Schwyz

Symbolfoto

Am frühen Morgen des 12. September 2012 kam es nach einer polizeilichen Anhaltung von zwei Einbrechern auf der Ibergereggstrasse in Rickenbach/SZ zu einem Schusswaffeneinsatz durch einen Mitarbeiter der Kantonspolizei Schwyz mit Todesfolge.

Das kantonale Strafgericht verurteilte den Polizisten am 14. April 2014 wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung. Es erachtete die eigentliche Schussabgabe als gerechtfertigt (Putativnotwehr), wobei die Situation bei pflichtgemässer Vorsicht hätte vermieden werden können. Das Kantonsgericht hat mit Urteil vom 20. Januar 2015 diese Verurteilung bestätigt. Die bedingte Freiheitsstrafe wurde von 15 auf 24 Monate erhöht. Das Urteil ist inzwischen in Rechtskraft erwachsen.

Das Polizeikommando Schwyz leitete gegen den Polizisten ordentlicherweise eine Administrativuntersuchung ein. Nachdem das Urteil gegen den Polizisten rechtskräftig geworden ist, konnte nun auch diese abgeschlossen werden. Sie kommt zum Schluss, dass beim Einsatz keine Dienstpflichtverletzungen auszumachen sind, welche über das Strafurteil hinausgehen. Der Polizist verbleibt weiterhin im rückwärtigen Dienst der Kantonspolizei Schwyz.

PM der Kantonspolizei Schwyz vom 02.06.2015

2 Kommentare
  1. Siggi sagte:

    Ich persönlich finde, dass mir der Einbrecher überhaupt nicht leid tut und der Polizist vor Gericht gestellt wurde eine Frechheit

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    • mgernhardt sagte:

      Ich persönlich bin sehr froh, dass die Polizei in westlichen Demokratien nicht wilde Sau spielen darf und dass Schusswaffengebräuche untersucht werden. Wäre es anders, gäbe es den Verein Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. nicht und ich wäre nicht seine Vorsitzende.

      Last but not least darf man nicht vergessen, dass ein juristisches Verfahren für den Polizeibeamten selbst durchaus eine Hilfe dabei sein kann, mit seinem Schusswaffengebrauch fertig zu werden. Das ist nämlich für die wenigsten Polizisten ein Spaziergang…

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