Am Donnerstag (13. Februar) ist eine Frau am Ortsrand von Kiefersfelden gegen 1.30 Uhr auf Beamte der Bundespolizei mit einem ungewöhnlichen Anliegen zugekommen. Sie fragte nach, ob ihr die Beamten nicht bei ihrer Reise nach Afrika helfen könnten, denn dort wolle sie sich einem Kannibalenstamm anschließen.

Mit einer solchen Bitte hatten die Bundespolizisten, die auf der Staatsstraße zwischen Kufstein und Kiefersfelden gerade Grenzkontrollen durchführten, nicht gerechnet. Die angesprochenen Beamten gingen sofort davon aus, dass sich die österreichische Staatsangehörige, die mitten in der Nacht ohne Winterbekleidung zu Fuß unterwegs war, in einem psychischen Ausnahmezustand befinden müsse. Eine Überprüfung ihrer Personalien bestätigte diese Annahme: Laut Auskunft der Polizeidienststelle in Kufstein war die orientierungslose 24-Jährige als vermisst gemeldet. Sie hatte sich selbstständig aus einer Klinik in Niederösterreich, in der sie in Behandlung war, entfernt. Offenbar war sie dann als Anhalterin unterwegs. Auch in Deutschland wurde die Frau gesucht. Laut Polizeicomputer war die Staatsanwaltschaft in Freiburg (Breisgau) wegen eines laufenden Betäubungsmittel-Verfahrens am Aufenthaltsort der Österreicherin interessiert. Da sie bei den Bundespolizisten einen äußerst verwirrten Eindruck erweckte, nahmen die Beamten die Hilfsbedürftige in Gewahrsam und veranlassten sogleich ihre Einlieferung in eine Klinik im Landkreis Rosenheim.

PM der BPOLI Rosenheim vom 13.02.2020

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