Polizeibeamter bei der Unfallaufnahme auf Magdeburger Ring schwer verletzt

Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall kam es bei einer Verkehrsunfallaufnahme durch die Polizei auf dem Magdeburger Ring, in Höhe der Auffahrt Salbker Chaussee, als ein 40-jähriger Polizeibeamter den Unfallort fotografisch dokumentieren wollte.

Zuvor war es dort am 27.08.2011, um 15.45 Uhr, zu einem Verkehrsunfall gekommen, den die Beamten aufnehmen wollten.

Ein herannahender Pkw-Führer bemerkte zu spät das Polizeifahrzeug, sowie den am Fahrbahnrand stehenden Polizeibeamten. Trotz Vollbremsung brachte dieser sein Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen und kollidierte mit dem Polizeibeamten.

Aufgrund seiner Verletzungen wurde der 40-jährige Polizist in das Universitätsklinikum Magdeburg verbracht, wo er mit diversen Brüchen stationär aufgenommen wurde. Lebensgefahr besteht nicht.

Gegen den 28-jährigen Fahrzeugführer aus Magdeburg, welcher selbst leichte Verletzungen davontrug, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Quelle: PM der PD Sachsen-Anhalt Nord vom 28.08.2011

Ich bin froh zu lesen, dass keine Lebensgefahr besteht. Dennoch wünsche ich dem Polizeibeamten Gute Besserung und baldige Genesung!

3 Kommentare
  1. Neumann sagte:

    Entsetzt sowas zu lesen.

    Einen verdammt großen Schutzengel hat er gehabt!!!

    Großer,gute Besserung.Wir sehen uns.
    Ich drück die Daumen das du wieder schnell auf die Beine kommst.
    LG

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  2. mgernhardt sagte:

    §1 StVO:
    (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
    (2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

    §3, Absatz 1, Satz 1 und 2 StVO:
    Der Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, daß er sein Fahrzeug ständig beherrscht. Er hat seine Geschwindigkeit insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie seinen persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen.

    Ein Fahrzeugführer hat folgerichtig seine Geschwindigkeit an die Straßenverhältnisse anzupassen und zwar so, dass er sein Fahrzeug beherrscht. Zum Beherrschen des Fahrzeuges gehört, dass man es zum Stehen bringen kann, ohne Menschen anzufahren. Beim Passieren einer Unfallstelle sind die Straßenverhältnisse anders als sonst.

    Zieht man also noch §1 der StVO hinzu, der ständige Vorsicht und auch Rücksicht verlangt, liegt wohl auf der Hand, weshalb hier ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet wird.

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