Bei der gesetzlich vorgeschriebenen Passkontrolle sollte man die Fragen der Beamten beantworten. Beleidigungen können teuer werden. (Bildquelle: Bundespolizei)

Dass man auch und gerade im Ausland mit wüsten Beschimpfungen vorsichtig sein sollte, bekam jetzt eine Amerikanerin zu spüren. Bei Ihrer Einreise nach Deutschland beleidigte sie einen Bundespolizisten auf das Übelste. Das Amtsgericht schickte ihr jetzt die Quittung für ihre verbale Entgleisung in Form eines Strafbefehls.

Anfang November 2016 wollte eine 55-jährige US-Amerikanerin über den Flughafen München Richtung Ungarn reisen. Bei der Einreisekontrolle war die Dame schon sehr ungeduldig und äußerte, noch bevor der kontrollierende Beamte irgendetwas fragen konnte, den Wunsch, er möge sich doch beeilen, sonst verpasse sie ihren Flug. Unmittelbar danach beschwerte sich die Frau dann noch darüber, warum der daneben sitzende Kollege in der EU-Spur die Passagiere schneller abfertigte. Der eingesetzte Polizeibeamte versuchte, der Reisenden noch den Unterschied zwischen den Kontrollmodalitäten bei EU-Bürgern und Nicht-EU-Bürgern zu erklären, welches die Dame nur umso gereizter zur Kenntnis nahm. Nachdem die gesetzlich vorgeschriebene Einreisebefragung beendet war, stempelte der Beamte noch den Pass und gab ihn der Amerikanerin zurück. Beim Weggehen betitelte sie dann den Bundespolizisten gut hörbar und vor Zeugen als „you piece of shit“. Es folgte, was folgen musste: eine Anzeige wegen Beleidigung. Im März erließ das Amtsgericht Erding den Strafbefehl gegen die Frau mit 30 Tagessätzen à 40 Euro. Somit wird der verbale Ausfall gegen den Polizeibeamten mit 1.200 Euro plus Kosten und Auslagen des Verfahrens ein teures Andenken an den Besuch in Deutschland. Sollte die „Dame“ dem Strafbefehl nicht Folge leisten, ergeht ein Haftbefehl, der ihr dann bei der nächsten Einreise mit der Wahlmöglichkeit bezahlen oder Gefängnis präsentiert wird.

PM der BPOLI München Flughafen vom 05.04.2017

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