Stuttgart (BW): Sechs Polizeibeamte bei Kundgebung verletzt

Eine dem linken Spektrum zuzurechnende Gruppierung hatte ab 14.30 Uhr auf dem Schlossplatz eine angemeldete Kundgebung mit anschließendem Aufzug durchgeführt, an der sich ca. 150 Personen beteiligt hatten. Diese Veranstaltung wurde um 15.30 Uhr auf dem Marktplatz beendet. Anschließend zogen Teile dieser Gruppierung zurück zum Schlossplatz, wo um 16.00 Uhr eine politisch gegenteilig orientierte Versammlung beginnen sollte. Diese Versammlungsteilnehmer hatten bereits eine Bühne und eine Lautsprecheranlage aufgebaut. Sie wurde noch vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung von etwa 20 Personen der Gegengruppierung besetzt. Mehrmalige Aufforderungen der Polizei an diese Personen, die Bühne zu verlassen, befolgten sie nicht. Bei der anschließenden Räumung kam es zu tätlichen Auseinandersetzungen, wobei die Einsatzkräfte der Polizei vereinzelt auch den Einsatzstock und Pfefferspray einsetzen mussten. Unter anderem wurden Polizeibeamte auch mit Fahnenstangen angegriffen. In der Folge erlitten sechs Beamte leichte Verletzungen. Auch etliche Angreifer, nach bisherigen Erkenntnissen ist von 19 Personen auszugehen, sind bei den tumultartigen Szenen verletzt worden. Gegen die Störer werden unter anderem Ermittlungen wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Zeitweise hielten sich am Versammlungsort bis zu 300 Personen beider Gruppierungen auf. Die Einsatzkräfte gehen von zirka 1 000 Schaulustigen aus. Die Kundgebung am Schlossplatz konnte wegen der Räumung erst um 17.00 Uhr beginnen und wurde wegen anhaltender Störungen durch Flaschen- und Eierwürfe vorzeitig um 17.20 Uhr beendet.
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