Erneut erbeuteten bislang unbekannte Täter durch eine perfide Betrugsmasche eine hohe Geldsumme. Am Mittwochvormittag erhält ein 71-jähriger Mainzer einen sogenannten Schockanruf. Der angebliche Sohn schilderte am Telefon, dass er in einen Unfall verwickelt gewesen sei, bei dem eine Frau getötet worden wäre. Nun sitze der angebliche Sohn bei der Polizei in Wiesbaden und müsste für mindestens sechs Monate ins Gefängnis, wenn nicht eine Kaution gezahlt würde. In einem zweiten Anruf des vermeintlichen Sohnes, ca. 2-3 Minuten später, gibt dieser an, dass sich die Kaution auf über 40.000EUR belaufen würde. Nachdem der unter Schock stehende 71-Jährige angibt, zur Bank zu fahren um das Geld zu holen, wird die Summe vom angeblichen Sohn weiter nach oben korrigiert, sodass ein hoher fünfstelliger Betrag fällig sei.

Nachdem der 71-jährige mit dem Geld von der Bank zurückkommt, wird er von einer angeblichen Polizeibeamtin aus Wiesbaden angerufen. Diese schildert ihm an Telefon, dass der Sohn eine Frau überfahren habe, die zusammen mit ihrem im Rollstuhl sitzenden Ehemann die Straße überquert hätte. Die Frau sei an einem Genickbruch verstorben. Nun hätte die Staatsanwaltschaft festgelegt, dass von dem hohen fünfstelligen Betrag das Schmerzensgeld für den nun verwitweten Rollstuhlfahrer und auch die Beerdigungskosten der getöteten Frau gezahlt werden müssten, sonst würde der Sohn direkt ins Gefängnis kommen. Der angebliche Staatsanwalt bestätigte die Angaben der angeblichen Polizeibeamtin am Telefon und gab an und gibt an, dass ein Mann vorbeikäme, der das Geld in Empfang nehmen würde. Letztlich übergibt der 71-Jährige dem Geldabholer die hohe fünfstellige Summe Bargeld.

Als der 71-Jährige einige Zeit später seinen echten Sohn telefonisch kontaktiert, wird der Betrug bekannt. Das Fachkommissariat für Betrugsdelikte der Mainzer Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Der Geldabholer kann vom Geschädigten wie folgt beschrieben werden:

–  Ca. 30 Jahre alt

– Ca. 1,90cm groß

– Kräftige Statur

– dunkle wellige Haare, Mittelscheitel, seitlich hinten rasiert

– dunkle Jeans

–  beiges Hemd –   dunkle Weste – schwarze Umhängetasche

– weiße FFP2-Maske

Die Mainzer Polizei rät daher dringend:

– Lassen Sie sich nicht Gespräche verwickeln

– Beenden Sie bei verdächtigen Anrufen immer zuerst das Gespräch

– Wählen sie dann selbstständig den Polizeinotruf 110

– Geben Sie niemals Auskunft über Wertsachen

– Händigen Sie NIEMALS Bargeld oder Wertsachen an Unbekannte aus

– Legen sie auf und rufen Sie die Angehörigen

PM des PP Mainz vom 19.03.2021

Am Mittwoch, 17.03.2021 startet die 1. Online-Messe für die Region Mittelrhein. Bis Samstag, den 20.03.2021 können Interessierte die Messe von 10 Uhr bis 17 Uhr unter dem Link www.messe-online-mittelrhein.de besuchen.

In Halle 5 ist der Stand der Zentralen Prävention des Polizeipräsidium Koblenz zu finden.

Unser Online-Stand bietet dem Bürger*in unzählige Möglichkeiten sich über aktuelle Themen der Prävention zu informieren. (Keine Annahme von Strafanzeigen, etc.)

Schwerpunktthemen der Prävention sind in diesem Jahr:

–   Sexueller Missbrauch von Kindern

–   Cybercrime

–   Seniorensicherheit (Falscher Polizeibeamter/ Enkeltrick, Senioren im Verkehr etc.)

–  Zweiradprävention (Motorrad, Fahrrad, E-Bike (Pedelec), E-Scooter)

Aber auch zu anderen Themen, wie zum Beispiel zum Einbruchschutz, können Sie sich hier informieren. Auf unserer Videowand finden Sie zu vielen Themen neben Videos auch Kurzinformationen. Auf den Broschüren-Ständern finden Sie Infomaterial der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) zu verschiedenen Präventionsthemen.

Wollen Sie mehr über die Zentrale Prävention des Polizeipräsidiums Koblenz erfahren, klicken Sie auf „Vorstellung des Sachbereiches 15“. Sie interessieren sich für ein Studium bei der Polizei? Dann einfach auf die Buttons im Pult klicken.

Sie wollen das Polizeipräsidium Koblenz kennen lernen? Der Button auf dem Bild unseres Präsidiums führt Sie zur Internetseite unseres Hauses.

Über den Briefumschlag können Sie den schriftlichen Kontakt mit uns herstellen.

Schreiben Sie uns, zu welchem Präventionsthema sie beraten werden wollen oder welche Fragen Sie haben und wir werden uns bei Ihnen melden. Sie können sich auch telefonisch direkt an uns wenden. Unser Geschäftszimmer ist während der Öffnungszeiten der Messe unter der 0261-103-2865 zu erreichen.

Wollen Sie direkt mit uns „sprechen“, nutzen Sie die Chatfunktion auf unserem Stand. Unsere Kolleginnen und Kollegen stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihr Präventionsteam der Polizei Koblenz

PM des PP Koblenz vom 15.03.2021

Am heutigen Samstagnachmittag fanden im Bereich des Mainzer-Adenauer-Ufers mehrere Versammlungen statt. Neben einer Kundgebung der Bewegung „Querdenken“, gab es weitere Versammlungen und eine Mahnwache, die sich thematisch gegen die Bewegung richteten. Von der Versammlungsbehörde der Stadt Mainz wurden im Vorfeld Auflagen zur Einhaltung von hygienischen Schutzmaßnahmen erlassen. Unter anderem das Einhalten von Mindestabständen und das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen. Im Laufe der Versammlungen musste von den Kommunikationsbeamten der Mainzer Polizei mehrfach, auch mit Lautsprecherdurchsagen, auf die Einhaltung der Hygienevorschriften und der Mindestabstände hingewiesen werden. Die Polizei unterstützte die Kräfte des

Rechts- und Ordnungsamts der Stadt Mainz bei Personenkontrollen zur Überprüfung der erlassenen Auflagen und Hygienevorschriften. Insgesamt wurden 68 Personen kontrolliert und 12 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Davon 10 Verfahren wegen Verstößen gegen die Pflicht des Tragens einer Mund-/Nasenbedeckung und zwei wegen des Konsums von Alkohol auf öffentlichen Plätzen. 58 Personen legten ein ärztliches Attest zur Ausnahme der Maskentragepflicht vor. Außerhalb der Versammlungsflächen wurden 39 Personen kontrolliert und hierbei sieben Verstöße gegen die aktuell geltenden Coronavorschriften festgestellt. Im Laufe der Versammlungen wurde je eine Strafanzeige wegen Beleidigung, Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Nach Zünden eines Rauchtopfes wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.

PM des PP Mainz vom 13.03.2021

Kernsätze:

– Gesamtzahl der Straftaten leicht rückläufig

– Aufklärungsquote mit 66,2 % auf langjährigem Höchststand

– Besonders starke Rückgänge bei Delikten im öffentlichen Raum

Allgemeines und Grunddaten:

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist eine Zusammenstellung aller der Polizei in einem bestimmten geografischen Raum bekannt gewordenen strafrechtlichen Sachverhalte. Im Fall der PI Remagen umfasst dieser Raum die Städte Remagen und Sinzig, Stadt und Verbandsgemeinde Bad Breisig sowie große Teile der VG Brohltal – ein Gebiet von rund 220 qkm mit insgesamt etwa 60.000 Einwohnern.

In 2020 wurden hier 3.414 Straftaten registriert (Verkehrsdelikte zählen bis auf wenige Ausnahmen hier nicht dazu), das sind 55 oder 1,6 % weniger als im Vorjahr (2019: 3.469). Damit setzt sich ein positiver Trend fort, der in 2011 bei 5.460 – allerdings bei einem etwas größeren Dienstgebiet – seinen Anfang genommen hatte. Einen Täter ermittelt haben die Beamten in 2.260 Fällen was einer sehr guten Aufklärungsquote von 66,2 % entspricht (langjähriger Mittelwert: um die 62 %). Als Tatverdächtige ermittelt und identifiziert werden konnten 1.767 (2019: 1.673) Personen, wovon gut ¾ männlichen Geschlechts waren („Kriminalität ist männlich“). Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger ist im Bereich der PI Remagen seit vielen Jahren sehr konstant und bewegt sich in einem engen Kanal zwischen 23 und 24 % (2020: 23,3 %). Immerhin 2.561 (rund 75 %) der 3.414 Straftaten wurden von den Beamten der PI Remagen nicht nur aufgenommen, sondern auch „bürgerfreundlich vor Ort“ abschließend bearbeitet. Das verbleibende Viertel wurde zwar ebenfalls zumeist von Remagener Polizisten im „Ersten Angriff“ aufgenommen, in der Folge aber bei der Kriminalinspektion Mayen oder von der Bundespolizei (insbesondere Delikte im und rund um den Bahnverkehr) endbearbeitet; in besonderen Einzelfällen auch von der Kriminaldirektion Koblenz.

Gut für das Sicherheitsgefühl: Einbrüche bleiben auf niedrigem Niveau

Das Zuhause ist der wichtigste Ort im Leben vieler Bürgerinnen und Bürger. Hier will man sich wohl und geborgen fühlen – das Sicherheitsbedürfnis ist dementsprechend besonders hoch. Vor diesem Hintergrund ist es besonders erfreulich, dass die Zahl der Einbrüche in Privatwohnungen sich auch in 2020 auf niedrigem Niveau eingependelt hat. Hatte die Polizei Remagen in 2016 noch 173 Einbrüche in der Region registriert, waren es in 2017 mit 142 schon spürbar weniger. Nach 89 Einbrüchen in 2018 und 56 in 2019 blieb die Zahl der Wohnungseinbrüche in 2020 mit nunmehr 59 solcher Delikte nahezu gleich. Hier zeigen offenbar die umfassenden Aufklärungs-, Präventions- und Kontrollmaßnahmen der letzten Jahre deutlich Wirkung. Nicht zu vergessen die zahlreichen Initiativen von Bürgern auf örtlicher Ebene und eine wieder gestiegene Aufmerksamkeit für das eigene Umfeld und funktionierende Nachbarschaft. Ob und inwieweit sich coronabedingtes Homeoffice bzw. verstärkte Anwesenheit in den Wohnräumen ebenso positiv niedergeschlagen hat ist nicht quantitativ belegbar, erscheint aber nicht lebensfremd.

Weniger Straftaten im öffentlichen Raum

Ebenso kann man Zusammenhänge mit den Corona-Einschränkungen vermuten, wenn man die Straftaten betrachtet, die sich ganz oder zumindest häufig im öffentlichen Raum abspielen. Gemeint sind hier in erster Linie Sachbeschädigungen und Rohheitsdelikte. Zwar lag die Gesamtzahl der der Polizei gemeldeten Körperverletzungsdelikte mit 401 im Bereich des langjährigen Mittels, die Zahl der rechtlich als gefährliche Körperverletzung eingestuften Delikte sank in 2020 aber deutlich auf 69 (2019: 83, 2018: 93). Hier liegt die Aufklärungsquote traditionell bei 90 % und höher, da Menschen, die Konflikte körperlich austragen, sich zumeist kennen oder zumindest in irgendeiner Form Vorbeziehungen haben – was der Polizei regelmäßig gute Ermittlungsansätze liefert. 2020 wurden unter dem etwas weiter gefassten Begriff der Rohheitsdelikte (dieser umfasst neben KV-Delikten u.a. auch Nötigung, Bedrohung und Straßenraub) 611 Taten registriert. Das ist praktisch keine Veränderung zu 2018 und 2019 als jeweils

616 Rohheitsdelikte in die Statistik eingingen. Günstig stellt sich auch die Entwicklung bei den Sachbeschädigungen dar. Deren Gesamtzahl lag in 2020 mit 339 (darunter 142 Sachbeschädigungen an Kfz) gut 10 % unter dem Niveau der Vorjahre

(2019: 382 SaBe gesamt/158 Kfz, 2018: 364/173)

Zwiespältig: Häusliche Gewalt bleibt mit oder ohne Corona ein aktuelles Thema

Relativ stabil geblieben ist in 2020 die Zahl der Straftaten im Bereich der häuslichen Gewalt oder der „Gewalt in engen sozialen Beziehungen“ wie es in vielen Publikationen heißt. 134 solcher Delikte wurden im abgelaufenen Jahr bei der PI Remagen bekannt. In 2019 waren 125 und in 2018 126 solcher Straftaten im unmittelbaren persönlichen Umfeld aufgenommen worden. Ob und in welchem Umfang Corona sich hier ausgewirkt hat – positiv oder negativ – ist hochspekulativ und kann von hiesiger Seite nicht bewertet werden. Gewalt ist bekanntlich vielschichtig und daher soll nicht verschwiegen werden, dass es in den 134 in

2020 registrierten Fällen 100-mal zu unmittelbaren körperlichen Übergriffen kam, also Körperverletzungen im engeren Sinne. In 20 Fällen wurden in diesem Zusammenhang Nötigungs- oder Bedrohungsanzeigen erfasst und achtmal erfüllte das aufdringliche Vorgehen der Tatverdächtigen nach polizeilicher Bewertung den „Stalking-Tatbestand“. Bei diesen Konstellationen bleibt es regelmäßig nicht nur bei einem Polizeieinsatz und einer Strafanzeige, vielmehr werden solche problembehaftete Beziehungen häufig mehrfach aufgesucht. Spätestens dann wird regelmäßig ein engmaschiges Hilfs- und Betreuungsangebot angestrebt, in das eine Reihe von staatlichen wie nichtstaatlichen Hilfsorganisationen eingebunden sind, z.B. die polizeiliche Opferbetreuung, die Interventionsstelle oder das Jugendamt auf Kreisebene, die Familiengerichte, der „Weiße Ring“, aber auch die Täterarbeitseinrichtung „CONTRA häusliche Gewalt“, die nicht das Opfer, sondern den Täter selbst in den Fokus ihrer Maßnahmen stellt. Professionelle Hilfsangebote gibt es inzwischen also sehr viele, Teil der Realität ist aber auch, dass es nach polizeilicher Erfahrung auf Seiten der Betroffenen häufig immer noch viel Überwindung oder Überzeugungsarbeit braucht, diese Hilfe überhaupt anzunehmen bzw. für sich selbst die Rolle des hilfsbedürftigen Opfers zu akzeptieren.

Betrug stark rückläufig – Sondererfassung Cybercrime

Auf den ersten Blick wird es viele Betrachter erstaunen, dass die Betrugsdelikte bei der PI Remagen seit Jahren rückläufig sind. Waren es in 2014 noch über 1.000 Fälle, sank deren Zahl kontinuierlich auf nunmehr 413 Delikte in 2020. Das gilt aber nur für die „klassischen“ Betrugsdelikte wie etwa Waren- oder Leistungsbetrug oder Tankbetrug. Dass eine Vielzahl aktueller, vor allem der internetbasierten Betrugsdelikte, sich in diesen Zahlen nicht niederschlägt, liegt im Tatort- bzw. Territorialprinzip der Kriminalstatistik begründet. Die große Masse der (Serien-)Betrugsdelikte wie etwa „Enkeltrick“, Anrufe falscher Polizeibeamter, Microsoft-Support-Anrufer, falsche Gewinnbenachrichtigungen, Bitcoin-Erpressungen, falsche Inkassoschreiben oder ausgespähte Kreditkartendaten um nur einige der gängigsten Maschen zu nennen, wird inzwischen über das Telefon und/oder das Internet abgewickelt. Diese Delikte werden in der Regel bei der Kriminalinspektion in Mayen bearbeitet. Die Täter befinden sich in diesen Fällen also gar nicht körperlich innerhalb des Dienstgebietes der PI Remagen und in vielen Fällen nicht einmal innerhalb Deutschlands. Diese Delikte werden daher in der allgemeinen PKS überhaupt nicht erfasst. Sie werden zwar „gezählt“, aber eben nur vom BKA auf Bundesebene, da sie in der Regel keinem bestimmten Ort oder Region als Tatort zugerechnet werden können. Allerdings wohnen natürlich viele Opfer bzw. Geschädigte dieser überregionalen Betrugsmaschen im Bereich der PI Remagen, so dass die Anzeigenaufnahme, Erstbearbeitung und ggf. Weitersteuerung dieser Delikte auch bei der PI Remagen sehr viel Zeit und Personalressourcen bindet – und für viel Verdruss bei den Betroffenen sorgt.

Alles in allem gilt aber nach wie vor, dass es sich in der Region sicher und gut leben lässt. Die reizvolle Landschaft und vielfältigen Möglichkeiten machen aus Rhein-, Ahr- und Brohltal einen attraktiven Wohn-, Lebens- und Wirtschaftsraum.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der PI Remagen werden ihr Bestes geben, dass das auch in Zukunft so bleibt. Dabei können alle Bürgerinnen und Bürger ein Stück weit mithelfen, in dem sie sich um ihre Nachbarn und ihr persönliches Umfeld kümmern und bereit sind, sich als Zeuge zur Verfügung zu stellen.

PM der PI Remagen vom 11.03.2021

Zunächst mit einer falschen Bekannten und dann mit falschen Polizeibeamten telefoniert, hat am Mittwochmorgen (3. März 2021, 10:45 Uhr) ein älterer Herr aus Deidesheim. Mit der Frage: „Weißt du wer ich bin?“ begann die Anruferin das Telefonat. Der 82-Jährige ging zunächst tatsächlich von einer Bekannten aus. Zweifel kamen ihm, als diese erklärte, dringend 15.000,- Euro zu benötigen. Nur Sekunden nach dem er auflegte, klingelte erneut das Telefon. Mit „LKA Mannheim“ stellte sich der Mann in der Leitung vor. Er wisse, dass gerade eine Frau angerufen habe. Diese sei eine Betrügerin. Als der falsche LKA-Beamte begann sich nach den finanziellen Verhältnissen zu erkundigen, wurde der 82-Jährige erneut skeptisch. Der angebliche LKA Beamte veranlasste den Herrn eine Tastenkombination an seinem Telefon zu drücken und dann die 110 zu wählen, damit er sicher mit der richtigen Polizei verbunden werde. Der 82-jährige hatte danach einen falschen Kriminalbeamten in der Leitung. Auch diesem misstraute er und beendete endgültig das Telefonat. Als nächstes verständigte er die Polizei Haßloch. Die Beamten lobten das entschlossene Verhalten des Rentners. Die Polizei Haßloch warnt vor Anrufen falscher Polizeibeamter. Die Polizei erkundigt sich nicht nach Geld oder Wertgegenständen. Bei Zweifeln sollte aufgelegt und die örtliche Polizeidienststelle kontaktiert werden.

PM der PI Haßloch vom 05.03.2021

Nach einer waghalsigen Flucht vor einer Polizeikontrolle verunfallte ein 31-jähriger Motorradfahrer in Fürth und verletzte sich dabei schwer. Bei ihm wurden u. a. Drogen und ein hoher Bargeldbetrag sichergestellt.

 

Kurz nach 01:00 Uhr wollte eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-West einen Motorradfahrer in der Fürther Straße kontrollieren. Als der Fahrer das Streifenfahrzeug erkannte, beschleunigte er stark und fuhr mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Fürth. Im weiteren Verlauf hielt das Motorrad an einer Rotlicht zeigenden Ampel zunächst an. Als der Motorradfahrer das herannahende Streifenfahrzeug erkannte, fuhr er unvermittelt bei Rot los und beschleunigte sofort stark.

Die Polizeistreife nahm die Verfolgung mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn auf und versuchte, dem hochleistungsstarken Motorrad zu folgen. Im weiteren Verlauf beschleunigte das Motorrad auf weit über 100 km/h und flüchtete weiter in Richtung Fürth, sodass die Polizeibeamten das Fahrzeug schließlich aus den Augen verloren.

Kurz darauf fanden die Polizeibeamten das Motorrad des Flüchtigen im Bereich der Nürnberger Straße in Fürth am Boden liegend vor. Der Fahrer lag verletzt auf der Straße. Die Polizeibeamten leiteten sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen ein und verständigten den Rettungsdienst. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde er anschließend in ein Krankenhaus gefahren.

Die Verkehrspolizei Fürth war mit der Unfallaufnahme betraut. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Fahrer die Kontrolle über das Motorrad verloren, war anschließend in zwei geparkte Fahrzeuge gefahren und gestürzt. Der entstandene Sachschaden beträgt mehrere tausend Euro.

Im Rahmen der Unfallaufnahme fanden die Polizeibeamten schließlich den wahrscheinlichen Grund für die Flucht des Mannes. Neben zwei Einhandmessern führte er außerdem noch einen fünfstelligen Geldbetrag sowie Betäubungsmittel, die auf einen Drogenhandel schließen ließen mit sich. Die Beweismittel wurden sichergestellt.

Der 33-Jährige muss sich nun u. a. wegen des Verdachts des Drogenhandels sowie verkehrsrechtlicher Verstöße verantworten. Die weiteren Ermittlungen führt das Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei.

PM des >PP> Mittelfranken vom 04.03.2021

Am 03.03.2021, gegen 12:45 Uhr, wurde der Polizei Bad Bergzabern gemeldet, dass zwei Personen, die in der der Klinik für forensische Psychiatrie des Pfalzklinikums in Klingenmünster untergebracht sind entwichen seien. Die Polizeibeamten konnten einen der abgängigen Personen nach einer kurzen Verfolgung am Biotopweiher in Göcklingen festnehmen. Die zweite Person, ein 26-Jähriger, sprang in den Weiher und konnte nur noch tot geborgen werden.

Die Kriminalpolizei Ludwigshafen hat die Ermittlungen aufgenommen.

PM des PP Rheinpfalz vom 03.03.2021

Zwei Aufzüge und acht Kundgebungen waren am Samstag, 27. Februar, nahezu zeitgleich in der Trierer Innenstadt angemeldet. Die Polizei sorgte für einen geordneten Ablauf der Veranstaltungen. Vorübergehend kam es zu Blockadeversuchen der NPD-Versammlung und Verkehrsbehinderungen. Für 14 Uhr hatte eine Gruppe von Corona-Maßnahmen-Gegnern eine Kundgebung auf dem Viehmarktplatz angemeldet. Für den Nachmittag hatte der NPD-Kreisverband Trier-Stadt einen Fackelmarsch angemeldet, der vom Heuschreckbrunnen am Rande der Trierer Fußgängerzone bis zur Römerbrücke führen sollte. Zwischendurch waren mehrere Kundgebungen vorgesehen. Mehrere Organisationen, Vereine und Parteien hatten insgesamt acht Gegenkundgebungen zu diesen beiden Versammlungen auf verschiedenen Plätzen und Straßen der Trierer Innenstadt, an der Aufnahmeeinrichtung in der Dasbachstraße und in der Eurener Straße angemeldet.

Im Vorfeld der Kundgebungen hatten Stadtverwaltung und Polizei bereits auf zahlreiche Straßensperrungen und damit einhergehende Verkehrsbehinderungen hingewiesen. Etwa 300 Menschen hatten sich zu der Kundgebung auf dem Viehmarktplatz eingefunden. Darunter auch vereinzelt Personen, die sich mit Sturmhauben vermummt hatten. Die Polizei stellte mehrere Personalien fest und eine Sturmhaube sicher. Gegen 17 Uhr begann die Kundgebung des rechten Spektrums, zu der sich 20 Teilnehmer eingefunden hatten. Bereits vor Beginn des Aufzugs versuchten einige Personen die polizeilichen Absperrungen entlang der Aufzugsstrecke zu durchbrechen, offenbar um die Strecke zu blockieren. Dies wurde aber von Polizeikräften verhindert. Schnell auflösen konnten die Einsatzkräfte auch eine Blockade auf dem Johanniterufer in Höhe der Römerbrücke.

Bei dem dabei entstandenen Gerangel wurde ein Polizeibeamter zu Boden gestoßen und leicht verletzt. Er konnte seinen Dienst aber fortsetzen. Etwa 150 Angehörige des linken Spektrums versammelten sich gegen 18.20 Uhr im Kreuzungsbereich an der Kaiserstraße/Römerbrücke und meldeten eine Spontandemonstration an. In Zusammenarbeit zwischen der Versammlungsbehörde der Stadt Trier und der Polizei wurde diese Demonstration nach etwa 20 Minuten beendet. Die Versammlungsteilnehmer schlossen sich der Gegenkundgebung an, die sich zwischenzeitlich an der Polizeiabsperrung am Ende der Karl-Marx-Straße auf Höhe der Römerbrücke versammelt hatte. Insgesamt versammelten sich dort etwa 500 Menschen. Kurz vor 19 Uhr erreichte der Aufzug des rechten Spektrums nach mehreren Kundgebungen in der Brückenstraße und der Karl-Marx-Straße die Römerbrücke und hielt auf der Brücke eine letzte Kundgebung ab. Gegen 19.30 war diese Kundgebung beendet. Die Polizei beendete die letzten Straßensperrungen am Moselufer gegen 20.10 Uhr. Einsatzleiter Polizeidirektor Ralf Krämer bilanziert einen insgesamt positiven Einsatz: „Unsere Einsatzkonzeption sah vor, den Versammlungsteilnehmern die Ausübung ihres Grundrechtes auf Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung zu sichern. Störungen und das direkte Aufeinandertreffen rivalisierender Gruppen wollten wir mit einem starken Kräfteansatz und technischen Sperren verhindern. Dies ist uns gelungen.“ Leider hätten sich nicht alle Versammlungsteilnehmer teilweise nicht an die geltenden Corona-Regeln gehalten. Die Polizei musste häufiger auf die Einhaltung der Regeln hinweisen.

PM des PP Trier vom 27.02.2021

Koblenz, Kassel, Frankfurt, Kaiserlautern, Trier, Saarbrücken – Die Bundespolizeidirektion Koblenz erhält in diesem Jahr einen weiteren Zuwachs von rund 160 neuen Polizeibeamtinnen und -beamten. In einem ersten Schritt beginnen rund 80 Polizistinnen und Polizisten ihren Dienst nach Beendigung ihrer Laufbahnausbildung am 1. März 2021. Für die Standorte in Hessen sehen die Planungen rund 30 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor, in Rheinland-Pfalz rund 20 und im Saarland sollen 30 neue Polizistinnen und Polizisten zum Einsatz kommen. Am 1. September folgen weitere 80 Frauen und Männer des mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienstes der Bundespolizei.

„Wir freuen uns über die personelle Stärkung unserer Dienststellen in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.“ so Barbara Heuser, Präsidentin der Bundespolizeidirektion Koblenz.

Weitere Zuwächse erfolgen in den kommenden Jahren schrittweise. Die Ausbildungsoffensive soll bis 2024 fortgeführt werden.

PM der BPOLD Koblenz vom 26.02.2021

Ein 49-jähriger Mann hat am Mittwochvormittag (24. Februar, 11 Uhr) einen 37-jährigen Rettungsassistenten im Einsatz auf der Wiesbadener Straße angefahren. Der Duisburger hatte die Tür aufgerissen und die Besatzung aufgefordert, mit dem Rettungswagen zur Seite zu fahren. Er stünde im Weg. Wegen des aktuellen Einsatzes verweigerten die Sanitäter das Umsetzen. Daraufhin wurde der Mann aggressiv und beleidigte sie mit Worten wie „Hängebauchferkel“ oder „Hurensöhne“. Als der Wüterich dann merkte, dass sie die Polizei riefen, stieg er in seinen Daimler. Er steuerte gezielt auf einen Sanitäter zu und fuhr ihn an. Der 37-Jährige wurde verletzt. Die inzwischen alarmierten Beamten trafen vor Ort alle Beteiligten an. Sie stellten den Führerschein des 49-Jährigen sicher und schrieben eine Anzeige wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie einen Bericht an das Straßenverkehrsamt.

PM der POL Duisburg vom 25.02.2021