Ein junger Mann wollte am Sonntagmorgen (11.08.2019) in einer Polizeizelle Freitod begehen. Beamte der PI Nürnberg-Mitte konnten das verhindern.

Der Mann wurde in der Nacht von der Bundespolizei den Beamten in der Schlotfegergasse übergeben. Vorausgegangen waren mehrere Vergehen und Ordnungswidrigkeiten, die er im Bereich des Nürnberger Hauptbahnhofes begangen hatte. Auf Grund seines aggressiven Gebarens musste er gegen 01:15 Uhr in einer Zelle arretiert werden.

Wenig später bemerkten Beamte bei der vorgeschriebenen Zellenkontrolle, dass sich der Mann strangulierte. Dies wurde sofort unterbunden und ein Notarzt gerufen. Er konnte wenig später keinerlei Verletzungen attestieren.

Auf Grund seines psychischen Zustandes wurde der Unverletzte in eine psychiatrische Fachklinik eingewiesen.

PM des PP Mittelfranken vom 12.08.2019

Am Sonntagmittag hat sich in Görlitz ein schwerer Unfall zwischen einem Streifenwagen und einem Skoda ereignet. Die Beamten des örtlichen Polizeireviers waren auf der Girbigsdorfer Straße mit Blaulicht zu einem Einsatz unterwegs, als in Höhe der Einmündung Am Klinikum ein Skoda einbog. Die Pkws kollidierten und prallten in der Folge noch gegen zwei weitere Autos, welche bei einem Autohandel ausgestellt waren. Zum Glück blieben alle Beteiligten unverletzt. Der entstandene Schaden wurde auf einen hohen fünfstelligen Betrag geschätzt. Die Klärung der Unfallumstände und Bearbeitung haben Beamte eines anderen Polizeireviers übernommen.

PM der PD Görlitz vom 11.08.2019

Nach dem grundlosen und brutalen Angriff auf einen Polizeibeamten im Rahmen des DFB-Pokalspiels Atlas Delmenhorst gegen Werder Bremen (siehe PM 0506) hat die Polizei Bremen nun eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Die Ermittlungsgruppe setzt sich aus erfahrenen Ermittlern der Kriminalpolizei sowie szenekundigen Beamten zusammen, über fundierte Kenntnisse über die Struktur und Zusammensetzung der Ultra-Gruppierungen verfügen.

Innensenator Ulrich Mäurer betonte die Hinterlistigkeit dieses Angriffs: „Die Pyrotechnik mit ihren gesundheitsschädlichen Rauchgasen ist eine Zumutung für die Zuschauer. Wenn dann noch anschließend Bremer Ultras Polizeibeamte mit Steinen bewerfen, mit Stangen attackieren und einem der Beamten gegen den Kopf treten, kann einem jede Freude an einer schönen Fußballbegegnung vergehen. Wir werden alles tun, um diese feigen Täter zu ermitteln.“

„Feige, grundlos und hinterhältig.“ So bezeichnet Polizeivizepräsident Dirk Fasse die Geschehnisse nach dem Pokalspiel.
„Polizisten riskieren regelmäßig ihre Gesundheit für den Schutz anderer. Dass skrupellose Gewalttäter nun auf diese Art und Weise ihren Hass gegen den Staat und die Polizei auslassen und dabei u.a. einen Familienvater massiv angreifen, macht mich sprachlos. Es werden konsequente Ermittlungen erfolgen.“

Während der Fußballbegegnung brannten Fans im Werder-Block diverse Pyrotechnik ab. Nach dem Spiel, bei der Begleitung von Bremer Ultras, trat eine Person aus der Gruppe der Ultras einem Polizeibeamten von dem Dach eines Autos aus mit voller Wucht gegen den Kopf. Als der Angreifer festgenommen werden sollte solidarisierte sich der Rest der Gruppe mit dem Gewalttäter und griff nun auch die anderen Polizisten an. Dabei bewarfen sie die Beamten mit Pflastersteinen und griffen sie mit Stangen und weiteren Gegenständen an. Zwei Polizisten wurden durch Pflastersteine, ein weiterer Beamter durch Schläge verletzt.
Sie konnten ihren Dienst zunächst fortsetzen. Der Polizist, gegen dessen Kopf getreten wurde, war zunächst benommen am Boden liegen geblieben. Er wurde durch einen Rettungswagen erstversorgt und war nicht mehr dienstfähig.

Die Polizei Bremen wird nun konsequente und intensive Ermittlungen führen. Zeugen und alle, die Hinweise auf die Täter geben können, werden erneut gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0421 362-3888 zu melden.

Nach den Ausschreitungen konnten im Bereich der Braunschweiger Straße diverse beschädigte PKW festgestellt werden. Geschädigte und Zeugen dieser Taten werden ebenfalls gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter o.g. Rufnummer zu melden.

PM der POL Bremen vom 11.08.2019

Ort: Zwenkau ( Rüsseln-Kleinstorkwitz), Zeitzer Straße / Zeit: 05.08.2019, gegen 18:50 Uhr
Ein 34-jähriger Fahrer fuhr mit einem Ford die B2 in der Ortslage Rüssen-Kleinstorkwitz in Fahrtrichtung Leipzig. In entgegengesetzter Fahrtrichtung kam ihm ein Funkstreifenwagen der Polizei unter Nutzung von Sonder- und Wegerechten mit eingeschaltetes Blaulicht und Martinshorn entgegen. Eine 39-jährige Fahrerin eines VW Passat, die vor dem 34-jährigen Ford-Fahrer fuhr hielt daraufhin am rechten Fahrbahnrand an, um den entgegenkommenden Funkstreifenwagen passieren zu lassen. In diesem Moment fuhr der 34-jährige Fahrer des Ford an dem haltenden VW Passat vorbei. Gleichzeitig überholte der Funkwagen einen vor ihm befindlichen Pkw. Es kam zum Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Ford. Dadurch wurde der Ford gegen den am Straßenrand stehenden VW Passat geschleudert.
Bei dem Unfall wurde der 34-Jährige, eine Polizeibeamtin (40) und die 39-jährige Fahrerin des VW Passat leichtverletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 25.000 Euro. Bei den weiteren Ermittlungen wurde bekannt, dass der 34-Jährige Unfallbeteiligte nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Das Fahrzeug, den Ford, den er gefahren hatte stand zur Fahndung. Diesen hatte er unterschlagen.

PM der PD Leipzig vom 06.08.2019

Am 06.08.2019 versah ein 43-jähriger Polizeibeamter aus dem Bezirk Völkermarkt Verkehrsdienst mit einem Dienstmotorrad. Um 15:08 Uhr wurde er zur Unterstützung zu einem Verkehrsunfall gerufen und begab sich von Völkermarkt unter Verwendung des Blaulichtes auf den Weg in Richtung Griffen.
Nach bisherigem Erhebungsstand befuhr er mit dem Motorrad die Umfahrungsstraße, Gemeinde und Bezirk Völkermarkt. Kurz vor der Kreuzung mit der Volkerstraße überholte er zwei unbeteiligte Fahrzeuge. Zur gleichen Zeit lenkte eine 41-jährige Frau aus dem Bezirk Völkermarkt ihren Pkw ebenfalls auf der Umfahrungsstraße in Richtung Klagenfurt. Diese bog links in die Volkerstraße ein. Dabei stieß das Polizeimotorrad in die rechte Fahrzeugseite des Pkw.
Der Polizeibeamte wurde über den Pkw geschleudert und kam mit schweren Verletzungen auf der Fahrbahn zum Liegen. Er wurde nach Erstversorgung durch den Notarzt mit der Rettung ins Klinikum Klagenfurt verbracht. Die Pkw-Lenkerin, sowie vier ebenfalls im Pkw befindliche Kinder blieben unverletzt. Sie erlitt einen Schock und wurde zur Kontrolle ins UKH Klagenfurt gebracht. Die Unfallstelle war für die Dauer der Unfallaufnahme teilweise gesperrt. Örtliche Umleitmaßnahmen wurden eingerichtet. Die FF Völkermarkt stand im Einsatz.

PM der LPD Kärnten vom 06.08.2019

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Polizeipräsidiums Karlsruhe:

Der 28-jährige Mann wurde am 21. Juli gegen 15.30 Uhr durch einen mutmaßlichen Diebstahl in einer Tankstelle in der Haid-und-Neu-Straße in Karlsruhe auffällig. Im Zuge der Fahndung konnte er am Abend von einer Polizeistreife am Gottesauer Platz festgenommen werden. Dabei wurde auch festgestellt, dass der Mann aufgrund eines weiteren Verfahrens von der Staatsanwaltschaft Dortmund zur Festnahme ausgeschrieben war.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen leistete der 28-Jährige in den Räumlichkeiten eines Polizeireviers massiven Widerstand gegen seine Festnahme, sodass er teilweise mit bis zu sechs Polizeibeamten festgehalten und unmittelbarer Zwang angewandt wurde. Eine von einem Richter angeordnete Blutentnahme konnte aufgrund der Gegenwehr nicht durchgeführt werden. Schließlich wurde der Tatverdächtige zur Justizvollzugsanstalt Bruchsal verbracht, von wo aus der Transport in das Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg geplant war. Bei der Ankunft in Bruchsal wehrte sich der Mann wiederholt mit aller Kraft. Den Ermittlungen zufolge biss er unter anderem einen Polizeibeamten in die Hand und spuckte einem zweiten Polizisten in die Augen. Auch hier wurde der 28-jährige den bisherigen Ermittlungen zufolge wieder von mehreren Kräften der Polizei und der Justizvollzugsanstalt festgehalten und fixiert.

Als der Mann Atemnot bekam, wurde ein Notarzt hinzugezogen. Da sich der Zustand weiter verschlechterte, mussten Reanimationsmaßnahmen vollzogen werden. Nach erfolgreicher Stabilisierung wurde der 28-Jährige in ein Karlsruher Krankenhaus verbracht, wo er jedoch ohne das Bewusstsein wiederzuerlangen am 1. August verstarb.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wurde der Leichnam am Montag von der Gerichtsmedizin Heidelberg obduziert. Eine konkrete Todesursache, insbesondere ob ein Einwirken eines beteiligten Beamten mitursächlich für den Tod des Mannes war, blieb dabei jedoch offen.

Weitere rechtsmedizinische Untersuchungen dauern an.

PM des PP Karlsruhe vom 06.08.2019

NACHTRAG vom 09.08.2019:

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Polizeipräsidiums Karlsruhe:

Wie berichtet, verstarb am 1. August 2019 ein 28-jähriger Mann nach massiven Widerstandshandlungen anlässlich seiner Festnahme am 21. Juli 2019.

Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen polnischen Staatsangehörigen, der ein Zimmer in Karlsruhe angemietet hatte. Er sollte zur Vollstreckung einer aus einem rechtskräftigen Strafbefehl des Amtsgerichts Dortmund resultierenden Ersatzfreiheitsstrafe wegen Diebstahls zur Justizvollzugsanstalt Bruchsal verbracht werden, von wo aus der Transport in das Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg geplant war.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass der Verstorbene über einen längeren Zeitraum hinweg massiv Widerstand gegen seine Festnahme in Form von Stoßen, Treten, Spucken und versuchtem Beißen geleistet hat. Um dem zu begegnen hätten die eingesetzten Beamten unmittelbaren Zwang angewandt. Hierzu sind Beamte des Polizeivollzugsdienstes nach Maßgabe der §§ 50 ff. des Polizeigesetzes Baden-Württemberg grundsätzlich befugt. Ob im vorliegenden Fall die Grenzen des rechtlich Zulässigen eingehalten wurden, ist Gegenstand der Ermittlungen. Bisher haben sich keine konkreten Anhaltspunkte dafür ergeben, dass Maßnahmen der Beamten kausal für den Tod des 28-Jährigen waren.

Eine durchgeführte Obduktion konnte die Todesursache nicht klären.
Weitere umfangreiche und zeitaufwändige rechtsmedizinische Untersuchungen sind notwendig.

Der 28-Jährige hat sich bereits am 20. Juli 2019 in ärztlicher Behandlung befunden. Entgegen ärztlichem Rat soll er auf eigene Verantwortung das Krankenhaus verlassen haben. Es ist derzeit deshalb nicht auszuschließen, dass eine mögliche Vorerkrankung todesursächlich war. Auch dies wird Gegenstand der weiteren rechtsmedizinischen Untersuchungen sein.

PM des PP Karlsruhe vom 09.08.2019

Am frühen Montagabend, dem 05.08.2019, ereignete sich an der Kreuzung Lange Straße/Bahnhofstraße in Barth ein Verkehrsunfall zwischen einem Funkstreifenwagen des Polizeirevieres Barth und einer Radfahrerin. Dabei erlitt die 68-Jährige auf ihrem Rad schwere Verletzungen und musste in ein Krankenhaus gefahren werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr der 59-jährige Polizeibeamte mit seinem Funkstreifenwagen kurz vor 18:30 Uhr die Lange Straße und beabsichtigte an der Kreuzung geradeaus in Richtung Bahnhof zu fahren. Beim Überqueren der Kreuzung übersah der Beamte offenbar die vorfahrtsberechtigte 68-Jährige auf ihrem Fahrrad, die die Bahnhofstraße aus Richtung Sundische Straße befuhr. Auf der Kreuzung kam es zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge, wodurch die Frau stürzte und sich schwere Verletzungen zuzog.

Die Unfallaufnahme erfolgte durch Kräfte des Polizeihauptrevieres Stralsund. Bei dem Verkehrsunfall entstand lediglich geringer Sachschaden, der gegenwärtig auf insgesamt 200 Euro geschätzt wird.

PM der PI Stralsund vom 06.08.2019

Mit einer Halbjahresbilanz für 2019 setzt das Polizeipräsidium Dortmund Fakten gegen eine öffentliche Debatte, die derzeit unter dem Tenor „Alles wird immer schlimmer…“ läuft.
Am Freitag (2.8.2019) hatte die Dortmunder Polizei bezogen auf die Kriminalitätsentwicklung auf ihrem Facebook-Account diese Frage gestellt: „Wird wirklich alles immer schlimmer? – Tatsächlich sprechen die Statistiken eine eindeutige und viel positivere Sprache. Die Nutzer diskutierten fleißig mit. Ein beachtlicher Anteil der Kommentatoren blieb bei dieser Meinung: „Alles wird immer schlimmer!“
Dabei ist die Zahl der Straftaten in Dortmund und Lünen auch in der ersten Jahreshälfte 2019 weiter signifikant gesunken. Fakt ist: Damit setzt sich ein seit vielen Jahren anhaltender Trend fort, der für das persönliche Sicherheitsgefühl aller Bürgerinnen und Bürger relevant ist.
Die Halbjahresbilanz zur Gesamtanzahl der Straftaten ist eindeutig, die Zahlen entwickeln sich positiv: Wurden in der ersten Jahreshälfte 2016 noch mehr als 43.000 Straftaten angezeigt, so liegt diese Anzahl im Zeitraum Januar bis Juni 2019 bei über 32.000 Delikten. Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange erklärt dazu: „Dortmund und Lünen sind in den letzten Jahren spürbar sicherer geworden. Die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, ist deutlich gesunken. Ich warne deshalb davor, denjenigen auf den Leim zu gehen, die aus politischem Kalkül mit gezielter Desinformation Angst schüren, um daraus Kapital zu schlagen und die Deutungshoheit für sich in Anspruch zu nehmen.“
Im Kampf gegen kriminelle Strukturen und Banden setzt die Dortmunder Polizei seit Jahren auf Schwerpunkt- und Präsenzeinsätze. Besonders effektiv arbeiten die Ermittlungskommissionen der Kriminalpolizei. Alles zusammen erhöht den Druck auf Straftäter deutlich. Auch die enge Verzahnung mit der Justiz ist ein deutliches Zeichen gegen kriminelle Strukturen und Banden.
Die aktuelle Entwicklung im Halbjahresvergleich zeigt, dass die intensive Arbeit der Polizei und ihrer Sicherheits- und Projektpartner zu einer deutlichen Verbesserung der Sicherheitslage geführt hat (die Zahlen gelten jeweils für den Zeitraum Januar bis Juni):

Gesamtkriminalität:
2016: 43.587 // 2017: 37.508 // 2018: 37.007 // 2019: 32.464
Gewaltkriminalität
2016: 1711 // 2017: 1521 // 2018: 1456 // 2019: 1278
Straßenkriminalität:
2016: 11.114 // 2017: 8561 // 2018: 8285 // 2019: 6742
Wohnungseinbruchsdiebstahl:
2016: 2074 // 2017: 1336 // 2018: 1053 // 2019: 818
Raub auf öffentlichen Wegen und Plätzen:
2016: 250 // 2017: 213 // 2018: 175 // 2019: 152
Taschendiebstahl:
2016: 3378 // 2017: 2220 // 2018: 2078 // 2019: 1374

Zu der positiven Entwicklung dieser Zahlen trägt auch die Dortmunder Nordstadt bei. Die Zahl aller Straftaten im Bereich der Polizeiwache Nord ist im Vergleich aller Straftaten von der ersten Jahreshälfte 2016 auf 2019 um 25 Prozent gesunken (5178 auf 4409). Bei den Raubüberfällen ist ein Rückgang von 39 Prozent zu verzeichnen.
Die Aufklärungsquote für Dortmund und Lünen lag im Juni 2019 bei 58 Prozent – das ist der höchste Wert seit Jahrzehnten und ein Ausweis guter Arbeit. Die Aufklärungsquote der Polizeiwache Nord liegt in der ersten Jahreshälfte 2019 bei 65 Prozent.
Auf öffentliche Debatten nehmen diese Rückläufe offenbar keinen weitreichenden Einfluss. Polizeipräsident Gregor Lange: „Immer wieder ist in Internet-Kommentaren zu lesen, dass in früheren Jahren alles besser gewesen sei. Mit Blick auf die Straftaten können wir jedoch sagen, dass die Zahlen in den vergangenen Jahren schlechter waren als heute. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger dem Rechtsstaat vertrauen können. Er funktioniert, er setzt Grenzen und verdient Vertrauen. Misstrauen sollten jedoch diejenigen erfahren, die ausschließlich auf den Faktor Angst setzen.“ Ein Blick zurück in das Jahr 2014 lässt nicht den Schluss zu, dass „alles schlimmer“ wird: Die Fallzahl ist seitdem in Dortmund und Lünen insgesamt von 93.855 auf 71.818 im Jahr 2018 gesunken.
Gleichwohl gibt es auch steigende Fallzahlen. Bei den Sexualstraftaten sind die Zahlen von der ersten Jahreshälfte 2016 an mit 254 auf 409 Fälle (Januar bis Juni 2019) gestiegen, was auch an einer Änderung im Strafgesetzbuch liegt. Dazu kommen gesellschaftliche Debatten (#metoo) und aktuelle Initiativen wie die „Nein heißt Nein“-Kampagne der Dortmunder Frauenberatungsstelle. Sie ermutigen Opfer von Sexualstraftaten oder sexualisierter Gewalt, die Täter anzuzeigen.
Von der grundsätzlichen erfreulichen Entwicklung gibt es eine nicht akzeptable Ausnahme. Polizeipräsident Gregor Lange: „Ausgerechnet diejenigen, die mit ihrem Einsatz und Können in den letzten Jahren nicht unerheblich zu mehr Sicherheit in Dortmund und Lünen beigetragen haben, werden häufig mit Respektlosigkeiten, Beleidigungen und sogar tätlichen Angriffen attackiert. Dagegen gehen wir in Dortmund mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen vor.“
Die Polizei hat das Thema zum zentralen Führungsthema gemacht. Ein eigens eingesetzter Polizeibeauftragter kümmert sich im Auftrag des Polizeipräsidenten um die Belange der Polizeivollzugsbeamten. Ein Qualitätszirkel analysiert regelmäßig die Einsatzsituationen. Eine Kooperation von Polizei und Staatsanwaltschaft sorgt mit speziellen Ermittlern für entsprechenden Strafverfolgungsdruck.
Der Leitende Kriminaldirektor Walter Kemper blickt voraus: „Unsere wichtigsten Partner sind die Bürgerinnen und Bürger. Von ihnen erhalten wir die allermeisten Hinweise auf eine Straftat und auf die Täter. Ohne sie könnten wir nicht so erfolgreich arbeiten.
Hunderttausende Augen sind durch nichts zu ersetzen. Niemand sollte sich scheuen, im Notfall die 110 zu wählen. Im täglichen Einsatz gegen Kriminelle weichen wir an der Seite der Bürger nicht einen Schritt zurück.“

PM der POL Dortmund vom 06.08.2019

Im Rahmen eines rettungsdienstlichen Einsatzes bei der Mutter eines 55-Jährigen aus dem Stadtgebiet Mechernich wurden am Samstag (23.45 Uhr) die Rettungskräfte und der behandelnde Notarzt in der Wohnung der Mutter von dem alkoholisierten und aggressiven Mann verbal angegriffen, bedroht und beleidigt.

Der Notarzt (51) wurde von dem Mann körperlich angegangen, wodurch dieser sich in Notwehr gegen den Mann wehren musste. Es kam zu einem körperlichen Gerangel, in dessen Verlauf der Notarzt einen Faustschlag ins Gesicht bekam. Die Rettungskräfte informierten umgehend die Polizei.

Beim Eintreffen der Polizei hatte sich der Streit in der Zwischenzeit auf die Straße vor dem Wohnhaus verlagert. Dort befand sich eine größere Anzahl von Personen. Die Lage war zuerst sehr aggressiv und angespannt, wurde im Verlauf aber zunehmend ruhiger.

Die Mutter (79) des Mannes wurde von den Rettungskräften zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Gegen ihren Sohn wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.

PM der KPB Euskirchen vom 05.08.2019

Polizisten retteten in der vergangenen Nacht einen Mann vor dem Ertrinken in Kreuzberg. Nach bisherigen Ermittlungen und Zeugenaussagen war gegen 1.20 Uhr eine 45-jährige Frau zu Fuß auf der Obentrautstraße unterwegs, als sich ihr von hinten ein Mann näherte und versuchte, ihre Handtasche von ihrer Schulter zu reißen. Die Überfallene hielt jedoch den Trageriemen fest, sodass sie mit dem Tatverdächtigen an der Tasche zerrte. Nun soll ihr der Mann ins Gesicht geschlagen haben, woraufhin sie ihre Tasche losließ und der mutmaßliche Räuber mit der erlangten Beute in Richtung Tempelhofer Ufer flüchtete. Ein 23-jähriger Zeuge wurde zeitgleich auf die Tat aufmerksam und nahm die Verfolgung des Flüchtenden auf, brach diese jedoch ab, als der Tatverdächtige die Absperrung zum Landwehrkanal überstieg und ins Wasser stürzte. Kaum das er dies bemerkte, alarmierte der Zeuge auch sogleich die Polizei. Der mutmaßliche Räuber rief mittlerweile um Hilfe, da, wie sich später herausstellte, er nicht schwimmen kann. Die eintreffenden Einsatzkräfte warfen dem Mann einen Rettungsring zu und seilten zügig eine 40-jährige Polizeihauptkommissarin ins Wasser ab. Die Polizistin hielt den Mann über Wasser, bis ebenfalls alarmierte Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr den Mann bargen und ans Ufer brachten. Dort kollabierte der Mann und wurde von den Rettungskräften erfolgreich reanimiert. Auch die Polizeihauptkommissarin gelangte mit Hilfe an das Ufer und wurde von der Berliner Feuerwehr betreut. Sanitäter eines Rettungswagens brachten den 21-Jährigen zur Behandlung in eine Klinik aus der er später wieder entlassen, von Polizisten in das Polizeigewahrsam Tempelhof gebracht und dort dem zuständigen Raubkommissariat der Polizeidirektion 5 überstellt wurde. Sowohl die 40-jährige Polizistin, als auch die 46-jährige Überfallene blieben unverletzt.

PM des PP Berlin vom 04.08.2019