Lottorf – BAB 7 (Schleswig-Holstein): Beamte durch Gefahrgutladung verletzt

Donnerstagmorgen, gegen 09:30 Uhr, kontrollierten Beamte des Polizeiautobahnreviers Schleswig auf dem Rastplatz einen italienischen Sattelzug und stellten bei Überprüfung der als Gefahrgut gekennzeichneten Ladung fest, dass ein Fass eingedellt war und augenscheinlich eine Flüssigkeit dort leicht austrat.

Der Gefahrgutlöschzug der Feuerwehr wurde alarmiert. Die Straßenmeisterei sperrte den Rastplatz für die Dauer der Maßnahmen bis zum frühen Nachmittag.

Ein Spezialunternehmen barg von der Ladung 2 Paletten mit 200 Liter Kunststofffässern, von denen eines, wie beschrieben, beschädigt war und entsorgte diese fachgerecht.

In den Fässern befand sich nach Angaben des Auftraggebers Tetra-Hydro-Thiophen (THT). Die Substanz wird zur Auffindung von Gasverlust eingesetzt, ist nicht giftig aber brennbar und verursacht bei Inhalation Kopfschmerzen und Übelkeit.

Die Beamten und auch der Fahrer erlitten eben diese Beschwerden und wurden vorsorglich stationär im Krankenhaus aufgenommen, zwischenzeitlich aber wieder entlassen.

Die ausgetretene Substanz befand sich ausschließlich auf der Ladefläche und kam nicht mit Fahrbahn oder Boden in Kontakt.

Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen der gefahrgutrechtlichen Verstöße ein.

Quelle: PM der PD Flensburg vom 04.08.2011

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.