Zwei Polizeibeamte traten gestern Nachmittag vom Dienst ab, nachdem sie während eines Einsatzes in einer Reinickendorfer Wohnung von einem Hund gebissen worden waren. Gegen 14 Uhr 10 betraten die Beamten die Wohnung in der Provinzstraße, weil es dort zu einem Siegelbruch an der eigentlich vom Gerichtsvollzieher verschlossenen Wohnung gekommen sein sollte. In der gewaltsam geöffneten Wohnung trafen die Polizisten den 30-jährigen Wohnungsmieter an, welcher sofort auf den ersten Beamten zulief. Dieser riss den vermeintlichen Angreifer daraufhin zu Boden. Während dieser Situation biss einer der beiden in der Wohnung anwesenden Mischlingshunde den zusammen mit dem 30-Jährigen am Boden liegenden Beamten in den Oberkörper, den linken Oberarm, den linken Oberschenkel und verbiss sich anschließend in der rechten Wade, der ihrem Kollegen zur Hilfe eilenden Polizistin. Der zweite Hund zeigte sich von der Situation unbeeindruckt und verhielt sich ruhig. Nach Aufnahme seiner Personalien konnte der Wohnungsmieter seinen Weg zusammen mit seinen Vierbeinern fortsetzen. Die verletzten Polizeibeamten begaben sich zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus und beendeten anschließend ihren Dienst. Gegen den Mieter wird u.a. wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Quelle: PM derPolizei Berlin vom 28.05.2011

Insgesamt 36 Polizisten waren letztlich gestern Abend in Wedding notwendig, um die aggressiven Gäste einer Hochzeitsfeier in Schach zu halten. Gegen 18 Uhr 30 sprachen Polizeibeamte in der Pankstraße die Fahrer eines „Audi“ Cabrios sowie eines festlich geschmückten „Chrysler“ an, die als erste Fahrzeuge einer Hochzeitsgesellschaft in sehr langsamem Tempo nebeneinander fuhren und zwischenzeitlich immer wieder stoppten. Hinter diesen beiden Fahrzeugen schloss sich eine ebenfalls zur Hochzeitsgesellschaft gehörende Kolonne von insgesamt ca. 20 Fahrzeugen an. Der übrige Fahrzeugverkehr wurde durch die Hochzeitsgesellschaft stark behindert, so dass es bereits zu einem erheblichen Verkehrsstau kam. Auch der Bus der Linie M 27 war hiervon betroffen. Aufforderungen zur Weiterfahrt und dem Freimachen eines Fahrstreifens über die Lautsprecheranlage des Polizeifahrzeuges kamen die Fahrer nicht nach, so dass die Beamten ihr Fahrzeug vor der Kolonne quer stellten, aus dem Wagen stiegen und die Fahrzeugführer direkt ansprachen um ihre Personalien festzustellen. Sofort sprangen mehrere Männer aus den Fahrzeugen und gingen in aggressiver Weise auf die Beamten zu. Insgesamt standen die beiden Polizisten bis zu 30 Personen gegenüber, die die Uniformierten beleidigten, bedrohten und bespuckten. Die Polizeibeamten forderten umgehend Unterstützungskräfte an. Die Menge drängte immer weiter auf sie zu. Körperliche Angriffe konnten nur durch Wegschieben der Personen, Einwirken weiterer Hochzeitsgäste auf die aufgebrachten Männer, sowie durch das offensive Zeigen des Reizstoffsprühgerätes und des Rettungsmehrzweckstocks verhindert werden. Erst nachdem weitere Polizeibeamte zur Unterstützung eingetroffen waren, gelang es, die Personalien der Beteiligten festzustellen. Ein Teil der Hochzeitsgesellschaft hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits unerkannt vom Ort entfernt. Die Polizisten leiteten Strafermittlungsverfahren wegen Nötigung, versuchter Nötigung, Beleidigung sowie Widerstandes ein.

Quelle: Pressemitteilung der Polizei Berlin vom 28.05.2011

Hm, also bei unserer Hochzeit gab es einen Autokorso, der nicht gestoppt wurde. Ob das am Ende damit zusammenhängt, dass wir niemanden damit behindert haben?
Übrigens war es den Teilnehmern des Autokorsos sogar möglich, das Hupen auf einer Strecke von zwei Kilometern einzustellen, um die Pferde eines Gestüts nicht kirre zu machen, das am Wegesrand lag. Aber sicherlich ist das nur wieder eine vollkommen überalterte Einstellung, dass man irgendwie auf andere Lebewesen Rücksicht nehmen könnte und trotzdem dabei Spaß haben kann.
Überhaupt gab es bei unserer Hochzeit keine Schlägerei, weder mit der Polizei noch mit sonstwem. Aber sicherlich liegt auch das nur wieder an meiner eingeschränkten Definition von Spaß.

Eine 63jährige Frau aus Norddeutschland, die mit ihrer Tochter und ihrem Enkel am späten Samstagabend auf der A6 unterwegs war, blieb mit ihrem Pkw kurz vor Mitternacht in Höhe Kaiserslautern-Einsiedlerhof wegen eines geplatzten Reifens liegen. Die Polizei sicherte die Gefahrenstelle ab und wollte einen Pannendienst verständigen. Es stellte sich jedoch heraus, dass auf absehbare Zeit kein Pannendienst verfügbar gewesen wäre. Also nahmen die Beamten spontan das Problem selbst in die Hand und wechselten der erleichterten Frau den Reifen, damit sie ihre Fahrt fortsetzen konnte.

Quelle: PM der PD Kaiserslautern vom 23.05.2011

Hilden (NRW) – Für ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft wäre eine 22- jährige Hildenerin fast mit dem Verlust ihres Fahrrades bestraft worden. Um einen gefundenen Personalausweis abzugeben, hatte sie am Morgen des 21. Mai, gegen 05.40 Uhr, die Wache an der Kirchhofstraße betreten. Aufgrund der beabsichtigten Kürze dieses Besuches blieb ihr Fahrrad unverschlossen vor der Wache.. Kaum hatte sie dieselbe aber betreten, sah sie ihr Zweirad unter einem fremden Mann in Richtung Lindenplatz verschwinden. Auf ihren entsetzten Ruf hin: „Da klaut einer mein Fahrrad“, flitzten zwei Beamten hinaus auf die Straße und nahmen die Verfolgung auf. Während einer zunächst zu Fuß hinterher rannte, um den Dieb nicht aus den Augen zu verlieren, folgte seine Kollegin mit dem Wagen. Nachdem sie den „Läufer“ aufgenommen hatte, konnte schnell der Abstand zum Flüchtigen überbrückt werden. Als die Polizisten ihn eingeholt hatten, ließ er das Rad zurück und rannte davon, erneut verfolgt von dem „Läufer“, der seinerseits wieder aus dem Streifenwagen sprang. Hätte der Dieb an dieser Stelle gewusst, dass ihm ein echter Marathoni ( Bestzeit um 2:45Stunden) folgte, hätte er gar nicht erst versucht, diesem zu entkommen oder ihn abzuschütteln. So ging es über Straßen und Höfe, bis zum S- Bahn- Aufgang Hagelkreuzstraße. An dieser Steigung versagten dem Flüchtigen die Kräfte und schon klickten die Handschellen auf seinem Rücken. Der 19- Jährige Hildener musste zur Blutprobe ( mehr als 1,0 Promille ) und ihn erwartet ein Strafverfahren. Natürlich erhielt die freundliche Hildenerin ihr Rad zurück.

Quelle: PM der Polizei Mettmann vom 23.05.2011

Ein sehr ausgiebiger Artikel über einen skurillen Prozess. Eine Frau baute einen Unfall. Dann benahm sie sich an der Unfallstelle ziemlich grenzwertig. (Ich persönlich würde mich dort nach Anweisungen der Experten verhalten, in dem Fall jene, die täglich Unfälle aufnehmen… na ja…)

Zwei Monate (!) nach dem Unfall zeigte sie einen der aufnehmenden Polizisten wegen Beleidigung an. Und Angst vor Streifenwagen hat sie seitdem auch.

Mehr schreibe ich dazu nicht – außer, dass ich die Sache ausgesprochen dubios und das Urteil der Richterin absolut korrekt finde.

http://www.morgenweb.de/region/schwetzingen/20110525_mmm0000001706967.html

Ich bin ja Mitglied im Tierschutzverein. Mein Hund ist ein Südhund, der lange als Straßenhund gelebt hat, bevor er uns im Tierheim adoptiert hat (der Einzug bei uns war irgendwie nicht wirklich unsere Entscheidung… ).

Was dieser gequirlte Schwachsinn hier allerdings mit Tierschutz zu tun haben soll, verstehe ich nicht. Muss ich auch nicht verstehen.

„Am Montag attackierten Krähen Passanten, weil ein Jungtier aus dem Nest gefallen war und sie es schützen wollten. Polizisten bargen den Jungvogel, brachten ihn dann aber in ein Waldstück […]. Das Tier sei selbständig genug gewesen, hieß es.

Doch Tierschützer sehen das anders und zeigten die Beamten wegen unterlassener Hilfeleistung für einen Kranken Vogel an.“

Quelle: http://www.bz-berlin.de/bezirk/treptow/kraehen-rettung-polizisten-angezeigt-article1189599.html

Nur zur Info – ich habe heute auf einer Wiese ein Gänseblümchen plattgetreten. Kriege ich jetzt eine Anzeige wegen Körperverletzung????

 

Ein 40-jähriger Drogenkonsument, der am Montagnachmittag nach einer Personenkontrolle am Hauptbahnhof von der Polizei festgenommen werden sollte, hat bei seiner Festnahme drei Polizeibeamte verletzt. Ein Beamter wurde dabei durch einen Tritt so schwer verletzt, dass er seinen Dienst abbrechen musste.

Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass der als gewalttätig bekannte Mann wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in den polizeilichen Fahndungssystemen ausgeschrieben war. Nachdem eine zweite Streife zur Unterstützung am Bahnhofsvorplatz eingetroffen war, sollte er festgenommen werden.

Dabei schlug und trat der Mann heftig um sich und traf einen Beamten mit der Faust im Auge. Dem Oberkommissar wurde dabei die Kontaktlinse aus dem Auge geschlagen. Zudem erlitt er eine blutende Risswunde und Prellungen, setzte seinen Dienst aber trotzdem fort.

Ein Polizeikommissar zog sich durch den Tritt mit einem Springerstiefel eine schwere Verletzung an einer Hand zu, die bereits durch eine frühere Widerstandshandlung angebrochen war.

Ein weiterer Beamter erlitt Prellungen an der Hand, konnte seinen Dienst aber fortsetzen. Der Widerstand des Mannes konnte letztlich erst mit dem massiven Einsatz eines Schlagstockes gebrochen werden.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Drogenkonsument bereits einschlägig vorbestraft und zudem an Hepatitis C erkrankt ist. Ob eine Ansteckung der Beamten erfolgte, ist derzeit noch unklar. Den Mann erwarten nun weitereStrafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Gefährlicher Körperverletzung

Quelle: PM des PP Karlsruhe vom 24.05.2011

Allen Verletzten wünsche ich Gute Besserung.

Möge die Zeit, bis das mit der Hepatitis C geklärt ist, nicht zu unendlich erscheinen. (Ich weiß gerade nicht, wie ich es schreiben soll; ich weiß aber, dass das ein Scheißgefühl ist und ich möchte nicht in der Haut der drei Polizeibeamten stecken.)

Mal wieder ein Beitrag, der eine winzige Minderheit betrifft.

Deswegen vorab: vielen Dank an alle, die so engagiert und sachlich ihre Meinung äußern.

Vor einigen Monaten habe ich aus gegebenem Anlass einen Blogbeitrag über den Sinn dieses Projekts geschrieben, da es offenbar das eine oder andere Missverständnis gab:

Blogbeitrag: Der Sinn von „Keine Gewalt gegen Polizisten“

Im Kern ging es darum, dass Sinn des Projektes jedenfalls nicht ist, Polizeibeamte zu beleidigen.

Aus gegebenem Anlass füge ich noch eine Erläuterung hinzu:

Sinn des Projekts ist auch nicht, mich zu beleidigen.

Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich manchmal zickig bin, aber das heißt noch lange nicht, dass ich mir von jedem X-Beliebigen unter der Gürtellinie kommen lassen muss.

Beispiele aus den letzten 48 Stunden auf Facebook:

Ein Leser hatte in eine Pressemitteilung der Polizei Dinge hineinintrepretiert, die definitiv nicht drinstanden. Die Details führen zu weit. Aber es ist gut, dass der Mann kein Richter ist. Der würde ein schriftliches Geständnis, dass jemand ein Kaugummipapierchen auf den Boden geworfen hat, so lesen, dass der Täter wegen mehrfachen Mordes lebenslänglich hinter Gitter müsste (inklusive anschließender Sicherungsverwahrung). Ich persönlich mag keine Menschen, die Dinge in Texte interpretieren, die nicht drinstehen. Gut, ich interpretiere selbst gern Lyrik und ähnliches. Aber ein Sachtext wie eine Polizeipressemeldung lässt für Interpretationen aus meiner Sicht wenig Raum. Mal ganz abgesehen von dem guten, alten Grundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“, den ich eigentlich immer so verstanden habe, dass ich dem Angeklagten (in dem Fall der Polizei) nichts unterstelle, was ich nicht beweisen kann. Ich lasse mir gern in angemessenem Tonfall erklären, warum Menschen etwas zwischen den Zeilen lesen, aber ich lasse mich nicht durch Verbalinjurien zwingen, Urteile zu fällen, für die es meiner Ansicht nach keine ausreichenden Belege gibt. (Und die mir nicht mal zustehen.)

Über die menschliche Größe, die ich darin sehe, wenn jemand unter einer Meldung, in der fünf verletzte Menschen vorkommen, kein Wort des Mitgefühls verliert, sondern stattdessen in sehr unpassenden Worten und sehr unangemessenem Tonfall seiner Fantasie freien Lauf lässt, sage ich jetzt nichts. Mit den mir bekannten grundlegenden Regeln der Höflichkeit hat das jedenfalls nicht allzu viel zu tun.

Wenn mir dann auch noch jemand mit einer dermaßen minimalen Lesekompetenz  meint, das Wort im Munde herumdrehen  und mir erklären zu müssen, wie unterbelichtet ich bin, empfinde ich das eigentlich nicht wirklich als Beleidigung, sondern als Selbstdisqualifikation. Deswegen habe ich das stehen lassen, was offenbar ein Fehler war. Offenbar wurde das sofort als Schwäche ausgelegt, denn danach bekam ich gut zu tun.

Als nächstes wurde meine Seite missbraucht, um dort Werbung anzubringen. Im Übrigen für Utensilien, die mit dem geltenden Waffenrecht nicht vereinbar sind.  Erstens ist es für mich eine Frage des Anstands, ein gemeinnütziges Projekt nicht für Werbezecke zu missbrauchen. Zweitens steht das auch in den Seiteninformationen, also liegt auch hier wieder ein Fall von mangelhafter Lesekompetenz vor. Drittens ist es aus meiner Sicht doppelt dreist, etwas anzupreisen, das der aktuellen Rechtslage widerspricht.

Als ich es wagte, in klaren Worten mitzuteilen, dass ich das nicht akzeptieren würde, wurde ich als erstes dämlich angeraunzt. Wieso fühlt sich jemand von einer Ansage angepisst, die ihn nicht mal betrifft? Auf eine Rückfrage wurden mir dann meine schlechten Umgangsformen vorgehalten.

Die korrekte Zuordnung von Ursache und Wirkung scheint nicht jedermann gegeben zu sein, wie?

Vielleicht bin ich da schlecht erzogen worden und sehe etwas falsch (was ich in Kenntnis meiner Eltern eigentlich nicht glaube), aber aus meiner Sicht ist es auch nicht gerade ein Zeichen von guter Kinderstube, wenn man meint, geltendes Recht nicht beachten zu müssen. Auch irgendwo neu hinzuzukommen (und sei es auf eine Internetseite) und zu glauben, man könne da machen, was man will, ohne sich mal die Seiteninformationen durchzulesen, hat für mich äußerst wenig mit gutem Benehmen zu tun. Es ist aus meiner Sicht sogar ein Zeichen von ausgesprochen schlechter Erziehung, wenn man nicht alle Informationen zur Kenntnis nimmt, aber dann einen auf dicke Hose macht.

Ein derartiges Verhalten verletzt mich übrigens nicht. Das ist in meinen Augen nur peinlich und sagt genug über die Leute aus, die sich so aufführen.

Aber ich habe einfach für derartige Kindergartenspielchen keine Zeit. Deswegen lege ich noch einmal allen dringend ans Herz, sich die Forenregeln aller Foren dieses Projekts, zu denen sie etwas absondern wollen, durchzulesen. Solange „Keine Gewalt gegen Polizisten“ kein Verein ist und ganz allein auf meinen Schultern ruht, fallen gelbe Karten aus Zeitmangel aus und es gibt gleich gelb-rot. Möglicherweise ist das undemokratisch. Aber wofür ich wann und wieviel meiner Freizeit aufwende, obliegt ausschließlich familiären Entscheidungen.

Frankfurt (Hessen) – Am heutigen Sonntagfrüh um 04.40 Uhr ereignete sich ein Verkehrsunfall in der Gallusanlage / Ecke Willy-Brandt-Platz mit Beteiligung einer Polizeistreife des 1. Reviers.

Die Funkstreife war gerade auf dem Weg zu einem Einsatz und hatte das Blaulicht und Martinshorn eingeschaltet, als sie im Bereich der oben genannten Kreuzungsanlage mit dem bevorrechtigten Opel Corsa einer 23 Jahre alten Frau aus Großostheim kollidierte.

Bei dem Aufprall erlitt der Beifahrer der Funkstreife vermutlich eine Gehirnerschütterung und musste ärztlich behandelt werden. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden, der auf zusammen 6000 Euro geschätzt wird.

Quelle: PM der Polizei Frankfurt / Main vom 22.05.2011

Dem verletzten Polizeibeamten gute Besserung.