Nach dem grundlosen und brutalen Angriff auf einen Polizeibeamten im Rahmen des DFB-Pokalspiels Atlas Delmenhorst gegen Werder Bremen (siehe PM 0506) hat die Polizei Bremen nun eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Die Ermittlungsgruppe setzt sich aus erfahrenen Ermittlern der Kriminalpolizei sowie szenekundigen Beamten zusammen, über fundierte Kenntnisse über die Struktur und Zusammensetzung der Ultra-Gruppierungen verfügen.

Innensenator Ulrich Mäurer betonte die Hinterlistigkeit dieses Angriffs: „Die Pyrotechnik mit ihren gesundheitsschädlichen Rauchgasen ist eine Zumutung für die Zuschauer. Wenn dann noch anschließend Bremer Ultras Polizeibeamte mit Steinen bewerfen, mit Stangen attackieren und einem der Beamten gegen den Kopf treten, kann einem jede Freude an einer schönen Fußballbegegnung vergehen. Wir werden alles tun, um diese feigen Täter zu ermitteln.“

„Feige, grundlos und hinterhältig.“ So bezeichnet Polizeivizepräsident Dirk Fasse die Geschehnisse nach dem Pokalspiel.
„Polizisten riskieren regelmäßig ihre Gesundheit für den Schutz anderer. Dass skrupellose Gewalttäter nun auf diese Art und Weise ihren Hass gegen den Staat und die Polizei auslassen und dabei u.a. einen Familienvater massiv angreifen, macht mich sprachlos. Es werden konsequente Ermittlungen erfolgen.“

Während der Fußballbegegnung brannten Fans im Werder-Block diverse Pyrotechnik ab. Nach dem Spiel, bei der Begleitung von Bremer Ultras, trat eine Person aus der Gruppe der Ultras einem Polizeibeamten von dem Dach eines Autos aus mit voller Wucht gegen den Kopf. Als der Angreifer festgenommen werden sollte solidarisierte sich der Rest der Gruppe mit dem Gewalttäter und griff nun auch die anderen Polizisten an. Dabei bewarfen sie die Beamten mit Pflastersteinen und griffen sie mit Stangen und weiteren Gegenständen an. Zwei Polizisten wurden durch Pflastersteine, ein weiterer Beamter durch Schläge verletzt.
Sie konnten ihren Dienst zunächst fortsetzen. Der Polizist, gegen dessen Kopf getreten wurde, war zunächst benommen am Boden liegen geblieben. Er wurde durch einen Rettungswagen erstversorgt und war nicht mehr dienstfähig.

Die Polizei Bremen wird nun konsequente und intensive Ermittlungen führen. Zeugen und alle, die Hinweise auf die Täter geben können, werden erneut gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0421 362-3888 zu melden.

Nach den Ausschreitungen konnten im Bereich der Braunschweiger Straße diverse beschädigte PKW festgestellt werden. Geschädigte und Zeugen dieser Taten werden ebenfalls gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter o.g. Rufnummer zu melden.

PM der POL Bremen vom 11.08.2019

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