München – Dachau – Pfaffenhofen (Bayern): Drei weitere Verurteilungen wegen Vorfällen im „Fußball-Fanzug“ vom 14. Februar 2014

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Bereits fünf Urteile gesprochen

Nachdem das Amts-gericht Pfaffenhofen (24 Js 5364/14) bereits eine Haftstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung gegen einen 23-Jährigen verhängt hatte und ein 21-Jähriger vom Amtsgericht Dachau (1 Cs 14 Js 11882/14) zu einer Geldstrafe von 1.350 Euro verurteilt worden war (siehe Pressemitteilung Nr. 157 vom 02.07.14), gibt es nunmehr drei weitere Urteile gegen Fußballfans. Insgesamt 14 Personen waren von der Bundespolizei nach gewalttätigen Ausschreitungen im Anschluss der Auswärtspartie der „Löwen“ in Ingolstadt am 14. Februar wegen Landfriedensbruch, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung beanzeigt worden.

In einem Fall wurde am 10. Juli vom Amtsgericht München (265 Js 23445/14) ein 29-Jähriger aus Unterschleißheim zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe, die zur dreijährigen Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt. Zudem verhängte das Gericht wegen des wiederholten Landfriedensbruchs ein für alle Lizenzligen gültiges dreijähriges Stadionverbot. Das Gericht betrachtete, nachdem der Angeklagte im Juli 2013, ebenfalls wegen Landfriedensbruch, zu 3.600 Euro Geldstrafe verurteilt worden war, die Freiheitsstrafe als erforderlich an. Die Vorsitzende der Strafkammer folgte damit dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft, die u.a. argumentiert hatte, „dass wegen der aktuell herrschenden Randale im Fußball Zeichen gesetzt werden sollen, die den Randalieren klare Grenzen aufzeigen“.

Im zweiten Fall urteilte erneut das Amtsgericht Dachau (5 Cs 24 Js 12458/14) aufgrund eines Vorfalles im Zug beim Halt in Petershausen. Ein 21-Jähriger aus Lindenberg im Allgäu hatte zusammen mit zwei anderen jungen Männern einen Dokumentations- und Beweissicherungstrupp der Bundespolizei daran gehindert, Straftaten per Videoaufzeichnung aufzuzeichnen. Die drei stellten sich den Uniformierten, die aufgrund der Gewalttätigkeiten in und am Zug den Standort wechselten, in den Weg. Das Gericht verurteilte den Allgäuer wegen Widerstand in drei tateinheitlichen Fällen zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro.

Im bislang fünften Fall, der vor Gericht verhandelt wurde, erhielt eine 49-Jährige aus Laim eine Geldstrafe von 600 Euro. Das Amtsgericht Ingolstadt (7 Cs 23 Js 3701/14) verurteilte die Frau wegen Beleidigung eines Polizeibeamten.

Nachdem die Bundespolizeiinspektion München noch am Sonntag, den 16. Februar, das „Ermittlungsverfahren Petershausen“ initiiert hatte, und mit einer Sonderermittlungs-gruppe auf die Vorfälle reagierte, hatten anschließend – nach Abgabe der Strafanzeigen – auch die Staatsanwaltschaften Ingolstadt, München I und II sowie die Amtsgerichte in Ingolstadt, Dachau, Pfaffenhofen und Ingolstadt äußerst zügig reagiert und sehr schnell Anklage erhoben sowie mittlerweile auch bereits fünf Urteile gefällt.

PM der BPOLI München vom 25.07.2014

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