Für Polizisten vermutlich Alltag, aber mich überraschen solche Dinge doch immer noch…

„Ausgerechnet einem Streifenwagen nahm am Mittwochabend ein Autofahrer die Vorfahrt. Gegen 22.50 Uhr befuhr der 65-jährige Ford-Fahrer die Hermannstraße in Richtung Altenhagener Straße. Dabei ließ er die dort geltende Rechts-vor-Links-Regelung außer Acht, fuhr ohne abzubremsen durch und ein Polizeibeamter musste seinen Streifenwagen abbremsen. Auch an der vorfahrtsberechtigten Altenhagener Straße musste ein unbeteiligter Autofahrer leicht verzögern, weil der Ford nach links abbog und der Abstand zu dem aus dieser Richtung kommenden Wagen etwas knapp bemessen war. Der Streifenwagen hatte längs die Nachfahrt aufgenommen und trotz Blaulicht und mehrfachem betätigen der Lichthupe setzte der 65-Jährige seine Fahrt bis kurz vor seine nahe gelegene Wohnanschrift fort. Als die Polizeibeamten ihn schließlich kontrollierten, stellten sie deutlichen Alkoholgeruch in seiner Atemluft fest und ein Vortest verlief positiv. Nun ist der Ford-Fahrer seinen Führerschein los, musste eine Blutprobe über sich ergehen lassen und wird in den kommenden Monaten auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen müssen.“

Quelle: Pressemeldung der Polizei Hagen

 

Ein Polizeibeamter des Landeskriminalamtes Berlin hat heute Strafanzeige wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt gegen einen bisher nicht bekannten Angehörigen einer Einsatzeinheit erstattet. Den Aussagen des Beamten zufolge befand er sich am Abend des 1. Mai zwischen 20 Uhr 30 und 20 Uhr 45 auf der Kreuzung der Karl-Marx- Ecke Hermannstraße, Hermannplatz und Hasenheide, als er im Nahbereich einer dort beendeten, unfriedlichen Demonstration von dem Faustschlag eines Polizeibeamten getroffen wurde.
Kurz zuvor war aus der unfriedlichen Menge ein Rauchkörper in Richtung der dort stehenden Polizisten geworfen worden. Der Beamte erlitt Prellungen im Gesichtsbereich, die ambulant behandelt werden mussten. Ein Fachkommissariat des Landeskriminalamtes für Polizeidelikte hat die Ermittlungen übernommen.

Quelle

Langsam reicht’s mit den Beweisen wider den Corpsgeist und dafür, dass die Polizei nicht vertuscht. *Sarkasmus Ende*

Ich weise allerdings in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es immer noch bundesweit 159 Polizisten gab, die nicht von Polizeibeamten, sondern von gewaltbereiten Leuten verletzt wurden, die sich als Demostranten ausgaben. Also immer mal schön die Kirche im Dorf lassen…

Weiterhin bleibe ich dabei, dass eine Strafanzeige keine automatische Schuld des Beschuldigten bedeutet. Dafür gibt es ja Strafverfahren.

Hilfreich für mich sind solche Nummern für mein Projekt allerdings nicht, egal, wer nun der Idiot in der Geschichte ist. Ganz und gar nicht.

Übrigens sollten da mal so einige darüber nachdenken, ob die Sachlage in Berlin Polizisten nicht einfach schwer überfordert. Womit ich im Unterschied zu jenen, die immer mit scheißfreundlichem Lächeln der Überforderung von Polizisten das Wort reden, um ihnen damit Unfähigkeit unterzujubeln, damit meine, dass diese Arbeitszeiten und Einsätze einfach keinem menschlichen Wesen mehr zugemutet werden dürften (was vor allen Dingen jenen klar sein sollte, denen es angeblich um soziale Gerechtigkeit geht). Damit meine ich in erster Linie jene, die Personalverantwortung tragen. Guckt Euch mal, was für Arbeitszeiten Eure Leute ansammeln. Das Argument, dass andere Branchen auch nicht besser sind, zieht nicht. Wenn ich meinem Nachbarn aufs Maul haue, wird das auch nicht besser davon, dass auch andere ihrem Nachbarn aufs Maul hauen.
Das soll nichts entschuldigen. Wie ich schon an anderer Stelle sagte: Gewalt ist nicht zu relativieren. Aber es soll Denkprozesse auslösen… *winktdeninnenministernundpolizeipräsidenten*

„Goslar. Dienstag, 03.05.2011, 19.40 Uhr

Bei einem Verkehrsunfall auf der B 6 sind am Dienstagabend ein Polizeibeamter schwer, und ein weiterer Polizeibeamter sowie der Unfallverursacher leicht verletzt worden.

Der Unfall ereignete sich am Dienstag um 19.40 Uhr auf der B 6 zwischen Goslar und Bad Harzburg hinter der Abfahrt Harlingerode. Die Beamten kontrollierten auf dem Randstreifen der B 6 einen 71 Jahre alten Fahrer eines schwarzen Pkw VW Polo. Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge übersah der 54 Jahre alter Fahrer eines Kleintransporters Citroen Berlingo aus Bad Harzburg die Verkehrskontrolle und fuhr in das linke Fahrzeugheck des Streifenwagens. Ein 56 Jahre alter Polizeibeamter wurde von dem Streifenwagen erfasst und schwer verletzt. Der 43 Jahre alte Kollege des Beamten erlitt einen Schock. Der Fahrzeugführer des Citroen erlitt leichte Verletzungen im Brustbereich. Alle drei wurden ins Goslarer Krankenhaus eingeliefert, der 56-Jährige wurde stationär aufgenommen. Über die Dauer der Unfallaufnahme war die B6 voll gesperrt. An allen drei Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von etwa 32.000 Euro, sie mussten abgeschleppt werden.

Ersten Ermittlungen zufolge kontrollierten die Beamten den 71 Jahre alten Fahrer des schwarzen VW Polo aus Bad Harzburg auf der B6 gezielt. Es gab gegen 19.15 Uhr auf der Schützenallee in Goslar einen Einsatz von Notarzt und Rettungswagen. Der 71-Jährige hatte gesundheitliche Probleme. Bei der Weiterfahrt – entgegen des Rates der Notärztin – fuhr der Mann einem Rettungssanitäter über den Fuß. Danach gefährdete der 71-Jährige beim Einfahren in den fließenden Verkehr drei weitere Fahrzeugführer erheblich. Dies teilte die Notärztin der Polizei telefonisch sofort mit, da sie Zweifel an der Fahrtüchtigkeit des 71-Jährigen hatte und ihn nach dem Einsatz nicht weiterfahren lassen wollte.

Die Polizei sucht geschädigte Fahrzeugführer, die von dem VW Polo-Fahrer gegen 19.20 Uhr zwischen der Schützenallee und dem späteren Kontrollort auf der B 6 gefährdet wurden. Sie werden gebeten, sich der Polizei Bad Harzburg, Telefon 05322-91111-0, oder der Polizei Goslar, Telefon 05321-339-0, zu melden. (stg)“

Gute Besserung allen Verletzten. 

Mönchengladbach-City (ots) – Heute Mittag gegen 12:45 Uhr befuhr ein 56-jähriger Beamter der Polizeiwache Mönchengladbach mit einem Funkstreifenwagen (VW-Bulli) die Lüpertzenderstraße, aus Richtung Parkplatz Geropark in Richtung Bleichstraße. In Höhe des Hauses Nummer 12 kam ihm mittig auf seiner Fahrspur ein roter Porsche entgegen. Um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden, versuchte er dem Entgegenkommenden nach rechts auszuweichen. Dabei beschädigte er jedoch einen dort parkenden Pkw. Der Fahrer des Sportwagens setzte seine Fahrt in Richtung Geropark fort, ohne sich um den Vorfall zu kümmern.

Die Unfallfluchtfahndung der Verkehrsinspektion sucht noch Zeugen des Unfalls unter MG 290.

Quelle

Dazu kann ich nur sagen: Selbst lesen.

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/Polizeibeamtin-aus-Bochum-war-nach-Attacke-wochenlang-krank-id4603566.html

Der betroffenen Polizistin alles Gute und viel Kraft für den weiteren Dienst!

Ab und zu brauch ich einfach mal was fürs Herz. Sowas hier zum Beispiel…

„Nürnberg (ots) – Polizei und Mitarbeiter der Stadt Nürnberg wurden heute Mittag (03.05.2011) zu einem ungewöhnlichen Einsatz in die Nähe des Nürnberger Stadtparks gerufen.

Gegen 12:00 Uhr wurde eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Nürnberg von mehreren Passanten in der Wurzelbauerstraße in Nürnberg angesprochen, dass sich ein Entenküken hilflos im Regenablauf der dortigen Kanalisation befinden soll. Offenbar war das wenige Wochen alte Tier von seiner Familie getrennt worden und in den am Straßenrand befindlichen Gullyschacht gefallen.

Ein herbeigerufener Mitarbeiter der Stadt Nürnberg konnte den Kanalschacht öffnen und das Küken im mehreren Metern entfernten Verteiler der Abwasseranlage entdecken. Aufgrund möglicher austretender Klärgase war das Besteigen des Abwasserkanals erst nach Anforderung eines Trupps des Klärwerkes Muggenhof möglich.

Das Küken konnte schließlich verschmutzt, aber offensichtlich unverletzt, zurück an die Oberfläche gebracht werden. Auf der Suche nach den Eltern des „Ausreißers“ konnte im nahegelegenen Stadtpark eine 7-köpfige Entenfamilie entdeckt werden. Die stürmische Begrüßung aller Artgenossen wies deutlich darauf hin, dass das verloren geglaubte „Kind“ wieder in seine Familie zurückgekehrt war.“

Quelle

Ein Bild wurde auch mitgeliefert:

Bildquelle: Polizeipräsidium Mittelfranken

 

Hach!

Eine Pressemeldung der Berliner Polizei. Als ich sie dann näher durchlas, habe ich aber dann doch große Augen gemacht…

„Zwei Angehörige einer Einsatzhundertschaft der Berliner Polizei haben heute Strafanzeige wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt gegen Angehörige einer anderen Einsatzhundertschaft erstattet. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurden sie am Abend des 1. Mai gegen 22 Uhr 45 in bürgerlicher Kleidung im Bereich des Kottbusser Tores eingesetzt, als sie plötzlich von Pfefferspray getroffen und durch Faustschläge im Gesicht verletzt wurden.
Die beiden Polizisten traten anschließend aufgrund von Augenreizungen und Prellungen vom Dienst ab.
In diesem Zusammenhang sollen weitere sechs Polizeibeamte durch Reizgaseinwirkungen verletzt worden sein. Das Strafermittlungsverfahren wird durch die zuständige Fachdienststelle des Landeskriminalamtes mit Priorität bearbeitet.“

Quelle:

http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/342962/index.html

Auf Twitter löst diese Pressemeldung in bestimmten Kreisen natürlich entsprechende Häme aus. Was eigentlich nicht weiter überraschend ist, denn diese Kreise haben noch nie so richtig verstanden, dass eine Strafanzeige noch nicht automatisch bedeutet, dass der Angezeigte eine Straftat begangen hat. Deswegen gibt es ja danach auch ein Strafverfahren und der Beklagte landet nicht sofort im Knast.

Na ja, in gewisser Weise ist diese Häme auch nachvollziehbar. Wer der idiotischen Auffassung anhängt, alle Polizisten seien hirnlose Brutalos und Gewalteskalationen auf Demos gingen grundsätzlich von der Polizei aus, fühlt sich natürlich hier erstmal bestätigt. Die Tatsache, dass hier natürlich nicht auf den Ausgang des Verfahrens gewartet wird, bevor man sich äußert, passt ganz gut zu meinem Eindruck, dass diese Kreise es mit der Rechtsstaatlichkeit insgesamt nicht so haben.

Dabei sollten die eigentlich ihren Ball gerade bei dieser PM mal ganz flachhalten, denn die hebelt mal so gerade eben zwei weitere idiotische Vorurteile aus. Zum einen ist das hier für mich nicht gerade ein Zeugnis von überwältigendem Corpsgeist. Und zum anderen scheint es mir auch mit der angeblich pausenlosen Vertuschung nicht so wirklich weit her zu sein. Sonst würde uns nämlich dieser interessante Lesestoff gar nicht geliefert werden, sondern man hätte schon Mittel und Wege gefunden, das unter den Teppich zu kehren.

Na ja, denken ist und bleibt Glückssache…

Dies all jenen ins Stammbuch, die die ebenso falsche wie schwachsinnige Theorie gebetsmühlenartig widerkäuen, die Polizei kollaboriere mit den Rechtsextremisten:

„Am 01.05.11 gegen 08:33h fielen Polizeibeamten in Schleswig-Holstein verdächtige Fahrzeugbewegungen auf der A 7 in Fahrtrichtung Norden auf. Es handelte sich um 11 Fahrzeuge aus Schleswig-Holstein und Hamburg, die mit Personen des rechten Spektrums besetzt waren. Die Fahrzeuge wurden durch Polizeibeamte begleitet, Fahrziel war Husum. Die Insassen verließen die Fahrzeuge in der Innenstadt und rollten Transparente aus. Im weiteren Verlauf wurden unter anderem Sachbeschädigungen an den Ständen auf einer Gewerkschaftsveranstaltung begangen, nur kurz darauf entfernten sich die Personen fluchtartig über die B 201. Im Bereich Hollingstedt konnten sie größtenteils gestellt werden. Die Identität der Insassen wurde festgestellt, Durchsuchungen der Personen und Fahrzeuge durchgeführt. Nach der Sicherstellung von den Transparenten, Pfefferspray und einem Schlagstock und der Beendigung der polizeilichen Maßnahmen vor Ort wurden die Fahrzeuge zurück in die unterschiedlichen Landesteile polizeilich begleitet. Der Einsatz endete gegen 13:oo Uhr. Diverse Anzeigen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, mehrerer Verstöße gegen das Waffengesetz wurden gefertigt, inwieweit auch ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorliegt, wird derzeit geprüft.“
Quelle: PM der Polizei Husum

Mir ist schon klar, dass ich ganz ideologisch Verbohrte damit auch nicht mehr überzeugen kann… aber vielleicht kommen ja jene, die noch nicht komplett in den Fängen des politischen Extremismus gelandet sind, noch mal zur Besinnung.

 

Dank veränderter Einsatztaktiken wurden dieses Jahr in Hamburg, Berlin und Co. weniger Polizeibeamte verletzt als gewöhnlich. Aber immer noch zuviel.

Sowohl in Heilbronn als auch in Zürich fuhr die Polizei noch mal eine ganz andere Taktik. In beiden Städten völlig unterschiedlich,  aber sie hatten eines gemein: es war einfach Schluss mit lustig. Und es wurde niemand verletzt!!!

Heilbronn:

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Polizei-verhindert-Krawalle;art4319,944998

Zürich:

http://www.20min.ch/news/zuerich/story/31450621