29.04.2011

Düren (ots) – Dass die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Düren inzwischen auf ein ganzes Netzwerk an Hilfestellungen vertrauen dürfen, wenn es wirklich darauf ankommt, wurde im Verlauf dieser Woche am Schicksal einer sehr betagten Seniorin deutlich.

Am Mittwochnachmittag fuhr bei der Polizeiwache Düren eine 85 Jahre alte Dürenerin in ihrem Rollstuhl vor. Betroffen zeigte die alte Dame einen Gelddiebstahl an. Demnach war sie am Vortag in der Innenstadt zunächst von einem südländisch aussehenden Pärchen in ein Gespräch verwickelt worden. Als die Seniorin dann auch offenherzig berichtete, dass sie soeben umgezogen sei und bezüglich ihrer alten Wohnung noch Möbel abzugeben hätte, nahm das Unheil seinen Lauf. Man verabredete ein Treffen an der alten Wohnung in der Dürener Innenstadt. Die Frau empfing also wenig später die Unbekannten, die von einem kleinen Mädchen begleitet wurden, in ihrer bereits verlassenen Wohnung. Im Rahmen der Besichtigung ließ die 85-Jährige allerdings arglos ihre Tasche aus den Augen, worin sich ein für ihre Verhältnisse beträchtlicher Geldbetrag befand.

Am Ende versprachen die fremden Besucher der Dürenerin, sie solle warten, denn man käme gleich mit einem Lkw zurück, um einige Möbel zu holen. Darauf wartete die Frau jedoch vergeblich. Statt dessen stellte sie erst später fest, dass man ihr Geld gestohlen hatte.

Sie rang sich zur Anzeigenerstattung durch. Am Ende der Protokollaufnahme erkannte der aufnehmende Beamte jedoch, dass es damit im vorliegenden Fall nicht getan sein konnte. Die völlig allein stehende Seniorin war als Opfer der Straftat jetzt zeitweise mittellos. Dem halfen die Beamten der Dienst habenden Schicht erst einmal ab, in dem sie aus ihren privaten Geldbörsen zusammen legten, damit das Abendessen gesichert war. Darüber hinaus erhielt der polizeiliche Opferschutzbeauftragte eine interne E-Mail, sich des Falles einmal anzunehmen.

Der besuchte die Dame am Folgetag und erkannte, dass unbürokratische Hilfe und Netzwerkarbeit gefragt waren. Mit seiner Hilfe ließ es sich ein großer deutscher Telekommunikationsanbieter nicht nehmen, binnen Rekordzeit dafür zu sorgen, dass der defekte Telefonanschluss in der neuen Wohnung der Bestohlenen wieder funktionierte. Zudem stellte der Opferschutzbeauftragte einen Kontakt zum Seniorenbegleitdienst der Evangelischen Gemeinde zu Düren her, der sich um die Frau und auch die Veranlassung weiterer handwerklicher Dinge in der noch unfertig bezogenen Wohnung kümmern will. Damit die Frau in dem großen Mehrfamilienhaus auch gefunden werden kann, brachte der Polizist schon mal provisorisch ein Klingelschild an, bevor er auch die in Düren vertretene Opferschutzorganisation „Weisser Ring“ über den Sachverhalt in Kenntnis setzte.

Die Ermittlungen zu den Tätern dauern derzeit an. An einer intensiven Netzwerkarbeit zu anderen Institutionen wird – zum Wohl der Menschen im Kreis Düren – fortwährend gearbeitet.

Quelle:

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/8/2034989/polizei_dueren

In Frankenthal wurde das Urteil gegen einen Mann gesprochen, der im November auf Polizisten geschossen hatte:

http://www.wormser-zeitung.de/region/rhein-neckar/meldungen/10675946.htm

Wegen versuchter Nötigung wurde ein Detmolder gestern zu 30 Tagessätzen à 20 € verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte 50 Tagessätze gefordert.

Die beiden betroffenen Polizisten verweigerten dem Angeklagten nach dessen Entschuldigung den Handschlag.

Quelle:

http://www.lz.de/aktuelles/aktuelle_meldungen_aus_der_region/4431729_Detmolder_drohte_Polizisten_mit_Aids.html?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

Vermutlich werden so einige sich über die mangelnde Bereitschaft der Polizeibeamten zum Handschlag empören. Ich finde das richtig. Was da auf täglicher Basis auf der Straße los ist, ist jenseits dessen, was sich normale Menschen vorstellen können. Ich selbst konnte es mir ja nicht vorstellen, bis ich mich mit diesem Projekt befasste.

Jungs, Ihr hattet vollkommen Recht. Man muss dieses Heile-Welt-Ding nicht mitspielen. Ich denke, Ihr habt Euren Kollegen damit einen Gefallen getan. Ihr seid die Opfer in der Geschichte, nicht der, der Euch bedroht hat. Das sollte allmählich mal klar werden.

Polizisten sind auf täglicher Basis Objekt der Beobachtung des normalen Bürgers. Speziell uniformierte Polizisten, weil sie für jeden Vollpfosten auch als Polizisten zu erkennen sind.

Jede vermeintliche Verfehlung wird penibelst registriert und weitergetratscht. Dank modernster Medien nicht mehr nur im Bekannten- und Verwandtenkreis, sondern im Worldwide-Web. Eine vorherige Lektüre des §35 der StVO ist nicht notwendig, oder gar ein Gespräch mit Betroffenen, die zum Beispiel ein paar Worte zu „stillen Einsatzfahrten“ verlieren könnten, zur massiv veralteten Funktechnik oder gar zum Thema, dass Polizisten keine Pausenzeiten haben und zwar aus gutem Grund.

Unbelästigt von jeglicher Information kann man dann den Skandal verbreiten, dass man Polizisten beim „Fressen“ (ich zitiere einen besonders intelligenten Twitterer), ohne Gurt auf der Rückbank, im Parkverbot oder mit Handy am Ohr gesehen hat. Am lautesten schreien dabei jene, die selbst gern das Handy am Ohr haben, möglichst noch bei 180 km/h auf der Autobahn. Das ist aber natürlich etwas ganz anderes, denn zur Vorbildfunktion und anständigem Verhalten sind immer nur die anderen verpflichtet.

Nun hat ein Leser der Online-Bild einen Polizisten mit Handy am Ohr fotografiert und wähnt sich einem Skandal auf der Spur.

http://www.bild.de/news/leserreporter/polizist/polizist-regelt-den-verkehr-in-hamburg-17646878.bild.html

Schade nur, dass die BILD sich in diesem Fall bei den Betroffenen informiert hat und klar gemacht hat, dass das Handy als Ersatz für ein Funkgerät dient.

Ich kenne persönlich eine Polizeidienststelle, die mitten in einem Funktloch liegt. Also die Funktechnik IN der Dienststelle funktioniert. Die in den Streifenwagen im Umkreis von etwa einem halben Kilometer um die Dienststelle leider nicht. Weil, wir erinnern und, der Funk gerade mal 30 Jährchen auf dem Buckel hat und damit den Verdacht untermauert, dass die besten Zeiten Deutschlands lange vorbei sind.

Wenn nun ein Polizeibeamter dieser Dienststelle in diesem Funkloch auf einer Kreuzung den Verkehr regelt und soll zu einem Banküberfall abgerufen werden… soll er dann wirklich auf das Handy verzichten, damit der Bürger, der einen Skandal wittert, befriedigt ist???

In der heutigen Online-Ausage der „Märkischen Allgemeinen“ findet man diesen interessanten Artikel, der meine These untermauert, dass Polizisten Menschen sind und insofern in den Uniformen sehr vielfältige Inidividuen stecken.

„Wenn ein Mitdemonstrant nur Randale will, ‚gehe ich da hin und sage, dass er die Steine weglegen soll.‘ Sonst verlasse er die Demo.

Arnim Behrendt, der sehr kontrolliert wirkt, treibt etwas an, das weiter zurückliegt als die Brandstiftungen Anfang der 1990er: ‚Für mich war immer das Vermächtnis der KZ-Opfer sehr wichtig.‘ Vor einigen Jahren trat er der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes bei. Es sei ‚eine unheimliche Motivation‘ aus den Augen der Zeitzeugen zu blicken. Nicht nur, wenn wieder Brandsätze durch deutsche Städte fliegen.“

Quelle:

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12073188/61759/Der-Polizist-Arnim-Berendt-ist-auf-Demos-Dauergast.html

Ein interessanter und lesenwerter Artikel über einen interessanten Menschen. Ich möchte allerdings hinzufügen, dass ich auch in die Augen von Zeitzeugen geblickt habe, die Hohenschönhausen überlebt haben. Das war auch beeindruckend und hat bei mir dazu geführt, dass ich zwar eine große Abwehrhaltung gegen alles habe, was sich rechts der Verfassungsgrenze befindet, aber die selbe Abwehrhaltung gegen alles an den Tag lege, was sich links der Verfassungsgrenze befindet. Genau deswegen kommt mir der Begriff „Antifaschistin“ für mich nicht über die Lippen. Der wurde für meinen Geschmack von eben jenen Gewalttätern links der Verfassungsgrenzen entwertet, da sie den „Antifaschismus“ als Vorwand und Rechtfertigung für ihre Gewaltexzesse missbrauchen. Ich bin „antitotalitär“, das schließt eine Gegnerschaft gegen jedes totalitäre Gedankengut ein, sei es rechtsextremistisch, linksextremistisch, religiös oder sonstwie bedingt. Ich kann auch radikale Vegetarier nicht leiden, die zum Mord an Menschen aufrufen, die Schnitzel essen. (Totalitäre Ideologien erkennt man meistens daran, dass Anhängern solchen Gedankenguts in Diskussionen nach spätestens fünf Sätzen zu Beleidigungen greifen, weil ihnen die Argumente ausgehen.)

 

Guten Morgen zusammen. Allen, die heute in den Einsatz müssen, sei es in Berlin, Hamburg, Zürich, Wien, Heilbronn oder wo auch immer der Kittel brennt: Ich wünsche Euch eine halbwegs erträgliche Walpurgisnacht und dass Ihr halbwegs gesund nach Hause kommt. Allen, die „nur“ die in den Mai Tanzenden verartzen müssen, die ein paar Maibowlen zuviel geschlürft haben, wünsche ich das Gleiche. Passt auf Euch auf!

Rheinberg, Xantener Str. (B57), Höhe Haus-Nr. 196 (ots) – Ein 49-jähriger Kradfahrer der Polizeiwache Kamp-Lintfort befand sich am Fr., 29.04.2011, gegen 16:05 Uhr, auf dem Weg zu einem dringenden Einsatz in Xanten. Dabei fuhr er links an einer verkehrsbedingt wartenden Fahrzeugschlange vorbei. Eine 50-jährige Pkw-Fahrerin aus Bochum scherte plötzlich aus der Schlange aus und wendete ihr Fahrzeug. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem der Polizeibeamte lebensgefährliche Verletzungen erlitt. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber einer Essener Spezialklinik zugeführt. Die Pkw-Fahrerin erlitt leichte Verletzungen und wurde nach ambulanter Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen. Das Polizei-Krad ging nach dem Unfall in Flammen auf und brannte vollständig aus. Für die Dauer der Unfallaufnahme war die B 57 im Bereich der Unfallstelle vollständig gesperrt. Ein Sachverständiger wurde zur Klärung des Unfallherganges hinzugezogen. Die Höhe des Sachschadens beträgt ca. 15.000,-€.

Quelle:

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/65858/2035244/kreispolizeibehoerde_wesel

Von mir die allerherzlichsten Besserungswünsche an den verletzten Polizeibeamten.

Falls Kommentare mit Besserungswünschen kommen: wärt Ihr einverstanden, wenn ich Eure Besserungswünsche ausdrucke und gesammelt an die KPB Wesel schicke?

„Freudestrahlend hat eine 86-jährige Sächsin am gestrigen Mittwoch (27. April) bei der Bundespolizeiinspektion München ihre für immer verschollen geglaubten 6.700 Euro in Empfang genommen.“

http://www.muenchen-tv.de/gesellschaft/Herber_Verlust_mit_Happy_End-7526.html