Die Täter zogen alle Register, um ihre Opfer in Sicherheit zu wiegen: Sogar eine vermeintliche E-Mail der Staatsanwaltschaft ließen sie einem älteren Ehepaar in Bocholt zukommen. Doch diese stammte nicht von einer amtlichen Stelle, sondern aus der Hand von Kriminellen: Mit der Masche des „Falschen Polzisten“ ist es in den vergangenen Tagen Unbekannten gelungen, einen Bocholter und seine Frau zur Herausgabe von Wertsachen zu bewegen. Den Eheleuten entstand ein finanzieller Schaden in mittlerer fünfstelliger Höhe.

Die Täter operierten mit der Vorgehensweise, die für diese Form des Betrugs typisch ist: Sie tischten den Opfern die frei erfundene Geschichte von der Liste mit Namen auf, die die Polizei angeblich bei einem Einbrecher gefunden habe – darunter der der Angerufenen. Der vermeintliche Kripobeamte gab sich derart überzeugend, dass es in der Folge zu mehreren telefonischen Kontakten kam – am Ende brachten die Betrüger die Betroffenen dazu, eine Tasche mit Wertsachen zu packen und diese an einer bestimmten Stelle zu deponieren. Dort holten Unbekannte diese ab. Die Polizei bittet um Hinweise an die Kripo in Borken: Tel. (02861) 9000.

Dieses Beispiel zeigt, dass die Täter psychologisch geschickt vorgehen: Sie bauen bedrohliche Szenarien auf und unterfüttern diese mit vermeintlich glaubwürdigen Informationen. Das Phänomen stellt die Polizei vor ganz besondere Herausforderungen: So kam es in der zweiten Januarwoche 2020 kam es allein in der Stadt Bocholt und vereinzelt auch in Rhede zu mehr als 160 solcher telefonischen Betrugsversuche, die polizeilich bekannt geworden sind. Darüber hinaus gab es noch etliche weitere derartige Fälle im übrigen Kreis Borken. Die Täter agieren von Callcentern aus, die bekanntlich aus im Ausland sitzen wie beispielweise in der Türkei. In Heuschreckenmanier telefonieren sie ganze Städte und Gemeinden ab. Ihre Opfer glauben schließlich, Wertsachen oder Bargeld bei den Tätern in Sicherheit zu bringen.

Das Gegenteil ist der Fall! Die Polizei erneuert deshalb ihre Warnung: Wer einen derartigen Anruf erhält, sollte keine persönlichen Daten preisgeben und ebenso wenig über seine Vermögensverhältnisse Auskunft geben. Die Polizei erfragt derartige Informationen niemals per Telefongespräch. Auch wenn im Display des Telefons die „110“ erscheinen sollte, handelt sich keinesfalls um einen Anruf der Polizei. Die Betrüger nutzen technische Möglichkeiten, um damit eben dies vorzutäuschen. Wer von einem vermeintlichen Polizeibeamten angerufen wird, sollte sich den Namen notieren, das Gespräch beenden und selbst die 110 wählen – aber keinesfalls die Rückruftaste nutzen!

PM der KPB Borken vom 16.01.2020

In einem groß angelegten Einsatz wurden in den Abendstunden von Dienstag (14.01.2020) auf Mittwoch (15.01.2020) vier Männer im Alter von 21, 23, 29 und 39 Jahren unter Einsatz von Spezialeinheiten (SEK, MEK, OpE) festgenommen. Sie stehen im Verdacht als Bande unter anderem in großem Stil mit Drogen gehandelt zu haben.

Seit August 2019 ermittelt das Dezernat für Qualifizierte Rauschgiftkriminalität des Landespolizeipräsidiums (LPP) gegen eine deutsch/mazedonische Tätergruppe aus dem Großraum Saarlouis/Dillingen wegen Verdachts

– des bandenmäßigen Einfuhrschmuggels und Handeltreibens mit
Marihuana und Kokain in nicht geringen Mengen
– von Verstößen gegen das Waffengesetz und
Kriegswaffenkontrollgesetz
– der Bedrohung und der Erpressung
– der Urkundenfälschung
– sowie der Geldwäsche.

Mitglieder der Gruppierung betreiben ein internationales Speditionsunternehmen in Überherrn sowie mehrere Gastronomiebetriebe im Raum Saarlouis. Überdies nutzte die Gruppe gefälschte Reisedokumente und Identitätspapiere zur Anmietung von Wohnungen und bei Bankgeschäften.

Gegen Ende des Jahres 2019 wurde bekannt, dass sich mehrere Bandenmitglieder ins südeuropäische Ausland absetzen wollen und hierzu bereits umfangreiche Vorbereitungen trafen. So wurden mehrere Unternehmen und Betriebe, aber auch der Gruppe zuzurechnende Immobilien, zum sofortigen Kauf angeboten.

Unabhängig von den o.a. Ermittlungen führte eine Kontoeröffnung am Dienstag, dem 14.01.2020, durch ein 21 jähriges Bandenmitglied unter Vorlage eines gefälschten italienischen Personalausweises bei einer Bank in Saarlouis zu einem ersten polizeilichen Einschreiten und der vorübergehenden Festnahme des Täters. Dieser musste zunächst aufgrund fehlender Haftgründe zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Die Gruppierung reagierte unmittelbar auf diese vorübergehende Festnahme mit dem Beiseiteschaffen von Beweismitteln. Dies machte noch in den Abendstunden des 14.01.2020 einen sofortigen Großeinsatz notwendig, bei dem die Ermittler des Drogendezernats mit Unterstützung von Spezialkräften von SEK, MEK und OpE vier Bandenmitglieder (ein 23-jähriger Deutscher, drei Mazedonier im Alter von 21, 29 und 39 Jahren) in Saarlouis, Dillingen und am Flughafen Frankfurt/Hahn, festnahmen.

Auf die Festnahmen folgend wurden insgesamt zehn, der Gruppierung zuzurechnende, Wohnungen und Unternehmen in Saarlouis, Dillingen, Überherrn, Nalbach und Lisdorf durchsucht.

Dabei wurden u.a.

– ca. 160 Gramm Kokain
– 1 scharfer Revolver mit Munition
– mehrere unscharfe Schusswaffen (darunter 2 präzise Nachbildungen
von Maschinenpistolen)
– Waffenteile
– mehrere gefährliche Gegenstände (Baseballschläger, Messer etc.)
– wertvolle Uhren
– eine Vielzahl von Mobiltelefonen, Tablet Computern und sonstigen
Datenträgern
– mehrere PC
– elektronische Feinwaagen
– sowie ge- bzw. verfälschte Dokumente (polizeiliche
Führungszeugnisse etc.)

sichergestellt.

Die vier festgenommenen Bandenmitglieder wurden am Nachmittag des 15.01.2020 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Saarbrücken dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Saarbrücken vorgeführt und nach Erlass von Haftbefehlen in die JVA Saarbrücken eingeliefert.

Die Ermittlungen dauern an.

PM des Landespolizeipräsidiums Saarland vom 16.01.2020

Ein 86 Jahre alter Neubrandenburger ist Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden, die in dieser Form auch für die Ermittler neu ist.

Der Mann wurde gestern Nachmittag von zwei Männern an seiner Wohnanschrift aufgesucht. Sie gaben sich als Polizisten aus Spanien aus und gaben vor, mit der Kripo Neubrandenburg zusammenzuarbeiten. Sie hätten in Spanien zwei Personen festgenommen, die dem Rentner elektrische Geräte sowie ein Messer-Set verkauft haben sollen – vor eineinhalb Jahren.

Genau das stimmt sogar: Der Neubrandenburger hatte tatsächlich 2018 von zwei Männern die besagten Waren in einer Art „Haustürgeschäft“ für mehrere hundert Euro gekauft. Damals hatten sich die Verkäufer ebenfalls als Spanier vorgestellt und angegeben, dass sie die Technik und das Messer-Set verkaufen wollen, weil sie die Gegenstände nicht mit in den Flieger zurück in ihr Land nehmen können.

Während die beiden angeblichen spanischen Polizisten das 86-jährige Opfer gestern zu dem Erwerb befragten, forderten sie ihn auf, sein vorhandenes Bargeld zur Prüfung abzugeben. Er könne sich die Scheine am Abend wieder im Neubrandenburger Revier abholen. Der Geschädigte gab den Männern in seiner Wohnung über 30.000 Euro. Als er am Abend auf dem Revier erschien, flog der Betrug auf.

Nach derzeitigen Erkenntnissen waren die angeblichen Polizisten von gestern nicht die gleichen Männer, die dem Opfer 2018 Waren verkauft hatten.

Die Betrüger, die sich als spanische Ermittler ausgegeben haben, können wie folgt beschrieben werden:

Erster Tatverdächtiger:

– 35 – 40 Jahre alt
– ca. 1,70 m groß
– schlanke
– schwarze, leicht lockige Haare
– kurzer Oberlippenbart
– er trug eine braune Lederjacke, braune Stoffhose und
dunkelbraune Lederschuhe
– gepflegtes Äußeres

Zweiter Tatverdächtiger:

– 35 – 40 Jahre alt
– ca. 1,80 bis 1,85 m groß
– schlank
– schwarze gelockte Haare mit weit nach unten gehenden Koteletten
– er trug eine braune Stoffjacke, eine dunkle Hose und braune
Lederschuhe
– gepflegtes Äußeres

Wir möchten diese in unserem Bereich neue Betrugsmasche zum Anlass nehmen, um die Bürger eindringlich zu warnen, niemals Geld an unbekannte Personen herauszugeben. Selbst wenn sie sich als Ermittler einer nationalen oder internationalen Polizeibehörde ausgeben.

Echte Polizisten werden niemals an Ihre Haustür kommen und von Ihnen Bargeld oder Wertgegenstände verlangen, um alles für weitere Ermittlungen mitzunehmen.
Auch nicht dann, wenn es tatsächlich Ermittlungen gibt und Sie womöglich Gegenstände von Betrügern (also zum Beispiel Diebesgut) erworben haben!

Wer weitere Angaben zu dem Sachverhalt, insbesondere zu den beschriebenen Tatverdächtigen, machen kann oder selbst Opfer einer solchen Masche geworden ist, wendet sich bitte telefonisch an die Einsatzleitstelle unter 0395/5582-2224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder aber jede andere Polizeidienststelle.

Die Ermittlungen hat die Kripo Neubrandenburg übernommen.

Auch in Torgelow ist gestern ein Betrugsfall geglückt. Dort hatte eine 76-jährige Frau einem Mann 30.000 Euro ausgehändigt, der sich als Beamter des BKA (Bundeskriminalamt) ausgegeben hat. In diesem Fall hatte sich zuvor in bereits typischer Weise eine angebliche Ermittlerin telefonisch an die Geschädigte gewandt. Wie so oft wurde vor einer ausländischen Bande gewarnt, die angeblich ihr Konto leer räumen wolle. Um das zu vermeiden, solle sie das Geld abheben und bis auf weiteres dem BKA zur Sicherstellung übergeben. Der Mann, der schließlich das Geld abholte, war natürlich kein echter Angehöriger des BKA!

Auch hier noch mal der Hinweis: Beamte, egal ob von Revieren oder vom Landes- bzw. Bundeskriminalamt, würden nie zu Bürgern kommen und deren Geld (vom Konto oder Bargeld) zur sicheren Verwahrung mitnehmen! Wer verdächtige Anrufe erhält oder von angeblichen Polizisten aufgefordert, Geld oder Wertgegenstände mitzugeben, wählt bitte umgehend den Notruf 110 und informiert in eigener Initiative die (echte) Polizei!

Die weiteren Ermittlungen führt die Kripo Anklam.

PM des PP Neubrandenburg vom 15.01.2020

Am 18.12.2019 gegen 18:30 Uhr beobachtete ein 18-jähriger Anwohner der Oppelner Straße in Bonn-Tannenbusch zwei junge Männer, die im Hausflur eines Mehrfamilienhauses Marihuana an zwei Kunden verkauften. Als er sie darauf ansprach, wurden beide ihm gegenüber verbal aggressiv, woraus sich eine Schlägerei vor dem Haus entwickelte.

Mindestens zwei weitere Tatverdächtige kamen hinzu und griffen den Anwohner und einen weiteren, 21-jährigen Geschädigten mit Schlägen, Tritten und einer Eisenstange an. Der 21-Jährige erlitt durch einen Schlag mit der Eisenstange auf den Kopf eine blutende Platzwunde und eine Gehirnerschütterung. Er musste in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Dem 18-Jährigen wurde noch am Boden liegend gegen den Kopf getreten. Er erlitt leichte Verletzungen.

Als die alarmierte Polizei eintraf, flüchteten die Tatverdächtigen. Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen wurden mehrere Personen kontrolliert, von denen ein 18-Jähriger später als Tatverdächtiger identifiziert werden konnte.

Die folgenden Ermittlungen der EG Tannenbusch führten zur Identifizierung von drei weiteren tatverdächtigen jungen Männern (18, 18 und 25 Jahre), die den Ermittlern alle bereits im Zusammenhang mit Drogenhandel bekannt sind. Bei dem 18-jährigen Haupttatverdächtigen handelt es sich um einen Bonner Intensivtäter, der am 23.12.2019 aufgrund eines Haftbefehls wegen gewerbsmäßigen Drogenhandel in Köln festgenommen wurde (siehe hierzu unsere Meldung vom 27.12.2019, 11:00 Uhr: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/7304/4478577).

Gegen den 25-jährigen tatverdächtigen Bonner, der bereits am 02.09.2019 an gleicher Stelle einen Mann niedergeschlagen und am Boden getreten haben soll, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bonn beim Amtsgericht Bonn ein Haftbefehl erlassen. Er wurde durch Zivilfahnder der Bonner Polizei am 13.01.2020 in Bonn festgenommen und befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt. Von dort wurde er bereits am 14.01.2020 einem Gerichtstermin zugeführt, der im Zusammenhang mit einem großen Durchsuchungs- und Festnahmeeinsatz vom 08.05.2018 in Bonn-Tannenbusch steht (siehe hierzu unsere Meldung vom 08.05.2018, 11:26 Uhr: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/7304/3938072).

Wegen gewerbsmäßigem Handel mit Betäubungsmitteln in mehreren Fällen wurde er dabei zu zwei Freiheitsstrafen von insgesamt 3 Jahren und 5 Monaten ohne Bewährung verurteilt. Darüber hinaus wird er sich zukünftig auch noch wegen Wohnungseinbruchdiebstahls und zwei Körperverletzungsdelikten vor Gericht verantworten müssen. Die Ermittlungen gegen die zwei weiteren Tatverdächtigen dauern an.

PM der POL Bonn vom 15.01.2020

Ins Gesicht gespuckt und mit Flasche beworfen: Bahnsicherheitsmitarbeiter sind in zwei Fällen im Bremer Hauptbahnhof angegriffen worden. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzungen und Bedrohung.

Ein 32-jähriger Bremer hatte bereits ein Hausverbot, als er am frühen Donnerstagabend schlafend in einem Schnellrestaurant angetroffen wurde. Als zwei DB-Mitarbeiter (27, 47) den polizeibekannten Deutschen weckten, spuckte er dem 47-Jährigen ins Gesicht. So wurde er zu Boden gebracht und mit Unterstützung eines Polizeibeamten vorläufig festgenommen. Weil ansteckende Krankheiten nicht auszuschließen sind, wird der Sicherheitsmitarbeiter ärztlich untersucht. Das endgültige Ergebnis ist erst nach einer weiteren Untersuchung in zirka sechs Wochen zu erwarten.

Nach Mitternacht gegen 01:15 Uhr wurden drei junge Männer von Sicherheitsmitarbeitern wegen aufdringlichen Benehmens und abwertender Kommentare aus dem Hauptbahnhof verwiesen. Ein 20-jähriger Mann aus Zeven folgte der Aufforderung nicht und soll damit gedroht haben, sie „abzustechen“. Der Somalier wurde an die Bundespolizei übergeben und erhielt eine Strafanzeige wegen Bedrohung.

Während des Festhaltens des 20-Jährigen zerschlug ein Mann dieser Gruppe eine Bierflasche auf dem Boden und warf den Flaschenhals auf die DB-Mitarbeiter, ohne sie zu treffen. Dann flüchtete der noch Unbekannte aus dem Hauptbahnhof in Richtung ZOB. Nach ihm wird wegen des Versuchs der gefährlichen Körperverletzung gefahndet. Die Bundespolizeiinspektion Bremen bittet um Zeugenhinweise: Telefon
0421/162995

PM der BPOLI Bremen vom 14.01.2020

Gemeinsame Pressemitteilung

der Staatsanwaltschaft Gießen, Marburger Straße 2, 35390 Gießen, stellvertretender Pressesprecher: Staatsanwalt Rouven Spieler, Tel.:
0641/934-3303, E-Mail: rouven.spieler@sta-giessen.justiz.hessen.de

und des

Polizeipräsidiums Mittelhessen, Pressestelle, Ferniestraße 8, D-35394 Gießen
Telefon: (0641) 7006 (0) – 2040 Fax: (0641) 7006 – 2041, E-Mail:
pressestelle.ppmh@polizei.hessen.de Pressesprecherin: Sabine Richter

Gießen/Hainburg: Festnahme von sieben Tatverdächtigten nach zwei Raubtaten – Beschuldigte in Haft

Zivilfahnder der Polizei nahmen am Donnerstag, den 9. Januar fünf Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 22 und 31 Jahren fest. Sie sind verdächtig, vor etwa fünf Wochen in Gießen einen 28-jährigen Gießener in seiner Wohnung (siehe Pressemeldung vom 09.12.2019) und vor etwa drei Wochen einen Juwelier in Hainburg beraubt zu haben. Die sieben Tatverdächtigten befinden sich in Haft, einer in Strafhaft auf Grundlage eines bereits bestehenden Vollstreckungshaftbefehls und sechs in Untersuchungshaft.

In Gießen hatten am 08.12.2019 vier bislang zunächst Unbekannte Handys, Jacken und 200 Euro Bargeld bei einem Raub erbeutet. Sie klopften an einer Wohnungstür eines Mehrfamilienhauses und bedrohten das 28-jährige Opfer mit einer Pistole und einer Machete.

Bei einem weiteren Raub zum Nachteil eines Juweliers am 23.12.2019 in Hainburg hatten vier zunächst Unbekannte Schmuck im Wert von knapp 3.000 Euro und das Mobiltelefon der Geschäftsinhaberin erbeutet.

Umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen der Gießener Kriminalpolizei führten zu der siebenköpfigen überregional agierenden Personengruppe.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen und mit Unterstützung von Polizisten aus Südosthessen sowie Frankfurt wurden die Wohnungen der Verdächtigen in Gießen, Frankfurt, Offenbach, Dietzenbach und Rodgau durchsucht. In den Wohnungen stellten die Ermittler umfangreiche Beweismittel sicher.

Die polizeibekannten Verdächtigen, fünf deutsche und zwei türkische Staatsangehörige, wurden festgenommen und dem Richter vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen sechs Haftbefehle erließ, ein bereits bestehender Haftbefehl gegen einen 25-jährigen Deutschen musste nur noch vollstreckt werden.
Die Festgenommen sind in verschiedenen Justizvollzugsanstalten untergebracht.

Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.

PM des PP Mittelhessen vom 14.01.2020

Nach einer zweitägigen Ausschreibung zur Festnahme konnte ein polnischer Staatsangehöriger (30) am Freitagmittag (10. Januar) um 11.30 Uhr im Düsseldorfer Hauptbahnhof durch die Bundespolizei festgenommen werden.

Gegen den Festgenommenen bestand der dringende Tatverdacht, eine schwere Körperverletzung begangen zu haben. Aufgrund dessen wurde er seit dem 8. Januar vom Polizeipräsidium Düsseldorf per Haftbefehl gesucht. Zwei Bundespolizisten kontrollierten den 30-Jährigen in der Vorhalle des Düsseldorfer Hauptbahnhofs.
Dabei wurde der Haftbefehl bekannt und der Mann wurde festgenommen.

Auf der Wache nahmen die eingesetzten Beamten einen starken Alkoholgeruch wahr und stellten eine Atemalkoholkonzentration von 3 Promille fest. Zwecks Ausnüchterung und späterer Übergabe an das zuständige Kriminalkommissariat wurde der Mann in den Polizeigewahrsam gebracht.

PM der BPOLD St. Augustin vom 13.01.2020

Dortmund/Rietberg/Oelde/Versmold (ots) – Während einer Streife im RE 6 zwischen Hamm und Dortmund, fanden Bundespolizisten bei Kontrollen in der vergangenen Nacht (12. Januar) unterschiedlichste Drogen bei zwei Männern und einer Frau.
Sie wurden vorläufig festgenommen.

Einsatzkräfte der Bundespolizei bestreiften in der vergangenen Nacht die RE 6 zwischen Hamm und Dortmund. Im Verlaufe der Maßnahmen trafen sie auf eine siebenköpfige Personengruppe. Bei zwei Männern (32/36) und einer Frau (35) dieser Gruppe, ergab sich der Verdacht auf den Besitz von Betäubungsmitteln. Da sich dieser Verdacht durch den Fund von Drogen bei einem 32-Jährigen erhärtete, wurden die drei Personen nach Ankunft in Dortmund mit zur Wache genommen. Bei einer anschließenden Durchsuchung konnten bei den Männern aus Versmold und Oelde sowie der Frau aus Rietberg, insgesamt 17 Plättchen LSD, mehrere Döschen und Verschlusstütchen mit Kokain, Speed, Marihuana und Crystal Meth aufgefunden werden. Ebenfalls fanden die Bundespolizisten 68 Pillen Ecstasy.

Aufgrund des Fundes dieser nicht unerheblichen Mengen Drogen, wurden die drei Personen festgenommen. Sie müssen sich nun wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Zuständigkeitshalber wurden sie in das Polizeigewahrsam des PP Dortmund eingeliefert.

PM der BPOLD St. Augustin vom 12.01.2020

Gestern Abend sind bei einem Unfall in Marzahn drei Polizeibeamte verletzt worden. Bisherigen Erkenntnissen zufolge war ein Funkwagen mit Blaulicht und Martinshorn gegen 21.10 Uhr in der Allee der Kosmonauten in Richtung Poelchaustraße unterwegs und befand sich auf dem Weg zu einem Raub mit Schusswaffe, bei dem die Täter flüchtig waren. Als der Funkwagen rechts in die Fichtelbergstraße abbog, kam er aus noch nicht geklärter Ursache von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Laternenmast. Alle drei Polizisten wurden von Rettungskräften der Feuerwehr in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer und der hinten sitzende Polizeimeister wurden nur leicht verletzt. Der Beifahrer jedoch wurde aufgrund erlittener Kopfverletzungen stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Das Einsatzfahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die freiwillige Atemalkoholkontrolle des Fahrers verlief negativ. Der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 6 hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Weiteren Einsatzkräften war es zwischenzeitlich dennoch gelungen, die mutmaßlichen Täter zu dem Raub festzunehmen.

PM (0097) des PP Berlin vom 10.01.2020

Bei einem Zusammenstoß zweier PKW sind am Freitagvormittag auf der B 191 bei Plau drei Personen leicht verletzt worden, darunter zwei Polizisten. Ersten Erkenntnissen zufolge soll der 77-jährige Fahrer eines PKW die Vorfahrt des auf der Hauptstraße befindlichen Streifenwagens missachtet haben, worauf es zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge kam. Dabei erlitten die Fahrerin des Streifenwagens und ihr Beifahrer unter anderem Prellungen. Auch der Fahrer des PKW verletzt sich leicht. An beiden beteiligten Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Im Zuge der Unfallaufnahme und der Bergung der Fahrzeuge musste die B 191 in Höhe der neuen Ortsumgehung von Plau zeitweilig voll gesperrt werden.

PM der PI Ludwigslust vom 10.01.2020