An einer Ampelkreuzung in der Pariser Straße ist es am späten Mittwochabend zu einem Verkehrsunfall gekommen. Ein Funkstreifenwagen der Polizei und ein VW Golf kollidierten. Drei Menschen wurden verletzt, an beiden Fahrzeugen entstanden Totalschäden. Der Gesamtschaden liegt im höheren fünfstelligen Bereich.

Der Streifenwagen befand sich mit eingeschaltetem Blaulicht auf einer Einsatzfahrt und fuhr die Pariser Straße stadtauswärts in Richtung Reichswaldstraße. Als er gegen 23.15 Uhr die Ampel in Höhe Berliner Straße bei Grünlicht passierte, krachte ihm von links ein VW Golf mit voller Wucht in die Seite.

Während an dem VW die Front inklusive des Motorblocks abriss und der Wagen mitten auf der Kreuzung stehen blieb, wurde das Polizeifahrzeug durch die Kollision nach rechts geschleudert, über eine Grünanlage hinweg, und kam schließlich auf dem Gehweg der Reichswaldstraße an einem Laternenmast zum Stillstand.

Sowohl der 32-jährige Golf-Fahrer als auch die beiden Polizeibeamten im Streifenwagen erlitten Verletzungen und mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Der 32-Jährige verließ es auf eigenen Wunsch noch in der Nacht, die beiden Polizisten mussten zur Beobachtung stationär bleiben.

Eine Streife einer anderen Dienststelle übernahm die Unfallermittlungen. Ersten Angaben des 32-jährigen Golf-Fahrers zufolge, war er trotz Rotlicht an der Ampel auf seiner Seite in die Kreuzung eingefahren. Die weiteren Ermittlungen laufen.

PM des PP Westpfalz vom 21.10.2021

Am Abend des 18. Oktober 2021 gegen 21:00 Uhr wurde durch eine Streife der Bundespolizei am Bahnhof Kandel ein 30-jähriger Deutscher kontrolliert, welcher eine auffällige Halloweenmaske bei sich führte. Auf Nachfrage, was er mit der Maske vorhabe, äußerte der Mann, dass er gerne Menschen erschrecken würde. Den Beamten kam das seltsam vor, weshalb sie intuitiv die Personaldaten des „Halloweenschrecks“ notierten. Bereits eineinhalb Stunden später sollte sich ihr Bauchgefühl bestätigen. Die Kollegen der Polizei Wörth werteten Videomaterial des gleichen Abends aus, welches die Brandstiftung an einem Kiosks auf dem Edeka Parkplatz in Kandel aufgezeichnet hatte. Klar erkennbar war, dass der dort zündelnde Täter eine Halloweenmaske trug. Die Bundespolizisten trafen die Kollegen der örtlichen Polizei am Tatort und konnten den Täter zweifelsfrei als den Mann aus ihrer vorherigen Kontrolle identifizieren. Denn außer der Halloweenmaske passten auch Bekleidung und Statur des Feuerteufels und so konnte der Fall in gerade mal drei Stunden aufgeklärt werden. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen Brandstiftung.

PM der BPOLI Kaiserslautern vom 20.10.2021

Die Polizei sucht den Fahrer einer Motocross-Maschine, der am Montagabend im Stadtgebiet negativ aufgefallen ist.

Während einer Streifenfahrt zog der Zweiradfahrer kurz nach halb 9 die Aufmerksamkeit der Polizeibeamten auf sich, weil er im Bereich Trippstadter Straße/Brandenburger Straße das Rotlicht an der Ampel missachtete und einfach weiterfuhr.

Als die Streife daraufhin dem Motorrad folgte und den Fahrer einer Kontrolle unterziehen wollte, ergriff der Unbekannte die Flucht. Bei seiner Fahrt durch die Zollamtstraße, den Elf-Freunde-Kreisel, Barbarossastraße und Entersweilerstraße in Richtung Waldleiningen gab der Fahrer derart Gas, dass er Geschwindigkeiten über 100 km/h erreichte und mehrmals rote Ampeln überfuhr, wodurch er auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdete.

Im Bereich „Hungerbrunnen“ bog die Yamaha-Geländemaschine mit dem PS-Kennzeichen in einen Waldweg ab, den der Streifenwagen nicht nutzen konnte, so dass die Verfolgung abgebrochen werden musste. Die Ermittlungen nach dem Fahrer laufen.

Verkehrsteilnehmer, die durch das Verhalten des Motorradfahrers gefährdet wurden, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0631 / 369 – 2250 bei der Polizeiinspektion 2 in Kaiserslautern zu melden.

Kurz nach 21 Uhr wurde eine Streife auf der B48 auf ein Mofa aufmerksam, das mit zwei Personen besetzt und deutlich schneller in Richtung Hochspeyer unterwegs war, als das für ein solches Gefährt zulässig ist. Der Fahrer reagierte jedoch nicht auf die Anhaltesignale, stattdessen ergriff er die Flucht, fuhr mit etwa

60 km/h in Richtung Elmstein davon und bog in einen Feldweg parallel zur Bundesstraße ab. Auch hier ignorierte er weiter die polizeilichen Signale und setzte seine Fahrt über den unbefestigten Waldweg fort.

Eine Streife nahm den Roller an anderer Stelle wieder auf, setzte sich vor ihn und konnte ihn zum Anhalten bringen. Während Polizeibeamte die Sozia schon festhalten konnten, startete der Fahrer erneut einen Fluchtversuch, er konnte aber schließlich auch gestoppt werden.

Der 18-jährige Mann aus dem Landkreis räumte ein, Cannabis und Alkohol konsumiert zu haben. Betäubungsmittel und ein sogenannter „Grinder“ wurden bei ihm gefunden. Außerdem gab er zu, dass sein Mofa 60 km/h erreicht (statt der zulässigen 25).

Der junge Mann musste zwecks Blutprobe mit zur Dienststelle kommen. Der Roller wurde vorläufig sichergestellt.

Auf den 18-Jährigen kommt ein Strafverfahren zu. Gegen ihn wird nicht nur wegen der Flucht vor der Polizei ermittelt, sondern auch wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Straßenverkehr, Besitz/Erwerb von Cannabis sowie Erlöschen der Betriebserlaubnis durch die technische Manipulation am Mofa.

PM des PP Westpfalz vom 12.10.2021

Am Freitag, den 8. Oktober 2021 wurde die Bundespolizei am Hauptbahnhof Halle kurz nach Mitternacht durch einen Zugbegleiter über einen Schwarzfahrer informiert. Die S-Bahn war von Leipzig nach Halle unterwegs. Ein Reisender führte keinen gültigen Fahrausweis bei sich. Nach Ankunft des Zuges auf Bahnsteig 13 des Hallenser Hauptbahnhofes wurde der Mann durch eine Streife der Bundespolizei in Empfang genommen, kontrolliert und seine Identität festgestellt. Es erfolgte ein Abgleich der Personaldaten mit dem polizeilichen Fahndungssystem. Dieser ergab gleich elf Treffer. So ersuchten die Staatsanwaltschaften Münster, Verden, Zwickau, Aurich, Hagen, Braunschweig und Mannheim teilweise mehrfach aufgrund aktueller Verfahren den derzeitigen Wohnsitz des Mannes. Zudem wurde der Deutsche seit dem 30. September 2021 per Vollstreckungshaftbefehl von der Staatsanwaltschaft Mannheim gesucht. Demnach hatte ihn das Amtsgericht Mannheim im Juli dieses Jahres wegen Leistungserschleichung zu einer Geldstrafe von 300 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 60 Tagen verurteilt. Da der 25-Jährige weder die Geldstrafe zahlte, noch sich dem Strafantritt stellte, erging der Haftbefehl.

Die Bundespolizisten nahmen den Mann fest. Da er die geforderte Summe nicht aufbringen konnte, wurde er an eine Justizvollzugsanstalt übergeben. Außerdem erwartet ihn eine weitere Strafanzeige wegen der aktuell begangenen Schwarzfahrt. Die verschiedenen Staatsanwaltschaften schrieben die Bundespolizisten an und informierten sie über den Verbleib des Mannes.

PM der BPOLI Magdeburg vom 08.10.2021

Heute gegen 12.20 Uhr meldete eine Zeugin der Polizei zwei Männer, die im Bereich des Campingplatzes in Zeltingen-Rachtig mit einer Schusswaffe hantieren und in Richtung der Moselbrücke schießen würden.

Anschließend entfernten sich die Personen mit einem PKW in Richtung des Ortes.

Im Rahmen der unmittelbar eingeleiteten Fahndung konnte die Polizei das Fahrzeug in Wehlen feststellen und kontrollieren. Zu diesem Zeitpunkt befand sich nur noch der Fahrer im PKW, seinen Beifahrer hatte er in Zeltingen-Rachtig abgesetzt, er sei dort zu Fuß im Ort unterwegs.

Bei der Durchsuchung des Fahrers stellten die Einsatzkräfte eine Schreckschusswaffe und ein Messer im Fahrzeug sicher. Der Mann wurde zunächst festgenommen und für weitere Ermittlungen zu einer Polizeidienststelle verbracht.

Auch die zweite Person konnte von Polizeikräften gesichtet werden, als sie in ein Wohnhaus in der Kurfürstenstraße in Zeltingen-Rachtig ging. Intensive Ermittlungen führten zu dem Verdacht, dass der Mann eine der Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus bewohnen könnte.

Aufgrund der unklaren Gefahrensituation im Zusammenhang mit eventuell weiteren Schusswaffen sperrte die Polizei die Straßen im unmittelbaren Nahbereich. Zur weiteren Klärung der Situation forderte der polizeiliche Einsatzleiter Spezialeinsatzkräfte und den Polizeihubschrauber an.

Gegen 13.50 Uhr nahmen die Kräfte der Spezialeinheit den zweiten Tatverdächtigen ohne Gegenwehr in seiner Wohnung fest.

Während des gesamten Geschehensablauf wurden keine Personen verletzt.

Die Kriminalpolizei Wittlich hat die weiteren Ermittlungen zum Tatablauf und der Tätermotivation übernommen. Diese Ermittlungen dauern zurzeit an.

Die Straßensperrungen wurden zwischenzeitlich wieder aufgehoben.

PM des PP Trier vom 06.10.2021

Am Montag, den 4. Oktober 2021, gegen 13:40 Uhr kontrollierten im Zug von Magdeburg nach Schönebeck eingesetzte Beamte der Bundespolizei einen 26-Jährigen, der trotz Belehrung vorerst falsche Angaben zu seiner Person machte. Nachdem die Identität des Mannes aufgrund eines im polizeilichen Informationssystem vorhandenen Lichtbildes zweifelsfrei festgestellt werden konnte, erfolgte ein Abgleich dieser Personaldaten mit dem polizeilichen Fahndungssystem. Dieser ergab, dass der Deutsche bereits seit Oktober 2019 per Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Magdeburg gesucht wurde, nachdem er im Februar 2019 durch das Landgericht Magdeburg zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und 5 Monaten aufgrund von Diebstahls in zwei Fällen rechtskräftig verurteilt wurde. Da er sich dem Strafantritt trotz Ladung nicht gestellt hatte und unbekannten Aufenthaltes war, erging der Haftbefehl.

Der Mann wurde nach der Eröffnung des Haftbefehls festgenommen und anschließend der Justizvollzugsanstalt Burg übergeben. Aufgrund der falschen Namensangabe erhält er zudem eine Ordnungswidrigkeitsanzeige. Nur eine Stunde später klickten die Handschellen ein zweites Mal im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Magdeburg. Hierbei kontrollierten am Bahnhof Merseburg eingesetzte Beamte einen 45-jährigen Mann. Der Aufforderung sich auszuweisen kam dieser nicht nach, da er nach eigenen Angaben weder einen Personalausweis, noch ein sonstiges Dokument mit einem Lichtbild bei sich führte. Zur Überprüfung dieser Aussage forderten die Beamten ihn auf, seine Taschen zu leeren. Dabei holte der Mann auch eine Geldbörse aus seiner Jackentasche, in welcher sich sowohl ein gültiger Personalausweis, als auch zwei szenetypische Cliptütchen befanden. Während des Abgleichs seiner Personaldaten mit dem polizeilichen Fahndungssystem, mit dem Ergebnis einer Ausschreibung zur Festnahme, versuchte der 45-Jährige zu flüchten, konnte jedoch durch die eingesetzten Beamten daran gehindert werden. Daraufhin legten die Bundespolizisten dem Gesuchten die Handfesseln an, eröffneten ihm den Haftbefehl und nahmen ihn zum Bundespolizeirevier Halle mit. Der am 22. September 2021 durch die Staatsanwaltschaft Halle ergangene Haftbefehl gründet auf einer Verurteilung des Deutschen vom Juli 2021 durch das Landgericht Halle wegen versuchtem besonders schweren Fall des Diebstahls zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 7 Monaten. Dem Strafantritt hatte er sich trotz ergangener Ladung nicht gestellt. Die Wiegung der in den Cliptütchen befindlichen unerlaubten Substanzen ergab eine Menge von circa 1,4 Gramm vermutlich Marihuana und 0,7 Gramm vermutlich Crystal Meth. Mit einer weiteren Strafanzeige wegen unerlaubtem Besitz von Betäubungsmitteln wurde der Verurteilte in die Justizvollzugsanstalt Halle verbracht.

PM der BPOLI Magdeburg vom 05.10.2021

Uneinsichtig und renitent präsentierte sich eine 45jährige Frau aus Neuwied, die am Freitag, 01.10.2021, 15:53 Uhr in der Einkaufsgalerie Neuwied in der Heddesdorfer Straße einen Verkaufsraum betreten wollte und sich dabei weigerte einen Mund-Nasen-Schutz anzuziehen. Auf ihr Fehlverhalten angesprochen reagierte die Frau beleidigend und verbal ausfallend gegen die Security, wobei sie neben coronakritischen auch rechtsradiale Parolen von sich gab. Die hinzugezogene Streife der Polizeiinspektion Neuwied setzte dann das Hausrecht durch und verwies die Frau aus der Einkaufsgalerie. Der Einkaufsbummel der Frau endete somit vorzeitig und beschert ihr nun die Einleitung zahlreicher Strafanzeigen, sowie ein Haus- und Betretungsverbot für die Einkaufsgalerie Neuwied.

PM der PI Neuwied vom 03.10.2021

Wie mit Meldung 1306 vom 23.09.2021 bereits berichtet, wurde eine Mitarbeiterin des Kreisjugendamtes in Rothenburg o. d. Tauber am Mittwoch (22.09.2021) von einem Mann körperlich angegriffen und schwer verletzt. Der 28-jährige Tatverdächtige wurde am heutigen Samstag (25.09.2021) in Baden-Württemberg festgenommen.

Um kurz nach 16:00 Uhr fanden Passanten die verletzte Frau auf dem Parkplatz am Bezoldweg unmittelbar vor dem Durchgang zur Klingenbastei. Aufgrund der deutlich erkennbaren Gesichtsverletzungen gingen die Helfer zunächst davon aus, dass die Frau sich bei einem Sturz verletzt haben könnte und verständigten den Rettungsdienst. Im Zuge der ärztlichen Behandlung gab die Frau an, dass ihr die Verletzungen von einem ihr dienstlich bekannten 28-Jährigen zugefügt worden seien.

Das Motiv für den Angriff dürfte nach derzeitigen Erkenntnissen in einer aktuellen Sachbearbeitung des Jugendamtes liegen, von welcher der Tatverdächtige unmittelbar betroffen war.

Aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen musste die Frau notärztlich versorgt und in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Polizeiinspektion Rothenburg o. d. Tauber leitete umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem flüchtigen Täter ein. Die Kriminalpolizei Ansbach übernahm die weiteren Ermittlungen und fahndete nach dem 28-Jährigen.

Am Samstagnachmittag (25.09.2021) stellte sich der 28-Jährige bei einer Polizeidienststelle in Baden-Württemberg. Nachdem seine Identität zweifelsfrei geklärt werden konnte, nahmen ihn die Polizeibeamten vor Ort fest. Die Staatsanwaltschaft Ansbach stellte Haftantrag. Zur Prüfung der Haftfrage wird der Festgenommene dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

PM des PP Mittelfranken vom 25.09.2021

Seit dem tragischen Mord an einem 20-jährigen Tankstellenmitarbeiter in Idar-Oberstein (siehe s.rlp.de/7Yz3m) gingen bei der Polizei in der Region mehrere Meldungen über Bedrohungen ein, die im Kontext dieser Tat zu sehen sind.

Die Tatverdächtigen bedrohten aufmerksame Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einzelhandel nach dem Hinweis auf das Tragen der Mund-Nasen-Masken. Trotz der gesetzlichen Tragepflicht zum Schutz der Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger reagierten die Personen gereizt. So betrat beispielsweise ein Mann eine Bäckerei und reagierte auf diesen Hinweis mit der Aussage, er könne auch eine Waffe herausholen, um sich dann nach kurzzeitigem Kramen in der Jackentasche doch eine Mund-Nasen-Bedeckung aufzusetzen. Die Polizei ermittelte auch in diesem Fall, wie zuvor nach einem ähnlich gelagerten Sachverhalt in einem Schweicher Supermarkt mit Hochdruck und konnte den Tatverdächtigen schnell identifizieren und eine sogenannte Gefährderansprache durchführen. Im Ergebnis war sich der Kunde in der Bäckerei der verheerenden Wirkung seiner Aussage nicht bewusst und entschuldigte sich im Beisein der Polizeibeamten bei der betroffenen Mitarbeiterin. Der Trierer Polizeipräsident Friedel Durben unterstreicht das entschlossene Vorgehen seiner Beamtinnen und Beamten: „Diese Bedrohungen erscheinen gerade nach dieser verstörenden Tat von Idar-Oberstein in einem besonders perfiden Licht und werden von uns sehr ernst genommen. Wir setzen alles daran die Ernsthaftigkeit der Bedrohung zu prüfen und den Tatverdächtigen schnellstmöglich habhaft zu werden. Daneben werden regelmäßig Straftatbestände erfüllt, die selbstverständlich in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft verfolgt werden. Wir gehen dabei mit aller Konsequenz gegen solche „Trittbrettfahrer“ vor und tolerieren diese Delikte nicht im Ansatz, seien sie auch – wie in allen hier bislang bekannt gewordenen Fällen – nach jetziger Erkenntnis – nur unbedacht bzw. nicht ernst gemeint gewesen. Solche Taten verunsichern die betroffenen Verkäuferinnen und Verkäufer und bedrohten Kassiererinnen und Kassiererinnen zutiefst. Sie brauchen unser aller Unterstützung und Bestärkung. Was sie nicht brauchen, sind unüberlegte Bemerkungen und Bedrohungen.“ Der Leiter der Polizeidirektion Trier Ralf Krämer koordiniert die polizeilichen Einsatzmaßnahmen: „Alle Dienststellen des Polizeipräsidiums Trier werden ausgesprochene Bedrohungen sofort aufnehmen und die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Opfer und zur Täteridentifizierung einleiten. Wir sind auf solche Einsätze und Ermittlungen vorbereitet und reagieren in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft schnell und konsequent.

Wer den Mord in Idar-Oberstein zum Anlass nimmt, Bürgerinnen und Bürger mit der Begehung von Verbrechen zu bedrohen, einzuschüchtern oder zu verängstigen, riskiert, dass die Polizei mit entsprechenden gerichtlichen Beschlüssen die Wohnung nach Waffen durchsucht.“

Präsident Durben macht aber auch deutlich, dass in den bisher bekannt gewordenen Fällen, bei denen Verbrechen angekündigt oder angedroht wurden, seine Beamten und Beamtinnen die Tatverdächtigen innerhalb kürzester Zeit ermitteln und bei den anschließenden Ermittlungen keine Waffen aufgefunden werden konnten. Auch gab es bislang keine Anzeichen, dass es sich um radikalisierte Coronaleugner oder Querdenker gehandelt hat, auch wenn diesbezüglich die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind. „Die Menschen in Idar-Oberstein sowie in der Großregion Trier mit Eifel, Mosel, Hunsrück können sich rund um die Uhr auf ihre Polizei verlassen und uns jederzeit ansprechen.“, so der Polizeipräsident.

Die Polizei Trier appelliert an alle Opfer und Zeugen von Bedrohungen:

– Informieren sie schnellst möglich die Polizei über den Notruf . Unsere Kolleginnen und Kollegen aller örtlichen Dienststellen werden sich unmittelbar um den Fall kümmern.

– Merken oder notieren Sie sich markante Merkmale des Tatverdächtigen.

– Bewahren sie Kassenbons oder Rechnungen auf.

– Notieren sie sich wenn möglich das Kfz-Kennzeichen, Telefonnummern oder weitere ihnen bekannte Informationen über die Person.

So beschleunigen und erleichtern Sie die anschließenden Ermittlungen der Polizei und tragen wesentlich zur Identifizierung der Tatverdächtigen bei.

Sollten sie selbst Opfer einer solchen Straftat geworden sein oder unter den Folgen dieser leiden, so stehen ihnen Beratungs- und Hilfsangebote der Polizei zur Verfügung. Wenden Sie sich hierzu gerne an unsere Spezialisten des Beratungszentrums (s.rlp.de/TE0 ) oder sprechen Sie unsere Beatminnen und Beamten an.

PM des PP Trier vom 25.09.2021

In der Nacht von Freitag auf Samstag, 24.09./25.09. fand die Abiturfeier des Gymnasiums Wissen statt. Die Teilnehmerzahl lag bei mehreren hundert Personen, die teilweise nicht der Schule angehörten. Als diese gebeten wurden, sich zu entfernen, kam es zu aggressiven Handlungen.

Zwei Personen wurden durch einen Schlag mit einer Flasche auf den Kopf verletzt, Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung wurden eingeleitet.

Letztlich wurde die Veranstaltung gegen 03:00 Uhr beendet und Personen mussten von der Polizei zum Gehen aufgefordert werden. Nur aufgrund erheblicher polizeilicher Präsenz (11 Kräfte) beruhigte sich die Situation.

PM der PD Neuwied/R. vom 25.09.2021