James Zadroga – ein Polizist und sein Einsatz an Ground Zero

Da ich den 11.9.2001 aus beruflichen und persönlichen Gründen sehr unmittelbar erlebt habe, treibt mir jeder Fernseh- und Zeitungsbericht darüber heute noch die Tränen in die Augen. Deswegen habe ich mich gestern im Rahmen meiner Blogs nur auf den wirklich sehr beeindruckenden Bericht eines Polizisten beschränkt, in dem er beschreibt, wie er diesen Tag erlebt hat und was nicht nur die Geschehnisse in New York bei ihm ausgelöst haben.

Eben weil ich 9/11 so bewusst erlebt habe, waren auch gestern die dummen Verschwörungstheorien, das Ganze habe gar nicht stattgefunden oder sei von den Amerikanern selbst von langer Hand geplant gewesen, für mich kaum zu ertragen. Die 3.000 Todesopfer haben von der Planung sicherlich nichts gewusst. Wird deren Todesangst davon weniger, wenn es tatsächlich geplant gewesen sein sollte (was ich persönlich für Schwachsinn halte)?

Am beschämendsten jedoch fand ich gewisse Kommentare auf Twitter, so im Stil von: „Wieso sind die Polizisten und Feuerwehrleute überhaupt freiwillig ins WTC hineingegangen?“

Ja, warum bloß?

Was ist das eigentlich für eine peinliche und dämliche Frage?

Vielleicht, weil man, wenn man diese Berufe ergreift, weiß, dass es mal ein bisschen wärmer werden könnte? Weil manche Menschen im Angesicht von Katastrophen über sich selbst hinauswachsen?

Die Angehörigen des New York Fire Department und des New York Police Departement verdienen Hochachtung für ihren damaligen Einsatz. Das waren Helden im besten Sinne, auch wenn das eine Vokabel ist, die mir nur schwer über die Lippen bzw. die Tastatur springt. Ihre Familien können stolz auf sie sein.

Stellvertretend für alle möchte ich hier auf die von Spiegel-Online veröffentlichte Geschichte von James Zadroga verlinken – einem New Yorker Polizisten, der 500 Stunden an Ground Zero gearbeitet hat, der teilweise mit bloßen Händen Schutt beiseite geräumt hat, um Menschen zu retten.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,785371-3,00.html

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