Peine (Niedersachsen): Ein verletzter Polizeibeamter bei Gegendemo

Etwa 600 Rechtsextreme, die zuvor in Braunschweig eine Kundgebung nahe dem Hauptbahnhof durchgeführt hatten, reisten am Samstagnachmittag vorwiegend mit der Bahn nach Peine. Dort nahmen sie an einem bei der Stadt Peine angezeigten Aufzug teil. Der Aufzug begann um 16.45 Uhr und führte vom dortigen Bahnhof zum Hagenmarkt und auf anderem Weg zurück. In Peine wurden die Rechtsextremen bereits von zahlreichen Demonstranten erwartet, die mit der Absicht gekommen waren, den Aufzug zu behindern oder unmöglich zu machen. Die Polizei schätzt, dass es sich um etwa 800 Personen handelte, die von außerhalb nach Peine gekommen waren. Bei der Mehrzahl, so die Polizei, handelte es sich um zumindest gewaltgeneigte Angehörige der linksextremen Szene. Immer wieder versuchten Gruppen, sich zu Blockaden zu formieren. Vereinzelt kam es zu Steinwürfen gegen Polizeikräfte. Ein Beamter wurde dadurch verletzt. 75 Linksextreme nahm die Polizei kurzzeitig in Gewahrsam. In der Leibnitzstraße brannte ein Papiercontainer. Die Feuerwehr Peine konnte ihn unter Begleitschutz der Polizei löschen. Nach einer Kundgebung auf dem Hagenmarkt traten die Rechtsextremen um 18.15 Uhr den Rückweg zum Bahnhof an, um schließlich Peine zu verlassen.

Am Marktplatz hatten sich 350 Menschen friedlich versammelt, um ein „buntes Fest“ gegen Rechtsradikalismus zu feiern.

Die Polizei bewertet das Geschehen um den Aufzug der Rechtsextremen als im Rahmen des Üblichen solcher Anlässe. Polizeipräsident Harry Döring, der sich selbst ein Bild von der Situation machte: „Durch starke Wachsamkeit und konsequenten Polizeieinsatz konnten wir die Situation kontrollieren. Es ist uns gelungen, unmittelbare Konfrontationen der Gruppen zu verhindern oder im Keim zu ersticken. Schade ist, dass es immer Beteiligte gibt, die die gewalttätige Auseinandersetzung mit der Polizei suchen.“

Quelle: PM der PD Braunschweig vom 04.6.2011

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