Aschaffenburg (Bayern): 20-Jähriger völlig ausgerastet – Drei Polizeibeamte verletzt

Bei einer Polizeikontrolle ist am frühen Samstagmorgen ein junger Mann total ausgerastet. Nachdem er zunächst eine Streifenbesatzung der Aschaffenburger Polizei beleidigt hatte, verletzte er bei seiner vorläufigen Festnahme zwei Beamtinnen und einen Beamten u.a. durch Fußtritte ins Gesicht. Der Beschuldigte wurde Feldjägern übergeben, weil er sich unerlaubt von seinem Standort entfernt hatte.

Der 20-Jährige war einer Polizeistreife gegen 05.50 Uhr in der Flachstraße aufgefallen, nachdem der das Auftauchen des Streifenwagens mit abfälligen Äußerungen quittiert hatte. Daraufhin sollte der Beschuldigte, der sich zu diesem Zeitpunkt in einer Personengruppe aufhielt, kontrolliert werden. Zunächst schien alles planmäßig über die Bühne zu gehen. Nachdem der Heranwachsende keinen Ausweis dabei hatte, ging er auch freiwillig mit zum Dienstauto. Dort war es dann mit dem friedlichen Verhalten schlagartig vorbei.

Zunächst pöbelte er eine junge Polizeipraktikantin an und wurde dann zunehmend aggressiver. Als er nach Ausweispapieren durchsucht werden sollte, versuchte er auf einen Polizeibeamten mit beiden Fäusten einzuschlagen. Der 20-Jährige wurde daraufhin zu Boden gebracht. Obwohl mittlerweile zwei weitere Streifenbesatzungen zur Unterstützung eingetroffen waren, setzte sich der Zeitsoldat so massiv zur Wehr, dass letztendlich zwei Beamtinnen und ein Beamter u.a. Gesichtsverletzungen, Abschürfungen an den Knien sowie eine Risswunde am Ellenbogen erlitten, die sogar genäht werden musste. Auch der Beschuldigte zog sich leichte Verletzungen zu.

Nachdem es gelungen war, dem Mann Handfesseln anzulegen, wurde er zur Dienststelle gebracht. Auf Anordnung eines Staatsanwaltes wurde eine Blutnetnahme durchgeführt, nachdem es der Festgenommene auf knapp 1,6 Promille brachte. Es stellte sich bei der Überprüfung der Personalien heraus, dass sich der 20-Jährige vor einigen Tagen unerlaubt von seinem Bundeswehrstandort entfernt hatte. Deshalb wurden die Feldjäger verständigt, die den Soldaten am Samstagmorgen abholten.

Das gewaltsame Vorgehen gegen die Polizei hat für den Heranwachsenden erhebliche strafrechtliche Konsequenzen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren u.a. wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Körperverletzung eingeleitet.

Quelle: PM des PP Unterfranken vom 05.06.2011

1 Kommentar
  1. Dirk sagte:

    Es ist doch echt unglaublich, wie matschig das Hirn bei einigen Leuten nach Alkoholkonsum wird.

    Auf diesem Weg wünsche ich den verletzten Kollegen alles Gute und gute Besserung

    Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.