln angelegt werden. Zuvor hatte er zwei der eingesetzten Polizisten u.a. durch einen Kopfstoß verletzt.
Während der Fahrt zur Dienststelle und auch danach in den Räumen der Miltenberger Polizei beleidigte der Beschuldigte die Beamten mit übelsten Ausdrücken. Bei der Blutentnahme musste der 30-Jährige von mehreren Polizisten festgehalten werden, da er sich massiv gegen die Maßnahmen wehrte. Wegen des unter Alkoholeinfluss verursachten Verkehrsunfalls wurde der Führerschein des Autofahrers sichergestellt.
Den Rest der Nacht musste der Mann mit einem Platz in einer Arrestzelle Vorlieb nehmen. Im Laufe des Vormittags wurde er wieder entlassen. Ein Ermittlungsverfahren u.a. wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung wurde eingeleitet.
Quelle:
http://www.polizei.bayern.de/unterfranken/news/presse/aktuell/index.ht ml/135634

Bei einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt wurden mindestens zwei Polizeibeamte verletzt – Duisburg (NRW), 22.04.2011
Am 22.04.2011, gegen 15.50 Uhr, verprügelte ein 42 Jahre alter Baerler seine 40-jährige Lebensgefährtin derart, dass sie noch heute eine dicke Backe hat. Dafür verwiesen ihn die eingesetzten Polizeibeamten, neben der fälligen Strafanzeige, für 10 Tage aus der Wohnung. Da er außerdem angetrunken mit seinem Auto gefahren war, musste er zur Blutprobenentnahme mit zur Wache. Dort beleidigte er die Polizisten auf das Übelste und schlug und trat derart auf sie ein, dass sie mit ausgekugelter Schulter bzw. verletztem Knie nicht mehr dienstfähig waren. Der einschlägig bekannte Choleriker hat nun ein weiteres Verfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte auf seinem Konto.
Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/50510/2032769/polizei_duisburg

Schlägerei bei Osterfeuer / Drei Polizisten leicht verletzt – Wesendorf (Niedersachsen), 23.04.2011
Zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zweier rivalisierender Gruppen kam es in der Nacht zum Sonntag am Rande des Osterfeuers in Wesendorf. Bei der anschließenden Ingewahrsamnahme eines alkoholisierten Sassenburgers wurden drei Polizeibeamte leicht verletzt. Mehrere Zeugen alarmierten gegen 23.00 Uhr die Einsatzleitstelle der Polizei und teilten mit, dass sich beim Osterfeuer zwei Personengruppen eine Schlägerei liefern würden. Nur wenige Minuten später waren die Beamten mit mehreren Streifenwagen vor Ort. Nur noch einige Personen der angegriffenen Gruppe befanden sich vor Ort. Den Polizeibeamten gegenüber verhielten sich die alkoholisierten Männer äußerst aggressiv. Sie machten sich auf den Weg in den Ort, um eine Racheaktion an einem gegnerischen Schläger durchzuführen. Um dies zu verhindern, nahmen die Polizisten einen 19jährigen Sassenburger in Gewahrsam. Ein 23jähriger Wesendorfer versuchte daraufhin, seinem Kumpel zur Hilfe zu kommen. Beide schlugen und traten nach den Beamten, von denen sich drei bei dem Gerangel leichte Verletzungen zuzogen. Die beiden offensichtlich alkoholisierten Männer wurden dem Polizeigewahrsam in Gifhorn zugeführt. Gegen sie wurden Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet.
Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/56517/2032912/polizeiinspektion_gifhorn

Schläger greift schlichtende Polizisten an, drei verletzte Polizeibeamte – Mönchengladbach (NRW), 24.04.2011
Am vergangenen Sonntag kam es gegen 05:20 Uhr auf dem Alten Markt Höhe Waldhausener Straße zu einer Schlägerei zwischen mehreren Personen.
Wegen dieser Auseinandersetzung schritten mehrere Polizistinnen und Polizisten ein und trennten die Kontrahenten.
Hierbei wurde ein Polizist von einem 26-jährigen Schläger mit Faustschlägen und Fußtritten angegriffen, sodass er zu Boden ging. Der Schläger stürzte sich danach auf den Polizisten und traktierte ihn weiter mit Faustschlägen und einem Kopfstoß.
Nur mit Schwierigkeiten gelang es den anderen an dem Einsatz beteiligten Polizisten, den rasenden Schläger von dem am Boden liegenden Polizisten wegzuziehen
und in Gewahrsam zu nehmen.
Während des polizeilichen Einsatzes bildete sich um die eingesetzten Polizisten eine Menschentraube abwandernder Altstadtbesucher, die den Widerstand leistenden Schläger unter anderem mit den Ausrufen „Schlagt die Bullen kaputt“ anstachelten und die Stimmung verbal aufheizten.
Letztlich beruhigte sich die Situation nach dem Eintreffen weiterer Unterstützungskräfte.
Bei dem Einsatz wurden insgesamt drei Polizisten/innen verletzt und in einem Krankenhaus ambulant behandelt.
Der Geschädigte der ursprünglichen Schlägerei mit dem 26-Jährigen aus Willich, ein 20-jähriger Mönchengladbacher, verblieb wegen der Schwere seiner Verletzungen stationär in einem Krankenhaus.
Der 26-Jährige wurde im Anschluss in Gewahrsam genommen. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet.
Quelle:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/30127/2032879/polizei_moenchengladbach

Mit Haftbefehl gesucht – vor Polizei mit Pkw geflüchtet – sechs Polizeibeamte verletzt – KITZINGEN (Bayern), 28.04.2011
Weil er sich der Festnahme entziehen wollte, ist ein Autofahrer am Donnerstagnachmittag über zehn Kilometer vor der Polizei geflüchtet. Dabei verletzte er beim Rückwärtsfahren zwei Polizisten und flüchtete dann in wilder Fahrt bis Mainstockheim. Bei seiner Festnahme setzte sich der 31-Jährige massiv zur Wehr. Unter Einsatz von Pfefferspray wurde er schließlich überwältigt. Hierbei erlitten weitere Beamte und der Festgenommene leichtere Verletzungen.
Eine Zivilstreife der Kitzinger Polizei wollte den Autofahrer kurz vor 15.00 Uhr an der B8 zwischen der Mainbrücke und dem Siedlungsgebiet kontrollieren, weil das Auto quer über den Gehweg gefahren war. Zwischenzeitlich hatte sich bei der Eingabe des Kennzeichens in den Fahndungscomputer herausgestellt, dass gegen den aus dem Landkreis Kitzingen stammenden Fahrer ein Haftbefehl bestand, weil er eine Geldstrafe in Höhe von 40 Tagessätzen nicht bezahlt hatte. Als dann eine zweite Streife der Kitzinger Polizei zur Unterstützung eintraf, wollte der Fahrer noch immer nicht aus seinem Auto aussteigen. Bei ihm war deutlich ein Messer zu erkennen. Der Mann am Steuer legte stattdessen den Rückwärtsgang ein, verletzte dabei zwei Polizisten und stieß gegen das zivile Dienstfahrzeug. Einer der Beamten gab dabei zwei Warnschüsse ab.
In der Folge ging es dann mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch das Kitzinger Stadtgebiet schließlich bis Mainstockheim. Dort bremste der Fahrer urplötzlich ab und flüchtete zu Fuß in ein Haus. Nachdem weitere Unterstützungskräfte vor Ort waren, gingen die Polizisten in das Gebäude, wo sie den 31-Jährigen ausfindig machten. Der Mann war offensichtlich noch immer nicht bereit aufzugeben und leistete ganz massiven Widerstand. Den Polizisten blieb keine andere Wahl, als Pfefferspray einzusetzen, bevor der Mann festgenommen werden konnte. Bei dieser Aktion wurden neben dem Beschuldigten noch vier Beamte leichter verletzt.
Der Festgenommene wurde dann zur Dienststelle gebracht, wo er mittlerweile in einer Arrestzelle untergebracht ist. Gegen den 31-Jährigen laufen jetzt Ermittlungen u. a. wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.
Verkehrsteilnehmer, die von dem Pkw der Marke Fiat zwischen Kitzingen und Mainstockheim gefährdet wurden, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Kitzingen, Tel. 09321/141-0, in Verbindung zu setzen.
Quelle
http://www.polizei.bayern.de/unterfranken/news/presse/aktuell/index.html/135887

Elf Polizeibeamte durch aggressive Fußballfans verletzt – Berlin, 29.04.2011
40 aggressiv auftretende Fußballfans mussten sich gestern Abend und in der Nacht der konsequent einschreitenden Polizei beugen. 15 wurden vorläufig festgenommen, in 25 Fällen kam es zu Freiheitsbeschränkungen bzw. Identitätsfeststellungen.
Gegen 22 Uhr hatten sich rund 40 „Dynamo Dresden“-Anhänger am Brandenburger Tor versammelt und nach einem Gruppenfoto und Fangesängen Feuerwerkskörper abgebrannt. Während sie in Richtung Tiergarten weiterliefen, lösten sich einige aus der Gruppe und bedrängten fünf Polizeiangestellte im Objektschutz, die ihrerseits die Angreifer mit Pfefferspray auf Distanz hielten. Darauf flüchteten die Unbekannten. Polizisten stoppten kurz danach 23 „Dynamo Dresden“-Fans und nahmen bei ihnen Identitätsfeststellungen vor. Einer wurde festgenommen, weil gegen ihn ein Haftbefehl bestand, ein anderer wurde zur erkennungsdienstlichen Behandlung gebracht. Ein Polizist wurde durch eine Widerstandshandlung leicht verletzt.
Nach einem kurzen Pfeffersprayeinsatz nach Spielende am Olympiastadion gegen Hertha-Fans, die sich mit einem gerade festgenommenen Fan solidarisierten und die Polizisten bedrängten, beruhigte sich die Lage dort. Im Anschluss kam es aber zwischen 20:30 Uhr und 0:30 Uhr am Breitscheidplatz in Charlottenburg zu einer Ansammlung von bis zu 800 Hertha-Fans, die mehrere Böller zündeten. Als Reaktion auf polizeiliche Maßnahmen kam es zu Würfen von Glasflaschen, Pyrotechnik und anderen Gegenständen auf Polizeibeamte. Zehn Polizisten wurden leicht verletzt. Die Beamten nahmen 14 Personen fest, nahmen drei Freiheitsbeschränkungen vor und schrieben 16 Strafanzeigen, überwiegend wegen Landfriedensbruchs.
Quelle:
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/342542/index.html

Österreich:

Polizist verletzt – Wien, 25.04.2011
Inhaftierter tritt Polizisten nieder, Polizist krankenhausreif verletzt (Bänderriss)
Quelle:
http://www.vienna.at/1180-wien-inhaftierter-tritt-polizisten-nieder/news-20110426-12135091

29.04.2011

Düren (ots) – Dass die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Düren inzwischen auf ein ganzes Netzwerk an Hilfestellungen vertrauen dürfen, wenn es wirklich darauf ankommt, wurde im Verlauf dieser Woche am Schicksal einer sehr betagten Seniorin deutlich.

Am Mittwochnachmittag fuhr bei der Polizeiwache Düren eine 85 Jahre alte Dürenerin in ihrem Rollstuhl vor. Betroffen zeigte die alte Dame einen Gelddiebstahl an. Demnach war sie am Vortag in der Innenstadt zunächst von einem südländisch aussehenden Pärchen in ein Gespräch verwickelt worden. Als die Seniorin dann auch offenherzig berichtete, dass sie soeben umgezogen sei und bezüglich ihrer alten Wohnung noch Möbel abzugeben hätte, nahm das Unheil seinen Lauf. Man verabredete ein Treffen an der alten Wohnung in der Dürener Innenstadt. Die Frau empfing also wenig später die Unbekannten, die von einem kleinen Mädchen begleitet wurden, in ihrer bereits verlassenen Wohnung. Im Rahmen der Besichtigung ließ die 85-Jährige allerdings arglos ihre Tasche aus den Augen, worin sich ein für ihre Verhältnisse beträchtlicher Geldbetrag befand.

Am Ende versprachen die fremden Besucher der Dürenerin, sie solle warten, denn man käme gleich mit einem Lkw zurück, um einige Möbel zu holen. Darauf wartete die Frau jedoch vergeblich. Statt dessen stellte sie erst später fest, dass man ihr Geld gestohlen hatte.

Sie rang sich zur Anzeigenerstattung durch. Am Ende der Protokollaufnahme erkannte der aufnehmende Beamte jedoch, dass es damit im vorliegenden Fall nicht getan sein konnte. Die völlig allein stehende Seniorin war als Opfer der Straftat jetzt zeitweise mittellos. Dem halfen die Beamten der Dienst habenden Schicht erst einmal ab, in dem sie aus ihren privaten Geldbörsen zusammen legten, damit das Abendessen gesichert war. Darüber hinaus erhielt der polizeiliche Opferschutzbeauftragte eine interne E-Mail, sich des Falles einmal anzunehmen.

Der besuchte die Dame am Folgetag und erkannte, dass unbürokratische Hilfe und Netzwerkarbeit gefragt waren. Mit seiner Hilfe ließ es sich ein großer deutscher Telekommunikationsanbieter nicht nehmen, binnen Rekordzeit dafür zu sorgen, dass der defekte Telefonanschluss in der neuen Wohnung der Bestohlenen wieder funktionierte. Zudem stellte der Opferschutzbeauftragte einen Kontakt zum Seniorenbegleitdienst der Evangelischen Gemeinde zu Düren her, der sich um die Frau und auch die Veranlassung weiterer handwerklicher Dinge in der noch unfertig bezogenen Wohnung kümmern will. Damit die Frau in dem großen Mehrfamilienhaus auch gefunden werden kann, brachte der Polizist schon mal provisorisch ein Klingelschild an, bevor er auch die in Düren vertretene Opferschutzorganisation „Weisser Ring“ über den Sachverhalt in Kenntnis setzte.

Die Ermittlungen zu den Tätern dauern derzeit an. An einer intensiven Netzwerkarbeit zu anderen Institutionen wird – zum Wohl der Menschen im Kreis Düren – fortwährend gearbeitet.

Quelle:

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/8/2034989/polizei_dueren

In Frankenthal wurde das Urteil gegen einen Mann gesprochen, der im November auf Polizisten geschossen hatte:

http://www.wormser-zeitung.de/region/rhein-neckar/meldungen/10675946.htm

Wegen versuchter Nötigung wurde ein Detmolder gestern zu 30 Tagessätzen à 20 € verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte 50 Tagessätze gefordert.

Die beiden betroffenen Polizisten verweigerten dem Angeklagten nach dessen Entschuldigung den Handschlag.

Quelle:

http://www.lz.de/aktuelles/aktuelle_meldungen_aus_der_region/4431729_Detmolder_drohte_Polizisten_mit_Aids.html?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

Vermutlich werden so einige sich über die mangelnde Bereitschaft der Polizeibeamten zum Handschlag empören. Ich finde das richtig. Was da auf täglicher Basis auf der Straße los ist, ist jenseits dessen, was sich normale Menschen vorstellen können. Ich selbst konnte es mir ja nicht vorstellen, bis ich mich mit diesem Projekt befasste.

Jungs, Ihr hattet vollkommen Recht. Man muss dieses Heile-Welt-Ding nicht mitspielen. Ich denke, Ihr habt Euren Kollegen damit einen Gefallen getan. Ihr seid die Opfer in der Geschichte, nicht der, der Euch bedroht hat. Das sollte allmählich mal klar werden.

Polizisten sind auf täglicher Basis Objekt der Beobachtung des normalen Bürgers. Speziell uniformierte Polizisten, weil sie für jeden Vollpfosten auch als Polizisten zu erkennen sind.

Jede vermeintliche Verfehlung wird penibelst registriert und weitergetratscht. Dank modernster Medien nicht mehr nur im Bekannten- und Verwandtenkreis, sondern im Worldwide-Web. Eine vorherige Lektüre des §35 der StVO ist nicht notwendig, oder gar ein Gespräch mit Betroffenen, die zum Beispiel ein paar Worte zu „stillen Einsatzfahrten“ verlieren könnten, zur massiv veralteten Funktechnik oder gar zum Thema, dass Polizisten keine Pausenzeiten haben und zwar aus gutem Grund.

Unbelästigt von jeglicher Information kann man dann den Skandal verbreiten, dass man Polizisten beim „Fressen“ (ich zitiere einen besonders intelligenten Twitterer), ohne Gurt auf der Rückbank, im Parkverbot oder mit Handy am Ohr gesehen hat. Am lautesten schreien dabei jene, die selbst gern das Handy am Ohr haben, möglichst noch bei 180 km/h auf der Autobahn. Das ist aber natürlich etwas ganz anderes, denn zur Vorbildfunktion und anständigem Verhalten sind immer nur die anderen verpflichtet.

Nun hat ein Leser der Online-Bild einen Polizisten mit Handy am Ohr fotografiert und wähnt sich einem Skandal auf der Spur.

http://www.bild.de/news/leserreporter/polizist/polizist-regelt-den-verkehr-in-hamburg-17646878.bild.html

Schade nur, dass die BILD sich in diesem Fall bei den Betroffenen informiert hat und klar gemacht hat, dass das Handy als Ersatz für ein Funkgerät dient.

Ich kenne persönlich eine Polizeidienststelle, die mitten in einem Funktloch liegt. Also die Funktechnik IN der Dienststelle funktioniert. Die in den Streifenwagen im Umkreis von etwa einem halben Kilometer um die Dienststelle leider nicht. Weil, wir erinnern und, der Funk gerade mal 30 Jährchen auf dem Buckel hat und damit den Verdacht untermauert, dass die besten Zeiten Deutschlands lange vorbei sind.

Wenn nun ein Polizeibeamter dieser Dienststelle in diesem Funkloch auf einer Kreuzung den Verkehr regelt und soll zu einem Banküberfall abgerufen werden… soll er dann wirklich auf das Handy verzichten, damit der Bürger, der einen Skandal wittert, befriedigt ist???

In der heutigen Online-Ausage der „Märkischen Allgemeinen“ findet man diesen interessanten Artikel, der meine These untermauert, dass Polizisten Menschen sind und insofern in den Uniformen sehr vielfältige Inidividuen stecken.

„Wenn ein Mitdemonstrant nur Randale will, ‚gehe ich da hin und sage, dass er die Steine weglegen soll.‘ Sonst verlasse er die Demo.

Arnim Behrendt, der sehr kontrolliert wirkt, treibt etwas an, das weiter zurückliegt als die Brandstiftungen Anfang der 1990er: ‚Für mich war immer das Vermächtnis der KZ-Opfer sehr wichtig.‘ Vor einigen Jahren trat er der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes bei. Es sei ‚eine unheimliche Motivation‘ aus den Augen der Zeitzeugen zu blicken. Nicht nur, wenn wieder Brandsätze durch deutsche Städte fliegen.“

Quelle:

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12073188/61759/Der-Polizist-Arnim-Berendt-ist-auf-Demos-Dauergast.html

Ein interessanter und lesenwerter Artikel über einen interessanten Menschen. Ich möchte allerdings hinzufügen, dass ich auch in die Augen von Zeitzeugen geblickt habe, die Hohenschönhausen überlebt haben. Das war auch beeindruckend und hat bei mir dazu geführt, dass ich zwar eine große Abwehrhaltung gegen alles habe, was sich rechts der Verfassungsgrenze befindet, aber die selbe Abwehrhaltung gegen alles an den Tag lege, was sich links der Verfassungsgrenze befindet. Genau deswegen kommt mir der Begriff „Antifaschistin“ für mich nicht über die Lippen. Der wurde für meinen Geschmack von eben jenen Gewalttätern links der Verfassungsgrenzen entwertet, da sie den „Antifaschismus“ als Vorwand und Rechtfertigung für ihre Gewaltexzesse missbrauchen. Ich bin „antitotalitär“, das schließt eine Gegnerschaft gegen jedes totalitäre Gedankengut ein, sei es rechtsextremistisch, linksextremistisch, religiös oder sonstwie bedingt. Ich kann auch radikale Vegetarier nicht leiden, die zum Mord an Menschen aufrufen, die Schnitzel essen. (Totalitäre Ideologien erkennt man meistens daran, dass Anhängern solchen Gedankenguts in Diskussionen nach spätestens fünf Sätzen zu Beleidigungen greifen, weil ihnen die Argumente ausgehen.)