Hier wieder meine persönlichen Highlights aus den vielen, vielen Pressemeldungen, die ich lese und aus denen ich die Gewaltakte gegen Polizeibeamte herausfiltere.

Zuerst eine, die inhaltlich eigentlich nicht so lustig ist. Aber ich stehe nun mal massiv auf staubtrockenen Humor – und den hatte der Schreiber dieser Meldung, der für die Polizei Hagen arbeitet:

„Wenn´s vorne zwickt und hinten beißt…

…hilft ein altes Hausmittel mit dem Wirkstoff der Melisse. So dachte am Samstagmorgen auch ein 53-jähriger Mann, der in einem Drogeriemarkt in der Kampstraße eine Flasche mit der Klosterfrau auf der Verpackung einsteckte und ohne zu bezahlen das Geschäft wieder verließ. Eine Angestellte hatte ihn jedoch beobachtet und konnte noch sehen, wie der Kunde in eine gegenüber liegende Bäckerei ging. Hier trafen ihn dann auch wenig später zwei Polizisten an. Zu dem Vorwurf des Diebstahls machte er keine Angaben, brauchte er allerdings auch nicht. Das Beweisstück befand sich geleert im Mülleimer, dafür war der Beschuldigte allerdings voll. Er hatte die 80-prozentige Kräutermischung ausgetrunken, ein Alkoholtest ergab einen Wert von 3,6 Promille.“

Quelle: PM der Polizei Hagen vom 16.05.2011

Eine Seniorin aus Mainz wird mir ab heute als Vorbild dienen. So möchte ich in dem Alter auch drauf sein:

„Am 14.05.2011, 11:32 Uhr, befand sich eine 71-jährige Mainzerin im Bus (Linie 68) und setzte sich auf einen anderen Platz. Dabei ließ sie ihre rosa Handtasche versehentlich auf ihrem ursprünglichen Sitzplatz liegen. Auf diesen Platz setzte sich unmittelbar danach eine am Hauptbahnhof zugestiegene Frau mit einem großen Rucksack. Als die Seniorin das Fehlen ihrer Handtasche bemerkte, fragte sie laut in den Bus hinein, ob jemand ihre Handtasche gesehen habe.
Dann sprach sie insgesamt drei Mal die zugestiegene Frau an, die von einer rosa Handtasche nichts wissen wollte. Als die Seniorin die Frau bat, ihr einen Blick in ihren Rucksack zu gewähren, ging die Frau zügig zum Ausgang des Busses, der in diesem Moment an der Haltestelle Ackermannweg hielt. Dort verließ die Verdächtige fluchtartig den Bus und stieß die Seniorin, die ihr gefolgt war, mit ihrem Ellenbogen zurück.
Die Seniorin sowie zwei Zeugen aus dem Bus nahmen die Verfolgung der in Richtung Coface Arena zu Fuß wegrennenden Frau (44 Jahre) auf. Diese konnte von einem der Zeugen gestellt werden. Auf Verlangen händigte sie dann die Handtasche, die sich in ihrem verschlossenen Rucksack befand, aus.
Der Polizei gegenüber gab sie an, sie hätte die Handtasche später als Fund abgeben wollen.“

Quelle: PM der PD Mainz vom 16.05.2011

Und zu guter Letzt mal wieder was fürs Herz (Tiere…)

Zuerst ein Fall aus Düsseldorf:

„Heute Mittag haben Beamte der Bundespolizei einem verletzten Schwan am Haltepunkt Düsseldorf Volksgarten das Leben retten können.

Der Schwan saß mit gebrochenem Bein direkt an der Bahnstrecke und war nicht mehr im Stande, sich selbstständig fortzubewegen.

Nach der Rettungsaktion wurde das Tier an die Tierrettung Düsseldorf übergeben.“

Quelle: PM der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin vom 16.05.2011

Bildquelle: BPOLI Düsseldorf

Und last but not least ein Einsatz der Wasserschutzpolizei Duisburg in Essen:

„Ein Zeuge meldete am Sonntagabend (15.Mai) einen im Rhein-Herne-Kanal ums Überleben kämpfenden Hund, woraufhin die Wasserschutzpolizei den Vierbeiner rettete.

Der Zeuge erinnerte sich, wie ein Mann mit seinem Hund von der Karnaper Straße hinunter zum Rhein-Herne-Kanal ging. Ob das Tier schließlich ins Wasser gesprungen ist, oder von seinem Herrchen gestoßen wurde, kann der Tierfreund nicht sagen. Das Herrchen des grauen Hundes jedenfalls entfernte sich schnell Richtung Gelsenkirchen, nachdem er den Zeugen entdeckt hatte. Der engagierte Mann versuchte zunächst selbst den Hund zu retten. Als er feststellte, dass seine Versuche erfolglos blieben, verständigte er gegen 21:30 Uhr die Polizei. Die alarmierte Wasserschutzpolizei fand den Husky Mischling zwischen der Zweigertbrücke und dem Bereich der B 224 alleine im Wasser treibend vor. Mit beherzten Kräften gelang es den Beamten, das Tier gegen 22 Uhr aus dem Wasser zu ziehen. Nach dem erfolgreichen Einsatz wurde der Hund von seinen Rettern zunächst mit zur Wache genommen. Dort futterte der durchnässte Hund den Polizisten eine Packung Würstchen weg. Dann fand er auf einer Decke etwas Ruhe. Aufgrund seines Aussehens gaben die Einsatzkräfte dem erschöpften Tier den Namen „Silver“. Am nächsten Tag wurde „Silver“ ins örtliche Tierheim gebracht. Das Herrchen des geretteten Hundes konnte bislang nicht ermittelt werden.

Die Polizei sucht nun nach dem Halter des silber-grauen Huskys. Der Mann ist ca. 36 bis 40 Jahre alt, hat blonde Haare und trug eine dreckige blaue Jeansjacke sowie eine schwarze Hose. Hinweise bitte an 829-0.“Quelle: PM der Polizei Essen vom 16.05.2011

Hier der Husky mit PHK Reutershahn von der WSP Duisburg (Bildquelle: Polizei Essen)

Ich schreib jetzt nicht dazu, was mir zu solchen Hundehaltern in den Kopf kommt, denn dann müsste ich mal wieder meinen eigenen Artikel wegen Beleidigungen löschen.

Aber vielen Dank an die Polizisten, die diesen armen Hund gerettet haben….

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