Beinah wäre ein Mann am Mittwoch auf Betrüger und ihre Masche mit dem sogenannten Schockanruf hereingefallen. Nur weil er sich bei der echten Polizei meldete, konnte der Betrug aufgedeckt werden.

Der 72-Jährige tauchte am Nachmittag auf der Dienststelle in der Logenstraße auf, um sich nach seiner Tochter zu erkundigen. Bei der Polizei war jedoch nichts über die Tochter des Mannes bekannt.

Wie sich herausstellte, hatte der Mann gegen Mittag einen Anruf eines angeblichen Polizisten erhalten, der ihm mitteilte, dass seine Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen sei. Die Tochter sei deswegen inhaftiert worden, und der Vater müsse nun Geld bezahlen, damit sie wieder freigelassen werde. Der Anrufer gab an, sich am Nachmittag nochmal zu melden.

Aber noch bevor der zweite Anruf kam, saß der Mann schon im Auto und machte sich auf den Weg nach Kaiserslautern – ohne Geld – um mit der Polizei zu sprechen.

Weil dort niemand etwas von dem angeblichen Verkehrsunfall der Tochter oder gar einer Inhaftierung wusste, rief der 72-Jährige seine Tochter an – und erfuhr von ihr, dass es ihr gut geht und sie keinen Unfall hatte.

Erleichtert über diese Nachricht, erstattete der Mann gleich Anzeige wegen Betrugs. Die Ermittlungen nach dem falschen Polizisten laufen…

Unsere Empfehlung: Egal, welche beunruhigende Nachricht Ihnen am Telefon auf diese Art und Weise „untergejubelt“ wird – bleiben Sie skeptisch! Vor allem dann, wenn Geldforderungen gestellt werden oder der Anrufer sich nach Ihrer Bankverbindung oder Wertgegenständen in Ihrem Haushalt erkundigt!

Wenn es bei dem Anruf um Familienangehörige geht, rufen Sie diese am besten selbst unter der Ihnen bekannten Nummer zurück. Und wenn der Anrufer mit anderen Geschichten versucht, Sie unter Druck zu setzen, melden Sie sich bei der Polizei.

Weitere Tipps finden Sie auf der Seite der Polizei-Beratung: https://s.rlp.de/ZOl4D

PM des PP Westpfalz vom 29.04.2021

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