Die Dortmunder Polizei setzt ab dem 1. September 2019 ein neu entwickeltes Maßnahmenkonzept zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie der Herstellung und die Verbreitung von Kinderpornographie um. Damit setzt sie die Linie des nordrheinwestfälischen Innenministers Herbert Reul, der dieses Thema zum Wohle unserer Kinder zu einem kriminalstrategischen und kriminalpolitischen Schwerpunkt gemacht hat, unmittelbar um. Bereits zum 1. August hatte das PP Dortmund das neue Konzept dem Innenministerium vorgelegt und Zustimmung für den Start zum 1.September erhalten. „Strafverfahren, bei denen es gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Kindern geht, dulden keinen Aufschub.
Auch in der Vergangenheit hat das Fachkommissariat für Sexualstraftaten hier eine klare und deutliche Priorität in diesem Bereich gesetzt.“, so der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange.

Bereits in der Vergangenheit arbeiteten die motivierten und speziell fortgebildeten Ermittler auf Hochtouren daran, Durchsuchungsbeschlüsse zügig zu vollstrecken und die umfangreichen Datenmengen aus dem Bereich Kinderpornographie zeitnah auszuwerten.
Teilweise konnte dies nur durch Personalverlagerungen und unter Einsatz vieler Überstunden gewährleistet werden. Um die Ermittlungsverfahren im Bereich der Sachbearbeitung von Kinder-/Jugendpornografie noch effizienter und schneller bearbeiten zu können, setzt die Dortmunder Polizei ab dem 1. September weitere Polizeibeamte und Regierungsbeschäftigte fest in dem zuständigen Kommissariat ein. Das Kommissariat ist mit einer erheblichen personellen Verstärkung ausgestattet worden. „Die Sachbearbeiter, die in diesem Bereich dauerhaft eingesetzt werden, müssen mit besonderen Belastungen umgehen können und gleichzeitig hohes Engagement mitbringen“, so Polizeipräsident Gregor Lange. Der Leiter der Direktion Kriminalität, LKD Walter Kemper, ergänzt: „Die neu zu besetzenden Stellen wurden behördenweit ausgeschrieben, die Interessenten nach einem hohen Maßstab ausgewählt. Schließlich gilt es, potentiellen Opfern ein Höchstmaß an kriminalistischer Kompetenz gepaart mit sozialem und menschlichem Einfühlungsvermögen entgegenzubringen.“ Sichergestellte Datenmengen befinden sich nicht selten im Terrabyte-Bereich. Dabei gilt es, diese Datenmengen hinsichtlich ihrer Strafbarkeit zu sichten und zu bewerten sowie fragliche Inhalte für das Strafverfahren zu sichern. Für diese Sicherung hat das PP Dortmund ebenfalls weitere Regierungsbeschäftigte eingestellt – die Ausschreibung richtete sich gezielt an IT-Fachkräfte. Zum anderen können Datenmengen zur Auswertung auch an eine externe Firma gegeben werden.

Der Dortmunder Polizeipräsident macht deutlich: „Zum Schutz der betroffenen Kinder wollen wir noch schneller und effizienter gegen die Urheber und Verteiler von kinderpornografischem Material vorgehen. Mit unserem Maßnahmenkonzept sind wir dabei auf einem sehr guten Weg!“

PM der POL Dortmund vom 03.09.2019

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.