Nach der Amokfahrt in der Trierer Fußgängerzone in der vergangenen Woche waren Polizeibeamt*innen verstärkt in den Innenstädten unterwegs, um für die Sicherheit der Bürger*innen zu sorgen und ansprechbar zu sein. Zudem kontrollierte die Polizei, häufig gemeinsam mit den zuständigen Ordnungsämtern, die Einhaltung der geltenden Regelungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

Dabei stellten die Beamt*innen zwischen Freitag, dem 4. Dezember und Sonntag, dem 6. Dezember, lediglich 49 Verstöße gegen die Vorschriften zum Schutz gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie fest. Hierbei handelte es sich meist um fehlende oder nicht korrekt getragene Alltagsmasken oder Ansammlungen von Personen bzw. nicht eingehaltene Mindestabstände. Die Mehrheit der Bürger*innen akzeptiert und beachtet die geltenden Regelungen.

PM des PP Trier vom 07.12.2020

Anrufe durch falsche Polizisten und vermeintliche Enkel bleiben weiterhin aktuell in Rheinland-Pfalz. Alleine im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mainz konnten im November dieses Jahres Callcenter-Betrugsfälle im mittleren dreistelligen Bereich, davon 22 vollendete Taten, registriert werden. Vor kurzem schlug ein falscher Polizist im Raum Bad Kreuznach zu und konnte eine Seniorin um einen sechsstelligen Betrag betrügen.

Vorwiegend ältere Menschen werden als Opfer ausgewählt und mit ständig neuen Tricks und erfundenen Geschichten unter Druck gesetzt, um Bargeld, Schmuck und andere Wertgegenstände zu erbeuten. Zudem werden die Betrugsmaschen vereinzelt an die Corona-Pandemie angepasst. Hierbei werden finanzielle Sorgen und Ängste um die Gesundheit von Angehörigen schamlos ausgenutzt.

Die erste Kontaktaufnahme verläuft über das Telefon. Die Betrüger geben sich dabei als Amtsperson, oft als Polizeibeamte aus. Häufig nutzen die Straftäter eine spezielle Technik, die auf dem Telefondisplay der Angerufenen die Notrufnummer 110 oder der örtlichen Polizeidienststelle anzeigt. Unter einem Vorwand wie beispielsweise, die Polizei habe Hinweise auf einen geplanten Einbruch, gelingt es den Betrügern immer wieder, glaubwürdig zu vermitteln, dass Geld und Wertsachen im Haus nicht sicher seien. Daher müsse alles in Sicherheit gebracht werden und einem Polizisten in Zivil ausgehändigt werden, der vorbeikäme.

Beim Enkeltrick geben sich die Täter als Verwandter, Enkel oder guter Bekannter aus. Rhetorisch geschickt wird eine ausgeklügelte Geschichte erzählt, um das Vertrauen der meist älteren Menschen zu gewinnen. Hierbei wird eine finanzielle Notlage, wie beispielsweise eine Notoperation, eine Infektion mit dem Corona-Virus, der Kauf einer Immobilie oder eines Autos vorgetäuscht. Die Situation wird immer als äußerst dringlich dargestellt. Der angebliche Enkel gibt an, dass jemand anderes das Geld abholen komme, da er selbst verhindert sei.

Außer den hier geschilderten Maschen, gibt es zahlreiche weitere Variationen, wie die Betrüger versuchen, an Geld zu kommen. Zum Teil werden Betrugsmaschen wie der Enkeltrick und „Falsche Polizisten“ kombiniert. Bei Geldforderungen sollten Sie in jedem Fall hellhörig werden.

Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz gibt Tipps, wie Sie sich und Ihre Angehörigen vor den Betrügereien schützen können.

– Legen Sie den Hörer auf! Das ist nicht unhöflich.

– Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110

an.

– Übergeben Sie nie Geld oder Wertsachen an Unbekannte!

– Die Polizei wird Sie niemals dazu auffordern, Geld oder

Wertsachen herauszugeben.

– Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon mit den

Worten „Rate mal, wer hier spricht!“ oder ähnlichen

Formulierungen meldet, ohne sich selbst namentlich vorzustellen.

– Nutzen Sie nicht die Rückwahltaste! Geben Sie bei Rückfragen an

die Polizei die Telefonnummer der örtlichen Dienststelle selbst

über die Tasten ein.

– Erstatten Sie Anzeige, falls Sie Opfer geworden sind!

– Im Notfall wählen Sie die 110, Notruf Polizei!

PM des LKA Rheinland-Pfalz vom 03.12.2020

Am Dienstagnachmittag ist ein 51-jähriger Mann mit seinem Geländewagen in die Trierer Fußgängerzone gerast.

Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der Tatverdächtige gegen 13:45 Uhr aus Richtung Basilika kommend über den Hauptmarkt in Richtung Porta Nigra. Das Fahrzeug erfasste mehrere Passanten. Nach derzeitigem Stand starben vier Menschen, mehrere wurden zum Teil schwer verletzt. Unter den Todesopfern ist auch ein Kleinkind.

Nach sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen wurde der Fahrer bereits vier Minuten nach Eingang des ersten Notrufs im Bereich der Christophstraße von Einsatzkräften der Polizei gestoppt und festgenommen. Bei der Festnahme leistete der Beschuldigte erheblichen Widerstand.

Der 51-Jährige wurde zur Dienststelle gebracht. Zurzeit wird er vernommen. Über das Motiv der Tat liegen bislang keine Erkenntnisse vor. Der Tatverdächtige ist in der Vergangenheit noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Hinweise auf einen politisch motivierten Hintergrund liegen nach den bisherigen Erkenntnissen nicht vor.

Die Ermittlungen dauern an.

Der Innenstadtbereich ist abgesperrt. Die Einsatzkräfte sind weiter vor Ort.

Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht mehr.

Um 19:00 Uhr findet im Rathaus der Stadt Trier, Am Augustinerhof, eine Pressekonferenz statt.

Weitere Informationen finden Sie auf unserem Twitterkanal @PolizeiTrier.

Der Livestream kann unter dem Link https://youtu.be/g7RQKezb0Cs aufgerufen werden.

PM des PP Trier vom 01.12.2020

Für mehr Respekt und weniger Gewalt gegen Einsatzkräfte:

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Polizeipräsident Roman Fertinger präsentieren neue Kampagne der mittelfränkischen Polizei – Einladung an die Presse

Polizisten, Feuerwehrleute, Rettungsdienstmitarbeiter und weitere Einsatzkräfte wie vom Technischen Hilfswerk (THW) werden bei ihrer Arbeit immer wieder zur Zielscheibe gewalttätiger Angriffe. Die Zahlen zur Gewalt gegen Polizeibeamte steigen seit Jahren auf neue Höchststände. So gab es 2019 7.959 Fälle von verbaler und körperlicher Gewalt (+3,5 Prozent), wobei das Gros Fälle körperlicher Gewalt waren (4.501, +2,7 Prozent). Dabei wurden 2.599 Polizistinnen und Polizisten verletzt (+1,3 Prozent).

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann wird am Freitag, den 4. Dezember 2020, um 12.00 Uhr, vor der Polizeiinspektion Fürth, Kapellenstr. 10, 90762 Fürth, gemeinsam mit Polizeipräsident Roman Fertinger eine neue Kampagne des Polizeipräsidiums Mittelfranken für mehr Respekt und weniger Gewalt gegen Einsatzkräfte vorstellen.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen. Vor Ort sind neben der Polizei auch Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes, der Feuerwehr und des THW. Für O Töne bitten wir, eine Mikrofonangel zu nutzen. Ebenfalls bitten wir, für eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung zu sorgen.

PM des PP Mittelfranken vom 01.12.2020

Mit einem eigenen Podcast will sich die Polizei Rheinland-Pfalz als attraktiver Arbeitgeber präsentieren und jungen Menschen zeigen, wie vielfältig der Polizeiberuf ist.

Produziert wurde der Podcast mit dem Titel „Polizei im Verhör“ von der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz in enger Zusammenarbeit mit allen Polizeibehörden im Land. Insgesamt sind zehn Folgen mit einer Länge zwischen 10 und 20 Minuten vorgesehen. Die erste Folge mit dem Titel „Wir für euch“ ist am heutigen Montag, 30. November, erschienen und auf der Website der Polizei Rheinland-Pfalz sowie auf den gängigen Podcast-Plattformen wie Spotify, Apple Podcast oder Deezer abrufbar.

In den zehn Folgen, die in den kommenden Wochen jeweils montags erscheinen, berichten Polizist*innen unter anderem über ihre Arbeit als „Freund und Helfer“, es wird der „Tatort Straße“ beleuchtet und von Ermittlern des LKA über Cybercrime sowie Terrorbekämpfung gesprochen. Auch Mitglieder*innen von Spezialeinheiten, der Polizeihubschrauberstaffel, der Wasserschutzpolizei und der Diensthundestaffel geben Einblick in ihre Arbeit. Nicht zuletzt geht es um das Thema Aus- und Fortbildung, schließlich will die Polizei Rheinland-Pfalz mit dem Podcast vor allem Berufsinteressierte der sogenannten Generation Z, also der 16- bis 24-Jährigen, erreichen.

„Der Podcast ist durch seine authentischen, positiven und persönlichen Inhalte aber auch für Nicht-Bewerber interessant“, ist Jürgen Schmitt, Inspekteur der Polizei Rheinland-Pfalz, überzeugt und ergänzt: „Die Wichtigkeit der Polizei für die demokratische Gesellschaft soll herausgestellt werden und die Polizist*innen in Rheinland-Pfalz sollen sich natürlich mit den Inhalten identifizieren können.“

Moderiert wird der Podcast von BigFM-Moderator Reece. Reece ist Moderator von mehreren Radioshows bei bigFM, u. a. DAILY LIFE MIX, hostet bereits einen sehr erfolgreichen bigFM-Podcast mit über 10.000 Abonnenten und ist für den LFK-Medienpreis 2020/2021 nominiert. „Mit seinem persönlichen Background passt er hervorragend zur Interkulturalität und Diversität, die sich die Polizei Rheinland-Pfalz auf die Fahnen geschrieben hat“, sagt Markus Moog von der Hochschule der Polizei.

Neugierig geworden auf den Podcast „Polizei im Verhör“? Er ist ab sofort abrufbar unter dem Link https://www.polizei.rlp.de/de/karriere/podcast-polizei-im-verhoer/ und überall dort, wo es Podcasts gibt.

PM der Hochschule der Polizei RLP vom 30.11.2020

Am späten Nachmittag des 29.11.2020 wurde der Polizeiinspektion Bitburg über Notruf eine Gefahrenlage durch eine vermeintliche Schussabgabe in Utscheid gemeldet.

Zum Schutz der Bevölkerung und zur Aufklärung der Hintergründe wurden starke Polizeikräfte in die Ortslage Utscheid entsandt. Der potenzielle Gefahrenbereich wurde hierbei hermetisch abgeriegelt. Im Zuge der intensiven Aufklärungs-,

Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen unter Einbindung der Polizeihubschrauberstaffel, Diensthundestaffel und des Spezialeinsatzkommandos konnte letztlich der stark alkoholisierte Verantwortliche aufgegriffen werden.

Inwieweit es jedoch tatsächlich zu einer Schussabgabe gekommen ist, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Die polizeilichen Einsatzmaßnahmen in der Ortslage Utscheid konnten gegen 22.30 Uhr beendet werden.

Auf der Anfahrt zum Einsatzort verunfallte eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Bitburg ohne Fremdbeteiligung kurz vor der Ortslage Oberweis.

Am Streifenwagen entstand Sachschaden, die beiden Beamten wurden nicht verletzt.

PM der PI Bitburg vom 29.11.2020

Am Mittwochmorgen (25. November, 07:50 Uhr) fiel Beamten des Verkehrsdienstes der Duisburger Polizei auf der Königstraße ein Peugeot auf, der nur hinten ein Kennzeichen hatte, das ungültig war. Als die Polizisten das Auto stoppen wollten, reagierte der Fahrer zunächst nicht auf Anhaltezeichen und ergriff kurzerhand die Flucht. Dabei achtete er nicht auf rote Ampeln und fuhr rücksichtslos über innerstädtische Straßen. Auf der Windmühlenstraße konnte eine Frau ein circa 8-jähriges Mädchen gerade noch von der Straße ziehen, als beide gerade bei „Grün“ die Straße überqueren wollten. Auf der Helmholtzstraße führte vermutlich ein Schaltfehler des Verkehrssünders dazu, dass die Ordnungshüter den Peugeot stoppen und die gefährliche Fahrt beenden konnten. Die Polizisten staunten nicht schlecht, als sich herausstellte, dass ein 12-jähriges Kind auf dem Fahrersitz saß. Er war gemeinsam mit seinem 13-jährigen Kumpel unterwegs, der die Autoschlüssel seines Vaters an sich genommen hatte.

Bei der Befragung des jungen Fahrers stellte sich auch noch heraus, dass er Marihuana geraucht hatte. Die Polizisten stellten das Auto sicher, schrieben eine Anzeige und informierten das Jugendamt. Glücklicherweise wurde bei dem riskanten Fahrmanöver niemand verletzt.

PM der POLK Duisburg vom 25.11.2020

Der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“, ist ein am 25. November jährlich abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. Auch das PP Mittelfranken beteiligt sich hieran mit Aktionen, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.

Jeder Streifenbeamte kennt diese Situation:

Man wird zu einem Familienstreit gerufen. Das zumeist weibliche Opfer berichtet über häusliche Gewalt ist vielleicht sogar verletzt. Die Beamten nehmen sich der Frau an, treffen im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten Maßnahmen wie die Aussprache eines Platzverweises oder die Anordnung eines polizeilichen Kontaktverbots.

Wenige Tage später meldet sich die Geschädigte bei den Beamten und teilt mit, dass sie nun doch keine Anzeige erstatten möchte und sich wieder mit ihrem Ehemann vertragen hat. Für Außenstehende möglicherweise völlig unverständlich.

Nicht aber dann, wenn man sich mit der oft schweren und ausweglos erscheinenden Situation von Opfern häuslicher Gewalt befasst.

Der Terminus Häusliche Gewalt umfasst alle Formen von Misshandlungen – sowohl psychische, physische und sexuelle Gewalt – welche zwischen Eheleuten, Lebensgefährten oder Lebenspartnern begangen werden. Opfer sind zumeist Frauen und Täter in der Mehrzahl Männer.

Häusliche Gewalt ist ein Phänomen, das Frauen aller sozialen Schichten betrifft.

Sie kommt in allen Ländern vor, quer durch alle Kulturen, Klassen oder Herkunftsländer. Sie betrifft Frauen aller Bildungsgrade und Einkommensschichten sowie jeden Alters.

„Niemals hätte ich gedacht, dass mir so etwas passiert“. Die Folgen häuslicher Gewalt sind für die Opfer schwerwiegend. Die Lebensqualität betroffener Frauen wird wesentlich beeinträchtigt. Sie verlieren ihr Selbstwertgefühl bis hin zum Verlust der Selbstachtung.

Häusliche Gewalt hat viele Formen: Tritte, Schläge oder unfreiwillige sexuelle Handlungen. Aber auch Nötigungen, Beleidigungen oder Demütigungen gehören dazu.

Das heimtückische an dieser Form von Gewalt ist, dass sie dort stattfindet, wo jeder Mensch eigentlich Schutz finden sollte: zu Hause. Daher ist sie für Außenstehende oft unsichtbar.

Betroffene Frauen finden sich nach dem ersten Übergriff in einer Spirale der Gewalt wieder. Einem Teufelskreis aus Machtausübung, Kontrolle, Eifersucht. Aus Entschuldigungen, Beteuerungen, es würde nie wieder geschehen, Hoffnung und wieder Enttäuschung.

Häusliche Gewalt stellt in der Statistik keine eigene Deliktsform dar. Man spricht daher von einem „Phänomenbereich“, der verschiedene Straftaten aufweisen kann. Im Jahr 2019 verzeichnete das Polizeipräsidium Mittelfranken etwa 3400 Fälle von häuslicher Gewalt. In ca. 1100 Fällen wurden Frauen nach einer Trennung Opfer. In rund 1000 Fällen ereigneten sich die Taten zwischen Ehepartnern. In 80 Prozent dieser Fälle waren die Opfer weiblich und die Täter männlich. In über 40 Prozent der Fälle waren Kinder bei der Tatausführung anwesend und mussten somit zumindest mittelbar entsprechende Gewalterfahrungen erleben.

Gerade in der momentanen „coronageprägten“ Zeit ist es für betroffene Frauen besonders schwer. Sind Menschen über längere Zeit auf engstem Raum zusammen, entladen sich Spannungen und Gewalt schneller. Hinzu kommen zusätzliche Belastungen wie Sorgen um die eigene Gesundheit, einem Jobverlust oder Zukunftsängsten. Dennoch ist seitens des PP Mittelfranken seit März 2020 kein signifikanter Anstieg von Fällen häuslicher Gewalt zu verzeichnen. Das Dunkelfeld ist jedoch gerade in diesem Bereich sehr hoch und Opfer zeigen Straftaten oftmals erst nach Jahren voller Gewalterfahrungen bei der Polizei an.

Was hindert Frauen nun daran, sich hilfesuchend an Polizei oder Opferschutzeinrichtungen zu wenden? Oftmals ist es Scham, Schuld wird bei sich selbst gesucht, das gesellschaftliche Tabu ist groß. Frauen wurden durch ihre Peiniger isoliert, soziale Kontakte sind rar geworden. Die Angst, das Leben, auch und vor allem in finanzieller Hinsicht, nicht alleine meistern zu können, überwiegt. Letztendlich sind Kinder ein ganz entscheidender Faktor. Die Drohung des Mannes, der Frau die Kinder zu nehmen oder ihnen gar etwas anzutun, lässt Frauen in ihrer unaushaltsamen Situation verharren.

Am heutigen Tag, dem Tag gegen Gewalt an Frauen, sollen Opfer von häuslicher Gewalt ermutigt werden, diesen Schritt, heraus aus der Gewaltspirale, zu gehen.

Niemand steht mit seinen Ängsten alleine da! Es gibt vielfältige Hilfsangebote.

Menschen, die mit viel Engagement und Einfühlungsvermögen professionell helfen und schützen.

Auszugsweise möchten wir folgende Einrichtungen nennen:

– das Hilfstelefon „Gewalt gegen Frauen“: 08000 116016

– den Krisendienst Mittelfranken: 0911/424855-0

– die Beauftragten der Polizei für Kriminalitätsopfer:

0911/2112-1331 https://www.polizei.bayern.de/schuetzenvorbeugen/beratung/frauenundkinder/index. html/49209

– das Opfertelefon des Weißen Rings: 116006

Um aus dem Kreislauf der Gewalt ausbrechen zu können, ist verständnisvolle Hilfe von außen unbedingt notwendig. Betroffene Frauen brauchen Augen, die hin- und nicht wegsehen, Ohren, die zuhören und Hände, die sie aus der Not führen.

PM des PP Mittelfranken vom 25.11.2020

Wie angekündigt führten die Ordnungsämter der Region, mit kollegialer Unterstützung durch unsere Polizeidienststellen, auch am vergangenen Wochenende verstärkt Kontrollen der Coronaauflagen durch.

Positives Fazit: Im gesamten Dienstbezirk des Polizeipräsidiums Trier mussten die Polizeibeamt*innen nur 79 Verstöße beanstanden. Die mit 42 Fällen häufigsten Verstöße, registriert von Freitag bis Sonntag, bezogen sich auf das Nichttragen oder das falsche Anlegen der Mund-Nasen-Bedeckung. Am Freitag monierten die Einsatzkräfte zusätzlich, dass in 18 Fällen der Mindestabstand nicht eingehalten wurde.

„Wir bedanken uns ausdrücklich bei der überwältigenden Mehrheit der Bürger*innen, die unsere Arbeit durch ihr verantwortungsvolles Verhalten – zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit – unterstützen,“ lobt Uwe Konz, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Trier, die Menschen in der Region.

PM des PP Trier vom 23.11.2020

Meist bekommt es die Polizei schnell mit, wenn die Betrügerbanden einen Geldabholer in einem Ort bereitstehen haben. Denn dann klingelt nicht nur bei vielen Senioren dieser Stadt das Telefon – sondern häufig kurz darauf auch der Notruf. Ganze Straßenzüge telefonieren die Täter ab – bis sie auf ein ahnungsloses Opfer stoßen. Diese werden teilweise mehrere Tage lang ständig angerufen und durch die geschickt agierenden Täter so lange unter Druck gesetzt, bis sie zu einer Geldübergabe bereit sind. Dann geht alles meist sehr schnell – der Geldabholer wird in Bewegung gesetzt und Schmuck und Bargeld wechselt in wenigen Augenblicken den Besitzer. Die Schadenssummen sind dabei beträchtlich – in einigen Fällen verloren die Senioren sechsstellige Vermögensbeträge.

Wo genau die Betrüger zuschlagen werden, bleibt für die Polizei zunächst im verborgenen – bis sich an einem der nächsten Tage ein verunsicherter Geschädigter bei den „echten“ Ermittlern meldet und dann das Ausmaß des Schadens bekannt wird.

Dass die betrügerischen Anrufe nicht nur finanzielle Schäden hinterlassen, sondern die meist betagten Opfer auch nachhaltig verunsichern, zeigt der Fall einer Seniorin, die sich aus Angst vor einem vermeintlichen Einbruch in ihrer Wohnung verbarrikadierte. Das Polizeipräsidium Mittelfranken berichtete am 24.07.2020 über den Fall. Bei Opfern, die tatsächlich Geld übergeben haben, kommt ein Gefühl der persönlichen Scham hinzu, dass man tatsächlich auf die Betrüger hereingefallen ist.

Wie Zacken eines EKG zeichnen sich die Wellen des Telefonbetrugs in den Zahlen der mittelfränkischen Einsatzzentrale wieder (siehe Grafik in der Anlage der Pressemeldung). So waren beispielsweise am Dienstag, 14.07.2020, 14:00 Uhr und 21:00 Uhr, insgesamt 320 Notrufe zu verzeichnen. Im Vergleich zum Notrufaufkommen an „normalen“ Dienstagen bedeutete dies eine Steigerung um 165 %. Allein an diesem Tag wurden 33 Polizeieinsätze mit Betrugshintergrund erfasst

– am Folgetag sogar 35 Einsätze. Jeder dieser Einsätze bedeutet für die Polizei viel Arbeit: die Geschädigten müssen am Telefon beruhigt und trotz der Aufregung die Daten zum Vorgang erfragt werden. Eine Streife wird vor Ort geschickt um die Anzeige aufzunehmen und noch einmal in Ruhe über die Betrugsmasche und die Hintergründe aufzuklären. Danach beginnt die eigentliche Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei. Über Zeugenaufrufe, Spurensicherung am Wohnort Geschädigter mit Geldübergabe oder technische Ermittlungsansätze versuchen die Kriminalbeamten den Betrügern auf die Spur zu kommen.

Erfolge sind oft dann zu verzeichnen, wenn Dritte auf die verdächtigen Vorgänge aufmerksam werden: manchmal sind es aufmerksame Nachbarn, Bekannte oder die Angestellten einer Bank, die eine Geldübergabe im letzten Moment durch eine Verständigung der „echten“ Polizei verhindern. Dann Klicken manchmal auch die Handschellen und die Geldabholer können auf frischer Tat festgenommen werden.

Wie wichtig Aufklärung und Prävention zur Verhinderung der Taten ist, zeigt die Welle betrügerischer Anrufe im September mit Schwerpunkt Erlangen/Nürnberg.

Durch mehrere Pressemeldungen und die darauf basierende Berichterstattung in den Zeitungen und Radiosendungen waren viele Senioren gewarnt. Mehrere Tage lang telefonierten die Betrüger mit Hochdruck – zunächst aber vergeblich.

Darum startet das Polizeipräsidium Mittelfranken ab Montag, den 23.11.2020 eine neue Präventionskampagne zum Callcenterbetrug / Telefonbetrug. Mit zunächst drei Videoclips wird über die Betrugsmaschen „Schockanruf“, „falscher Polizeibeamter“

und „Enkeltrickbetrug“ aufgeklärt. Das Besondere daran: der eigentliche Betrug wird jeweils durch die Polizeipuppenbühne Nürnberg gespielt. Hauptpersonen sind die Puppen „Gunda und Gerch“ mit denen die Polizeipuppenbühne in Seniorengruppen vor Trickbetrug warnt (aktuell wg. Corona ausgesetzt).

Doch Zielgruppe der Clips sind nicht nur lebensältere Menschen. Vielmehr sollen auch Angehörige und das soziale Umfeld potentieller Geschädigter mit in den Blick genommen werden. So konnte für einen Clip eine bekannte Nürnberger Instagram-Influencerin gewonnen werden. Dadurch soll auch die „Enkel-Generation“

mit angesprochen werden. In einen weiteren Clip ist ein Polizeihauptkommissar zu sehen – der Zwillingsbruder eines beliebten fränkischen Kabarettisten.

Die Clips werden für zwei Wochen auch im Fahrgastfernsehen der VAG in U-Bahnen, Bussen und TRAM-Bahnen beworben. Die Polizei hofft darauf, dass möglichst viele Medien die Präventionskampagne aufgreifen, auf Facebook teilen und dadurch viele mögliche Opfer gewarnt werden.

PM (auszugsweise) des PP Mittelfranken vom 20.11.2020