Ich finde es ja ok, dass über solche Dinge auch berichtet wird. Aber warum wird niemals in gleicher Ausführlichkeit über verletzte Polizeibeamte berichtet? Einfach, um das Bild nicht so schief zu hängen?

http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Strafbar-Polizist-zapfte-fuer-Bruder-Polizeicomputer-an-id14973961.html

Der hier war einer meiner 2% Vollpfosten… schon klar.

Die in der Artikelüberschrift manifestierte Häme halte ich für völlig überflüssig. Ebenso den leicht pikierten Unterton… als sei in Göttingen noch nie Polizeibeamten ein Haar gekrümmt worden.  Aber im Sinne der Informationsfreiheit…

http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Gestrauchelter-Polizist-stolpert-mit-Anzeige-vor-Gericht

Bekommen eigentlich Polizeibeamte, die verletzt wurden und mit Strafanzeigen durchkommen, auch so viel Aufmerksamkeit? Oder am Ende gar Mitgefühl? Nur mal so als Frage?

 

Ok, Dummheit ist nicht strafbar. Aber mit dem Wohlverhalten, das Beamte aus gutem Grund an den Tag legen sollen, hat das auch nichts zu tun.

http://www.donaukurier.de/nachrichten/bayern/art155371,2414082

Cuxhaven / Wesermarsch (ots) – Landwirt schießt Storch an und pflügt ihn unter – Polizei stellt Gewehr sicher

Lamstedt. Die Polizei hat u.a. wegen eines Verstoßes gegen das Bundesjagdgesetz ein Strafverfahren gegen einen 75-jährigen Landwirt aus Lamstedt eingeleitet. Dem Mann wird vorgeworfen, Donnerstagnachmittag gegen 15:15 Uhr mit einem Schrotgewehr während des Pflügens aus einem Trecker heraus auf eine Gruppe von Möwen geschossen zu haben. Dabei traf der Mann, der als Jagdscheininhaber das Schrotgewehr legal besitzt, einen Storch. Augenzeugen berichteten der Polizei, der Mann sei anschließend von seinem Trecker gestiegen, habe mehrmals auf das verletzte Tier eingetreten und es anschließend mit seinem Trecker untergepflügt. Auch habe der Schütze auf Krähen geschossen, wobei die Schüsse in Richtung einer Wohnsiedlung zielten.

Als die Polizei wenig später am Ereignisort eintraf, saß der Beschuldigte im Trecker und pflügte den Acker. In der Fahrerkabine des Treckers lag ein Schrotgewehr der Marke Winchester. Auch hatte er entsprechende Munition dabei. Das Schrotgewehr wurde mit Einverständnis des 75-Jährigen vor Ort sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an. „Ein unglaublicher Vorfall“, so eine Sprecherin der Polizei.

Quelle: PM der Polizei Cuxhaven/Wesermarsch

Wie asozial ist das denn?

Mit der Frage meine ich nicht die Polizei!

Mettmann (ots) – Einen ungewöhnlich schönen Einsatz hatte am heutigen Freitag (06.05.2011) eine Streifenwagenbesatzung der Mettmanner Polizei, als sie als „Drachenfänger“ zu einem Schulgelände an der Goethestraße in Mettmann gerufen wurde. Dort hatte eine Mutter, die kurz nach 12.00 Uhr ihr Kind von der örtlichen Grundschule abholen wollte, auf der sonnigen Straße eine ca. 100 cm lange grüne Echse gesehen und sofort die Polizei informiert. Diese konnte den „kleinen harmlosen Drachen“ schnell einfangen und auch schon wenige Minuten später zurück an seine darüber überglückliche Eigentümerin geben. Denn sofort hatten sich Beamte der Mettmanner Wache daran erinnert, dass man bereits am Abend des 26. April 2011 eine damals leider erfolglose Tierfahndung am Angerapper Platz der Kreisstadt durchgeführt hatte. Dort hatte gegen 19.00 Uhr ein grüner Leguan, beim abendlichen Ausgang auf den Wohnungsbalkon seiner Besitzerin, einen unbeobachteten Augenblick zur Flucht genutzt. Seitdem war „Boxter“, so heißt der „wanderlustige“ Leguan, bis zum heutigen Tage spurlos verschwunden und nicht mehr gesehen worden.

Wohlbehalten und scheinbar auch recht gut genährt, kehrte der eingefangene Insektenfresser am heutigen Tage endlich wieder nach Hause zurück. Hoffentlich hat ihm sein „langer Ausflug“ fürs Erste gereicht, denn für genügend Aufregung haben seine Flucht und seine Auffindung gesorgt – auch wenn die eingesetzten Beamten und einige Kinder der örtlichen Grundschule große Freude an dem heutigen Erlebnis hatten.

Quelle: PM der Polizei Mettmann

Bildquelle: Polizei Mettmann

Solche Meldungen müssen zwischendurch auch mal sein…

„Wie das bayerische Innenministerium bestätigt, sind derzeit 30 Prozent der Polizeiinspektionen in der Nacht mit lediglich drei Beamten besetzt. Auf drei von vier Dienststellen schiebt ein Polizist nachts alleine Wache.“

Quelle:

http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Wenn-der-Polizist-alleine-Wache-schieben-muss-id14965701.html

Ja, so sieht ein Polizeistaat aus…

Am Donnerstag, 5.5.2011, gegen 10.40 Uhr wollten Polizeibeamte vom  Haus des Jugendrechts in einem mehrstöckigen  Anwesen in der Wredestraße einen  Haftbefehl gegen eine 16-Jährige wegen eines Raubdelikts vollstrecken.

Als den in Zivil gekleideten Beamten auch auf Aufforderung niemand öffnete, obwohl aus der Wohnung eindeutig Geräusche wahrzunehmen waren, öffneten  sie unter Anwendung unmittelbaren Zwangs gewaltsam  die Wohnungstür.

Unmittelbar hierauf sahen die Beamten einen Mann, der sich außerhalb des Wohnungsfensters an dessen Sims zunächst noch festhielt, danach aber aus dem 4. Stock nach unten auf den Gehweg stürzte.  Dabei wurde er sehr schwer verletzt.

Er wurde nach Erstversorgung durch einen unmittelbar hierauf hinzugezogenen Notarzt in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er derzeit operiert wird.

Bei ihm handelt es sich um einen 44 Jahre alten, in Afrika geborenen und in  Mannheim wohnenden Mann. Gegen ihn gibt es keine polizeilichen Erkenntnisse.

Warum sich der Verletzte in der Wohnung der 16-Jährigen, die sich nicht dort aufhielt, befand und warum er sich so verhalten hat, ist unklar.

Die Ermittlungen dauern an.“

Quelle: PM der Polizei Rheinland-Pfalz

Solche Dinge bleiben keinem in den Kleidern hängen.

 

Für Polizisten vermutlich Alltag, aber mich überraschen solche Dinge doch immer noch…

„Ausgerechnet einem Streifenwagen nahm am Mittwochabend ein Autofahrer die Vorfahrt. Gegen 22.50 Uhr befuhr der 65-jährige Ford-Fahrer die Hermannstraße in Richtung Altenhagener Straße. Dabei ließ er die dort geltende Rechts-vor-Links-Regelung außer Acht, fuhr ohne abzubremsen durch und ein Polizeibeamter musste seinen Streifenwagen abbremsen. Auch an der vorfahrtsberechtigten Altenhagener Straße musste ein unbeteiligter Autofahrer leicht verzögern, weil der Ford nach links abbog und der Abstand zu dem aus dieser Richtung kommenden Wagen etwas knapp bemessen war. Der Streifenwagen hatte längs die Nachfahrt aufgenommen und trotz Blaulicht und mehrfachem betätigen der Lichthupe setzte der 65-Jährige seine Fahrt bis kurz vor seine nahe gelegene Wohnanschrift fort. Als die Polizeibeamten ihn schließlich kontrollierten, stellten sie deutlichen Alkoholgeruch in seiner Atemluft fest und ein Vortest verlief positiv. Nun ist der Ford-Fahrer seinen Führerschein los, musste eine Blutprobe über sich ergehen lassen und wird in den kommenden Monaten auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen müssen.“

Quelle: Pressemeldung der Polizei Hagen

 

Ein Polizeibeamter des Landeskriminalamtes Berlin hat heute Strafanzeige wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt gegen einen bisher nicht bekannten Angehörigen einer Einsatzeinheit erstattet. Den Aussagen des Beamten zufolge befand er sich am Abend des 1. Mai zwischen 20 Uhr 30 und 20 Uhr 45 auf der Kreuzung der Karl-Marx- Ecke Hermannstraße, Hermannplatz und Hasenheide, als er im Nahbereich einer dort beendeten, unfriedlichen Demonstration von dem Faustschlag eines Polizeibeamten getroffen wurde.
Kurz zuvor war aus der unfriedlichen Menge ein Rauchkörper in Richtung der dort stehenden Polizisten geworfen worden. Der Beamte erlitt Prellungen im Gesichtsbereich, die ambulant behandelt werden mussten. Ein Fachkommissariat des Landeskriminalamtes für Polizeidelikte hat die Ermittlungen übernommen.

Quelle

Langsam reicht’s mit den Beweisen wider den Corpsgeist und dafür, dass die Polizei nicht vertuscht. *Sarkasmus Ende*

Ich weise allerdings in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es immer noch bundesweit 159 Polizisten gab, die nicht von Polizeibeamten, sondern von gewaltbereiten Leuten verletzt wurden, die sich als Demostranten ausgaben. Also immer mal schön die Kirche im Dorf lassen…

Weiterhin bleibe ich dabei, dass eine Strafanzeige keine automatische Schuld des Beschuldigten bedeutet. Dafür gibt es ja Strafverfahren.

Hilfreich für mich sind solche Nummern für mein Projekt allerdings nicht, egal, wer nun der Idiot in der Geschichte ist. Ganz und gar nicht.

Übrigens sollten da mal so einige darüber nachdenken, ob die Sachlage in Berlin Polizisten nicht einfach schwer überfordert. Womit ich im Unterschied zu jenen, die immer mit scheißfreundlichem Lächeln der Überforderung von Polizisten das Wort reden, um ihnen damit Unfähigkeit unterzujubeln, damit meine, dass diese Arbeitszeiten und Einsätze einfach keinem menschlichen Wesen mehr zugemutet werden dürften (was vor allen Dingen jenen klar sein sollte, denen es angeblich um soziale Gerechtigkeit geht). Damit meine ich in erster Linie jene, die Personalverantwortung tragen. Guckt Euch mal, was für Arbeitszeiten Eure Leute ansammeln. Das Argument, dass andere Branchen auch nicht besser sind, zieht nicht. Wenn ich meinem Nachbarn aufs Maul haue, wird das auch nicht besser davon, dass auch andere ihrem Nachbarn aufs Maul hauen.
Das soll nichts entschuldigen. Wie ich schon an anderer Stelle sagte: Gewalt ist nicht zu relativieren. Aber es soll Denkprozesse auslösen… *winktdeninnenministernundpolizeipräsidenten*

„Goslar. Dienstag, 03.05.2011, 19.40 Uhr

Bei einem Verkehrsunfall auf der B 6 sind am Dienstagabend ein Polizeibeamter schwer, und ein weiterer Polizeibeamter sowie der Unfallverursacher leicht verletzt worden.

Der Unfall ereignete sich am Dienstag um 19.40 Uhr auf der B 6 zwischen Goslar und Bad Harzburg hinter der Abfahrt Harlingerode. Die Beamten kontrollierten auf dem Randstreifen der B 6 einen 71 Jahre alten Fahrer eines schwarzen Pkw VW Polo. Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge übersah der 54 Jahre alter Fahrer eines Kleintransporters Citroen Berlingo aus Bad Harzburg die Verkehrskontrolle und fuhr in das linke Fahrzeugheck des Streifenwagens. Ein 56 Jahre alter Polizeibeamter wurde von dem Streifenwagen erfasst und schwer verletzt. Der 43 Jahre alte Kollege des Beamten erlitt einen Schock. Der Fahrzeugführer des Citroen erlitt leichte Verletzungen im Brustbereich. Alle drei wurden ins Goslarer Krankenhaus eingeliefert, der 56-Jährige wurde stationär aufgenommen. Über die Dauer der Unfallaufnahme war die B6 voll gesperrt. An allen drei Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von etwa 32.000 Euro, sie mussten abgeschleppt werden.

Ersten Ermittlungen zufolge kontrollierten die Beamten den 71 Jahre alten Fahrer des schwarzen VW Polo aus Bad Harzburg auf der B6 gezielt. Es gab gegen 19.15 Uhr auf der Schützenallee in Goslar einen Einsatz von Notarzt und Rettungswagen. Der 71-Jährige hatte gesundheitliche Probleme. Bei der Weiterfahrt – entgegen des Rates der Notärztin – fuhr der Mann einem Rettungssanitäter über den Fuß. Danach gefährdete der 71-Jährige beim Einfahren in den fließenden Verkehr drei weitere Fahrzeugführer erheblich. Dies teilte die Notärztin der Polizei telefonisch sofort mit, da sie Zweifel an der Fahrtüchtigkeit des 71-Jährigen hatte und ihn nach dem Einsatz nicht weiterfahren lassen wollte.

Die Polizei sucht geschädigte Fahrzeugführer, die von dem VW Polo-Fahrer gegen 19.20 Uhr zwischen der Schützenallee und dem späteren Kontrollort auf der B 6 gefährdet wurden. Sie werden gebeten, sich der Polizei Bad Harzburg, Telefon 05322-91111-0, oder der Polizei Goslar, Telefon 05321-339-0, zu melden. (stg)“

Gute Besserung allen Verletzten.