Berlin: Mehrere Kundgebungen verliefen „weitgehend störungsfrei“

Die Berliner Polizei betreute und schützte gestern Nachmittag und am Abend in Mitte und Friedrichshain zwei Kundgebungen sowie zwei Gegenveranstaltungen, die größtenteils störungsfrei verliefen.

Gegen 17 Uhr 30 versammelten sich etwa 250 Personen vor dem Sitz einer Partei in der Kleinen Alexanderstraße, um gegen eine in unmittelbarer Nähe angemeldete Kundgebung einer anderen Partei in der Linien- Ecke Weydingerstraße zu demonstrieren. An dieser Versammlung nahmen etwa 50 Personen teil. Aus einem angrenzenden Bürogebäude warfen Unbekannte mehrmals mit Flüssigkeit gefüllte Luftballons und Plastikhandschuhe auf die Versammlungsteilnehmer vor dem Gebäude. Bei dem Versuch mehrerer Gegendemonstranten, aus diesem Bürogebäude heraus die Versammlung zu stürmen, wurden drei Personen festgenommen. Durch konsequentes polizeiliches Einschreiten konnte ein Aufeinandertreffen von Teilnehmern und Gegendemonstranten verhindert und die Versammlung störungsfrei fortgesetzt werden. Diese Kundgebung wurde vom Versammlungsleiter gegen 20 Uhr beendet. Während des Abstroms warfen Gewalttäter an der Kreuzung Tor- Ecke Rosa-Luxemburg-Straße Steine und Flaschen auf Polizeibeamte und ehemalige Versammlungsteilnehmer. In diesem Zusammenhang nahm die Polizei mehrere Personen fest.

Gegen 19 Uhr kamen an der Kreuzung Karl-Marx-Allee Ecke Petersburger Straße rund 50 Teilnehmer zusammen, um dort eine Kundgebung abzuhalten. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite versammelten sich etwa gleich viele Gegendemonstranten. Bei beiden Veranstaltungen wurden diverse Redebeiträge gehalten. Im Verlauf der Aktionen begaben sich etwa 100 Personen, die sich zur Gegenkundgebung eingefunden hatten, an die Absperrungen der anderen Veranstaltung. Nachdem diese gegen 20 Uhr 15 vom Veranstalter beendet wurde, erklärte kurz darauf auch die Versammlungsleiterin der Gegenkundgebung ihre Veranstaltung für beendet. Polizisten ermöglichten den Teilnehmern der erstgenannten Kundgebung ein störungsfreies Verlassen der Veranstaltung und geleiteten sie in den U-Bahnhof Frankfurter Tor. Hierbei und bei der Abfahrt zweier Fahrzeuge kam es zu Behinderungen durch die Teilnehmer der Gegenkundgebung, die von Polizeibeamten unterbunden wurden. Während der Kundgebung griffen mehrere Personen, von denen ein Tatverdächtiger gefasst wurde, zwei Veranstaltungsteilnehmer in einer Grünanlage an der Karl-Marx-Allee an und fügten ihnen Kopfverletzungen zu, die im Krankenhaus behandelt werden mussten.
Gegen 20 Uhr 30 griffen etwa 15 unbekannt gebliebene Gewalttäter einen zivil gekleideten Polizeibeamten in der Zola- Ecke Torstraße an, umzingelten sein Dienstfahrzeug und beschädigten dessen Windschutzscheibe und Heckklappe.
Im gesamten Einsatzverlauf nahm die Polizei 18 Personen fest, denen unter anderem Landfriedensbruch, Zusammenrottung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Gefangenenbefreiung, Beleidigung, Sachbeschädigung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen wird.
Die Festgenommenen konnten nach Abschluss aller kriminalpolizeilichen Maßnahmen ihren Weg fortsetzen. Die Polizei war mit rund 600 Beamten im Einsatz, von denen zehn verletzt wurden.

Quelle: PM der Polizei Berlin vom 16.06.2011

Interessante Definition von „weitgehend störungsfrei“, zehn verletzte Polizeibeamte…

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