Ulm (BW): Rücksichtslosigkeit gepaart mit Uneinsichtigkeit führt zu Polizeieinsatz

Polizei muss gegen Punker einschreiten

Gegen eine Gruppe Punker musste die Ulmer Polizei am Samstagabend einschreiten. Sie waren beim Metzgerturm auf der Donauwiese durch Lärm und Alkoholkonsum aufgefallen.

Kurz nach 19:00 Uhr baten Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes die Polizei um Unterstützung, da die Gruppe aus etwa 40 bis 50 Personen ihren Anweisungen nicht folgte. Mehrere Polizeistreifen rückten an, um die Personen zu überprüfen, der Ruhestörung sowie dem Trinkgelage ein Ende zu setzen und damit der Stadtverordnung Geltung zu verschaffen.

Als Hauptquelle des Lärms erwies sich ein Kassettenrecorder. Nach vergeblichen Aufforderungen, diesen leise zu stellen, beschlagnahmten ihn die Beamten. Der 22-jährige Eigentümer versuchte, sich das Gerät gewaltsam zurückzuholen, ihn mussten die Beamten überwältigen. Mehrerer Mitglieder der Gruppe, die sich mit dem 22-Jährigen solidarisierten, mussten die Beamten mit Pfefferspray und Polizeihunden abwehren. Ein 41-Jähriger trat nach einem der Hunde, dabei zog er sich eine oberflächliche Verletzung zu.

Die Polizeibeamten erteilten den Störenfrieden Platzverweise. Gegen 22 Personen im Alter von 16 bis 41 Jahren ermittelt sie zudem wegen Verstößen gegen die Stadtverordnung. Die überwiegend volljährigen Frauen und Männer stammen aus Ulm und Umgebung sowie mehreren umliegenden Landkreisen. Einen betrunkenen 19-Jährigen aus dem Landkreis Dillingen, der keine Einsicht zeigte, nahmen die Beamten beim Polizeirevier Ulm-Mitte in Gewahrsam.

Gegen 22:15 Uhr randalierten dann der 41-Jährige und über ein Dutzend seiner Freunde vor dem Neuen Bau. Damit wollten sie erreichen, dass der 19-Jährige aus dem Gewahrsam entlassen wird. Nachdem die Ulmer Polizei insgesamt sieben Personen in Gewahrsam genommen hatte, kehrte Ruhe ein. Unter den Randalieren, gegen die zum Teil auch wegen Widerstands gegen Polizeivollzugsbeamte und Beleidigung ermittelt wird, befand sich ein 24-Jähriger ohne festen Wohnsitz. Da gegen ihn zwei Haftbefehle bestanden, nahmen ihn die Beamten fest.

Quelle: PM der PD Ulm vom 15.08.2011

An Rücksichtslosigkeit, Uneinsichtigkeit und mit alternativem Lebensstil begründeten Egoismus habe ich mich ja mittlerweile gewöht. Aber wie abgrundtief dumm man sein muss, um gegen einen Polizeihund zu treten bzw. sich auffällig zu verhalten, wenn man per Haftbefehl gesucht wird, das überrascht mich immer wieder…

1 Kommentar
  1. Alex sagte:

    Mich überrascht sowas schon lange nicht mehr. Bei der zu erwartenden geringen Strafe, wenn es überhaupt zu einer Verurteilung kommt, brauchen die doch keine Angst zu haben. Man schaue sich doch mal insgesamt die Strafregister von Festgenommen an, und die laufen immer noch frei rum… Der Glaube in die Justiz auf Seiten der Normalbürger ist verloren und die Kriminellen wissen, dass in ihrem Sinne, meist aufgrund der schweren Kindheit oder Migrationshintergrund, geurteilt wird.

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