Paderborn (NRW): Verdächtiger zieht bei Polizeikontrolle Schusswaffe

Bei einer Polizeikontrolle am Sonntagmorgen hat ein verdächtiger Mann in der Paderborner Innenstadt eine Schusswaffe gezogen. Nur durch das schnelle Eingreifen der überprüfenden Beamten, konnte der Einsatz der Waffe und damit auch ein daraus resultierender Schusswaffengebrauch seitens der Polizisten verhindert werden. Der Verdächtige wurde durch die eingesetzten Beamten entwaffnet und festgenommen. Aus dem Routineeinsatz hätte ganz schnell bitterer Ernst werden können. Hätten die Beamten keine unmittelbare körperliche Einwirkungsmöglichkeit auf den Verdächtigen gehabt, wäre es sehr wahrscheinlich zu einem Einsatz der Dienstwaffen gekommen. Einer Streifenwagenbesatzung war der Verdächtige gegen 09.15 Uhr im Bereich der Zentralstation aufgefallen. Als der 53-jährige, aus dem Iran stammende, Mann die Polizei erblickte, entfernte er sich zunächst zügig in Richtung Königsplatz. Kurze Zeit später erschien er wieder im Blickfeld der Beamten. Diesmal wurde er aufgefordert stehen zu bleiben und sich auszuweisen. Nachdem er den Beamten ein Ausweisdokument ausgehändigt hatte, mussten diese feststellen, dass die Identitätspapiere ungültig waren. Wegen des sich daraus ergebenen Verdachts des illegalen Aufenthalts sollte der Verdächtige durchsucht werden. Er wurde aufgefordert sich nicht mehr zu bewegen. Eine Nachfrage nach Waffen oder gefährlichen Gegenständen verneinte der Mann. Entgegen der Anweisung der Polizei, griff der Mann aber plötzlich in seine Jacke und zog eine Schusswaffe hervor. Da die Beamten unmittelbar neben dem Mann standen, konnten sie ihm die Waffe entreißen, ihn fixieren und fesseln. Die Waffe wurde sichergestellt Es handelte sich dabei um eine geladene Gaspistole, die eine große Ähnlichkeit mit den Dienstwaffen der Polizisten aufweist. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Ordnungshüter zudem noch ein Teppichmesser in der Außentasche der Jacke. Danach wurde der Verdächtige, der in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen diverser Eigentums- und Sexualdelikte sowie verschiedenen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz in Erscheinung getreten war, vorläufig festgenommen und zur Hauptwache gebracht. Da er unter dem Einfluss von Drogen stand, wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Noch am Sonntag wurde auf Anordnung des zuständigen Richters die Wohnung des Festgenommen durchsucht. Hier fanden die Beamten neben einer nicht geringen Mengen Drogen auch größere Mengen an Bargeld. In seiner Vernehmung wollte sich der Beschuldigte nicht zu den Vorwürfen äußeren. Er wurde am Montagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt.

Quelle: PM derKPB Paderborn vom 15.08.2011

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