Der Minfelder Gemeinderat Michael Gebhardt (FWG) hat sich gegenüber dem Pfalz-Express zu dem Geschehen bei den Demonstrationen am 24. März in Kandel geäußert.“

Online-Artikel, 15.04.2018
https://www.pfalz-express.de/minfelder-gemeinderat-gebhardt-im-polizeikessel-in-kandel-haette-mir-mehr-gesunden-menschenverstand-gewuenscht/

 

Grundsätzlich legen wir ja Wert darauf, dass Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. kein Polizeiverherrlichungsverein ist. Wir mögen unsere Polizei, weil man sie kritisieren darf.

Wenn bei Kritik allerdings das Gefühl aufkommt, dass hier der Effekt genutzt werden soll, dass man mit Kritik an der Polizei mit nahezu 100%iger Sicherheit in die Zeitung kommt, dann kritisieren wir auch mal die Kritik.

Nun waren wir nicht dabei und können deshalb nicht beurteilen, was nun genau in dieser Situation vorgefallen ist.

Zwei Sätze können wir allerdings genauer unter die Lupe nehmen.

Zitat 1: „Ich hatte den Eindruck, dass in dieser Situation die größte Gefahr von der Polizei ausging. Das war ein seltsames Gefühl.“
Das ist eine äußerst subjektive Einschätzung. Kann man abgeben, dann muss man sich halt fragen lassen, ob die vorgetragenen Sachargumente nicht unter diesem subjektiven Eindruck verfärbt sind – denn dass die größte Gefahr ausgerechnet von der Polizei ausgehen soll, ist aus unserer Sicht hanebüchen und tendenziös.

Zitat 2: „Dennoch seien Kundgebungsteilnehmer „der anderen Seite“ von der Polizei „recht human und ohne große Ausrüstung“ zum Zug begleitet worden. Das habe ihn befremdet, so Gebhardt.
Er wünscht sich von der Polizei, dass diese künftig anders vorgeht.“
Nun ja, ich vermute mal, „die andere Seite“ ist eben nicht auf die Polizei losgegangen und hat keine Gewalt gegen Polizisten verübt. Dann gibt es auch keinen Grund, Schutzausrüstung anzulegen und „inhuman“ zu sein. Auch, wenn „die andere Seite“ möglicherweise unsympathisches Gedankengut vertritt.
Wenn man sich die deutsche Geschichte ansieht, dann ist es verdammt gut so, dass rechtsstaatliche Grundsätze nicht nur nach Sympathie zugestanden werden.

Alles in allem wäre es auch wünschenswert gewesen, die insgesamt acht verletzten Polizeibeamten an diesem 24.3. zu erwähnen und gute Besserung zu wünschen. Dann käme der ganze Rest vielleicht etwas neutraler rüber…

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