Am Mittwochmorgen (25. November, 07:50 Uhr) fiel Beamten des Verkehrsdienstes der Duisburger Polizei auf der Königstraße ein Peugeot auf, der nur hinten ein Kennzeichen hatte, das ungültig war. Als die Polizisten das Auto stoppen wollten, reagierte der Fahrer zunächst nicht auf Anhaltezeichen und ergriff kurzerhand die Flucht. Dabei achtete er nicht auf rote Ampeln und fuhr rücksichtslos über innerstädtische Straßen. Auf der Windmühlenstraße konnte eine Frau ein circa 8-jähriges Mädchen gerade noch von der Straße ziehen, als beide gerade bei „Grün“ die Straße überqueren wollten. Auf der Helmholtzstraße führte vermutlich ein Schaltfehler des Verkehrssünders dazu, dass die Ordnungshüter den Peugeot stoppen und die gefährliche Fahrt beenden konnten. Die Polizisten staunten nicht schlecht, als sich herausstellte, dass ein 12-jähriges Kind auf dem Fahrersitz saß. Er war gemeinsam mit seinem 13-jährigen Kumpel unterwegs, der die Autoschlüssel seines Vaters an sich genommen hatte.

Bei der Befragung des jungen Fahrers stellte sich auch noch heraus, dass er Marihuana geraucht hatte. Die Polizisten stellten das Auto sicher, schrieben eine Anzeige und informierten das Jugendamt. Glücklicherweise wurde bei dem riskanten Fahrmanöver niemand verletzt.

PM der POLK Duisburg vom 25.11.2020

Der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“, ist ein am 25. November jährlich abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. Auch das PP Mittelfranken beteiligt sich hieran mit Aktionen, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.

Jeder Streifenbeamte kennt diese Situation:

Man wird zu einem Familienstreit gerufen. Das zumeist weibliche Opfer berichtet über häusliche Gewalt ist vielleicht sogar verletzt. Die Beamten nehmen sich der Frau an, treffen im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten Maßnahmen wie die Aussprache eines Platzverweises oder die Anordnung eines polizeilichen Kontaktverbots.

Wenige Tage später meldet sich die Geschädigte bei den Beamten und teilt mit, dass sie nun doch keine Anzeige erstatten möchte und sich wieder mit ihrem Ehemann vertragen hat. Für Außenstehende möglicherweise völlig unverständlich.

Nicht aber dann, wenn man sich mit der oft schweren und ausweglos erscheinenden Situation von Opfern häuslicher Gewalt befasst.

Der Terminus Häusliche Gewalt umfasst alle Formen von Misshandlungen – sowohl psychische, physische und sexuelle Gewalt – welche zwischen Eheleuten, Lebensgefährten oder Lebenspartnern begangen werden. Opfer sind zumeist Frauen und Täter in der Mehrzahl Männer.

Häusliche Gewalt ist ein Phänomen, das Frauen aller sozialen Schichten betrifft.

Sie kommt in allen Ländern vor, quer durch alle Kulturen, Klassen oder Herkunftsländer. Sie betrifft Frauen aller Bildungsgrade und Einkommensschichten sowie jeden Alters.

„Niemals hätte ich gedacht, dass mir so etwas passiert“. Die Folgen häuslicher Gewalt sind für die Opfer schwerwiegend. Die Lebensqualität betroffener Frauen wird wesentlich beeinträchtigt. Sie verlieren ihr Selbstwertgefühl bis hin zum Verlust der Selbstachtung.

Häusliche Gewalt hat viele Formen: Tritte, Schläge oder unfreiwillige sexuelle Handlungen. Aber auch Nötigungen, Beleidigungen oder Demütigungen gehören dazu.

Das heimtückische an dieser Form von Gewalt ist, dass sie dort stattfindet, wo jeder Mensch eigentlich Schutz finden sollte: zu Hause. Daher ist sie für Außenstehende oft unsichtbar.

Betroffene Frauen finden sich nach dem ersten Übergriff in einer Spirale der Gewalt wieder. Einem Teufelskreis aus Machtausübung, Kontrolle, Eifersucht. Aus Entschuldigungen, Beteuerungen, es würde nie wieder geschehen, Hoffnung und wieder Enttäuschung.

Häusliche Gewalt stellt in der Statistik keine eigene Deliktsform dar. Man spricht daher von einem „Phänomenbereich“, der verschiedene Straftaten aufweisen kann. Im Jahr 2019 verzeichnete das Polizeipräsidium Mittelfranken etwa 3400 Fälle von häuslicher Gewalt. In ca. 1100 Fällen wurden Frauen nach einer Trennung Opfer. In rund 1000 Fällen ereigneten sich die Taten zwischen Ehepartnern. In 80 Prozent dieser Fälle waren die Opfer weiblich und die Täter männlich. In über 40 Prozent der Fälle waren Kinder bei der Tatausführung anwesend und mussten somit zumindest mittelbar entsprechende Gewalterfahrungen erleben.

Gerade in der momentanen „coronageprägten“ Zeit ist es für betroffene Frauen besonders schwer. Sind Menschen über längere Zeit auf engstem Raum zusammen, entladen sich Spannungen und Gewalt schneller. Hinzu kommen zusätzliche Belastungen wie Sorgen um die eigene Gesundheit, einem Jobverlust oder Zukunftsängsten. Dennoch ist seitens des PP Mittelfranken seit März 2020 kein signifikanter Anstieg von Fällen häuslicher Gewalt zu verzeichnen. Das Dunkelfeld ist jedoch gerade in diesem Bereich sehr hoch und Opfer zeigen Straftaten oftmals erst nach Jahren voller Gewalterfahrungen bei der Polizei an.

Was hindert Frauen nun daran, sich hilfesuchend an Polizei oder Opferschutzeinrichtungen zu wenden? Oftmals ist es Scham, Schuld wird bei sich selbst gesucht, das gesellschaftliche Tabu ist groß. Frauen wurden durch ihre Peiniger isoliert, soziale Kontakte sind rar geworden. Die Angst, das Leben, auch und vor allem in finanzieller Hinsicht, nicht alleine meistern zu können, überwiegt. Letztendlich sind Kinder ein ganz entscheidender Faktor. Die Drohung des Mannes, der Frau die Kinder zu nehmen oder ihnen gar etwas anzutun, lässt Frauen in ihrer unaushaltsamen Situation verharren.

Am heutigen Tag, dem Tag gegen Gewalt an Frauen, sollen Opfer von häuslicher Gewalt ermutigt werden, diesen Schritt, heraus aus der Gewaltspirale, zu gehen.

Niemand steht mit seinen Ängsten alleine da! Es gibt vielfältige Hilfsangebote.

Menschen, die mit viel Engagement und Einfühlungsvermögen professionell helfen und schützen.

Auszugsweise möchten wir folgende Einrichtungen nennen:

– das Hilfstelefon „Gewalt gegen Frauen“: 08000 116016

– den Krisendienst Mittelfranken: 0911/424855-0

– die Beauftragten der Polizei für Kriminalitätsopfer:

0911/2112-1331 https://www.polizei.bayern.de/schuetzenvorbeugen/beratung/frauenundkinder/index. html/49209

– das Opfertelefon des Weißen Rings: 116006

Um aus dem Kreislauf der Gewalt ausbrechen zu können, ist verständnisvolle Hilfe von außen unbedingt notwendig. Betroffene Frauen brauchen Augen, die hin- und nicht wegsehen, Ohren, die zuhören und Hände, die sie aus der Not führen.

PM des PP Mittelfranken vom 25.11.2020

Wie angekündigt führten die Ordnungsämter der Region, mit kollegialer Unterstützung durch unsere Polizeidienststellen, auch am vergangenen Wochenende verstärkt Kontrollen der Coronaauflagen durch.

Positives Fazit: Im gesamten Dienstbezirk des Polizeipräsidiums Trier mussten die Polizeibeamt*innen nur 79 Verstöße beanstanden. Die mit 42 Fällen häufigsten Verstöße, registriert von Freitag bis Sonntag, bezogen sich auf das Nichttragen oder das falsche Anlegen der Mund-Nasen-Bedeckung. Am Freitag monierten die Einsatzkräfte zusätzlich, dass in 18 Fällen der Mindestabstand nicht eingehalten wurde.

„Wir bedanken uns ausdrücklich bei der überwältigenden Mehrheit der Bürger*innen, die unsere Arbeit durch ihr verantwortungsvolles Verhalten – zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit – unterstützen,“ lobt Uwe Konz, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Trier, die Menschen in der Region.

PM des PP Trier vom 23.11.2020

Meist bekommt es die Polizei schnell mit, wenn die Betrügerbanden einen Geldabholer in einem Ort bereitstehen haben. Denn dann klingelt nicht nur bei vielen Senioren dieser Stadt das Telefon – sondern häufig kurz darauf auch der Notruf. Ganze Straßenzüge telefonieren die Täter ab – bis sie auf ein ahnungsloses Opfer stoßen. Diese werden teilweise mehrere Tage lang ständig angerufen und durch die geschickt agierenden Täter so lange unter Druck gesetzt, bis sie zu einer Geldübergabe bereit sind. Dann geht alles meist sehr schnell – der Geldabholer wird in Bewegung gesetzt und Schmuck und Bargeld wechselt in wenigen Augenblicken den Besitzer. Die Schadenssummen sind dabei beträchtlich – in einigen Fällen verloren die Senioren sechsstellige Vermögensbeträge.

Wo genau die Betrüger zuschlagen werden, bleibt für die Polizei zunächst im verborgenen – bis sich an einem der nächsten Tage ein verunsicherter Geschädigter bei den „echten“ Ermittlern meldet und dann das Ausmaß des Schadens bekannt wird.

Dass die betrügerischen Anrufe nicht nur finanzielle Schäden hinterlassen, sondern die meist betagten Opfer auch nachhaltig verunsichern, zeigt der Fall einer Seniorin, die sich aus Angst vor einem vermeintlichen Einbruch in ihrer Wohnung verbarrikadierte. Das Polizeipräsidium Mittelfranken berichtete am 24.07.2020 über den Fall. Bei Opfern, die tatsächlich Geld übergeben haben, kommt ein Gefühl der persönlichen Scham hinzu, dass man tatsächlich auf die Betrüger hereingefallen ist.

Wie Zacken eines EKG zeichnen sich die Wellen des Telefonbetrugs in den Zahlen der mittelfränkischen Einsatzzentrale wieder (siehe Grafik in der Anlage der Pressemeldung). So waren beispielsweise am Dienstag, 14.07.2020, 14:00 Uhr und 21:00 Uhr, insgesamt 320 Notrufe zu verzeichnen. Im Vergleich zum Notrufaufkommen an „normalen“ Dienstagen bedeutete dies eine Steigerung um 165 %. Allein an diesem Tag wurden 33 Polizeieinsätze mit Betrugshintergrund erfasst

– am Folgetag sogar 35 Einsätze. Jeder dieser Einsätze bedeutet für die Polizei viel Arbeit: die Geschädigten müssen am Telefon beruhigt und trotz der Aufregung die Daten zum Vorgang erfragt werden. Eine Streife wird vor Ort geschickt um die Anzeige aufzunehmen und noch einmal in Ruhe über die Betrugsmasche und die Hintergründe aufzuklären. Danach beginnt die eigentliche Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei. Über Zeugenaufrufe, Spurensicherung am Wohnort Geschädigter mit Geldübergabe oder technische Ermittlungsansätze versuchen die Kriminalbeamten den Betrügern auf die Spur zu kommen.

Erfolge sind oft dann zu verzeichnen, wenn Dritte auf die verdächtigen Vorgänge aufmerksam werden: manchmal sind es aufmerksame Nachbarn, Bekannte oder die Angestellten einer Bank, die eine Geldübergabe im letzten Moment durch eine Verständigung der „echten“ Polizei verhindern. Dann Klicken manchmal auch die Handschellen und die Geldabholer können auf frischer Tat festgenommen werden.

Wie wichtig Aufklärung und Prävention zur Verhinderung der Taten ist, zeigt die Welle betrügerischer Anrufe im September mit Schwerpunkt Erlangen/Nürnberg.

Durch mehrere Pressemeldungen und die darauf basierende Berichterstattung in den Zeitungen und Radiosendungen waren viele Senioren gewarnt. Mehrere Tage lang telefonierten die Betrüger mit Hochdruck – zunächst aber vergeblich.

Darum startet das Polizeipräsidium Mittelfranken ab Montag, den 23.11.2020 eine neue Präventionskampagne zum Callcenterbetrug / Telefonbetrug. Mit zunächst drei Videoclips wird über die Betrugsmaschen „Schockanruf“, „falscher Polizeibeamter“

und „Enkeltrickbetrug“ aufgeklärt. Das Besondere daran: der eigentliche Betrug wird jeweils durch die Polizeipuppenbühne Nürnberg gespielt. Hauptpersonen sind die Puppen „Gunda und Gerch“ mit denen die Polizeipuppenbühne in Seniorengruppen vor Trickbetrug warnt (aktuell wg. Corona ausgesetzt).

Doch Zielgruppe der Clips sind nicht nur lebensältere Menschen. Vielmehr sollen auch Angehörige und das soziale Umfeld potentieller Geschädigter mit in den Blick genommen werden. So konnte für einen Clip eine bekannte Nürnberger Instagram-Influencerin gewonnen werden. Dadurch soll auch die „Enkel-Generation“

mit angesprochen werden. In einen weiteren Clip ist ein Polizeihauptkommissar zu sehen – der Zwillingsbruder eines beliebten fränkischen Kabarettisten.

Die Clips werden für zwei Wochen auch im Fahrgastfernsehen der VAG in U-Bahnen, Bussen und TRAM-Bahnen beworben. Die Polizei hofft darauf, dass möglichst viele Medien die Präventionskampagne aufgreifen, auf Facebook teilen und dadurch viele mögliche Opfer gewarnt werden.

PM (auszugsweise) des PP Mittelfranken vom 20.11.2020

Die Duisburger Experten von der Kriminalprävention beraten am kommenden Donnerstag (26. November) coronakonform, wie sich insbesondere ältere Menschen gegen Trickbetrug und Einbrecher schützen können. In der Zeit von 10 bis 14 Uhr stehen Kriminalhauptkommissar Ralf Schäfer und sein Kollege Marcus Franken unter der Telefonnummer 0203 280 1500 Rede und Antwort und sind gleichzeitig auf der Facebook-Seite der Polizei

(https://de-de.facebook.com/Polizei.NRW.DU) erreichbar. Ob sich am Telefon ein falscher Polizist oder der vermeintliche Enkel in Not meldet – mit gezielten Infos will das Kripo-Team aufklären und damit Trickdieben den Garaus machen.

Ausdrücklich sind auch Angehörige von Senioren eingeladen, sich mit ihren Fragen zum Schutz der eigenen Eltern oder Großeltern zu melden.

„Trickbetrüger setzen gerade ältere Menschen am Telefon unter Druck und bringen sie um ihr Erspartes oder ihre Wertsachen“, berichtet Kriminalhauptkommissar Ralf Schäfer aus seinem beruflichen Alltag. Im Oktober verzeichnete die Polizei

147 Straftaten zum Nachteil betagter Bürger. Das sind zwar mehr als doppelt so viele als im September (68). Allerdings blieb es in 129 Fällen bei einem Versuch. Besonders häufig versuchten es die Gauner mit der Masche „Falscher Polizist“. Kripo-Beamter Ralf Schäfer: „Deswegen ist es wichtig, dass wir immer wieder über die perfiden Tricks und Methoden der Täter berichten. Dass es oftmals nur bei einem Betrugsversuch bleibt, zeigt uns, dass immer mehr Senioren aufmerksam werden und sich nicht überrumpeln lassen.“ Von Tipps und praktischen Verhaltenshinweisen bis hin zu technischen Lösungen – das Präventionsteam der Kripo weiß auch in Pandemiezeiten Rat.

PM der POL Duisburg vom 20.11.2020

Dreizehn Bürger im Telefon-Ortsnetz Lauterecken sind diese Woche von „falschen Polizeibeamten“ angerufen worden. Der Polizeiinspektion Lauterecken wurde kein Fall bekannt, bei dem den Tätern Wertgegenstände oder Bargeld übergeben wurde. Bei den angezeigten Fällen war festzustellen, dass die Präventionsarbeit der „richtigen Polizei“ bei der Bevölkerung angekommen war. „Die angerufenen Personen haben sich vorbildlich verhalten“, so Max Strauß von der Lauterecker Polizeidienststelle.

Hierdurch fand offensichtlich eine Betrugsserie, die in den letzten Tagen im Bereich von Bad Kreuznach auftrat ihre Fortsetzung, eine Masche, über die in den Medien gehäuft berichtet wird:

Die Täter geben sich am Telefon als Polizisten aus. Nach Schilderung einer erfundenen Geschichte werden zumeist Informationen zu Wertgegenständen erhoben. Den Geschädigten wird suggeriert, dass sie potenzielles Ziel einer anstehenden Straftat wären. Zur Sicherung der Vermögenswerte wird durch die Täter letztendlich eine Übergabe der Wertgegenstände angestrebt.

Im Nachgang stellen die Geschädigten schlimmstenfalls nur noch fest, dass sie einer perfiden Masche zum Opfer fielen.

Nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen bissen die Betrüger bei allen bislang bekannten Personen aus Lauterecken auf Granit.

Trotz durchaus professioneller Vorgehensweise der Täter siegte das Misstrauen der Bürger, sodass annähernd alle bekannten Kontaktversuche durch die „falschen Polizeibeamten“ zeitnah abgebrochen wurden. Weiterhin gab auch niemand sensible Informationen oder Daten preis.

Da sich die Täter durchweg mit „Polizei Lauterecken“ gemeldet hatten, erfragten einige zweifelnde Bürger nach den ihnen bekannten, örtlich ansässigen Beamten. Als die Anrufer keine Informationen bezüglich „der Kollegen“ erwidern konnten flog ihre Masche gänzlich auf.

Doch dies ist nur ein Punkt der im Telefonat provokativ abgeklärt werden kann. Der beste Weg ist einfach aufzulegen! Die „richtigen Polizisten“ lassen sich keinen Schmuck oder Geld aushändigen. Sie kommen zur Abklärung von Problemfällen gegebenenfalls zum Bürger, sprechen mit ihm und laufen nicht weg, wenn sich der Bürger „Helfer“

dazu holt – den Nachbarn oder Angehörige oder die örtliche Polizei.

Zudem werden bei einem Gespräch mit einem Vertrauten regelmäßig schnell die „Fallen“ bloßgelegt. Gebe niemand Wertgegenstände heraus!

Das wachsame und vorsichtige Agieren der beteiligten Bürger hat die Polizei positiv registriert. „Ein dickes Lob für alle, die sich so clever verhalten haben!“, fasst Arno Heeling, der Leiter der Polizeiinspektion in der Veldenzstadt zusammen.

PM der PI Lauterecken vom 20.11.2020

2442 Fälle von häuslicher Gewalt wurden im Jahr 2019 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz polizeilich erfasst. In rund 80 % der Fälle sind Frauen betroffen, d.h. 1930 Frauen haben im Jahr 2019 Gewalt in einer Beziehung erlebt.

Der 25. November, der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, ist der jährliche Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen. Auch wir als Polizeipräsidium Rheinpfalz möchten ein Zeichen setzen und beteiligen uns an der Kampagne der Vereinten Nationen „Orange the World“.

Im Zeitraum 25.11.2020 bis zum 10.12.2020, dem Tag der Menschrechte, werden wir uns auch erstmalig an der Aktion beteiligen. Ausgehend vom Büro unseres Polizeipräsidenten Thomas Ebling werden im Behördenhaus in der Wittelsbachstraße in Ludwigshafen die Räume im 1. OG bei Dunkelheit in orangefarbenem Licht erstrahlen.

Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner. Betroffen sind Frauen aller sozialen Schichten.

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Sie kann sich in Demütigungen, Beleidigungen, Einschüchterungen, körperlichen Angriffen oder sexuellen Übergriffen äußern. Oft schweigen die betroffenen Frauen aus Scham, Hilflosigkeit, Angst oder weil sie Schuldgefühle haben. Aber auch das Umfeld sieht oftmals weg, z.B. die Nachbarn. Betroffene Frauen sollen wissen, dass sie auf dem Weg aus der Gewalt nicht alleine sind, die Polizei hilft und kann Unterstützungsangebote geben oder diese vermitteln.

Seit Jahren arbeiten wir eng zusammen mit den Staatsanwaltschaften, der Justiz, Frauenunterstützungseinrichtungen (z.B. Interventions- und Fachberatungsstellen) sowie weiteren präventiven Gremien und Kooperationspartnern. Dieses Netzwerk hat sich bewährt, um Straftaten konsequent verfolgen und Opfern von häuslicher Gewalt effektiven Schutz gewähren zu können.

Bei allen Polizeidienststellen gibt es speziell ausgebildete Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, die für die Fallbearbeitung, Opferbetreuung und Koordination erforderlicher Anschlussmaßnahmen besonders geschult sind.

Bei sogenannten Hochrisikofällen wird der Sachverhalt bzw. die Gefährdung anhand wissenschaftlich entwickelter Analysetools bewertet, um Gewaltexzessen frühzeitig vorbeugen zu können. So kann einer Eskalation der Gewalt schnellstmöglich mit einer Vielzahl von Maßnahmen entgegengewirkt werden. Diese erfolgen sowohl in Form von Sofortmaßnahmen, als auch in interdisziplinären Fallkonferenzen der Netzwerkpartner, welche Maßnahmenpakete erarbeiten und beschließen. Im Jahr 2019 wurde dieses Verfahren im Polizeipräsidium in 362 Fällen angewandt.

Die Polizei kann verschiedene Maßnahmen treffen, um Betroffene zu schützen und ihnen zu helfen. Das gesamte polizeiliche Vorgehen richtet sich gegen den Täter.

Frauen können zum Beispiel in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und der Täter wird der Wohnung verwiesen und bekommt beispielsweise ein Kontaktaufnahmeverbot von uns. Der Opferschutz hat bei uns eine ganz besondere Bedeutung. Frauen werden schon vor Ort von den Kollegen beraten und über ihre Möglichkeiten informiert.

Der Polizei kommt im Umgang mit häuslicher Gewalt als ständig erreichbare und schnell verfügbare Organisation eine entscheidende Rolle zu. Prävention, konsequente Strafverfolgung sowie weitreichender Opferschutz und Opferhilfe sollen Betroffenen von häuslicher Gewalt effektiven Schutz gewähren.

Die Polizei rät deshalb betroffenen Frauen: Wenden Sie sich an die Polizei, wenn Sie von Gewalt betroffen sind oder Ihnen Gewalt angedroht wird! In akuten Bedrohungssituationen wählen Sie die Notrufnummer 110.

Zur Verfügung stehen Ihnen daneben die Ansprechpartner in den Polizeidienststellen oder die Opferschutzbeauftragte des Polizeipräsidiums, bei der sich betroffene Frauen auch direkt melden können unter der Telefonnummer 0621 963-1154. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch im Internet unter https://www.polizei.rlp.de/de/aufgaben/opferschutz/opferhilfe-bei-gewalttaten/.

Polizeipräsident Thomas Ebling: „Häusliche Gewalt ist keine Privatsache und duldet keine Toleranz. Wir machen bei der Aktion „Orange the World“ mit, weil wir dazu ein klares Zeichen setzen wollen. Betroffene sollen sich bei uns melden. Wir können zusammen mit unseren Netzwerkpartnern effektiv für Hilfe sorgen.“

PM des PP Rheinpfalz vom 19.11.2020

Aufgrund der derzeitigen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie kann das ursprünglich für den 25.11.2020 geplante, 17. Benefiz- Adventskonzert mit dem Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz, leider nicht stattfinden. In den vergangenen Jahren wurde das Konzert gemeinsam von „Aktion 72 e.V.“, „Förderverein der Friedenskirche e.V.“ und der Polizeiinspektion Ludwigshafen 2 (Polizeidirektion Ludwigshafen), veranstaltet. Das Konzert, das in der Friedenskirche in Ludwigshafen-Friesenheim durchgeführt wurde, hatte stets das Ziel, als Einstimmung in die Weihnachtszeit, den Bürgerinnen und Bürgern ein tolles Programm des Landespolizeiorchesters zu bieten. Darüber hinaus haben die Besucher durch ihre Spenden die Veranstalter bei der Erfüllung ihrer Ziele unterstützt. Die Spendeneinnahmen wurden zu gleichen Teilen aufgeteilt und gingen an Bürger in Not (Aktion 72 e.V.), an die Friedenskirche zwecks Renovierung und Instandhaltung der Friedenskirche, sowie an die Polizeistiftung, um Polizeibeamtinnen und – beamte zu unterstützen, die durch Unglücksfälle in finanzielle Not geraten sind. Im letzten Jahr haben ca. 550 Besucher sagenhafte 4400,- Euro gespendet, was bis dato im Hinblick auf Besucherzahl und Spendensumme noch nie erreicht werden konnte. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie, fällt daher nicht nur ein beliebtes Adventskonzert aus, sondern es können auch so wichtige Spenden nicht eingenommen werden. Um für unsere Bürgerinnen und Bürger dennoch Adventsstimmung aufkommen zu lassen, haben sich die Veranstalter dazu entschlossen eine Weihnachts-CD, des allseits beliebten Landespolizeiorchesters mit dem Titel „Still, still,…chill!“ für 15,- Euro anzubieten. Der Reinerlös in Höhe von 5 Euro geht vollständig an die drei Organisationen als Spende. Die Weihnachts-CD, die traditionelle Weihnachtsmusik in neuem Gewand als auch unbekannte Klänge miteinander vereint, zeigt die Werke der verschiedenen Ensembles und einmal mehr den Facettenreichtum des Orchesters. Die CD´s können über die Friedenskirche unter www.Kulturkirche-Ludwigshafen.de oder bei Herrn Manfred Storck unter manfred.storck@t-online.de bestellt werden. Weiterhin können die CD´s über die Sparkasse Vorderpfalz in Ludwigshafen, Ludwigstraße 52 oder der Polizeiinspektion Ludwigshafen 2, Friesenheimer Straße 55, käuflich erworben werden. Machen Sie sich, Ihren Angehörigen oder Freunden eine Freude und unterstützen Sie mit dem Kauf einer CD die Veranstalter, um gerade in dieser schwierigen Zeit in Not geratene Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen.

PM des PP Rheinpfalz vom 12.11.2020

Von Freitag, 6. November, bis Sonntag, 8. November, hat die Polizei die Einhaltung der pandemiebedingten Auflagen zum Schutz vor Corona-Infektionen in der Öffentlichkeit verstärkt kontrolliert. Vielfach fanden die Kontrollen als gemeinsame Einsätze mit den originär zuständigen Ordnungsämtern statt.

In der Summe zählten die Polizeibeamt*innen über das gesamte Wochenende 204 Verstöße, bei denen in 159 Fällen die Mund-Nasen-Bedeckung nicht oder nicht richtig getragen wurde. In weiteren 37 beanstandeten Situationen hielten Angetroffene den erforderlichen Mindestabstand nicht ein. Der weit überwiegende Teil der Angesprochenen zeigte sich einsichtig und hielt sich nach der Kontrolle an die vorgeschriebenen Regeln.

Im Fazit attestieren die Einsatzkräfte der Bevölkerung ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Solidarität. Sie berichten von einem ruhigen Kontrollwochenende, einer hohen Akzeptanz der Schutzmaßnahmen beim Aufenthalt in der Öffentlichkeit und überwiegend entspannten Bürgerkontakten.

PM des PP Trier vom 09.11.2020

Gute Gespräche haben Beamte der Polizeiinspektion Lauterecken in den letzten Tagen mit Bürgern zur Maskenpflicht geführt. Die Tragepflicht von Mund- und Nasenbedeckung lässt sich im öffentlichen Raum überall dort „kontrollieren“ wo diese zum Schutz von anderen Personen zu tragen sind. Gerade in den Einkaufsmärkten oder an Bushaltestellen oder ähnlichen Treffpunkten von Menschen ist für die Polizisten mit einem Blick festzustellen, ob die Vorgaben der „Corona-Verordnungen“ beachtet werden.

Meist halten sich die Menschen an die Regeln, sind einsichtig und selbst solche, die den Verpflichtungen skeptisch begegnen, können bewegt werden, den Vorschriften nachzukommen.

Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen müssen selten ausgesprochen werden. Die Maßnahmen der Polizisten stehen unter dem Motto: „Bleiben sie gesund!“

PM der PI Lauterecken vom 05.11.2020