Würzburg (Bayern): Randale im Bierzelt – vier Polizisten und Sicherheitsfachkraft verletzt

Drei deutlich Betrunkene haben sich am Samstagabend im Kiliani-Festzelt dermaßen aufgeführt, dass sie vom Sicherheitspersonal gebeten wurden, die Örtlichkeit zu verlassen. Aber erst mit Hilfe mehrerer Polizisten und nach heftigem Gerangel war es schließlich möglich, die zwei Männer und eine Frau aus dem Zelt zu entfernen, in Gewahrsam zu nehmen und in die Ausnüchterungszellen zu bringen.

Zwei 24 und 54 Jahre alte Männer sowie eine 21-jährige Frau machten offenbar solchen Rabatz im Bierzelt, dass sich die dortigen Sicherheitsleute veranlasst sahen, die drei aus dem Zelt zu entfernen. Der Aufforderung zu gehen kam nur die Frau nach, die Männer fühlten sich offenbar nicht angesprochen. Deshalb wurde die Polizei zu Hilfe gerufen. Nun forderten die Polizisten die beiden betrunkenen Würzburger unmissverständlich auf, das Zelt zu verlassen – ohne Erfolg.

Es entwickelte sich in der Folge ein Handgemenge, bei dem die Männer sofort nach den Polizisten schlugen. Auch als sie niedergerungen waren und gefesselt werden sollten, schlugen und traten sie weiter gegen die Beamtinnen und Beamten. Schlussendlich konnte aber der Widerstand mit vereinten Kräften gebrochen werden, jedoch mit der traurigen Bilanz von insgesamt vier verletzten Polizisten und einem verletzten Sicherheitsdienstler. Ein 39-jähriger Polizeibeamter musste wegen seiner Verletzung den Dienst abbrechen.

Auch die junge Frau, die sich zuvor aus dem Zelt entfernt hatte, war sich für zwei Körperverletzungen nicht zu schade. Sie kehrte nämlich kurze Zeit später um und trat nach einem 42-jährigen Polizisten, der dadurch leicht verletzt wurde. Dann trat und kratzte sie noch den bereits erwähnten Sicherheitsangestellten.

Der ältere Mann brachte beim Test am Alcomat einen unrühmlichen Wert von 2,46 Promille, der jüngere von 1,76 Promille zustande. Auch die junge Würzburgerin hatte tief ins Glas geschaut, was der Promillewert von 1,84 überdeutlich unterstrich.
Alle drei mussten sich einer Blutentnahme unterziehen. In Ausnüchterungszellen fand der Abend für das Trio seinen vorübergehenden Ausklang.

Gegen die Beschuldigten wurden Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Quelle: PM des PP Unterfranken vom 25.07.2011

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