Berlin: Gewalttätigkeiten nach Pokalspiel – 18 verletzte Polizisten

Im Anschluss an das DFB-Pokalspiel zwischen dem BFC Dynamo und dem 1.FC Kaiserslautern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark kam es gestern zu gewalttätigen Übergriffen der Heimfans, bei denen 18 Polizeibeamte verletzt wurden. Zwei von ihnen mussten im Krankenhaus ambulant behandelt werden. Durch konsequentes Einschreiten konnte die Polizei die Lage aber sehr schnell beruhigen und die Fangruppen bis zur Abfahrt getrennt halten. Es kam zu 27 vorläufigen Festnahmen, 50 Strafermittlungsverfahren wurden eingeleitet, zumeist wegen Körperverletzung, Landfriedensbruchs, Widerstands und versuchter Gefangenenbefreiung.

Nach einem zunächst störungsfreien Spielverlauf, der mit einem Sieg der Gastmannschaft endete, musste der Schiedsrichter in der 74. Minute wegen des Abbrennens von Pyrotechnik und der damit verbundenen Rauchentwicklung das Spiel für drei Minuten unterbrechen. Insgesamt steigerte sich bei Teilen der Heimfans in der zweiten Halbzeit die Aggressivität.
Nach Spielende gegen 17 Uhr 15 strömten plötzlich mehrere hundert gewaltsuchende Fans des BFC Dynamo aus ihren Blöcken und gelangten zum Teil durch verschiedene vom Ordnerdienst besetzte Tore zu den Gästefans und auch in den Innenraum. Sofort einschreitenden Polizeibeamten gelang es zwar, die Fangruppen voneinander zu trennen, jedoch richtete sich die Aggression der BFC Fans auch massiv gegen die Polizisten, welche unter anderem mit Stangen von den Gewalttätern attackiert wurden. Im Anschluss wurden die gegnerischen Fangruppierungen getrennt voneinander unter polizeilicher Begleitung zu ihren Bussen, Autos und den öffentlichen Verkehrsmitteln begleitet, so dass ein nochmaliges Aufeinandertreffen verhindert werden konnte.

Eine erste Auswertung, auch unter Einbeziehung von Video- und Fernsehbildern, ergab, dass Maßnahmen des Ordnerdienstes, teilweise entgegen vorheriger Absprachen mit der Polizei, zu den Problemen geführt bzw. den Verlauf begünstigt haben, was vom Verantwortlichen des Sicherheitsdienstes auch eingeräumt wurde. So war ein Tor vom Ordnerdienst geöffnet worden, wo dann 250 bis 300 BFC-Fans in den Gästebereich rannten und die Anhänger der gegnerischen Mannschaft massiv angegriffen haben. Danach wurde das Tor geschlossen, so dass Einsatzkräfte nicht sofort nachrücken konnten. An anderer Stelle stand die Polizei ebenfalls vor einem verschlossenen Tor und gelangte deshalb erst über einen Umweg bzw. mit Verspätung zu einem aktuellen Brennpunkt. Die Auswertung dauert an.

Quelle: PM der Polizei Berlin vom 31.07.2011

Den fett gedruckten Teil sollte sich bitte jener Kaiserslauterer Herr besonders interessiert ansehen, der meinte, der Polizei mit der Äußerung in den Rücken fallen zu müssen, sie habe „nur zugeguckt“.

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