Cuxhaven / Wesermarsch (Niedersachsen) – Polizeiverlage sind keine Polizei

Gewerbetreibende bekommen schriftliche, telefonische oder persönliche Angebote von Verlagen, die den Begriff „Polizei“ im Namen, manchmal auch einen stilisierten Polizeistern im Briefkopf führen.

Mitarbeiter solcher Verlage erwecken durch ihre Selbstdarstellung und die Art der Verlagserzeugnisse den Eindruck, sie seien von der Polizei oder würden zumindest in polizeilichem Auftrag tätig. Dabei wird oft eine Förderung der Polizeiarbeit oder ein polizeiliches „Entgegenkommen“ gegenüber dem Inserenten angedeutet.

Tatsächlich haben solche Verlage generell nichts mit der Polizei zu tun. In vielen Bundesländern besteht sogar die Anweisung, Zeitschriften, Broschüren oder Plakate solcher Verlage keinesfalls in Polizeidienststellen zu vertreiben oder auszuhängen.

Für Werbung in derartigen Publikationen sollte man kein Geld ausgeben, zumal sie bei der Polizei eben nicht ausliegen. Meist wird nur eine Auflage gedruckt, die gerade Belegexemplare für die Inserenten und Werbeexemplare für die Akquisition neuer Aufträge umfasst.

Ein Unternehmen aus Nordenham hat die Polizei kürzlich auf ein irreführend aufgemachtes Formular hingewiesen, das dort per FAX von einer augenscheinlich spanischen Firma eingegangen war und den Eindruck erweckten sollte, zu einem sogenannten Polizeiverlag zu gehören.

Die Mitarbeiter der Nordenhamer Firma waren aufmerksam und unterschrieben nichts. „Richtig gehandelt“, lobt eine Sprecherin der Polizei.

TIPPS der polizeilichen Beratungsstelle:

„Polizeiverlage“ haben nichts mit der Polizei zu tun, sind nicht in polizeilichem Auftrag tätig

Angebote zur Werbung in Erzeugnissen von „Polizeiverlagen“ sehr kritisch prüfen – meist wirkungslos, kein Vertrieb über Polizeidienststellen

Zu Angeboten von „Polizeiverlagen“ fragen Sie bei den Polizeipressestellen oder bei den Polizeilichen Beratungsstellen nach.

Quelle: PM der PI Cuxhaven/Wesermarsch vom 19.07.2011

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