Einen schlechten Scherz leistete sich am Mittwoch ein 35-jähriger Deutscher in der Regionalbahn von Bullay nach Cochem. Erst hinterfragte er eine Fahrscheinkontrolle – er selbst hatte keinen – dann äußerte er mehrmals, er sei mit dem „Corona-Virus“ infiziert und auf dem Weg zu einer Schnelltest-Einrichtung.

Während der sofort eingeleiteten Maßnahmen – Verständigung Rettungswagen,
Bundes- und Landespolizei – beleidigte er den besorgten Zugbegleiter mit unflätigen Worten. Nach Ankunft des Zuges im Bahnhof Cochem wurden die Türen des Zuges zum Schutz der Reisenden bis zum Eintreffen der verständigten Kräfte für ca. 5-10 Minuten verschlossen. Diese Zeit nutze der uneinsichtige Mann, um über den Notruf die Meldung „er werde gegen seinen Willen im Zug festgehalten“
abzusetzen.

Schließlich äußerte er gegenüber der Streife der PI Cochem: „Es sei nur ein Scherz gewesen, er wäre gar nicht mit dem Corona-Virus infiziert.“

Durch dieses verantwortungslose und nicht zu rechtfertigende Verhalten in der dieser ohnehin schon schwierigen Zeit, wurden Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei sowie Rettungskräfte unnötig gebunden. Reisende mussten unverschuldet Wartezeiten in Kauf nehmen; der Deutschen Bahn entstand ein erheblicher finanzieller Schaden durch Verspätung und Ausfall von Zügen.

Die Bundespolizei Trier hat ein Strafverfahren wegen Missbrauch von Notrufen, Beleidigung und Erschleichen von Leistungen eingeleitet. Neben den strafrechtlichen Folgen muss der Mann mit Schadensersatzforderungen der Deutschen Bahn rechnen.

PM der BPOLI Trier vom 20.02.2020

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