BayernNach intern erhobenen Vorwürfen wegen eines im Raum stehenden Eigentumsdelikts wurde am gestrigen Dienstag, den 18.03.2014 im Rahmen der Dienstaufsicht bei einem Polizeibeamten der PI Augsburg Mitte der persönliche Spind in Augenschein genommen. Dabei wurde festgestellt, dass er mehrere Ausrüstungsgegenstände aus dem Polizeibestand dort gelagert hatte, was den Anfangsverdacht der Unterschlagung begründete.

Nach Rücksprache und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Augsburg wegen Gefahr
im Verzug, wurden dann zunächst alle ihm zugänglichen Schränke, Schubladen und Wertfächer durchsucht. Dabei kamen weitere Gegenstände zum Vorschein, unter anderem Munition in größerer Menge aus noch nicht geklärter Herkunft.

Daraufhin wurde im Einvernehmen mit dem Beamten dann auch seine Wohnung durchsucht. Hierbei wurden neben verschiedenen legal erworbenen Sammlerwaffen, für die auch die entsprechenden waffenrechtlichen Erlaubnisse vorhanden sind, weitere Munitionsbestände und andere Gegenstände, die möglicherweise dem Sprengstoffrecht unterliegen, aufgefunden.

Neben dieser Munition, die möglicherweise aus militärischen Altbeständen stammt, sind auch Leuchtspurgeschosse, Übungshandgranaten und zwei Kilogramm Schwarzpulver sowie offensichtlich selbstgebastelte Munitionskörper sichergestellt worden.

Inwieweit hier Verstöße nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz vorliegen, wird derzeit geprüft, ebenso wie die im Raum stehenden Verstöße nach dem Sprengstoffgesetz. Hierzu wurden interne Experten eingebunden, die den Sachverhalt abschließend beurteilen sollen.

Angesichts der in Rede stehenden Tatvorwürfe und in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft hat das neu gegründete Dezernat 13 des Bayerischen Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen.

Der bis dato im Streifendienst eingesetzte Beamte wurde vom Polizeipräsidium Schwaben Nord bis zur Klärung der im Raum stehenden Vorwürfe von seinen Dienstgeschäften entbunden.

Quelle: PM des PP Schwaben Nord vom 19.03.2014

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.