Nachdem gestern offenbar der erste Schock über das unfassbare Geschehen in Oslo und auf Utøya abzuklingen begann, geht nun die Suche nach dem Schuldigen los. Es ist ja heutzutage so üblich, sofort nach einem Sündenbock zu forschen, auf den man dann verbal einschlagen kann. Damit kann man auch effizient vermeiden, sich mit dem Gefühl von Trauer auseinanderzusetzen, das Menschen in solchen Situationen anfällt. Es ist deutlich einfacher, anklagend auf andere zu zeigen, anstatt sich mit seiner eigenen Seele zu befassen.

Warum dabei nur die wenigsten den zweifellos Hauptschuldigen, nämlich Anders B. (ich verweigere mich, den vollständigen Namen dieses Subjekts auszuschreiben), im Blickfeld behalten, ist mir rätselhaft. Es scheint auch niemanden weiter zu wundern oder gar zu stören, dass der sich auch noch mit einer Begründung für seine grausame Tat an die Öffentlichkeit wenden will. Vermutlich bedient er damit den mittlerweile üblichen Voyeurismus. Eine Katastrophe ohne hautnahes Miterleben ist ja eigentlich keine.

Nur noch mal zur Erinnerung: dieser Typ hat mehrere Sprengsätze in Oslo hochgehen lassen. Dabei sind auch immerhin zehn Menschen gestorben. Anschließend hat er sich nach Utøya begeben, um dort als Polizist verkleidet über 80 Jugendliche zu erschießen. Er hat das Ganze von langer Hand vorgeplant. Er war eiskalt genug, den Jugendlichen zu verkaufen, er sei als Polizist wegen der Bombenanschläge anwesend und sie sollten sich in einem Raum versammeln. Dann schoss er neunzig Minuten lang um sich.

Bin ich eigentlich die Einzige, die sich fragt, wie entmenscht man sein muss, um Jugendliche abzuschießen wie die Hasen, deren Vertrauen man sich vorher auf die übelste Weise erlogen hat? Merkwürdigerweise scheint das aber nur eine Minderheit aufzuregen, wenn ich die Meldungen auf Twitter richtig deute. Vielleicht ist aber Twitter auch nur das falsche Medium.

Es ging ja schon los, als klar wurde, dass Anders B. sich als Polizist verkleidet hatte. Da klang schon bei manchen durch, ob es nicht wohl ein echter Polizist gewesen sein könne.

Ja, nee, ist klar. Alle Italiener sind Steuerhinterzieher, alle Lehrer sind faul, alle Ossis jammern nur und alle Wessis sind arrogant. Und alle Polizisten sind rechts und hassen Kinder, die ein sozialdemokratisches Ferienlager besuchen.

Es geht doch nichts über ein differenziertes Weltbild.

Von einem dieser Ausfälle distanzierte sich später immerhin ein Twitterer. Na gut, im ersten Schock haue ich auch manchmal Dinger raus… kann passieren. Schwamm drüber.

Aber gestern feierten mal wieder Klugscheißer und Polizistenhasser fröhliche Urständ.

Klug geschissen wurde natürlich sofort, als angeblich „die Polizei“ vom ersten Verdachtsmoment Al Quaida abrücken und feststellen musste, die Tat habe einen rechtsextremistischen Hintergrund gehabt. Da freuten sich schon mal einige. Nicht nur, dass sie der Polizei mal wieder Blödheit nachweisen zu können glaubten. Nein, sie gebärdeten sich, als seien Al Quaida und Rechtsextremisten Antagonismen und als sei jeder Gedanke an islamistischen Terror weit hergeholt. Gab’s ja auch noch nie, schon klar. Fragt doch mal die Menschen in Südsomalia zu dem Thema… Liebe Leute, ein Arschloch zu sein ist definitiv weder abhängig von der Nationalität noch von der Religion.

Vielleicht bin ich ein wenig unterbelichtet, aber mir ist ziemlich unklar, wo der Unterschied zwischen einem Massaker durch ein rechtsextremistisches Arschloch und einem Massaker durch ein islamistisches Arschloch liegt???? Den über 90 Toten dürfte reichlich egal sein, welches Arschloch genau sie ins Jenseits befördert hat… und ich fand schon immer alle Extremisten gleich Scheiße.

Abgesehen davon – woher wissen alle diese Häme verbreitenden Leute denn bitte schön, was genau die norwegische Polizei gedacht hat? Sind das alles intime Freunde des Osloer Polizeichefs? Der natürlich nichts Besseres zu tun hatte, als sofort seine deutschen Freunde anzurufen, damit die die Welt informieren können? Ja, nee, ist klar.

Oder sind sie so unglaublich hellsichtig, dass sie immer alles ganz genau wissen? Warum haben sie sich dann nicht an der Börse reich gezockt und sitzen mit einem Cocktail in der Hand auf irgendeiner Karibik-Insel in der Sonne, sondern nerven immer noch hierzulande herum?

Ich persönlich gehe mal davon aus, dass die Polizei in alle Richtungen ermittelt hat. Vermutlich hat sie das nicht jedem verraten, um schneller an ihr Ziel zu kommen. Vielleicht bin ich auch da ein bisschen merkwürdig gepolt, aber ich finde es in so einem Fall auch erst mal wichtiger, den Täter einer solchen Tat hinter Schloss und Riegel zu bringen, anstatt die Neugierde der weltweiten Spanner zu befriedigen.

Der erste, den ich über Al Quaida habe reden hören, war übrigens ein „Terrorismusexperte“ des deutschen Fernsehens. Was genau ihn als einen solchen qualifiziert, wurde nicht dazu gesagt. Ich nehme aber mal nicht an, dass er auf der Gehaltsliste der norwegischen Polizei steht. Man könnte also durch einen nicht mal sonderlich anstrengenden Denkprozess darauf kommen, dass es möglicherweise gar nicht die norwegische Polizei war, die zuerst an Al Quaida dachte????

Dann kamen mal wieder jene an, die der Polizei Pannen vorwarfen. Na klar, es ist nicht zufällig die Schuld dieses vollkommen durchgeknallten Typen, dass über 90 Menschen sterben mussten, dass es viele Verletzte gibt und dass eine ganze Menge Jugendlicher traumatisiert sein dürfte. Die Polizei ist schuld. Ist sie ja immer. Um ehrlich zu sein war ich verwundert, dass es so lange dauerte, bis auf sie gezeigt wurde. So lange, dass ich fast schon hoffte, angesichts der Ungeheuerlichkeit dessen, was in Norwegen passiert ist, könnte dieses sinnfreie Standardritual einfach einmal ausfallen.

Weit gefehlt…

Ja, es ist natürlich frech, dass die Polizei für exakt dieses Szenario keinen Notfallplan hatte. Als könne sich ein normal tickender Mensch so einen Horror auch nur im Ansatz ausdenken.

Wir erinnern uns: in Oslo sind Sprengsätze in die Luft gegangen. Übrigens auch für Oslo das allererste Mal. Natürlich wurde da erst einmal jede Menge Polizei in der Hauptstadt gebunden. Auch eine Bombenexplosion ist ein Katastrophenszenario, selbst wenn danach noch viel Schrecklicheres folgte. Was mangels Kristallkugel niemand in Norwegen wissen konnte.

Es ist wirklich beschämend, dass dann kein Hubschrauber da war, um die Spezialeinheit möglichst zügig auf die Insel zu schicken. Aber ist das Schuld der Polizei? Oder vielleicht doch eher jener, die sie ausrüsten? Die Polizei ist keine private Veranstaltung, sondern eine staatliche und der ominöse Staat sind wir alle. Dass ganz offenbar nicht genug Geld in eine angemessene Ausrüstung gesteckt wird, ist vorrangig Schuld jener, die einem Politiker vollkommen hysterisch vorwerfen, einen Polizeistaat schaffen zu wollen, sobald er sich erdreistet, eine bessere Ausstattung für die Polizei zu fordern.

Wie man nachlesen kann, ist eine Spezialeinheit aus Oslo sofort mit dem Auto losgerast. Auch dass an dem See kein angemessenes Boot war ist beschämend. Aber auch das ist nicht Schuld der Polizei selbst. Oder sollen Polizeibeamte demnächst neben wichtigen persönlichen Ausrüstungsgegenständen (die sie nebenbei bemerkt zumindest in Deutschland teilweise schon lange aus eigener Tasche bezahlen) auch noch die Hubschrauber und Boote selbst kaufen? Ja klar, die gibt es ja in jedem Baumarkt an der Ecke…

Besondere Häme schwingt dabei mit, dass das Boot, welches dann letztlich benutzt wurde, auch noch fast gekentert sei.

Die Polizeibeamte haben sich also in Lebensgefahr gebracht. In voller Ausrüstung ins Wasser zu fallen erhöht nicht gerade die Schwimmfähigkeit, das Zeugs wiegt nämlich insgesamt 15 Kilo. Sie wollten retten, was zu retten war. Das verdient keine Häme, sondern Hochachtung.

Ist es wirklich zu viel verlangt, mal für eine Minute den Standpunkt zu wechseln und sich in diese Menschen einzufühlen, die wissen, dass da etwas Schreckliches passiert, denen man aber die angemessenen Hilfsmittel vorenthalten hat, einzugreifen und Menschen zu retten? Ist es so schwer, auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, was diese Menschen in Uniform auf dieser Insel gesehen haben?

Nein, das muss man nicht, denn es sind ja nur Polizisten… schon klar… deren Traumata zählen nicht, weil man ihnen nicht einmal zugestehen kann, welche zu haben.

Und selbst wenn es „Pannen“ gegeben haben sollte – niemand kann für eine noch nie da gewesene Situation einen ausgefeilten Notfallplan bereit haben. Zumindest nicht für eine Situation, die sich nur ein solch krankes Gehirn ausdenken kann wie Anders B.

Ja, die norwegische Polizei hatte ganz offenbar Hinweise eines Düngemittelverkäufers, dass da große Mengen über den Tisch gingen. Vielleicht hat sie sogar ermittelt. Wissen wir das? Ist das Verbrechen der zuständigen Beamten, dass nicht ihr erster Gedanke war: „Oha, da kauft einer große Mengen Düngemittel, der will sicher Bomben in Oslo legen und dann 90 Jugendliche auf Utøya ermorden.“?

Warum bewerben sich solche Superklugscheißer nicht endlich bei der Polizei? Dann könnten, angesichts dieser geballten Schlauheit, die dann endlich über das Land hereinbrechen würde, alle Schwerverbrecher schon im Planungsstadium eingebuchtet werden. Diese Leute können ja offenbar im Vorfeld jede Perversion erahnen, die sich irgendein kranker Mensch ausdenken wird.

Aber vermutlich stört sie dann wieder, dass man sich durchaus in dem Job das eine oder andere Fingernägelchen abbrechen kann. Da ist es doch viel schöner und sicherer, vom heimischen Sofa aus den Klugscheißer zu geben und der Polizei zu erzählen, wie blöde sie wieder einmal war.

Doch die Krönung ging dann gestern Abend los, als die gewohnheitsmäßigen Verschwörungstheoretiker anfingen, der Polizei unterzujubeln, sie habe das Ganze forciert und gewünscht. Wir erinnern uns: Polizisten sind restlos alle Nazis, Norwegen wird von einem Sozialdemokraten regiert und es handelte sich um ein Jugendcamp der sozialdemokratischen Partei. Da liegen die Zusammenhänge doch wohl klar auf der Hand.

Geht’s eigentlich noch?

Da wird argumentiert, die Polizei habe natürlich im Vorfeld davon gewusst, was Anders B. plant. So etwas könne einer gar nicht an den Behörden vorbei planen. (Ich habe immer schon gesagt: entscheidet Euch doch bitte endlich, ob Polizeibeamte nun doof oder korrupt sind. Beides gleichzeitig geht zwar, aber nur in Einzelfällen und nicht so flächendeckend, dass da keiner aufmucken würde, wenn so etwas geplant wird.)

Außerdem würden ja Internet und Mailverkehr minutiös überwacht, so ein weiteres Argument für die Verschwörung.

Wir haben in Deutschland 270.000 Polizeibeamte und 80 Millionen Bundesbürger. Wie genau soll das gehen, jeden bundesdeutschen Furz zu überwachen? Selbst wenn man annimmt, dass ein Computerprogramm auf bestimmte Reizworte reagiert, muss immer noch jemand diese Daten auswerten. Bitte, versucht es doch mal mit denken!!! Ich nehme an, in Norwegen ist das Verhältnis Polizeibeamte zu Bevölkerung ähnlich.

Und das Hauptargument dafür, dass die Polizei innerlich auf der Seite des Attentäters stand, lautete: das Jugendcamp stand nicht unter Polizeischutz!!!!

Wenn es nicht so Ekel erregend und widerlich wäre, würde ich lachen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:
Ausgerechnet jene, die schon den „Überwachungsstaat“ dräuen sehen, wenn nur in 300 Metern Entfernung ein Streifenwagen vorbeifährt, beklagen sich nun über mangelnden Polizeischutz. Und man stelle sich das Geschrei vor, wenn ein Jugendcamp unter solchen gestellt würde. Da würde man doch gleich munkeln, die Polizei spioniere die Jugendlichen aus.

Liebe Verschwörungstheoretiker, ich will Euch ja nicht enttäuschen, aber kein Feriencamp steht unter Polizeischutz. Nirgends.

Abgesehen davon war ja sogar ein Polizist auf der Insel. Unbewaffnet, weil privat. Und wer konnte sich schon im Vorfeld etwas in der Art vorstellen (außer den oben erwähnten Besserwissern natürlich)? Dieser Mann ist auch erschossen worden, als er seinen zehnjährigen Sohn vor dem Attentäter schützen wollte. Wie bringt Ihr den denn in Eurer Verschwörung unter? Ich hoffe gar nicht. Denn ich hoffe, dass der Anstand noch nicht ganz ausgestorben und wenigstens vor diesem 51-jährigen Vater ein Minimum an Respekt vorhanden ist.

Ich gehe davon aus, dass es sich in Norwegen ähnlich verhält wie in Deutschland. Hierzulande gibt es bei der Polizei alle politischen Einstellungen. Auch Sozialdemokraten. Wer Gedankengut jenseits der Verfassungsgrenzen mit sich herumträgt, bleibt nicht lange in der Polizei, wenn er überhaupt eingestellt wird. Ganz besonders gilt das für rechtsextremistisches Gedankengut. Damit meine ich wirklich rechtsextremistisches Gedankengut. Die Definition von ganz linksaußen, nach der jeder ein Rechtsextremist ist, der nicht ihre Meinung teilt, lasse ich jetzt mal außen vor.

Ich kenne mehr als einen Polizisten, der geweint hat, als er im Fernsehen die Bilder aus Norwegen sah.

Nicht nur deswegen weiß ich nicht, wen ich hier mehr zum Kotzen finden soll: jene, die auf Facebook Anders-B.-Fanseiten gründen oder jene, die sich nicht schämen, auf dem Rücken von über 90 Toten, davon über 80 Jugendlichen, ihre unsägliche Propaganda abzusondern.

Drei deutlich Betrunkene haben sich am Samstagabend im Kiliani-Festzelt dermaßen aufgeführt, dass sie vom Sicherheitspersonal gebeten wurden, die Örtlichkeit zu verlassen. Aber erst mit Hilfe mehrerer Polizisten und nach heftigem Gerangel war es schließlich möglich, die zwei Männer und eine Frau aus dem Zelt zu entfernen, in Gewahrsam zu nehmen und in die Ausnüchterungszellen zu bringen.

Zwei 24 und 54 Jahre alte Männer sowie eine 21-jährige Frau machten offenbar solchen Rabatz im Bierzelt, dass sich die dortigen Sicherheitsleute veranlasst sahen, die drei aus dem Zelt zu entfernen. Der Aufforderung zu gehen kam nur die Frau nach, die Männer fühlten sich offenbar nicht angesprochen. Deshalb wurde die Polizei zu Hilfe gerufen. Nun forderten die Polizisten die beiden betrunkenen Würzburger unmissverständlich auf, das Zelt zu verlassen – ohne Erfolg.

Es entwickelte sich in der Folge ein Handgemenge, bei dem die Männer sofort nach den Polizisten schlugen. Auch als sie niedergerungen waren und gefesselt werden sollten, schlugen und traten sie weiter gegen die Beamtinnen und Beamten. Schlussendlich konnte aber der Widerstand mit vereinten Kräften gebrochen werden, jedoch mit der traurigen Bilanz von insgesamt vier verletzten Polizisten und einem verletzten Sicherheitsdienstler. Ein 39-jähriger Polizeibeamter musste wegen seiner Verletzung den Dienst abbrechen.

Auch die junge Frau, die sich zuvor aus dem Zelt entfernt hatte, war sich für zwei Körperverletzungen nicht zu schade. Sie kehrte nämlich kurze Zeit später um und trat nach einem 42-jährigen Polizisten, der dadurch leicht verletzt wurde. Dann trat und kratzte sie noch den bereits erwähnten Sicherheitsangestellten.

Der ältere Mann brachte beim Test am Alcomat einen unrühmlichen Wert von 2,46 Promille, der jüngere von 1,76 Promille zustande. Auch die junge Würzburgerin hatte tief ins Glas geschaut, was der Promillewert von 1,84 überdeutlich unterstrich.
Alle drei mussten sich einer Blutentnahme unterziehen. In Ausnüchterungszellen fand der Abend für das Trio seinen vorübergehenden Ausklang.

Gegen die Beschuldigten wurden Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Quelle: PM des PP Unterfranken vom 25.07.2011

Ein unbewaffneter Polizist war als Wachmann auf Utoya. Auch er wurde erschossen.

Quelle:
http://www.vg.no/nyheter/innenriks/oslobomben/artikkel.php?artid=10080712

Ich hatte schon Angst, ich müsse mich umgewöhnen, weil es länger als 24 Stunden gedauert hat, bis wieder irgendwelche Klugscheißer auf die Polizei einprügeln.

Man muss bei der Beurteilung der Sachlage auch so gar nicht in Betracht ziehen, dass es auch bei der norwegischen Polizei Personalengpässe gibt, dass in Oslo gerade sechs Sprengsätze explodiert sind und dass die Situation einmalig war? Nein, die Schreibtischanalysten hätten es natürlich besser gekonnt.

Warum, frage ich mich immer wieder, sind diese superschlauen Leute eigentlich nicht bei der Polizei. Dann könnten sie das alles regeln und dann würde sicherlich alles prima laufen. Aber da könnte man sich wohl ein Fingernägelchen abbrechen, also beurteilt man das Ganze lieber von seiner sicheren Couch mit dem Laptop auf dem Schoß…

Hier der Stein des Anstoßes:
http://de.euronews.net/2011/07/24/massaker-in-norwegen-die-pannen-der-polizei/?utm_source=feedburner&utm_medium=twitter&utm_campaign=Feed%3A+euronews%2Fde%2Fnews+%28euronews+-+news+-+de%29

Im Übrigen möchte ich dazu sagen, dass ich es wirklich mehr als widerwärtig finde, sogar eine solche Katastrophe für die üblichen Reflexe zu nutzen… ich könnte KOTZEN!

Am Samstag, dem 23.07.2011, gegen 00.38 Uhr, befuhr eine 38-jährige Ford-Fahrerin die Gabelsberger Straße in Solingen. Die Solingerin geriet auf die Gegenfahrbahn und prallte gegen einen geparkten VW sowie einen geparkten KIA. Da bei der Unfallverursacherin Alkoholgeruch festgestellt wurde, baten sie die eingesetzten Beamten zur Blutprobe. Die 38-jährige zeigte sich uneinsichtig, wurde renitent und leistete zudem Widerstand. Im Krankenhaus wurde ihr eine Blutprobe entnommen, der Führerschein verblieb bei der Polizei. Mindestens 16.000.- € Sachschaden entstanden bei der Kollision.

Quelle: PM der Polizei Wuppertal vom 24.07.2011

Am Freitag 22.07.2011 gegen 20:30h wurde die Polizei nach Moorrege in die Wedeler Chaussee gerufen. Hier sollen Personen Flaschen auf die Fahrbahn werfen und vor fahrende Autos springen. Diese mussten stark abbremsen, um einen Verkehrsunfall zu verhindern. Drei Streifenwagenbesatzungen wurden daraufhin zum Einsatzort entsandt. Hier trafen die Beamten auf einen offensichtlich unter Alkohol-und Drogeneinfluss stehenden Jugendlichen aus Uetersen. Nach Aussagen von Zeugen hätte dieser zuvor bereits einen anderen Jugendlichen aus Moorrege ins Gesicht geschlagen und eine 39 jährige Moorregerin beleidigt. Als der Jugendliche durch die Polizei zur Wache verbracht werden sollte, wollte dieser die Beamten angreifen. Dies konnten die eingesetzten Polizeibeamten glücklicherweise rechtzeitig verhindern. Der Jugendliche wurde anschließend zur Polizeistation nach Uetersen verbracht. Auf der Fahrt dorthin wurden die Beamten von dem 17-jährigen massiv beleidigt und bedroht. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde der Jugendliche von seinem Vater auf der Wache abgeholt. Nun muss sich der Jugendliche wegen einer ganzen Reihe von Straftaten u.a Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Betroffene Verkehrsteilnehmer werden gebeten, sich mit der Polizei in Uetersen unter der Telefonnummer: 04122-70530 in Verbindung zu setzen.

Quelle: PM der PD Bad Segeberg vom 24.07.2011

„Annähernd jeder zehnte Polizist weist Burn-out-Symptome auf, gut ein Drittel ist gestresst. Männer leiden stärker unter Stress als Frauen und sind auch gefährdeter, ein Burn-out zu erleiden. Das geht aus einer Studie des Innenministeriums hervor.“

Quelle:
http://oesterreich.orf.at/stories/526471/

Er müsse Gewalt aushalten, sagt Felix Neumann, Berliner Polizist: „Sie gehört zu meinem Beruf.“ Aber direkt vor die Tür, an der er klingelt, stellt er sich längst nicht mehr – es könnte geschossen werden.“

Also ich persönlich finde den Artikel nicht so dolle. Mir ist u.a. unklar, was das soll, sich so intensiv an der Mütze und dem Amtsdeutsch aufzuhalten. Jede Branche hat ihr eigenes Vokabular, das ist auch nötig, damit man sich untereinander zügig versteht. Da ist die Polizei nichts Besonderes. Übrigens haben auch Journalisten ihr eigenes Vokabular.

Aber auch sonst hat der Artikel einen Unterton, den ich nicht so sehr mag.

Na ja, aber falls er meine Leser interessiert, poste ich ihn.

Mehr:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/vom-alltag-auf-streife/4411282.html

„Ein Taxifahrer verlor die Fassung: Der 33-Jährige stieg aus, holte den ungeliebten Fahrgast aus dem Auto, warf ihn zu Boden und prügelte auf den 53-Jährigen ein. Nun muss sich der Mann für den Angriff auf den Polizeibeamten verantworten.“

Allerdings wusste er nicht, dass er einen Polizeibeamten vor sich hatte. Meiner Ansicht nach sollte man aber doch als Taxifahrer seine Stadt kennen und so groß ist Bonn nun auch nicht. Und vor allen Dingen sollte man als Taxifahrer seine Fahrgäste nicht attackieren… es gibt in unserer Rechtsordnung andere Möglichkeiten, zu seinem Recht zu kommen.

Mehr dazu:
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1308323517475.shtml

Eine 23-jährige männliche Person verzehrte am gestrigen Samstag, gegen 01:00 Uhr, in einer Gaststätte an der Grothusstraße Getränke und konnte im Anschluss hieran die Rechnung nicht bezahlen. Während der Personalienaufnahme durch die zwischenzeitlich angeforderten Polizeibeamten versuchte er immer wieder, diese am Schreiben zu hindern. Als dies nicht gelang, beleidigte er das Personal der Gaststätte erheblich und steigerte sich immer weiter in seiner Aggressivität, so dass er dem Polizeigewahrsam zugeführt werden musste. Beim Transport im Einsatzfahrzeug randalierte er ebenfalls und setzte er seine Beleidigungen gegen die Beamten fort. Er schlug mit dem Kopf gegen die Seitenholme und bespuckte einen Beamten mehrfach. Selbst im Polizeigewahrsam beruhigte er sich nicht. Er trat um sich und, nachdem er in eine Zelle gebracht wurde, mehrfach gegen die Tür. Gegen den Mann wurde eine Anzeige vorgelegt.

Quelle: PM der Polizei Gelsenkirchen vom 24.07.2011

Polizisten retteten heute früh einem Mann in Charlottenburg das Leben und nahmen einen Verdächtigen, der zuvor das Opfer verletzt hatte, fest.
Die Beamten des Polizeiabschnitts 24 hatten gegen 4 Uhr 45 einen Einsatz am Richard-Wagner-Platz, als ein Passant auf der gegenüberliegenden Seite auf sich aufmerksam machte, indem er laut um Hilfe schrie. Die Polizisten sahen dann einen Mann vor einem Lokal zu Boden sinken und eilten zu dem mittlerweile bewusstlosen und in einer Blutlache liegenden Verletzten. Bis zum Eintreffen des alarmierten Notarztes, reanimierten die Polizisten – einer von ihnen ist ausgebildeter Rettungssanitäter – den inzwischen puls- und atemlosen 19-Jährigen.
Ersten Ermittlungen zufolge setzte sich das spätere Opfer mit einem Kumpel zu einem 21-jährigen Gast in dem Café am Richard-Wagner-Platz an dessen Tisch. Im weiteren Verlauf gerieten die Drei in Streit, der wegen eines Schlages mit einer Kopfplatzwunde beim 21-Jährigen endete. Als der Streit immer weiter eskalierte, verwies der Betreiber des Lokals die beiden Dazugekommenen aus der Lokalität. Beim Verlassen verfolgte offenbar der Angegriffene die Beiden und verletzte den 19-Jährigen dann mit einem Messer am Bein, worauf dieser dann auf dem Gehweg zusammenbrach.
Weitere Einsatzkräfte nahmen den 21-Jährigen, der von dem Wirt festgehalten worden war, im Lokal fest. Nach einer ambulanten Behandlung der Kopfplatzwunde in einem Krankenhaus, wurde der Mann der Kriminalpolizei der Direktion 2 überstellt.
Der 19-Jährige wurde in eine Klinik eingeliefert. Sein Zustand ist weiterhin kritisch. Die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes dauern an.

Quelle: PM der Polizei Berlin vom 23.07.2011

Die HNA erinnert in einem Artikel an den Tod des Kasseler Polizisten Georg Morell vor 50 Jahren auf Sylt. Er ertrank in der Nordsee, nachdem er einem jugendlichen Schwimmer das Leben gerettet hatte.

Mehr dazu:

http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/retter-unvergessen-jahren-starb-polizist-georg-morell-1333386.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+hna%2Fkassel+%28HNA.de+-+News+aus+Kassel%29