Am 19.06.2019, gegen 18:45 Uhr, ging eine 54-jährige Frau im Bereich der Wehranlage an der Wellenburger Straße zum Baden in die Wertach. Die Frau hatte zwar wegen der noch geringen Wassertemperaturen einen Neoprenanzug an, unterschätzte jedoch die Strömung der Wertach und wurde durch die offenen Schleuse durch das Wehr gezogen. Unterhalb des Wehrs konnte sich die 54-Jährige mittig im sog. Fabrikkanal an einem Betonvorsprung festhalten. Ein 82-jähriger Anwohner wurde auf die gefährliche Situation aufmerksam und versuchte der erschöpften Frau einen Gartenschlauch zuzuwerfen, um diese ans Ufer ziehen zu können. Als dies misslang entschied sich ein zufällig vorbeikommender 21-jähriger Jogger der Frau zu Hilfe zu kommen. Er nahm den Gartenschlauch, wartete eine günstige Strömung ab und sprang in den an dieser Stelle reißenden Fabrikkanal. Dabei zog er den Gartenschlauch mit sich und band diesen um den Oberkörper der Verunfallten. Dem 21-Jährigen gelang es die Frau festzuhalten und mit Unterstützung des 82-Jährigen am Gartenschlauch zurück an das Ostufer des Fabrikkanals zu ziehen. Der Rettungsdienst brachte die äußerlich unverletzte aber völlig erschöpfte Frau vorsorglich in die Uniklinik Augsburg.
Laut Einschätzung der Wasserrettungskräfte war die selbstlose Rettung der 54-Jährigen nur aufgrund der offenstehenden Schleuse möglich. Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätte sie die starke Strömung unter Wasser gegen das Wehr gedrückt. Eine Rettung wäre in diesem Fall auch nicht durch professionelle Rettungskräfte möglich gewesen.

PM des PP Schwaben Nord vom 21.06.2019

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