Fachberater*innen des Polizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Trier sind am morgigen Dienstag, den 28. Juli 2020, in der Zeit von 10 bis 15 Uhr, in mehreren Orten in der Prümer Eifel unterwegs.

Die uniformierten Polizeibeamt*innen gehen unter anderem durch Wohngebiete in Prüm, Olzheim, Bleialf und Schönecken und suchen gezielt Kontakt zu den Menschen, die dort wohnen.

In den Gesprächen möchten sie die Bewohner animieren, aktiv in Kontakt mit ihrer Polizei zu treten. Die Beamt*innen fragen zu konkreten Feststellungen im Zusammenhang vergangenen Einbrüchen, klären über Vorgehensweisen von Einbrechern und über guten Einbruchschutz auf. Hierzu stellen sie auch das kostenlose Beratungsangebot zum effektiven und zertifizierten Einbruchschutz für Hausbesitzer aber auch für zukünftige Häuslebauer vor.

An Häusern, an denen sie keine Bewohner antreffen, jedoch eklatante Einbruchsvereinfacher – wie gekippte Fenster oder offene Garagen – feststellen, hinterlassen die Polizist*innen entsprechende Nachrichten und Präventionshinweise.

Mehr zum Thema gibt es hier: www.Einbruchschutz-rlp.de

Ein weiterer Schwerpunkt der Präventionskampagne liegt in der Aufklärung über den sogenannten Call-Center-Betrug (CCB). Bei dieser zuletzt vermehrt auftretenden Masche rufen kommunikativ sehr versierte Betrüger potentielle Opfer, meist ältere Menschen, an und beschreiben verschiedene Lebenssachverhalte, um an das hart ersparte Geld der Leute zu gelangen. Die Täter sitzen dabei meist in Call-Centern im Ausland und rufen bundesweit wahllos Menschen an. Leider kommen sie viel zu oft an ihr Ziel und gelangen an das Ersparte.

Die häufigsten Legenden sind folgende, wobei der Einfallsreichtum der Täter unerschöpflich scheint:

Variante 1: Die Enkeltrickbetrüger. Sie gaben sich als Enkel, Nichte, Neffe oder Patenkind aus und täuschten vor, sich in einer dringenden finanziellen Notlage zu befinden. Oft wird ein schöner Anlass, wie ein Haus- oder Autokauf, vorgegaukelt. Da sie selbst verhindert seien, würden sie einen guten Freund zur Abholung des Geldes schicken.

Variante 2: Ein „falscher Polizeibeamter“ ruft die Opfer an und schildert, dass ihre Vermögenswerte nicht mehr sicher sind, da z.B. Einbrecherbanden unterwegs zu ihnen seien. Auch wird ihnen suggeriert, dass ihr Geld auch auf der Bank nicht völlig sicher ist und sie es sich dort auszahlen lassen sollen.

Anschließend würde ein Polizist vorbeikommen, das Geld auf Echtheit prüfen und es sicher in Verwahrung nehmen.

Variante 3: Gewinnversprechen – Opfer werden von einem angeblichen Mitarbeiter einer Lotterie bzw. im Auftrag eines Notars angerufen und zum Gewinn eines hohen Geldbetrages beglückwünscht. Es wird versucht, die Gesprächspartner zur Zahlung einer Bearbeitungsgebühr zu bewegen, damit die um ein Vielfaches höhere Gewinnsumme ausgezahlt werden kann.

Variante 4: Der perfide Schockanrufer suggeriert seinem Gesprächspartner, dass ein geliebtes Familienmitglied einen Schaden verursacht habe, im Ausland schwer erkrankt sei oder sich selbst verletzt hätte und nun durch die Zahlung eines hohen Geldbetrags die Behandlung sicherstellen oder eine Bestrafung abgewendet muss.

Weitere Informationen zum Thema CCB finden Sie hier: https://s.rlp.de/mNdkn

Sprechen Sie uns an – wir sind Ihre Polizei!

PM des PP Trier vom 27.07.2020

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.