Willich (NRW): Zwei Männer heben Gullideckel aus – Streifenwagen beinahe verunglückt

Immer wieder muss sich die Polizei mit Straftaten beschäftigen, die einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr darstellen, weil Gullideckel ausgehoben werden. Die hierdurch entstehenden „Löcher“ in der Fahrbahn sind besonders bei Dunkelheit eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer. Am gestrigen Abend gelang es Beamten der Polizeiwache Willich Dank der Mithilfe couragierter Zeugen, zwei Tatverdächtige zu ermitteln. Die 20 und 29 Jahre alten Männer aus Viersen und Willich waren gegen 21:50 Uhr Anwohnern der Richard-Wagner-Straße aufgefallen, da sie einen Bierkasten gegen ein geparktes Auto geworfen haben sollten. Die Zeugen alarmierten die Polizei. Weitere Zeugen teilten mit, dass zwei Männer auf der Kreuzstraße Gullideckel ausheben würden. Bei der Fahndung nach den Verdächtigen, die sich in Richtung Brauereistraße entfernt hätten, gelang es dem Fahrer des Streifenwagens auf der Brauereistraße nur durch heftige Lenkbewegungen und eine Notbremsung, einen Unfall zu vermeiden. Bei Dunkelheit waren zwei auch auf der Brauereistraße ausgehobene Gullideckel und die offenliegenden Schächte erst sehr spät zu erkennen gewesen. Dank einer aufmerksamen Zeugin, die das Tatgeschehen beobachtet hatte und den Einsatzkräften eine gute Personenbeschreibung sowie den aktuellen Aufenthaltsort der Verdächtigen nennen konnte, konnten die Beamten die beiden Männer in einem Lebensmitteldiscounter auf der Brauereistraße festnehmen. Die beiden Männer standen offensichtlich unter Alkoholeinfluss und mussten mit zur Blutprobe. Die Ermittlungen dauern an. Das Ausheben von Gullideckeln ist kein „Streich, Spaß oder Kavaliersdelikt“, sondern eine Straftat, die Menschenleben gefährden kann.

Quelle: PM der KPB Viersen vom 27.09.2011

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