Eine Sonderermittlungsgruppe der Bundespolizeiinspektion Frankfurt/Main hat nach über einjähriger intensiver Ermittlungen über 50 Täter der Strafverfolgung zugeführt, die an den Ausschreitungen anlässlich des Fußballspiels Eintracht Frankfurt – 1.FC Kaiserslautern am 05.März 2011 beteiligt waren.

Die Ausschreitungen am 05.März 2011 waren die schwersten Ausschreitungen der vergangenen Jahre im Zusammenhang mit Fußballspielen der Frankfurter Eintracht. Aus diesem Grund hatte die Bundespolizeiinspektion Frankfurt/M. eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen Reflex“ – benannt nach dem Bistro „Reflex“ am Bahnhof Stadion -eingerichtet. Die aus sieben Ermittlungsbeamten bestehende Ermittlungsgruppe erhielt durch die am Einsatz beteiligten Polizeieinheiten insgesamt 74 Datenträger (DVD’s und Speicherkarten) mit Hinweisen auf Straftäter, die unter anderem mittels eines Gesichtserkennungssystem ausgewertet wurden. Insgesamt konnten im Rahmen der Ermittlungen 374 Personen als Tatverdächtige herausgefiltert werden. Hierbei galt es nun die Identität der Verdächtigen zu ermitteln. Personenbezogene Datensätze, die keinen Bezug zu Straftaten zuließen, wurden in Absprache mit der Staatsanwaltschaft nach den Ermittlungen gelöscht.

Aufgrund der intensiven Ermittlungen konnten 202 Straftaten angezeigt werden, die sich wie folgt zusammen setzen: -65- Landfriedensbrüche ,-61- Körperverletzungsdelikte, -39- Vermummungstatbestände, -10- Beleidigungen, -8- Widerstände gegen Vollstreckungsbeamte, -7- Sachbeschädigungen, -5- Strafbarer Umgang mit Pyrotechnik, -4- Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen, -1- Raub, -1- Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr, -1- Störung öffentlicher Betriebe

Beachtlich ist das Ergebnis der erfolgreichen Ermittlungen. So verhängte das Gericht gegen sechs Beschuldigte Bewährungsstrafen bis zu 11 Monaten. 22 Beschuldigte erhielten Strafbefehle mit einer Gesamtsumme von 50.000EUR. Bei 20 Beschuldigten wurde das Verfahren nach Zahlung einer Geldauflage oder nach dem Jugendgerichtsgesetz eingestellt. Nicht zuletzt konnten gegen 34 Personen Stadionverbote erwirkt werden.

Lichtbilder von bisher unbekannten Straftätern sind in den polizeilichen Fahndungssystemen gespeichert. Nach diesen Tätern wird weiterhin im Rahmen von Einsätzen bei Ligaspielen gefahndet.

Quelle: PM der BPOLD Koblenz vom 20.07.2012

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