Berlin: Polizist wegen Tofubratlingen dienstunfähig verletzt

Eine Gruppe von fünf Ladendieben flüchtete heute Morgen über die Spree von Kreuzberg nach Friedrichshain und konnte in einer Strandbar gestellt werden.
Kurz vor neun Uhr hatte der Detektiv eines Supermarktes in der Köpenicker Straße eine größere Gruppe bemerkt, die lautstark versuchte das Verkaufspersonal abzulenken, sich in zwei Grüppchen aufteilten und schließlich mit gestohlenen Lebensmitteln aus dem Geschäft flüchteten. Sie begaben sich sofort zum Spreeufer, bestiegen ein wartendes Ruderboot und entfernten sich in Richtung des gegenüberliegenden Ufers.
Mehreren Polizeibeamten der Abschnitte 51 und 53 gelang es schließlich mit Unterstützung der Wasserschutzpolizei, fünf Tatverdächtige im Alter von 21 bis 25 Jahren auf dem Gelände einer Strandbar an der Mühlenstraße zu stellen. Dabei beleidigte ein festgenommener 25-Jähriger einen Polizeikommissar und eine Polizeiobermeisterin und leistete hartnäckigen Widerstand. Hierbei verletzte er die beiden an der Schulter und an den Händen. Der Polizeikommissar trat verletzt vom Dienst ab. Das benutzte Boot hatten die Männer zuvor von einer Wasserbaustelle entwendet. Im Bootskörper fanden die Polizisten das Diebesgut: Tofubratlinge, Kekse und Fruchtsaft. Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung ein.
Nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen wurden die fünf Tatverdächtigen entlassen.

Quelle: PM der Polizei Berlin vom 18.06.2011

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