Aggressive Hochzeitsgäste in Berlin Mitte

Insgesamt 36 Polizisten waren letztlich gestern Abend in Wedding notwendig, um die aggressiven Gäste einer Hochzeitsfeier in Schach zu halten. Gegen 18 Uhr 30 sprachen Polizeibeamte in der Pankstraße die Fahrer eines „Audi“ Cabrios sowie eines festlich geschmückten „Chrysler“ an, die als erste Fahrzeuge einer Hochzeitsgesellschaft in sehr langsamem Tempo nebeneinander fuhren und zwischenzeitlich immer wieder stoppten. Hinter diesen beiden Fahrzeugen schloss sich eine ebenfalls zur Hochzeitsgesellschaft gehörende Kolonne von insgesamt ca. 20 Fahrzeugen an. Der übrige Fahrzeugverkehr wurde durch die Hochzeitsgesellschaft stark behindert, so dass es bereits zu einem erheblichen Verkehrsstau kam. Auch der Bus der Linie M 27 war hiervon betroffen. Aufforderungen zur Weiterfahrt und dem Freimachen eines Fahrstreifens über die Lautsprecheranlage des Polizeifahrzeuges kamen die Fahrer nicht nach, so dass die Beamten ihr Fahrzeug vor der Kolonne quer stellten, aus dem Wagen stiegen und die Fahrzeugführer direkt ansprachen um ihre Personalien festzustellen. Sofort sprangen mehrere Männer aus den Fahrzeugen und gingen in aggressiver Weise auf die Beamten zu. Insgesamt standen die beiden Polizisten bis zu 30 Personen gegenüber, die die Uniformierten beleidigten, bedrohten und bespuckten. Die Polizeibeamten forderten umgehend Unterstützungskräfte an. Die Menge drängte immer weiter auf sie zu. Körperliche Angriffe konnten nur durch Wegschieben der Personen, Einwirken weiterer Hochzeitsgäste auf die aufgebrachten Männer, sowie durch das offensive Zeigen des Reizstoffsprühgerätes und des Rettungsmehrzweckstocks verhindert werden. Erst nachdem weitere Polizeibeamte zur Unterstützung eingetroffen waren, gelang es, die Personalien der Beteiligten festzustellen. Ein Teil der Hochzeitsgesellschaft hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits unerkannt vom Ort entfernt. Die Polizisten leiteten Strafermittlungsverfahren wegen Nötigung, versuchter Nötigung, Beleidigung sowie Widerstandes ein.

Quelle: Pressemitteilung der Polizei Berlin vom 28.05.2011

Hm, also bei unserer Hochzeit gab es einen Autokorso, der nicht gestoppt wurde. Ob das am Ende damit zusammenhängt, dass wir niemanden damit behindert haben?
Übrigens war es den Teilnehmern des Autokorsos sogar möglich, das Hupen auf einer Strecke von zwei Kilometern einzustellen, um die Pferde eines Gestüts nicht kirre zu machen, das am Wegesrand lag. Aber sicherlich ist das nur wieder eine vollkommen überalterte Einstellung, dass man irgendwie auf andere Lebewesen Rücksicht nehmen könnte und trotzdem dabei Spaß haben kann.
Überhaupt gab es bei unserer Hochzeit keine Schlägerei, weder mit der Polizei noch mit sonstwem. Aber sicherlich liegt auch das nur wieder an meiner eingeschränkten Definition von Spaß.

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