Die etwa 60 Fans des SV Wehen Wiesbaden, welche am vergangenen Samstag, auf der Rückfahrt von Elversberg nach Wiesbaden, Beamte der Bundespolizei im Zug massiv angegriffen und dabei insgesamt fünf Beamte verletzten, müssen mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Seitens der Bundespolizei wurden inzwischen Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung gegen bislang fünf Jugendliche und heranwachsende Tatverdächtige aus dem Raum Wiesbaden eingeleitet.

Zum Hintergrund:

Auf der Rückfahrt vom Auswärtsspiel der 3. Liga des SV Wehen Wiesbaden im Saarland, gegen den Fußballverein SV Elversberg, hatte zunächst einer der Fußballanhänger damit begonnen die Beamten im Zug immer wieder massiv zu beschimpfen und zu beleidigen. Als daraufhin seine Personalien festgestellt wurden, eskalierte die Situation. Beim Versuch die Personalien von weiteren Fans festzustellen, flogen plötzlich Bierflaschen und andere Gegenstände. Dadurch wurde ein Beamter durch einen Flaschenwurf am Kopf und zwei weitere Beamte wurden durch Schläge und Tritte verletzt. Aus diesen Gründen musste der Zug im saarländischen Bahnhof Türkismühle zum Halten gebracht werden und der Zug wurde geräumt. Der am Kopf verletzte Beamte konnte mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden, um die Platzwunde ärztlich versorgen zu können. Die Anhänger des SV Wehen Wiesbaden warfen im Bahnhof jedoch weiter mit Bierdosen und Flaschen und attackierten die Beamten zusätzlich mit Schlägen und Tritten. Hierbei wurden ebenfalls zwei weitere Beamte der saarländischen Landespolizei verletzt. Als die „Fans“ vom Bahnsteig ins Gleis sprangen, um dort vermutlich weitere Wurfgeschosse zu sammeln, mussten der Bahnhof für den Zugverkehr gesperrt werden.

Erst als sich die Situation wieder beruhigt hatte und die Identitäten festgestellt waren, durften die Gruppe unter Begleitung einer Vielzahl von Einsatzkräften der Bundespolizei die Fahrt in Richtung Wiesbaden fortsetzen, wo sie ohne weitere Zwischenfälle gegen 22.15 Uhr eintrafen.

Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen und werden vermutlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Quelle: PM der BPOLD Koblenz vom 24.09.2013

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