Das im Juni 2017 initiierte Intensivtäterkonzept der Düsseldorfer Polizei zeigt erste spürbare Erfolge. Zuletzt wurde bereits der dritte Intensivtäter abgeschoben.

Das im letzten Jahr eingeführte Konzept hat zum Ziel, die Anzahl der Intensivtäter in Düsseldorf sowie der durch diese begangenen Straftaten wirksam und nachhaltig zu senken. Vorangegangen waren Analysen und Auswertungen, wonach circa drei Prozent der ermittelten Tatverdächtigen rund 25 Prozent der bekannt gewordenen Straftaten begehen. Dies bedeutet, dass die Polizei bei ihrer täglichen Arbeit regelmäßig mit den gleichen Personen konfrontiert wird. Die Beamtinnen und Beamten des Kommissariats 33 richten ihre Ermittlungen daher stets täterorientiert aus. Auf staatsanwaltschaftlicher Seite wurde eigens eine entsprechende Fachabteilung gebildet und auch beim Ausländeramt der Stadt gibt es spezielle Ansprechpartner. Anhand bestimmter Faktoren (Anzahl und Schwere der begangenen Straftaten) wird nun eine Liste mit Priorisierungen geführt und dadurch eine zielgerichtete und qualifizierte Sachbearbeitung gewährleistet.

Parallel dazu finden bei nichtdeutschen Tatverdächtigen intensive Beratungen mit dem Ausländeramt der Stadt Düsseldorf statt, um die Möglichkeit einer Aufenthaltsbeendigung zu prüfen. Im Rahmen dieser sogenannten Fallkonferenzen konnten bislang bei drei Intensivtätern Abschiebemaßnahmen wirksam durchgesetzt werden, weitere werden geprüft.

Bereits Ende November 2017 wurde ein 31-Jähriger nach Nordafrika abgeschoben. Er wurde aufgrund von circa 20 Straftaten in den Bereichen Diebstahl, Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetzt in die Intensivtäterliste aufgenommen. Er war unter verschiedenen Personalien in Deutschland bekannt.

Mitte Januar 2018 erfolgte die Abschiebung eines 24 Jahre alten Nordafrikaners. Dieser war in die Intensivtäterliste aufgenommen worden, nachdem er innerhalb der letzten zwölf Monate durch mehr als 40 Straftaten aufgefallen war. Dazu zählten Körperverletzungsdelikte, Ladendiebstähle, Drogendelikte sowie Erpressung und Widerstandshandlungen.

Vor einigen Tagen konnte ein 29-Jähriger erfolgreich nach Nordafrika abgeschoben werden. Drogendelikte, Taschendiebstahl und Hehlerei in rund zehn Fällen führten zu seiner Aufnahme in das Strafverfolgungskonzept. Im Rahmen der Ermittlungen konnte ihm die Nutzung von drei Aliaspersonalien nachgewiesen werden.

PM des PP Düsseldorf vom 21.02.2018

1 Antwort
  1. friederike sagte:

    Das ist doch einmal eine beruhigende Information für die Bürger. Ich begleite Flüchtlinge, die sich anständig und integrationswillig erweisen, aber unter dem schlechten Ruf der Kriminellen leiden.

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