Breidenbach (Hessen): Laute Musik löste langen Polizeieinsatz aus

Laute Musik, mit der ein Mann schon den ganzen Tag seine
Nachbarschaft beschallte, war am Donnerstag, 23. Juni Auslöser eines
über zwei Stunden andauernden Polizeieinsatzes. Letztlich forderte
das Verhalten des offenbar psychisch erkrankten 57-Jährigen bis auf
die selbst erlittenen leichten Schürfwunden keine Verletzten. Die
Polizei leitete Verfahren ein wegen versuchter gefährlicher
Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung und Widerstands. Gegen den
Mann lag ein Unterbringungsbeschluss vor. Er befindet sich unter
ärztlicher Obhut.
Gleich mehreren Anwohnern der Hinteren Ortsstraße reichte der Lärm
durch die laute Musik am frühen Abend und sie riefen um 18.15 Uhr die
Polizei.
Die Streife der Polizei hörte die Musik und musste sich von dem auf
dem Balkon im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses stehenden Mann
wüste Beleidigungen und Beschimpfungen anhören noch bevor sie selbst
überhaupt ein Wort zu ihm gesagt hatten. Der Mann ließ sich nicht
beruhigen und äußerte lautstark und in Mimik und Gestik
unmissverständlich seine fehlende Kooperationsbereitschaft und seine
Absicht nötigenfalls sogar Gewalt anzuwenden.
Das unterstrich er mit dem gezielten Wurf eines leeren
Plastikblumenkübels in Richtung der Polizeibeamten. Der Wurf ging
knapp einen Meter daneben.
Der Mann ließ die Beamten nicht in die Wohnung, verbarrikadierte sich
und drohte sogar mit dem Einsatz einer Waffe. Erst ein
herbeigerufener Betreuer und eine Polizeibeamtin, die sich in seiner
Muttersprache mit ihm unterhielt, konnten den Mann etwas beruhigen
und dazu überreden, seine Wohnung zu verlassen.  Aufgrund seines nach
wie vor anhaltenden Widerstandes erlitt der Mann bei der folgenden
Festnahme leichte Schürfwunden. Er hatte, wie sich später
herausstellte, in seiner Wohnung mehrere Messer griffbereit
hingelegt. Eine andere Waffe, etwa eine Schusswaffe hatte er nicht.
Der Polizeieinsatz endete erst gegen 20.30 Uhr
Quelle: PM des PP Mittelhessen vom 24.06.2011
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