Oldenburg (NDS): Feuerwehr und Polizei weisen Vorwürfe zurück

Polizei und Feuerwehr weisen die teilweise in der Presse anlässlich eines PKW-Brandes am 29.12.2012 gegen 21:32 Uhr in Delmenhorst, Hasport, gegen die Kooperative Großleitstelle ( KGO) erhobenen Vorwürfe, die Einsatzkräfte seien aufgrund von Kommunikationsproblemen zu spät am Einsatzort gewesen, entschieden zurück.

Im vorliegenden Fall hatte ein Autofahrer gemeldet, dass sein PKW in Brand geraten sei. Der Autofahrer erklärte bei seinem Anruf unter 112 (Feuerwehr) auf die ausdrückliche Nachfrage des Feuerwehrdisponenten, ob er sich noch auf der A 28 befinde, zwei Mal, dass er die Ausfahrt Hasport Richtung TÜV rausgefahren sei. Daher habe der Disponent nachvollziehbar als Einsatzort zunächst den TÜV Delmenhorst vorgegeben.

Die nach dem ersten Notruf bei der Feuerwehr ebenfalls alarmierte Polizeistreife erreichte nach nur drei Minuten den ursprünglichen Einsatzort TÜV und ermittelte anschließend sofort den richtigen Einsatzort auf der Autobahn. Daraufhin wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr sofort auf die BAB umgeleitet und erreichten nach 11 Minuten den Brandort.

Kurz danach erreichten die KGO unter 110 (Polizei) weitere Notrufe, die den Autobrand ebenfalls meldeten. Wie oft bei Notrufen hatten die Anrufer Schwierigkeiten, den Ort exakt zu beschreiben. Hinzu kommt, dass es sich bei der Abfahrt Hasport um eine komplexe Verkehrssituation handelt, die die Beschreibung erschwerte.

Nach Überprüfung der Notrufe erklärten der Vorstand der Großleitstelle Oldenburger Land (GOL) und die Polizei, dass die Kommunikation zwischen Polizei und GOL in der KGO funktioniert hat und die Einsatzkräfte schnellstmöglich vor Ort waren.

Alle Notrufe würden aufgezeichnet. Das Abhören der Gespräche hätte jeden Zweifel hinsichtlich der Aussagen beseitigt. Die KGO könne grundsätzlich nur auf die telefonischen Aussagen reagieren. Wenn sich der Sachverhalt bei Eintreffen der Einsatzkräfte anders darstelle, wie in diesem Fall als zunächst gemeldet, dann sei das bedauerlich, aber nicht zu ändern, so kommentierte Geschäftsführer Hans Rüger den Vorfall. Dabei sei zu bedenken, dass dem Leitstellendisponenten für seine Entscheidung nur ein Zeitfenster von ca. 30 Sekunden bleibe und auch Anrufer in dieser Situation naturgemäß sehr aufgeregt seien.

Quelle: PM der PD Oldenburg vom 31.12.2012

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