Freiburg (BW): Flaschenwürfe und Leuchtmunition auf Polizeifahrzeug – zwei Polizeibeamte verletzt

Wegen der Vorfälle im Zusammenhang mit der Räumung des besetzten Geländes M 1 im Stadtteil Vauban war die Freiburger Polizei in der vergangenen Nacht in erhöhter Alarmbereitschaft.

Flaschen und Leuchtmunition auf Polizeifahrzeug

Ein Streifenwagen der Polizei wurde gegen Mitternacht im Bereich der Güterbahnlinie an der Basler Landstraße mit Flaschen beworfen und mit einer Leuchtmunition beschossen. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann noch nicht beziffert werden. Zwei Polizeibeamte wurden dabei leicht verletzt. Eine Personengruppe, welche auf einer Anhöhe im Bereich der so genannten KTS stand, flüchtete und teilte sich während der Flucht in zwei Gruppen auf. Die eine flüchtende Gruppe hatte sich in den Alternativtreffpunkt zurückgezogen.

Polizei dringt in so genannte KTS ein

Polizeibeamte setzten ihr nach und drangen dabei nach Aufbrechen einer Tür in den Treffpunkt ein. Im Innern stießen sie auf mehrere verschlossene Türen, weshalb sich die Beamten zurückzogen, um die gegenwärtig gereizte Stimmung nicht weiter aufzuheizen.

Sechs Personen festgenommen

Nach den Flaschenwürfen und dem Schießen mit Leuchtmunition konnten sechs Personen (4 männlich, 29 bis 34 Jahre, und zwei weiblich, beide 26 Jahre) wegen Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr u. a. im Umfeld des Alternativtreffpunktes  festgenommen weden. Nach Durchführung der notwendigen Maßnahmen wurde die Personengruppe gegen 04.30 Uhr entlassen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Zahlreiche Personenkontrollen in der Nacht

Insgesamt kontrollierte die Polizei nach den Vorfällen im Stadtteil Vauban in der Nacht 51 Personen. Elf davon hatten ihren Wohnsitz nicht in Freiburg. Von diesen elf waren drei der Polizei als „linke Gewalttäter“ bekannt. Ein 16-Jähriger führte in seinem Rucksack schwarze Wechselkleidung  und szenetypisches Vermummungsmaterial mit sich. Nach Abklärung seiner Personalien wurde der  16-Jährig seinen Eltern überstellt.

Radfahrerin erstattet Strafanzeige

Am gestrigen Mittwoch bestand lange Unklarheit über eine Radfahrerin, die in ein über eine Straße gespanntes Stahlseil gefahren sein soll. Da sich die Geschädigte zunächst nicht bei der Polizei gemeldet hatte, hatte die Polizei diesen Umstand wieder aus ihren ursprünglichen Verlautbarungen zurückgezogen. Aufgrund des Aufrufs der Polizei, Geschädigte der kriminellen Umtriebe mögen sich bei der Polizei in Freiburg melden, erstattete am späten Mittwochnachmittag eine 53 Jahre alte Fahrradfahrerin Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. Die Frau war mit ihrem Fahrrad um 01.20 Uhr auf der Merzhauser Straße in Richtung Innenstadt unterwegs. Nahe der Peter-Thumb-Straße war in Halshöhe ein Stahlsein gespannt. Dieses Hindernis konnte die Frau nicht erkennen und stürzte. Sie wurde im Bereich des rechten Oberarms verletzt und zog sich zudem eine Schürfwunde zu. Das Hindernis war für die Fahrradfahrerin nicht zu erkennen. Nur dem Umstand, dass die Frau sehr langsam fuhr, ist zu verdanken, dass sie sich nicht schwerer verletzt hat.

Quelle: PM der PD Freiburg vom 04.08.2011

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.