Kappeln (Schleswig-Holstein): Bemerkenswertes zu den Heringstagen

Zufrieden blickt die Polizei auf den Verlauf der Heringstage. Das gute Wetter und die positive Grundstimmung hatten auch Auswirkungen auf das polizeiliche Einsatzgeschehen. Es wurden weniger Einsätze gefahren als noch vor einem Jahr. Das Konzept, so früh wie möglich auf die Besuchergruppen einzuwirken, die in den Vorjahren für Probleme sorgten, ist aufgegangen. Die Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Stadt Kappeln und dem Jugendzentrum funktionierte ausgezeichnet. Einen Stand für alkoholfreie Getränke im Südhafen aufzustellen war vor allem am Donnerstag ein Erfolg. Nicht nur, dass fast 1000 Cocktails ohne Alkohol ausgeschenkt wurden, auch der Eindruck, dass man ständig unter Aufsicht war, beruhigte die Gemüter bereits im Vorfeld. Der Donnerstag war erneut der „Haupttag“ für die Polizei. Mit Kontrollen bereits am Vormittag in den Anfahrtsbereichen Süderbrarup, Gelting und Damp war man präsent. So wurden zwei Treckergespanne stillgelegt, die den Verkehrsvorschriften nicht entsprachen. Zahlreiche Alkoholflaschen wurden sichergestellt, die von Minderjährigen mitgeführt wurden. Hier erfolgten auch Informationen an die Erziehungsberechtigten.

Erschreckend dennoch, dass an allen Tagen einige Minderjährige stark alkoholisiert angetroffen wurden. Zehn Jugendliche unter 16 wurden den Erziehungsberechtigten übergeben. Hier erfolgen Berichte auch an das Jugendamt. Die Eltern hatten nicht immer Verständnis für die Maßnahmen der Polizei, so drohte eine Mutter mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen einen Polizeibeamten, weil er sie um 1.30 Uhr aus dem Schlaf geweckt hatte, nur weil ihre 13-jährige Tochter noch im Stadtgebiet unterwegs war. Achtmal wurde ein Platzverbot ausgesprochen, da die Betreffenden durch Rangeleien und starken Alkoholgenuss aufgefallen waren. Ansonsten nimmt die Polizei noch Hinweise auf, wenn Bollerwagen, Gartenbänke oder Schiebkarren gefunden werden. Das sind Dinge, die über die Heringstage verschwanden und nicht wieder gefunden wurden.

Quelle: PM der PD Flensburg vom 06.06.2011

Na, da hoffe ich doch, dass das Jugendamt bei der Mutter ganz genau hinguckt. Nicht wegen der Dienstaufsichtsbeschwerde, sondern wegen der doch etwas eigenartigen Vorstellung von Verantwortung gegenüber dem Nachwuchs.

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