Köln (NRW): Täter nach versuchtem Mord im Jahre 1983 festgenommen

Fast 28 Jahre nach einem versuchten Mord in der Kölner Innenstadt hat die Polizei Köln einen Tatverdächtigen ermittelt und festgenommen. Der heute 68-jährige tunesische Staatsangehörige steht im dringenden Verdacht, versucht zu haben, im Jahr 1983 eine damals 17-jährige Frau in ihrer Wohnung im Mauritiusviertel zu vergewaltigen und zu töten.

Die Vorgeschichte:

Wenige Stunden vor der Tat am 3. September 1983 hatte der Mann in einer Kölner Diskothek die Handtasche mit Ausweis und Wohnungsschlüssel seines späteren Opfers gestohlen. Noch in der gleichen Nacht verschaffte er sich Zugang zur Wohnung der jungen Frau am Marsilstein, die bei ihrer Mutter wohnte. Hier traf er auf die in ihrem Zimmer schlafende 17-Jährige und versuchte, sie brutal zu vergewaltigen. Im weiteren Verlauf fesselte und knebelte er sein Opfer. Als sich die junge Frau noch gefesselt losreißen konnte, stach der Täter mehrfach mit dem Messer auf sie ein, bis die Klinge abbrach. Erst als die lebensgefährlich verletzte Geschädigte in das Schlafzimmer ihrer Mutter fliehen konnte, verließ der Täter fluchtartig die Wohnung.

Im November 2010 nahm das KK 11 der Kriminalpolizei Köln im Rahmen der systematisierten Bearbeitung von Altfällen die Ermittlungen der bis dahin ungeklärten Tat erneut auf. Mit den heute zur Verfügung stehenden modernsten naturwissenschaftlichen Methoden konnte bei der Untersuchung der noch vorhandenen Beweismittel, die nach der Tat am Tatort sichergestellt worden waren, ein Treffer in der DNA-Analysedatei erzielt werden. Der an mehreren Tatmitteln festgestellte sogenannte „genetische Fingerabdruck“ konnte dem in Köln lebenden Tunesier zugeordnet werden. Der 68-Jährige war in der Vergangenheit wegen verschiedener Eigentumsdelikte polizeilich in Erscheinung getreten.

Am gestrigen Dienstag (19. Juli) wurde der Beschuldigte in seiner Wohnung in Köln-Ehrenfeld widerstandslos festgenommen. Er macht zum Tatgeschehen keine Angaben und lässt sich anwaltlich vertreten.

Quelle: PM des PP Köln vom 20.07.2011

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