Die Bundespolizei hat am Wochenende vom 30. November bis zum 2. Dezember 2012 aus Anlass des aktuellen Spieltages bundesweit ihre Maßnahmen auf erkannte Schwerpunkte konzentriert. Sie ist hierbei konsequent gegen Straftäter vorgegangen und hat Gewalttätigkeiten durch starke Präsenz bereits im Ansatz unterbunden. Dabei kamen auch zahlreiche Hubschrauber zum Einsatz.

Alleine am Freitag und am Samstag hat die Bundespolizei über 60 durch Fußballstörer begangene Straftaten feststellen müssen. Hierbei handelte es sich beispielsweise um Landfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, vor allem jedoch um Körperverletzung. Bislang konnten bereits über 30 Täter ermittelt werden. Durch Anwendung von über 1000 repressiven und präventiven Maßnahmen (z.B. Durchsuchungen, Platzverweise, Identitätsfeststellungen) haben die eingesetzten Beamten erheblich zu einer störungsfreien Fahrt der friedlichen Reisenden beigetragen.

Bildquelle: Bundespolizeipräsidium

Hierzu erklärt der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dr. Dieter Romann:

Pro Spieltagwochenende muss die Bundespolizei bis zu 3000 Polizistinnen und Polizisten einsetzen, um allein bei der An- und Abreise mit der Bahn zum Teil schwerste Straftaten, leider auch gegen meine Mitarbeiter, zu verhindern und zu verfolgen. Allen Fußballstörern muss klar sein: Wer provoziert, randaliert oder sich strafbar macht, sieht das Fußballspiel nicht. Wer den Betrieb der Bahn stört, geht zu Fuß weiter. Zum Schutz der friedlichen Fußballfans und unbeteiligten Reisenden wünsche ich mir für die Zukunft außerdem, dass gegenüber identifizierten Fußballstörern vermehrt bußbewährte Meldeauflagen erlassen werden. Wer sich während eines Spiels bei seiner örtlichen Polizeidienststelle melden muss, kann weder das Fußballspiel stören, noch Straftaten in diesem Zusammenhang begehen. Für den gelungenen, länderübergreifenden und konsequenten Einsatz gegen Fußballstörer am Wochenende danke ich allen daran beteiligten Kräften der Bundespolizei.“.

Bildquelle: Bundespolizeipräsidium

Hintergrund:

Die Bundespolizei stellte in ihrem Aufgabenbereich in der vergangenen Fußballsaison 2011/ 2012 mit 677 ermittelten Gewaltdelikten eine zunehmende Verrohungstendenz fest. Dies entsprach einem Anstieg von elf Prozent. Dieser Trend setzt sich in der aktuellen Saison fort. Körperliche Auseinandersetzungen zählen genauso zum Alltag wie Eigentums- und Sachbeschädigungsdelikte. Sogenannte „Fans“ einiger Vereine fallen dabei besonders auf. An jedem Wochenende sind bis zu 65.000 Fans in Zügen der DB AG unterwegs. Dabei ist nur ein sehr kleiner Teil den Randalierern zuzuordnen. Die Bundespolizei unterscheidet zwischen Fußballfans und Fußballstörern. Fußballfans und unbeteiligten Reisenden möchte die Bundespolizei eine störungsfreie Fahrt ermöglichen.

Quelle: PM des BPOLP Potsdam vom 02.12.2012

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