Nur sehr wenige Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung, fehlende Masken am Rheinufer und ein großes Bedürfnis zur Aufklärung bei den Bürgern, beschäftigte die Mainzer Polizei am Osterwochenende.

Seit dem Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkung in der Nacht zu Gründonnerstag, stellte die Mainzer Polizei bislang nur sehr wenige Verstöße (max. 20) dagegen fest. Die Mainzerinnen und Mainzer halten sich offensichtlich nahezu ausnahmslos an die Vorgaben. Bei einer länger andauernden Überwachung des Verkehrs auf der Theodor-Heuss-Brücke, in der Nacht auf Ostersonntag, sind über 50 Personen kontrolliert worden. Mit Ausnahme von fünf Personen aus Hessen, die in zwei PKW spazieren fuhren, galt für alle anderen jeweils ein triftiger Grund, welcher eine Ausnahme von der Ausgangsbeschränkung erlaubt. Zumeist handelte es sich um berufstätige, Schichtdienst leistende Personen. Teilweise führten sie Bescheinigungen des Arbeitgebers mit sich. Dieses Ergebnis zeigte sich auch bei allen anderen Einzelkontrollen.

Tagsüber waren trotz der kühlen Witterung zahlreiche Menschen in den Naherholungsbereichen, wie Parks, Plätzen und am Rheinufer unterwegs. Die Anzahl erreichte aber niemals die hohen Zahlen aus den zuletzt sommerlichen Tagen im März. Dennoch stellte die Polizei in enger Zusammenarbeit mit dem Rechts- und Ordnungsamt (ROA) der Stadt Mainz, einzelne Verstöße gegen Abstandsregeln, Gruppengrößen sowie Alkoholverbot fest. Die Erfassung erfolgte hierbei jeweils durch das ROA. Insbesondere am Rheinufer wurden Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt und bei gemeinsamen Streifen der Polizei mit Einsatzkräften des ROA auch geahndet.

Durch die Polizistinnen und Polizisten wurde bei diesen Einsatzmaßnahmen jedoch auch ein größerer Aufklärungsbedarf bei den Menschen festgestellt. Was gilt wann und wo, ist für Viele nicht immer ersichtlich und nachvollziehbar. Das liegt zum einen möglicherweise daran, dass mindestens 12 Plakate zur Maskenpflicht am Rheinufer in der Nacht auf Sonntag beschädigt oder entfernt wurden und zum anderen durch eine eingeschränkte Mediennutzung oder Sprachbarrieren die Verordnungen nicht jede Person erreichen.

Die Gespräche zur Erläuterung der Regelungen führen durchweg zu einem Rückgang der zum Teil deutlichen Verunsicherung und tragen regelmäßig zu einer Akzeptanz dieser bei.

Wie groß der Aufklärungsbedarf zum Teil ist, zeigt sich auch an den zahlreichen Fragen zur Ausgangsbeschränkung welche über den Polizeinotruf die Polizei Mainz in den letzten Tagen erreicht haben. Erst nachdem die Polizei Mainz über Twitter https://twitter.com/PolizeiMainz/status/1377702130778247171?s=20 darauf hinwies verlagerten sich die Anrufe auf die drei Polizeiinspektionen in Mainz. Dort waren diese so zahlreich, dass die Amtsleitungen in den Abendstunden dauerbesetzt waren.

Kurios die Fragen und auch sinnbildlich für die allgemeine Verunsicherung, nach einem Einsatz eines Polizeihubschraubers welcher nachts, für 15 Minuten eine flüchtende Person in Mainz-Weisenau suchte und die Menschen vermuteten, dass dieser die Ausgangsbeschränkung aus der Luft überwacht.

Störungsfrei verlief der Ostermarsch am Ostersamstag mit ca.100 Teilnehmern in der Mainzer Innenstadt. Lediglich 2 Teilnehmer wurden wegen Verstößen gegen die Auflage eine Maske zu tragen, vom Versammlungsleiter von der Versammlung ausgeschlossen.

Aufgrund der kühlen Witterung waren am Ostermontag nur sehr wenige Menschen im Freien unterwegs. Verstöße wurden keine festgestellt.

PM des PP Mainz vom 05.04.2021

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