Kaiserslautern (RLP): Bei Verfolgungsfahrt drei Streifenwagen beschädigt

Keine verletzten Personen und 5 beschädigte Autos sind die Bilanz einer Verfolgungsfahrt in der letzten Nacht in Kaiserslautern. Ein 22-Jähriger war zuvor einer Polizeistreife aufgefallen, weil er mit hoher Geschwindigkeit bei Kaiserslautern-West auf die A 6 in Richtung Mannheim aufgefahren war. Die Beamten wollten den Mann daraufhin kontrollieren. Dieser verließ an der Abfahrt Kaiserslautern-Centrum jedoch wieder die Autobahn und fuhr zunächst in westliche Richtung durch die Innenstadt. Dabei erreichte sein Opel Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h. Unbeeindruckt durch die Verfolgung von letztlich drei Streifenwagen überfuhr er eine rote Ampel und versuchte die Polizei durch waghalsige Fahrmanöver und hohe Geschwindigkeiten abzuschütteln. In Höhe der Tankstelle am Kaiserslauterer Messeplatz krachten im weiteren Verlauf der Flucht drei Streifenwagen und der Opel des Verfolgten ineinander, wodurch die Flucht jedoch nicht zu Ende war. In einer Seitenstraße nahe einer der Hauptverkehrsstraßen in Kaiserslautern konnte das Fluchtfahrzeug schließlich gestoppt werden. Dabei rollte ein Streifenwagen gegen ein geparktes Fahrzeug und beschädigte dieses. Insgesamt dürften Sachschäden in Höhe von mehreren tausend Euro entstanden sein. Der 22-Jährige, der im Kreis Kaiserslautern wohnt, stand entgegen ersten Einschätzungen der Beamten weder unter Alkohol- noch unter Drogeneinfluss. Die Gründe für sein Verhalten versucht die Polizei noch heraus zu finden. Wegen diverser Verstöße gegen Vorschriften des Straßenverkehrs werden gegen den jungen Mann Straf- und Bußgeldverfahren eingeleitet.

Quelle: PM der PD Kaiserslautern vom 26.07.2011

Ich tippe als Gründe auf den verstärkten Konsum von Actionstreifen, in denen der Superheld immer gewinnt, kombiniert mit Größenwahn! Mit 150 durch die Innenstadt und Menschenleben gefährden, nur um einem Knöllchen zu entgehen, geht’s eigentlich noch?

Und ich bin froh, dass niemandem etwas passiert ist.

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