Urteil für Prügel gegen zwei Menschen, davon einer Polizist

„Zwei junge Männer aus Neustadt sind vorgestern vor dem Amtsgericht Pirna wegen gefährlicher Körperverletzung zu Geldstrafen von insgesamt 1.100 Euro verurteilt worden. Gemeinsam hatten sie in der Altmarkt-Galerie Dresden zunächst einen jungen Mann belästigt. Einer der Täter verletzte später einen Polizisten, der zu Hilfe kam.

Der Haupttäter, der bei der Bundeswehr eingesetzt ist, war vor der Tat in Afghanistan stationiert. Bei einem Einsatz hat der Neustädter seinen besten Freund verloren. Dieses Erlebnis hätte der heute 22-Jährige trotz psychiatrischer Behandlung nicht verarbeitet. Er leide unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Sein aggressives Verhalten sei ein Symptom dafür, sagte Richter Andreae.“

Quelle und mehr:

http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2829577

Ich möchte an dem Verhalten des Täters nichts entschuldigen oder beschönigen. Gewalt ist und bleibt aus meiner Sicht unentschuldbar. Aber dass PTBS-Opfer teilweise starke Aggressionen an den Tag legen ist nichts Neues.

Auch hier muss sich die Gesellschaft fragen lassen, wie sie mit jenen umgeht, die sich in Afghanistan ein PTBS zugezogen haben. Ganz besonders jene sollten sich das mal fragen lassen, die sich vor Mitleid kaum einkriegen, wenn ein Jugendlicher wegen seiner schlimmen Kindheit einen Menschen halb tot schlägt, aber bei einem Bundeswehrsoldaten nur lapidare Worte wie: „Ist er doch selbst schuld!“ übrig haben. Was Menschen im Einsatz, nicht nur in Afghanistan, erleben können, ist so knallhart, dass es selbst für die brutalsten und gleichgültigsten Eltern nur schwer ist, dieses Maß an Gewalt zu erreichen.

Wollte ich nur mal loswerden!

Allen Bundeswehrangehörigen mit PTBS wünsche ich an dieser Stelle gute Unterstützung und die Hilfe, die sie brauchen!

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