Innsbruck: Notärztin attackiert und Polizist verletzt

Am 07.06.2011 um 20:48 Uhr kam es in der Innstraße zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen einem Taxifahrer und zwei weiteren Personen. Bei Eintreffen der Polizeibeamten lag einer der beiden Männer, ein 26-jähriger Innsbrucker, bewusstlos am Boden. Nachdem die Rettung und der Notarzt eingetroffen waren, kam er wieder zu sich, wurde erstversorgt und aufgrund der Verletzungen in den Rettungswagen gebracht. Der Verletzte wurde beim Losfahren des Rettungswagens zunehmend aggressiver, sodass die Notärztin um Polizeibegleitung ersuchte. Unmittelbar nach der Weiterfahrt versuchte der Mann die Notärztin und die Beamten zu schlagen und musste von den Beamten auf der Liege niedergehalten werden. Da der aggressive Mann die Beamten auf das Gröbste beschimpfte und versuchte sich permanent loszureißen, wurde aufgrund des Widerstandes gegen die Staatsgewalt die Festnahme ausgesprochen. Als er sich in der Unfallambulanz allmählich beruhigte wurde die Festnahme aufgehoben. Beim Verletzten, welcher unbestimmten Grades alkoholisiert war, wurden in der Klinik verschieden Prellungen attestiert, die jedoch bereits vor dem Einschreiten vorgelegen waren. Einer der Beamten verletzte sich bei der Amtshandlung am Handgelenk. Der Betreffende wird wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung zur Anzeige gebracht. Die Erhebungen im Zusammenhang mit dem zuvor geführten Raufhandel sind noch im Laufen.

Quelle: Presseaussendung der Sicherheitsdirektion Tirol vom 10.06.2011

3 Kommentare
  1. Alexander Manheimer sagte:

    Aber bloß ka Wort drüber, dass d‘ Polizei 30 Minuten braucht hot um zkemma und des a nur nachdem se 10 Moi agrufa worn san Hät ned a Madl die Civilcourage ghobt se schützend vorn Taxilenker zu steia hät des gonze echt schlimm Enda kenna. I hät ja seiba agriffa wenn i ned ma kloaneTochter d’bei gehobt hät.
    Des Madl wors donn a die Erste Hilfe gloastet hat, und ois dann endlich Polizei do wor hots nur bled gafft wie se des Madl abgmiaht hod und nix gmocht. Hätten ihra a moi hejfa kenna statt bled rumzusteha.

    Jo jo d‘ Polizei dei Freind und Hejfa.

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    • mgernhardt sagte:

      Das sollten Sie nicht mir schreiben, sondern dem zuständigen Minister. Keine Ahnung, wer das in Österreich ist. Zumindest, was den Teil mit den 30 Minuten Anfahrt betrifft. Und natürlich nur, wenn Sie wirklich auf die Uhr gesehen haben. Wie schon an anderer Stelle im Rahmen dieses Projektes bemerkt, vergeht die Zeit in derartigen Situationen gefühlt deutlich langsamer als in Realität. (Als ich die Polizei brauchte und in Lebensgefahr war, hatte ich eine Leuchtzifferuhr, deswegen weiß ich, dass sie nur zwei Minuten brauchten, aber hätte ich den nicht gehabt, hätte ich geschworen, dass sie eine halbe Stunde gebraucht hat.)

      Wenn österreichische Polizisten tatsächlich 30 Minuten brauchen um zum Einsatzort zu kommen, dann weist das auf einen ähnlich eklatanten Personalmangel hin wie bei der deutschen Polizei. Den werden Sie aber nicht behoben kriegen, wenn Sie sich bei mir hier im Blog über Ihre Polizisten beklagen, sondern wenn Sie sich mit Ihrer Beschwerde an die zuständigen Politiker wenden. Würden das mehr Menschen tun, würden die vielleicht auch mal aufwachen.

      Was den Teil mit dem „blöd rumstehen und bloß gaffen“ betrifft, verstehe ich das nicht ganz: Wie zur Hölle kann sich ein Polizist beim Gaffen verletzen? Kann es sein, dass Sie da etwas verpasst haben?

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  2. Hans-Gerd Birkholz sagte:

    Alexander hat ja nicht mitbekommen, was anschliessend um Rettungswagen vor sich ging!
    Er übt nur pauschal Kritik an der Polizei, ohne zu wissen, dass ständig Stellen bei, meiner Meinung nach, dem wichtigsten Schutz für die Bevölkerung, ständig Stellen abgebaut werden!
    Dies ist für manche Politiker unwichtig, hauptsache man kann Gelder einsparen!

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